ggo Olivier.
noch zu walpole's Zeiten die sieben/ deren schondas Lex erwähnt, in, Cabinet der Königin Caro-lina. Im Besitz des Grafen von Exeker zu Bur-leigh findet man von ihm die Geschichte von Ve-nus und Adonis; eine Madonna mit dem Kinde,8" lang und 5 " hoch von 1628. datirt, kam in1726. aus der Sammlung des Mr. Halsied aneinen Unbekannten. Für sein schönstes Werk in-dessen halt Walpole den Kopf seiner Gattin (ehe-mals im Cabinet der Herzogin von Portland ) vonso viel Leben und Ausdruck, wie sein Vater niedarzustellen vermochte. Von getuschten Zeichnun-gen , worin er eine besondre Fertigkeit besaß, nenntman besonders einen kleinen St. Johannes, dervor der H. Jungfrau kniet, und dem kleinen Christein Kreuz überreicht, nach Raphael, wovon dasUrbild (nach Carls I. Tode für 600. Pf. verkauft)sich wahrscheinlich in Spanien , perers Copieaber, nach ein Paar Handänderungen an Sir John Evelyn kam. Eine andre seiner Cc>pien »ach Hol-dem (Edward Vl. als Kind) zeichnete sich beson-ders durch eine schöne Drapperie aus, und befandsich im Cabinet des Herzogs von Devonshire;eine Madonna mit dem Kinde, in demjenigen derLady Elis. Germain zu Drayton. Andre seinerZeichnungen führte er mit schwarzer Kreide undRothstein, bisweilen auch mit bloßem Bleystift aus;in letztrer einfacher Weise, aber darum nicht min-der meisterhaft, besaß Walpole von ihm in einempergamentnen Taschenbuch ebenfalls das Bildnißseiner Frau, und auf der Kehrseite sein eigenes. *)Noch erwähnen wir einer wichtigen Entdeckung,die man erst in neuern Tagen in einem alten Hausein Wales an einem wahren Schatz von Arbeitenperers sowohl als seines Vaters Jsaak gemacht,von denen die spätesten mit , 633 . bezeichnet wa-ren, ulle vortreflich erhalten, und alles Bildnissedes Sir Kenelon Digby's und seiner Hausgenos-sen — seine Buhlerin nicht ausgenommen, undzwar (sonderbar!) die meisten mehrmals wieder-holt , in folgender Proportion: Von ihm selbst drey;von seiner liebenswürdigen Gemalin sechse von ver-schiedenem Alter; von der Buhlerin drey, die sichvollkommen gleichen. Dann, das Vorzüglichste,zwar bloß eine Copie nach Vandyck: Sir Kenelon,seine Gemalin und zwey Söhne; vielleicht die schönsteMiniaturmalerey, die in dieser Größe vorhandenist. Alle diese Kostbarkeiten wurden von Walpoleum einen hohen Preiß gekauft. Merkwürdig istes, daß die Arbeiten unsers Künstlers, von denener doch gewöhnlich eine Copie für sich behielt, inEngland so selten sind. Eine hiehcr gehörige lustigeAnekdote wird bey ^fiorillo erzählt wie folgt:„Carl II. der, so viel es ihm möglich war, dieTrümmer der Galerie seines unglücklichen Vaterswieder zusammensuchte, gab sich namentlich auchalle Mühe, etwas von Olivters Miniaturen auf-zufinden, und hörte endlich von einem gewissenLagers von Jsleworth (vielleicht Progers, derihm sonst auf ganz andre Jagden gieng), daß zwarVater und Sohn längst todt seyen, daß aber nochdie Wittwe des Sohns zu Jsleworth lebe undmanche Arbeiten von ihnen besitze. Er gieng alsoverkleidet zu ihr, und bat die Wittwe, ihm denNachlaß ihres Mannes zu zeigen; sie brachte auchmanche theils vollendete theils unvollendete Mi-niaturen zum Vorschein; als sie ihm aber gefielenund er sie kaufen wollte, antwortete sie ihm, daßsie solche zuerst dem König vorlegen wolle, und daß,wenn sie Seiner Majestät nicht anstanden, er sieerhalten könne. Der König gab sich zu erkennen,worauf die Wittwe noch mehrere Gemälde hervor-zog , die sie nur höchst selten zn zeigen wagte. Erwünschte nun den Preiß zu erfahren; da ihm aberdie Wittwe nichts vorschlagen wollte, und ihn aufdie Bücher verwies, worin die Preise, welche seinVater, der enthauptete König, für Olivi'er'sMalereyen bezahlt hatte, aufgezeichnet waren, somachte er ihr durch Rogers den Antrag, ob siefür die Miniaturen, die er mitgenommen, 1000.
