Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1060
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io6o Perolas.

* perola» , Perola, auch perole»(Johann und Franz), Gebrüder. Neben diesennennt FlSrillo IV. rä/z. noch einen dritten diesesGeschlechts, Stephan (ob ebenfalls ihr Verwand-ter ist ungewiß), und sagt dann von allen dreyen:»Wahrscheinlicher als unter M. Angelo" (wiePalomino versichert) „bildeten sie sich unter Bescerra und zierten, in Gesellschaft des C. Arbasia,den Pallast des A. Bazan, Marchesen von SantaCruz zu Elviso. Dort sind sämtliche al Fresco'svon ihrer Hand. Der Inhalt ist theils aus deralten Fabel, theils aus der römischen Geschichteentlehnt, und mit Landschaft, Allegorien u. s. f.staffrrt. Die dreiste Führung des Pinsels, dasheitere brillante Colorit und die richtige Zeichnunggeben diesen Bildern einen hohen Werth. Mitdem nämlichen Arbasia arbeitete einer dieser pe-rolas auch in dem Bischöfl. Pallaste zu Cordova./. r. isg.

peron ( ). So heißt im Almanach öes

Leaux-^rts von 180Z. ein Künstler, welcher un,ter der Rubrik der damals zu Paris lebenden Ge-schichte- und Bildnißmalern, und von welchemdort: Ein Hirt im Mondlichte, angeführt wird.

peroni (Joh. Dominicus). Nach einemuns unbekannten Künstler dieses Namens hatS. Pomarede das Biidniß des Scrviten Joach.Piccolomi'ni gestochen.

— (Joseph), der Bildhauer. Sein,gemeinschaftlich mit feinem Meister, Algardi ,und seinem Mitschüler, Ferrara , verfertigtesGrabmal Leo XI. findet sich abgebildet in Bon-nani H. V.

— der Abr peronigenannt, dessen im Lex unter dem Art. des Obi-gen gedacht wird, war um 1772. Professor derAkademie zu Parma und starb dort in hohem Alter1776. Nach Lanzi ll. 336 . wurde derselbe zuerstin Bologna von Lorelli, Creti und H. Lelli, undnachwerts zu Rom von Masucci unterrichtet. In-dessen ist es wahrscheinlich, daß Conca's UndCorrado's Modecvlorit ihn bezauberte; denn auchdas seinige hat ihr Grünes und Falsches. Uebrisgens war er ein guter Zeichner und hatte bey an-genehmen Gegenständen etwas Marattisches. Soj. B. in seinem St. Philipp bey St. Sakyro zu Mai-land , oder in seiner Empfängniß bey den PP. desOratoriums zu Turin. Zu Parma selbst findetman ihn bey St. Anton dem Abt, wo er einenGekreuzigten malte, der mit Battoni »nd Cigna-rvli wetteifern durfte; und dort ist vorzüglichoffenbar, daß man ihn noch unter die bessern Künst-ler der damaligen argen Zeit zählen konnte.

peroneau oder Peronneau <Joh Bap-tist), Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel,geb. zu Paris 1721. Schüler von L. Cars. Mankennt indessen nur Weniges von ihm; wie z. B.Laban und Rebecca nach I. Boucher; Luft und Erdenach C- Naloire (Pendants zu: Feuer und Was-ser, nach Ebendems. von Aveline), und 11. aka-demische Figuren nach C. Vanloo, deren schondas Lex. gedenkt. Im Hlmanacli <ies keaux-Hrts von i 8 o 3 . erscheint er, wenigstens unter dendamals noch zu Paris lebenden Künstlern nicht mehr.

* — —- ( ), der Bildnißmaler , war

Maltheser-Ordensritter, und hieß nach Gaulrde Sr. Germain S. 28Z. gleich dem vorherge-henden ebenfalls Joh. Baptist, war geb. 1713.in die Akademie aufgenommen 1753. und starb zuAmsterdam 1783. Auf den Salons zu Paris von1746. und ff. sah man von ihm verschiedene Bild-nisse, wie z. B. der Maler Oudry und Drouais,des Bildhauers Adam u. s. f. Nach ihm habenI. Daulle diejenigen des P. Chambroy, Abtsvon St. Genevieve , und C. de Baschy, Marquisvon Aubay, Marcenay einen — Kopf, und H.Roßi den Kardinal A. Cnifungos gestochen. 6a«/t«k ä't. I. 0. FloriÜo III. 3 b 2 . -V-c.

