I0Z0 Paris.
peij, Pozzuolo u. s. f. gestochen haben, ist uns umbekannt.
Paris , s. auch den Art. Felix in den künf-tigen Zusätzen.
* pari se (I), der Medailleur, hieß Johann.
* pariseau oder parizeau (Philipp),Maler und Kupferätzer, geb. zu Paris 174«. Erhatte Anfangs Lust, das Kupferstechen bey Willezu lernen; da er aber nicht Geduld genug dafürhatte, so legte er sich aufs Zeichnen, mit Weißerhöht, und aufs bloße Etzen meist in Bisterma-nier. Von ihm kennt man mehrere Blatter, so-wohl nach eigner Erfindung, als nach Andern.So z. B. Marius auf den Ruinen von Carthagound eine Svldatenwache, nach S- Rosa; dieMarter von St. Andreas und St. Bartholomäus,und: Achills pres 6'etre subrner^ö pur 1 e XsntksetlsKimois, alle drey nach I. B. Deshayes; dieGemälde in der St. Gregors-Kapelle der Inva-lidenkirche zu Paris , nach Doyen; Anderes nachle Barbier, Boucher, le Prince und Pierre; end-lich eine Folge von ioo. (g. h. nb.) Bl. nachder Zeichnung des Bildhauers L. S. de la Rüe,welche Opfer, Bacchanale, Kinderspiele, Al-tare , Grabmäler, Vasen u. s. f. Alles in antikemGeschmacke, zum Gegenstand haben. Rost VIII.27O-77.
* pariser (D. P.), Stecher mit der Nadelund in Punktirmanier, geb. zu Lyon 1740. derSohn und Schüler eines Künstlers gleichen Na-mens, von welchem man ein Zeichenbuch in 4 ».Bl- kennt. Nachdem er einige Zeit in Paris ge-arbeitet hatte, gieng er 1769. nach London , woer, neben Anderm, verschiedene Künstlerbildnissein Schwarzkreidenmanier, en Medaillon, nachFalconet, lieferte; dann: Den Tod des AdmiralsColigny und des Herzogs von Guise u. s. f. RostVlil. 270—76. Wohl aber ist sein (großes) Haupt-blatt: West mit seiner ganzen (Quacker-) Familie,nach ihm selbst.
*parisino, s. parigmo.
Parisinus (Augustin), s. parigini.
paritz (Simon), ein Goldschmied, der ver-muthlich in der ersten Hälfte des X VII. Jahrh,vielleicht zu Nürnberg lebte. In der Ennos. Runst-nnd Werkschule von I. R (Nürnb. 1706. 4 °.Th- I. S. 220.) findet man ein zu seiner Kunstgehöriges Rezept, ohne Weiteres, angeführt.
* parizor, s. hZorbere (Peter).
park (Thomas), Stecher in Schwarzkunst,nach Rost geb. in England um 1760. und blü-hend zu London 1786. Andre setzen seine Geburtwohl um dreyßig Jahre früher an. Von ihmkennt man: Rosalie und Lubin, nach W. Peachy;die Vermählung von St. Katharina, nach P Bor-don, schön; Hollmann und Miß Brunton, in denRollen von Romeo und Juliet; Miß Jordan, alskomische Muse, nach J. Hoppiner0786.). Rost IX.381-82.
Parker (Jakob), ein vorzüglicher englischerKupferstecher in Punktirmanier, vielleicht Sohndes Malers Joh Parker des Lex. geb. in Eng-land um 1760. blühend zu London seit 178Z. undgest. i 8 o 5 . als einer der Vorsteher der kurz vor-her zu wechselseitiger Unterstützung errichteten Ge-sellschaft seiner Kunstgenossen (8ocietv c>f Ln^ra-ver«). FioriUo V. 867. Rost IX. 382. Beykeyterm werden von ihm angeführt: Fainasollis,Borbar und Fingal, nach I. Barralet (1780.);die lustigen Weiber von Windsor, nach S. Har-ding (1784); die Neuigkeit, der Puls (178h ),und dann ein größeres Blatt (die Revolution von1688.) mit einem Erklärungsblatt (die Köpfe inUmrissen), alle drey nach I. Northcote; endlichin neuern Tagen, für die bekannte Prachtaus-gabe von Shakespeare , nach Rob. Westall: Lady
Parmantio.
