Band 
Zweyter Theil [2].
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1007
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Paas.

zugehören. Das Kpeculum vitR «cliolgsticss(chr2.) schreibt Malpö ausdrücklich ihm zu.

paas (Johann Thomas). Nach einem unssonst unbekannten Künstler dieses Namens hatI. Suyderhoef (1668.) das Bildniß des ArztesN. Smaltius gestochen.

* (Magdalena de), ssrifprns des Al-ken Tochter, geb. um (a. h. 1H8Z.) Auchsie genoß mit Nutzen die Unterweisung ihres Va-ters, so daß sie mit gleichem Erfolg, wie ihreBruder, obschon in einer verschiedenen Manier,die Stecherkunst ausübte, und nämlich bloß mitdem Grabstichel in einem fleißigen und angeneh-men Styl arbeitete. In ihren Blattern nach Elz -heimer (meist aus den Ovidischen Verwandlun-gen) suchte sie die Manier des Grafen Goudtnachzuahmen; und wenn sie nicht die gleiche Wir-kung des Helldunkels, wie dieser, hervorbrachte,so entschädigt sie durch die Sanftheit und Har-monie ihrer Töne. So z. B- ihr Blatt mit denklugen und thörigten Jungfrauen. Als Land-schaftsstechertn verdient sie eine ausgezeichneteStelle. Roft V. 11^ -r 5 wo mehrere ihrer Blat-ter eben nach Elzheimcr, I. Pinas, R. Savery,A- Willaerts und ihrem Vater Crispin angeführtsind, und besonders ein Hirtenstück und ein See-sturm, beyde nach Willaerts, von herrlicher Aus-führung genannt werden. Ebenfalls Rost führtihr Monogramm an.

» 5Simon de), Zeichner und Kupfer-stecher, (srispin des Alren jüngster Sohn, geb.zu Utrecht um 1Z74. ia. b. i 58 i.) gleich seinenGeschwistern Schüler seines Vaters, und der sichnicht minder, wie sie, in der Kunst auszeichnete.Nach Rost V. 112. war er es besonders, der znLondon von dem Bildnißmaler Hillyard gebrauchtwurde, die vornehmsten Personen der Königl. Fa-milie in Kupfer zu stechen. Diese machen denvorzüglichsten Theil seiner Blätter aus. Andredann enthalten eine Menge andächtiger Vorstel-lungen, Titelblätter und Büchervcrzierungen, wel-che ebenfalls mit großer Nettigkeit gefertigt sind.Ueberhaupt führte er den Grabstichel eben so leichtals fest, und die Etznadel so frey und geistvoll,wie Einer, verrüe zufolge wäre Simon, nacheinem zehnjährigen Aufenthalt in England, inKönigl. Dänische Dienste getreten, und wahrschein-lich zu Kopenhagen gestorben. Sein ältestes inEngland verfertigtes Blatt ist von 1610. datirt.Von seinen geätzten Bildnissen werden bey Rostl. c. iiZiH. u. a. als besonders geschätzt undselten genannt: Vier Herzoge von Burgund (Jeande Valois der Unerschrockene, Philipp de Daloisder Kühne, Philipp der Gute und Karl der Kühne ),ganze Figuren im Kostüm ihrer Zeit, ohne Namendes Malers. Malpö sagt davon:Die Etznadelkann nichts Freyeres noch Pikanteres geben." Dannvon Geschichtlichem eine H. Familie nach Barocci ;Vanitas Vanitstum et Omnla Vanltas (Knabeder Seifenblasen macht), ein vor uns liegendeskleines allerliebstes Blättchen, nach der Zeichnungseines Vaters, und die Jünger von Emaus; die-ses wieder ohne einen andern Namen als den fti-nigen. Lonf. st

(Wilhelm de), Zeichner und Kupfer-stecher, zweyter Sohn von Lrispin dem Alten,geb. zu Utrecht um H72. (a. b. i 58 o.) genoß desväterlichen Unterrichts, und ihm gelang es ganzbesonders, den Styl seines Vaters nachzuahmen.Um die schönen Werke von Vandyck zu studierngieng er jung nach England, wo seine Arbeiten,welche meist in Bildnissen bestanden, viel Beyfallfanden. Er führte (heißt es bey Malpe) seinenGrabstichel fest, angenehm und verständig. OhneZweifel brachte er den größten Theil seines Lebensin London zu, was sich aus der Menge von Blät-tern schließen läßt, welche dort von ihm erschie-nen waren. Etliche seiner Bildnisse, mit 1621.2H. 27. u. s. f. bezeichnet, führen Rost V. m.und 112. LVlnkler und Maipo an. Eines der-

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selben, der Gardehauvtmann Henry Rich, wirdbesonders von schöner Ausführung genannt. Dannvon Geschichtlichem: Eine Zigeunerfamilie, die fünfSinnen u. s. f. Ferner ein Blumenbuch und manchAnderes.

