Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1051
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Pelletier.

Derart waren 1757. Geschworene unter den Kir-chen- und Meßgewand-Srickern (kroäeurs-Lka-subliers) zu Paris . ^ (017-r

(ikarc/lancir (Paris 757.) p. 4 i.

* pelletier (I.), hieß Johann/ Stechermit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Paris „in 1726. Von ihm kennt man Bildnisse (nurwenige, meist für irgend ein historisches Werk);dann einiges Historisches nach Doucher und Na-toire; vornehmlich aber Gattungs- und Landschafts-blatter nach Bega, Berghem, Breughel , Fran-zisque, Gelee, Mezu, Pierre, Teniers , Troost,Wouwerman's; etliche Cahiers Modencoiffurennach le Clerc; einen jungen Bacchuskopf u. s. f.Rost VIII. 267—68. wo i 5 . und ein Verzeichnißmeines sei. Vater, wo 38 . seiner einzelnen Blätteraufgezahlt sind.

— — (Madame) , des Obigen Gattin,ebenfalls Kupferstechers. Von ihr kennen wir in-dessen einzig: l'Oisivetö klamanäe und les Oll-veurs, beyde nach Ostade . Rost l. c. Mann undFrau erscheinen im Almanach «les kesux-^rtsvon i 8 o 3 . unter den damals noch in Paris leben-den Künstlern nicht mehr.

pelli (Marc). So heißt ein italienischerKupferstecher, nach Basan bis. sec geb. zu Ve-nedig 1696. von weichem man Blatter nach I.Angeli (eine Mädchenfigur), nach B- Zilotti, dannMehreres ohne andern uns bekannten Namen alsden (einigen, wie ;. B. den Raritätenkasten, 4.Reuterstücke und einige Landschaften kennt.

pellicciari (Mones und Baptist), wahr-scheinlich Mantuaner, werden von Fiorillo (K.G. II. 176.) unter die, hauptsächlich durch denMarchese Bianchi von Mankua, aufgemuntertenneuern italienischen Enkaustiker in dem letzten Vier-theil des XVIII. Jahrh. gezählt, und namentlichvon ihnen erwähnt: Daß sie für die Gemahlindes dortigen Marchese Chr. Castiglioni — waswollen die Frauen nicht Alles haben? — ein gan-zes Zimmer in dieser brodlosen Kunstgattung aus-gemalt hätten.

pellier (Niclaus Franz), ein selbst ausüben-der Kunstdilettante, geb. zu Besamen 1782. hattekeinen andern Lehrer als sein Genie und seinenlebhaften und durchdringenden Verstand. Lklskpe,sein Mitbürger und vertrauter Freund, ermunterteihn, sich im Kupferätzen zu versuchen, wofür erohnehin vorzüglichen Hang besaß, was ihm dann,besonders in kleinen geistvollen Landschaftsblättern,die sich sowohl durch einfache Composition als schöneAusführung auszeichnen, so gut gelang,daß er bereitsdie größten Hoffnungen von sich erweckte, als einallzufrüher Tod in 1804. ihn der Kunst und seinenFreunden entriß, die in ihm den vorlreflichenMenschen eben so sehr als den Künstler tief be-trauerten.

— — ( ) So heißt im Almanach -los

Keaux-^rts von 180Z. ohne Weiteres, ein damalslebender Bildnißmaicr zu Paris . Indessen sah manvon ihm auf dem Salon vom I. XIII. auch etwasGeschichtliches: Lelemachs und Mentors Empfangbey Calypso, wovon Landon (Xouv. äes -XrtsIV. iZZ.) sagt: Dieses Bild scheint (?) die Ar-beit eines jungen Künstlers, aber von glücklichenAnlagen zu seyn. Die Scene ist sehr einfach dar-gestellt; die Figuren haben Grazie, und der Malerist von guten Grundsätzen geleitet."

pellini (Andreas), ein Maler von Cremona ,vielleicht einer der vielen Schüler von BernhardinCampi, in seiner eigenen Vaterstadt übrigens we-nig bekannt, von dem man hingegen eine mit1696. datirte Abnehmung vom Kreuze in St. Eu-stvrgio zu Mailand sieht. /.murr II. 444 -

* — — (Marc Auton). In Venedig undBologna lernte er mehr, als bey seinem erstenMeister, Gaddi. Erlebte noch 1718. /.EiII.476.