Perrault.

peror, s. perror.

perou (P.). Von einem uns sonst ganzfremden Kupferstecher dieses Namens kennt manein Blatt: 1.05 kleresiarques, ?iece kalte a l'oc-easion <le la Uevocation cle 1'Läit äe büanteven l 685 .

perovani, s. unten pirovani.

peroux (Joseph Niklaus), ein (wie er imTübing. Morgenbl. 1809. S. 120. u. 332 . heißt)sinniger Miniatur - und Geschichtsmaler zu Frank-furt am Mayn. Von seiner Arbeit sieht manMehreres in dem Saale des dortigen neuen Mu-seums für Kunst und Wissenschaft aufgestellt. Der-selbe benutzte den dasigen Aufenthalt der zu früheverstorbenen Madame Hendel, 26. der interessan-testen mimischen Stellungen derselben zu zeichnen,welche dann für einen Friedrichsd'or auf Unter-schrift erscheinen sollten, und in 1810. von H. Rit-ter gestochen wirklich erschienen waren.

peroxino (Johann). So nenntLanzill. 2.3H2. einen alten piemontesischen Maler, von wel-chem man bey den Conventualen zu Albs eine von1617. batirte Tafel sieht.

*perrache (Anton Michael), geb. zu Lyon i 685 . Schon von seinem Sechszehnten an be-suchte er die Akademien in Italien, zu Antwer-pen u. a. w. Seine erste öffentliche Arbeit Iwardie Verzierung einer Kirche zu Mecheln , welcheihm das dortige Bürgerrecht erwarb. Nach Lyon kehrte er 1717. zurück, verheurachete sich daselbstund erzeugte siebcnzehn Kinder. Bald alle dor-tigen Kirchen und Gärten weisen Proben von sei-ner Kunst auf. Unter diesen zeichnet man beson-ders aus: Die Modelle, welche er zu Verzierungdes Chors der Kapelle der Penitentier du Gon,faion gab; ein Grupp von der Himmelfahrt, unddas marmorne Altarblatt (ebendaselbst?); die Al-tareinfassung in der Kirche des Oratoriums; denChor der Kapelle der Poenitentier von Loretto;die Kapelle der Kaufleute in der Kirche St. Ni-zier, und das Hauptaltar eben dieser Kirche; dieAltäre zu St. Peter und bey den Baarfüßern vonSt. Bonaventura; einige Grabmäler in dem Hausede la Charite u. s. f. Er st. 1760. und hinterließeinen Sohn, der sich gleichem Beruf widmete,und demselben durch seine Talente Ehre macht. —So heißt nämlich alle dieß bey de Fonrenai,der, wie wir besorgen, aus einem, vielleicht ganzbraven Sculpteur practicien einen berühmten Bild-hauer macht.

— — ( ) des Obigen Sohn. S. dengleich vorhergehenden Art. Auch anderswo wirdderselbe (s. v. ?eractie) als Baumeister und Bild-hauer zu Lyon um 1770. angeführt; und de Fon-renai scheint ihn ebenfalls noch (1782.) unter dieLebenden zu zählen.

— — ( )- So nennt Liorillo V. 292.nach Dallawav einen neuern Glasmaler ausder zweyten Hälfte des XVIII. Jahrh, (wahr-scheinlich französischen Ursprungs), der aber in Eng-land gearbeitet habe, und von dem man sehr schöneStücke kenne.

* perrault (Claudius), eines Parlaments-Advokaten Sohn, ursprünglich gebürtig von Tours,aber geb. zu Paris . Das Wunderbare an diesemmerkwürdigen Manne ist, in mehrern ganz dispa-arten Kenntnissen vortreflich gewesen zu seyn, undsolche alle ohne Meister erworben zu haben. Erwar nämlich Arzt, Maler, Tonkünstler, Architekt,Feldmesser, Naturforscher und Anatom- AnfangsArzt. Daher lesen wir in der Poetik von Boiieau,von dessen Satyren er einst ungünstig geurtheilthatte:

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