Neben den Meistern, welche schon theils durchdas Lex. theils oben angeführt sind, nach welchendiese fünf Mitglieder der Familie de paas ge-stochen haben, nennt ein Verzeichniß meines sel.Vaters noch: H. van Baien, I Bol, P. Drill,C. van den Broecke, A. Brun, A. Dürer , H.Golzius, L- van Leyden, I. de Mabuse, Mazot ,P. Moreelze, N. Negre, I. Olivier, I da Ponte,F. Porbus, I. Nokrenhammer, I. Sadeler, I.Etradanus, M- de Vvs, C- van Wicringen, I.van Wingen und R. a Ayl.

p «blick (Joh. Gottlieb). So heißt in:Dresden zur Rennrniß seiner Häuser, ohneWeiteres, ein dortiger Steinschneiderum 1798.

Pablo (Meister). So heißt bey Fiorillo lV.62HZ. ein deutscher Glasmaler, der ineinige Glasscheiben in der Kachedralkirche zu To-ledo bemalte.

(Diego). Und so (Ebendas. 166.)ein geschätzter spanischer Früchte- und Blumen-maler in der ersten Hälfte des XVII. Jahrh.

(Peter). Und so (Ebendas. 9Z.) einandrer spanischer Maler, der ums I iZ6Z ge-meinschaftlich mit P. Serafin, genannt el Griego,die Kathedrale von Tarragona , vorzüglich diedortige Orgel mit seinen Bildern zierte.

Pabft (Gottfried), geb. 1626. zu Mohorn beyFreiberg, wo sein Vater gleiches Namens Schul-meister war. Nebst vielen Wissenschaften war erauch in der Bau- und Ieichcnkunst erfahren; einigeUniversitäten verlangten ihn vergebens; dagegenreiste er mit den Söhnen des berühmten W. C.von Klengel zu Dresden durch Europa. In Pa-ris wurde er von König Ludwig XI V. sehr ge-achtet, der sich auch seiner zu verschiedenen Geschäf-ten bediente; und in Genf wollte man ihm dieAufsicht über den Festungsbau und das Militaicauftragen, was er aber der Religion wegen aus-schlug. Bey seiner Zurückkunft nach Dresden wurde er beydem König August, seiner Baukennt-nisse wegen, sehr empfohlen, kam aber nachge,hends zum Bergwesen nach Freiberg um 1698.wo er auch noch 1712. lebte S G. Heinebistor. Beschreib, der Gradr und GrafschaftRochlitz (Leipzig 1719 4 °) S. 278.

(Joh. Niklaus). So heißt im LOeimar-fchen Hofkalender ei» Künstler, der -764. zumdortigen Hofbildbauer erkiest wurde, und dortvermuthlich um 178h. verstorben war.

(Julius und Paul), Gebrüder, inder letzten Hälfte des XV. Jahrh, in Holland geboren. Sie wurden in den Wissenschaften, vor-züglich aber in der Baukunst, Malerey und Bild-haucrey unterrichtet. Da ihr Vater, samt seinemSchwager, A van Strqhlen, Bürgermeister zuAntwerpen , ermordet und ihre Güter konfiscirtwurden, giengeu sie nach Leipzig . Der ältere,Paul, wandte sich hierauf nach Rochlitz , wo erauch 1627. vorkömmt und sich pabft von Obornoder Vbain (nach einem ihrer holländischen Güter)nennt; der Jüngere gieng in den Krieg und ver-henrathete sich in Schwaben , wo er, von seinemerheyratheten Gute, den Namen pabft von pol-fenbeim annahm. Heine Rochlitz S. 276Nach I. Geiferr's Grämn,rafel gel. sseure(Th. lll. Regcnsb. 1728. Fol. Stammt, s. Ge-schlechts Psb. 1. Äsn. 2.) der in etwas von Heineabweicht, war Paul Bürgermeister zu Rochlitz ,erbaute hier die schöne St Pererskirche (um i jgo.oder noch früher) und zierte dieselbe mit seinerKunst (so heißt es ohne Weiteres) aus. Die obengenannte Jahrszahl 1527. theilt Geifert seinemSohne zu, dessen Geburt er in ij88. setzt und