Band 
Zweyter Theil [2].
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P a l w. erin i.

palmerini (N. N.), ein Maler von Ur-bino, blühete um i5ou. ein Zeitgenosse Raphaels,und vielleicht einmal dessen Mitschüler. Von ihmsieht man bey St. Antonio (zu Urbino ?) einwahrhaft schönes, und dem neuern Styl sich merk-lich annäherndes Bild mitmehrern Heiligen.l. 272.

palmerius, s. palmeri.

palmeruccr (Guido), ein alter Maler vonGubbio , arbeitete um 1342—45. Beym Eingängedes Rathspallasles daselbst sieht man von ihmein, freylich durch die Zeit sehr verdorbenes inFresco, mit einigen Halbfigurcn von Heiligen,welche dem Beßten aus der Zeit des Giotto nichtweichen dürfen, /.ausi l. 352.

* Palme us ( ), Vater und Sohn; der

Vater hietz Gervafius. Die nach ihnen gesto-chenen Blatter datiren sich von 1749—1757. undbestehen meist in Flagornerien: Klitoris pourDir. Nacbault gui a preserve Paris sie la 5a-m'ms 1749 — l« Nriomphe cle la lieli^Ion,Allegorie sur le Nanüement lle Dir. l'/^r-cüevegue 6e Paris — le Oocg et le I.sopar<k,Klle^orie sur la pataille ll'Uastenber^ en 1757.Diese ohne Namen des Stechers. Dann vonAveline: Xaissarico 6u I)ue ae Oaupüin u. s. f.

Daliniert (Anton), s. den Art. petltdt,den Baumeister zu Parma .

* — — (Joseph). Nach Lanzi II. 2. 54».geb. 1674. und gest 1740. Di'landi (beißt esdort) nennt ihn, wohl übertrieben, eine» der erstenMaler seiner Zeit; oder doch geht ihn dies bloßals Maler von Thieren an, dergleichen ü,m bisaus Portugal zugesandt wurden. Indessen warer auch sonst ein Künstler voll Geist, ein Coloristvon schöner Magie, harmoniös und immer ange-nehm, wo er nicht in allrusiarke Schatten fiel;dann aber ein schlechter Zeichner, obgleich er beyeinem Florentiner zur Schule gieng, der ihn übri-gens nicht übel schien unterrichtet zu haben. Aneiner Auferstehung in St. Dominicus zu Genua werden auch Meister wenig auszusetzen wissen.

— — (Peter), ein sehr geschickter italienischerZeichner, starb zu Turin 1804. In Paris . woer sich lange aufhielt, findet man mehrere seinerschönen Arbeiten. Er hinterließ einen einzigenSohn und Schüler, der seine Talente erbte, undmit denselben eine tiefe Kenntniß der Theorie sei-ner Kunst und vielleicht, noch ein fruchtbareresGenie verband. iVvnv. ckes X5't§ IV. 202.

Beyde dürften Nachkomme» von obigem Josephseyn. Ohne Zweifel ist dieser Künstler der näm-liche, den der Katalog von winkler p. pal-mieri von Parma, Maler und Kupferstecher nennt,der mehrere Jahre in Paris gelebt und dort aller-ley ländliche ^Blätter sehr malerisch in Luschma-nier geatzt habe. Späterhin sey er in sein Vater-land zurückgekehrt. Alsdann werden in erwähn-tem Katalog von ihm vier Blätter: stepos <luKerker, la Vleille lalzorieuse, l'^mour mater-nel und I'Oecupatiou cbampetre » und nachseiner Zeichnung, in ähnlicher Manier, los 6or-Avrs b'lorenrins, von Carö (1777 ) gestochen,angeführt. Auf ein Paar der erster» nennt er

sich: ke^al. parm. ^0 Professor.

* — — (Peter Jacob), Zeichner und Ku-pferstecher, geb. um 1728. Von den hundertLandschaften in der 1760. zu Bologna erschienenenSammlung des L. Guidotti sind 29. von ihm ge-ätzt, und darunter etliche von seiner eignen Er-findung. Eben so die mehrern in der Schlach-tensammlung des nämlichen Guidotti, welche ingleichem Jahr ans Licht traten; letztre meist nachder Zeichnung von Simonini. Seine Blättersignirte.er bald bloß mit p. ?. bald mit seinemganzen Namen.

