Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
991
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Ollmüßer.

„img zur Kirche von St. Andrea della Valle ge-geben habe.

Ollmürzer, Olinützer oder Olmitzer(Hans), Stein - nnd Bildhauer z» Görlitz in derLausitz . Derselbe sieng I.s88. an, die Geburt Christiund andre Dürer in den Hauptaltar der Drey-faltigkeitskirche daselbst zu schneiden (s Paul undPeter); es wurde ihm damals für die Woche einrheinischer Gulden (Dukaten) zum Lohn gegeben.Auf einem andern Altar dieser Kirche, in ihremehmaligen alten Zuschnitte, befand sich die Sal-bung des Leichnams Christi i/,92. in Stein ge-hauen. Alle 5 . Figuren, woraus diese Vorstell-lung besteht, sind aufs sauberste und kunstreichstegearbeitet, und zwar alle im Ganzen und ausEinem Stein gehauen. Der Stein wurde unweitPrag dazu gebrochen, und das ganze Werk aufKosten Georg Emmerichs, der auch das H. Grabzu Gorlitz bauen ließ, verfertigt. ss. G- piltzBssichreibung derer Airare in der H. Drepfal-tigkeitskirche, zrun neuen Jahre iM.u. 1767.

DloHaga (Johann de). So nennt MiliziaLll. teer:, p. Zir.) einen spanischen Baumeister,gebürtig von Discaglich, der, wie es scheint, ge-gen End des X V. und zu Anfang des X VI. Jahrh,geblühct, und, neben Anderin, die Hauptkirchevon Huesca in Arragon auf die Stelle der vor-herigen berühmten Moschee von Mislegda erbauthabe, wovon besonders die Hauptfa<;ade sehr schön,und mit Statuen und Basreliefs reich verziertseyn soll.

* DIrranidntano (Wilhelm), s. Tedesco.

* Omino > l'), s- Joh. Dominions Lom-bards oben 8. b. v. wo er durch Druckfehler Lo-mino heißt.

Ommegank, van Lorr und Anrheu-ttisse heißen in einer unsrer Handschriften dreygeschickte Landschaftsmaler zu Antwerpen , dieschon uin 177h. in großem Rufe standen. Oberstrcr noch derselbe Onrmegank sey, den ,fic>-rillo III. 8. v. Gminegandr einen achtnngs-wurdigcn Künstler in erwähntem Fache nennt,und von dem es in öffentlichen Blattern heißt,daß er (ebenfalls zu Antwerpen seßhaft) 1802. zumcorrespondircnden Mitglied des Nationalinstimtszu Paris , und 1809. zum nicht residirenden Eh-renmitglied der Gesellschaft der Künste zu Gent erwählt wurde, ist uns unbekannt. Doch vermu-then wir eher, daß hier von Vater und Sohndie Rede sey. Eine Landschaft mit Thieren voneinem solchen kaufte die Gesellschaft der Kunst-freunde zu Paris , welche 1801. dem H. Begouendurchs Loos zufiel, und eine andre solche mit Fi-guren und Thieren sah man auf dem Pariser-Sa-lon vo» 1802. TVorw. I. sä.Y. ll- 8Z.

Auch in der AUgein. Bunftz. ( 80 ., wird ohneZweifel der namUchc Ommegank unter diejeni-gen Landschafter gezahlt, welche auf dem Salonzu Paris i 8 o 5 . sich durch Produkte reich an Wir-kung, Leben, und glücklicher Nachahmung einergewählten Natur ausgezeichnet hatten.

* Vmphall'on, Sclave und Schüler desNicias, der ihn, wie es heißt, auf gut Griechischliebte. Von ihm sah man zu Messen« eine großeAnzahl Bilder, von denen die meisten dortige Königevorstellten.

* Onaras, der Bildhauer von Aegina , ar-beitete, in Verbindung mir Lalamis, an einemWeihgcscheuke, welches Dinoinedes umHdb. >v L.nach Olympia gemacht. Der Wagen war seinWerk, Jüngling und Rosse des Ealamis. Dannsah' man von ihm zu Alns die Statüe» eines Jdo -neus und eines Mercurö; zu Pergamus einen Apollin Erzt, der durch seine Größe und Kunst Be-wunderung verdiente; und endlich zu Phygetea inArcadien eine der schwarzen Ceres, womit er dendortigen Einwohnern einen große» Dienst leistete,als ihre Felder unfruchtbar wurden, weil sie eine

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altere hölzerne Bildsäule dieser Göttin, die imRauch aufgegangen war, nicht wieder hergestellthatten.