Macbeth , »ach erhaltenem Briefe, daß ihr Germahl zum Throne von Cawdor ernannt sey.
Parkinson ( ), ein englischer Maler,
welchen Banks auf seine Reise um die Welt 1768.mit sich nahm, um Gegenstände der Natur abzu-bilden. Harvkesworrh Geschd. Seereisen,II. 97. Derselbe st. 1771. bey der Heimreise aufdem Cap der guten Hoffnung. Ob er der näm-liche sey, den der Katalog von Brandes T. Par-kinson nennt, und nach ihm ein schönes Schwarz-kunstblatt (Mrs. Dates, im Charakter von JaneShore ) von I. Meers (?) anführt, ist uns un-bekannt.
parlierer (Claus), Werkmeister, erscheintin folgender Liegnizischen Urkunde von i 386 . „WirBürgermeister — bekennen, daß vor Uns MeisterElans parlierer, Heinrich Beringer und Nie-laus Beiher, die Mauerer, und Hänsel Rotzenigund Pelsche Pfaffendorf, die Zimmerleute, be-kannten, daß ihnen Paul Ziegelstreicher, der Kir-chenvater von beyden Kirchen unserer Frauenkircheund auch St. Peterskirche, nichts schuldig wären;auch bekennte er gegen sie, daß sie ihm auch nichtsschuldig wären, und dankten einander freundlich",s. Webers Liegnizische Jahrbücher I. 19.
* Parma (Baptistda), parmensisgenannt,geb. zu Rom um i 53 o. Dort lebte er auch Inseiner Art zu stechen hatte er viele Aehnlichkeitmit C- Cork. Von ihm führt Rost III. 201. ver-schiedene Blätter an; wie z. B. Agathe, eine großeComposttion in zwey Platten (1684.) ohne Namendes Malers; Maria mir dem Kinde erscheint demH. Johannes, nach Baroccio 0588 >; Philipp II. von Spanien (1589.- ; die Keuschheit Josephs(1692.); die Taufe im Jordan: Alle diese wiederohne andern Namen als den seinigcn. Ein Ver-zeichnis meines sei- Vaters hat: Einen Hicrony-mus in der Wüste, nach Tempesta; einen St.Lanrenz, nach Zucchero; und: Die Künste (Ana-tomie, Sculptur, Malerey. Gravur 1587.) dieseebenfalls bloß mit seinem Namen bezeichnet- Hin-wieder nennt der winklersche Katalog nach ihm:Eine H. Familie, fehr großes Blatt von CamillusGraficus.
— (Christoph da), s. Eastelli.
* — — (Daniel da). Anstatt: Ein Bey-
name von Paul Por, l. im Lex. ein Beynamevon Daniel Por. ^
* — — (Franz, Friederich und Lorenz de), s.auch Bonsagna u. Enzola in den künftigen Zusätzen.
* — — (Jacob da), ebenfalls parmensisgenannt, wahrscheinlich aus der nämlichen Fa-milie mit obigem Baptist. Sein im Lex. bemerk-tes Blatt nach Parmesan stellt die Marter vonSt. Peter und Paul (im Pallaste zu Rom ) vor,ist ganz im Geschmacke von Jacob Caraglius, undwird von Einigen, doch irrig, auch diesem zuge-schrieben. Rost III. 2or—2. Irgendwo finden wirauch ein Blatt (Jupiter entschlummert in der JunoArmen) seltsam genug, mit lulien p. <le?rrma «c. angezeigt. Endlich nennt der wink-lersche Katalog nach ihm einen St. Hieronymusin der Wüste, ein großes Blatt von C. Cork 1077.
* — — (Ludwig da), der im Lex. unter demArt. Lorenz Gandolfo's kürzlich angeführt wird.Lanzi II. 287. nennt ihn einen Schüler vonFrancia, dessen Madonnen, im Geschmacke seinesMeisters, in Parma leicht zu erkennen seyen.
* parmantio oder parmenrier (Ja-cob). Von Wilhelm lli. erhielt er den Auftrag,den neuen Pallast zu Loo zu verzieren (Dies sindohne Zweifel die drey Deckenstücke, deren dasLex. gedenkt). Hier hatte er aber mit dem Auf-seher des Gebäudes, Marot , so viele Streitig-keiten, daß er nach London zurückgieng, und vonda, aus Mangel an Arbeit, »ach Aorkshirereiste, wo er theils Bildnisse, theils geschichtliche