* palombo (Ascan). Nach ihm hat I. B.

Palse.

Cavaleriis das große Kirchenschiff, und C. Corkein Abendmal gestochen.

* palombo (Bartholomo). Von dem Bildbey St. Martins de Monti zu Rom , dessen auchdas Lex. gedenkt, heißt es bey Lanzi l. H28.es dürfe sich zu den beßten aus der Schule desP. Berettini stellen.

2 - — (Peter Paul). Nach Buonaroti hatderselbe eine Zeichenschule, nach Raphael einAbendmal gestochen

palmstadt ( ). So hieß ein Vice-Stadt-

baumeistcr zu Stockholm , der 1780. von seinenausländischen Reifen nach Haus kam ALc.

palmstierna (N.), Ebladand Hoepkettund E. Haerlemann werden als Stsmvelschnei-der dem zweyten Theil? des Maz-ua-ellischenMuseums vorgesetzt; sie sollen eine Schaumünzeauf Linnö mit der Jahrzahl 1,46 verfertig! haben,welche aber in der That Daniel Fehrmann'sArbeit ist. Die berühmten schwedischen Reichs-räthe, Commandeurs und Ritter der Königl. Or-den, Graf Eias Eckeblad, die Freiherren Andreasv. Hoepken, Nils v Palmstierna und der ObersHofinlendant Carl v. Härlemann, sämtlich Gön-ner und Freunde des H v Liane, hatten dieseMünze zu gedachter Zeit prägen lassen. und siedem großen Gönner desselben, dem Grafen Tesi-ssn, und der Unsterblichkeit qeweihr. Mäh,sen's Berlin . Medaillensamml. I. 221

palmstruch ( ). So hieß ein schwedischer

Ritter, oer die Ieichaungcn z» Duensels schwe-discher Zoologie gab, welche, nach den, Todedieses letzter» durch Dr. rrmhsiröm fortgesetztwerden sollte Oeffentl LIacyr.

Palomino (Francisca), Schwester desieni-gen Palomino p veiasco der im Lep s. v.velasco zu finden ist, machte sich gegen Enddes XVll. Jahrh, zu Cordvoa als Maierm rühm-lich bekannt. FioriUo !). 358.

— — (Franz Lopetz). So heißt Edendas.S- 4«o- ganz ohne Weiteres, ein mie es sa-eintwenig bedeutender spanischer Maler aus der Mittedes XVlll. Jayrh.

— — (Johann Barnabas', Neffe des An-ton Palomino p Veiasco, ebenfalls spanischerMaler und Stecher, soll sich indessen, /iorckloIV. 358. zufolge, noch in letztrer Kunst hervor-gethan haben.

palomo (Jsaak . So hieß ein spanischerHofkupferstecher unter Philipp V. von dem manzwey Bildnisse von Aerzten, Ios. Ceroi nach V.Ariartt , und M. Martine;, dies ohne Namendes Malers, kennt.

palos (Heinrich), ein spanischer Gelehrterund Kunsiforscher, schrieb 1/9Z. üel Urin, süel Liroo üi bufzunto, wofür derselbe von demKönige zum Aufseher der Saguntmischen Alter-thümer ernannt wurde.

palorra (Philipp), Ritter, zeichnete dieFeldzuge Philipp V. von Spanien in Italien ,von 1701—4 welche I. B- Berkerhan gestochenhat. Sieben solcher Blätter nennt ein Lerzeich-niß meines sel. Vaters.

paloun (Johann), eines Predigers Sohnund vortreflicher Maler zu Dumfrcis in Schott-land Nachdem er sich drey Jahre m seinem Va-terland auf die Kunst gelegt harre, gieng er 17Z0.nach London , wo er Vorlesungen über dcr,elbenTheorie hielt. Endlich begab er sich nach Ja-maica, und starb daselbst nach einigen Wochen,peimant S. 220.

Palse oder panse (Joh Gottfried), in1809. noch lebender Konigl Sächs. Landbauschrei-ber vom Thüringer -Kreise zu Dreöden seit 1794.