Onare (Johann de). So nennt Fiorillo IV.i/,9. ohne Weiteres, einen berühmten spanischen Gold - und Silberlchmied, der um »Zog zu Sevilla arbeitete.

Onay ( ), ein junger Maler, Pensionnair

der franz. Akademie zu Rom um »80Z. NebenAndern» kannte man von ihm : Einen Entellder de» Dares überwindet, in dem Augenblick,wo erstrer den Ochsen mit sich forttragt, ein sehrwohlgemaltes akademisches Grupp; nur daß dieReminiscenz an Alexander, der den Bucephal be-zähmt, auf dem Capitol, an Onap's Arbeit fürKenner allzusichtbar war.

* Ondio (Abraham), s. Hondius.

Ondorf, s. Ohndorf.

* Onesar. Seine stehende Muse, in gelberPaste, befand sich im Cabinet des Abbe PetersAndrieni zu Florenz , und der junge Herkulskopfauf einem Carniol im demjenigen des dortigenGroßherzogs. Die Gräfin Cheroffini (Freundindes Kardinals Alex. Albani) besaß von eben die-sem Künstler einen Apollokopf; und Lippere (er-stes Tausend N°. H»8. S. 17-,.) führt von ihmeine trunkene Bacchantin auf einem Sardonix an.cie Mtt'»'.

Onesimus, s. kklpius.

Onfroy ( ), ein Kunstverleger zu Paris ,

gab eine Sammlung von verschiedenen Gebräu-chen der vornehmste» Bedienten und Maqisirars-personen des Türkischen Hofes und der dem Ottoma-nischen Reiche unterworfenen Völker aus Licht

* Gnger oder Onghers (Oswald), der-selbe, welcher im Lex. s. v. kluger erscheint unddort ein geschickter Künstler geiiannt wird, warHofmaler zu Würzburg , und zierte in diesem Bis-ch um , sowohl als im Bambergischen und in Schwa-ben , mehrere Altäre in Kirchen und — Domher-rengrufteik mit historischen Bildern. Er hatte sich»ach verschiedenen Meistern gebildet, deren Ge-schmack zu feiner Zeit im Umlaufe war; seine Ma-nier war daher ein Gemisch ihrer und älterer Kunst-werke. „Sie gleicht" (heißt es bey von Männ-lich) „dem verwilderten Trieb, welcher, unter derHand der üppigen Menschen, in der Natur Ba-starde hervorbringt, die von der Vermischung ver-schiedener Thiergattungen entstehen, von BeydenKennzeichen an sich kragen, und doch keiner zu-gehöreu. Nach den Gesetzen der Natur pflanzensich Geschöpfe dieser Art selten fort: aber in derKunst sehen wir leider, daß durch sie das klrge-schlccht verdrängt wird, und daß die Geschichteder Natur da ende, wo die der gesunkenen Kunstihren Ansang nimmt." In der Galerie zu Schleis-heim befinden sich verschiedene Bilder von ihm,deren eines mit ilHö. und mir seinem Namen(Gngbers) bezeichnet ist. Lonk. Blainville I.

I/K. U. 2 l 2 .

Onnara (Graf von). Einen solchen nennt/iorillo IV. 89. linker den spanische» Große»,die zur Zeit Philipp lV. die Künste in ihrem Va-terland gefordert hatten.

* Gnofri. oder ^Zonufriis (Crescentiusde), geb. 16>Z. und gest. »688 (wonach )>oft IV.7§. zu berichtigen ist). Diele halten ib» für deneinzigen achten Nachahmer seines Meisters Gas-paro Poussin , der den guten Geschmack desselbenannahm, ohne sich knechtisch daran zu binden.In Rom findet man Weniges von ihm. Vonihm selbst geätzi kennt man verschiedene Gandel-lini sagt, »2. große) heroische Landschasic», diein einem sehr guten Geschmacke geätzt sind; darumter eine, mir Apollo in den Wolken; eine andremit Jupiter nnd Merkur , die zum Besuch zu