Penker. 1051

peltrs, s. perro.

* Pein brocke (Heinrich Herbert, Graf von),ein englischer Kunstdilettante (der Baukunst beson-ders) des XVIII. Jahrh, der den Sitz seiner Vor-fahren, Wiltonhouse, den bereits Holdem, Je-nes und Vandyck verziert, und der Graf Thomasmit kostbaren Kunstschätzen bereichert hatten, alsgeschmackvoller Baumeister umänderte, und derGartenanlage eine gefällige Heiterkeit gab. Jeneprächtige gedeckte Brücke, deren schon das Lex.erwähnt, baute er, nach dem Plane des Paüadio,über die Willy, die durch den Garten geleitetwurde. Auf beyden Seiten führen breite Stufenin eine Nische, worin einige Büsten aufgestelltsind. Der mittlere Theil der Brücke wird von zehndorischen Säulen getragen, die sich über einerzierlichen Balustrade erheben, auf weicher einigegute Copien nach alten Statüen des Amors undder Venus stehen. Nach Walpole hatte keinBaumeister in England einen gebildetem Geschmackals dieser Herr, von dem er nicht nur auf seinemgemeldten Landsitze, sondern auch anderwerts Be-weise gab. Fiorillo V. 624.

pembrocke (Thomas), ein englischerMaler gegen Ende des XVIi. und Anfang desXVlII. Jahrh. Schüler des (in 1702. verstorbenen)Niederländers Lh. Laroons, von dem wir abernichts wissen, als daß er gemeinschaftlich mitWoodtfield (st. >724.) von Granville, Grafen vonBath, beschäftigt worden, und bloß 28. I. altgestorben sey. Fiorillo V. 5 n. In Schwarzkunstgeschabt hat nach ihm I. Smith: Agar und Js-mael, ein bey Brandes selten genanntes Blatt.

pemsel (Carl). So heißt in iMeusel'sArch. I- 3 - ein Stecher, der in i 8 o 3 . einen Situa-tionsplan über einige Gegenden und Garten zu Fürchbey Nürnberg geliefert habe.

pen (Jacob), ein niederländischer GeschichtsrMaler, treflich in der Zeichnung, der Composttionund dem Colorit, arbeitete in England unter derRegierung Carl II. und starb zu London 16L6.Lssieusel's Misc. IV. 12.

— — s. auch penn.

Pena (Johann), Maler zu Madrid , um 1760.Professor der dortigen Künstlcrakademie. Zum Ge-schenke malte er für dieselbe ein Marienbild. FüßliV. 92. 92. Wahrscheinlich ist er mit dem nachfol-genden Joh. Baptist penna Eine Person.

* — — -s. penna, im Lex. sowohl als in dengegenwärtigen und nachfolgenden Zusätzen.

* penalosa, s. pennalosa.

pender (Jacob), s. pennder.

* penen (van). Nach ihm hat I. de Laterein Blatt: I)e 8terke L'orskevc (einen lachendenholländischen Bauer unter einem Baume schmau-chend und mit dem Glas in der Hand) in Schwarz-kunst geschabt. Mutier.

peneus, ein Maler des Alterthums, Schü-ler des Phidias . Lomarro.

* — — s. panaeus.

penier (Madame). So heißt eine uns sonstunbekannte Künstlerin, nach welcher in der Na-tional-Gobelinmanufaktur zu Paris um -801. Blu-men ausgeführt wurden. ses ^rtr I. Z69.

penker( ), ein Kunst - und Buchhändlerzu Nürnberg , von welchem es in Meusel'sLsskiec. Xlll. 604. (also um 1802.) hieß, er be,sitze eine Sammlung von an die 3 »,»00. Bildnissen;ein alphabetisches Verzeichniß von >»86. derselbensey in i8oi. erschienen, und er anerbiete sich denLiebhabern, die Anlegung einer ganz neuen (?) Col-lectiv» von Bildnissen auf die billigste Art zu er-leichtern.

Ssüöss 2