") Dasjenige im Erdgeschoß zu Kenßgtvn ist nicht von ll
Olivieri.
Pf. Sterling oder eine jährliche Rente von Zoo.auf Zeitlebens haben wolle? Sie wählte das letz-tere; als aber nach einigen Jahren die Beyschlä-'ferinncn des Königs ihm, wo nicht alle, doch diemeisten Miniaturen von Olivier abgezwackt hat-ten, und dieses Mrs. Olivier hörte, so rief sievoll Unwillen aus, daß, wenn sie den schlechtenGebrauch, den der König von diesen Kunstsachenmachte, vorher gewußt hätte, er kein einzigesStück erhalten haben würde. Dieß wurde demHofe hinterbracht, worauf der armen Frau —nichts mehr ausgezahlt wurde. Die wenigen Sa-chen, die der König nicht mitgenommen hatte,fielen an den Vater des Malers Russel's, einesAnverwandten der Gliviers. perer st. 1M0.nach vertue 1664. Eben diesem Schriftstellerzufolge hätte er auch kleine historische Blätter ge-ätzt, von welchen aber keines namentlich ange-führt wird. Füorillo V. 282—86. Rost IX. 47.und 48. wo noch bemerkt wird, daß er immer zuLondon gewohnt habe.
Olivier ( ). So heißt irgendwo, ohne
Weiteres, ein andrer französischer Maler, der znModena für verschiedene Kirchen historische Bil-der geliefert habe.
— — ( ) Und eben so ein französischer
Bildhauer, der zu Brüssel gearbeitet und dort denGiebel der Abteykirche von Kaudenbcrg mit einemBasrelief geziert habe.
— — ( ) ein wenig bekannter Schwarz-
kunstarbeiter in Frankreich . Von ihm nennt einVerzeichniß meines sei. Vaters das Bildniß desMalers P. P. Scvin nach E. de la Croir, mit1692. datirt.
— — ( ) So wird endlich auch im Al-manach kies steaux-Hrts von 180Z. ein damalsin Paris lebender Architekt genannt, von dessenBauten dort namentlich das Haus Epinee in derStraße Pepiniere angefüht wird In Rraffr's^rckitecture civile (Lsk. I.) findet man nachihm H. Vincent's Landhaus bey Noyon.
* — — ( ), der Bildhauer von Massa- Carrara
, hieß Johann Dominicus (ob etwa desobigen Malers Dominicus Sohn?), war Schü-ler von Franz Schiaffino, arbeitete in Königlich-Spanischen Diensten, und befand sich noch 1755.zu Madrid als Professor dortiger Akademie, öö-
X. A. II. 283.
* Olivieri (Dominicus), geb. 167g. undgest. 1755. Derselbe war vornehmlich ein Carri-katurmaler, der das Publikum schon durch seineeigene lächerliche Figur, seine sinnreichen Einfälle,und dann eben durch seine spaßhaften Darstellun-gen in van Lacr's und ähnlicher Niederländer Ge-schmack belustigte, die er sich aus der großenSammlung zum Vorbilde nahm, welche damalsder Hof zu Turin besaß. Hätte er mit seinerWahl der Gegenstände »nd seinem freyen Pinsel-striche, statt einer allzustarke» Färbung eine ange-nehmere vereinigt, so würde er ganz als Flam-mänder erschienen seyn. Im Königl. Cabinettebefanden sich von ihm, neben Andern,, zwey großeBilder von fast zahllosen Figuren, ungefähr einerSpanne hoch, wovon das eine einen Markt mitSchreyer- und Zahnarzt-Bühnen, raufendem Pö-bel u. s. f. jum Gegenstand hatte, und ein ordent-liches Äernescisches Gedicht ausmachte. Biswei-len dann wagte er sich auch an Ernsteres, wiez. B in seinen zwey Tafeln von, Sakraments-wunder, welches in der Sakristey von Corpus Domini aufbewahrt wird, und aber ebenfalls auseiner Menge bloß kleiner Figuren besteht. LausiII. 2. 383.
* — — (Peter Paul). Von seinen Bautenist uns nichts namentlich bekannt, als daß er,Ml'llZi'a (lös. terx. p. 144.) zufolge, die Ieich-
1, sondern von Hanneiiiann gemalt.