Piccart.
Zu den Gemälden, welche er mkt äusserster Sorg-falt vom Holz auf Tuch getragen, gehört auch dieCaritas im ehemaligen königl. franz. Cabinette vonA. del Sarto. /'Liiere Lstsio^u« raisonne I. 43.Rouvell. 6. ^rts. I. 5 /.
* piccarr (Heinrich Christoph), st. 1767.Nicht selten mußte der/mne Mann ums BrodTapeten, Wagen, Lisch und Banke malen. Hei-ne cke Aachr. II. sä.
* picchi (Georg). Lanzi I. 479. sagt wohlganz irrig, daß derselbe um i 65 o. geblühet habe;gründlicher vielleicht, daß er sich meist ausser sei-nem Vaterland aufgehalten. In der Kirche St.Marinus zu Rimini siehet man von ihm die Ge-schichte dieses Heiligen in Fresco, und ein ande-res Bild bey St. Augustin, welches seinen Mei-ster (Barocci ) minder als jenes verrath, aber im-mer betrachtungswerth genug ist.
* Dicchiantt (Johann Domknicus). Zeich-ner und Kupferetzer, geb. zu Florenz um »670.Heut zu Lage werden besonders die ersten Ab-drücke feiner Blätter aus der dortigen Galerie zudem bekannten Werke: 6slerie cle klorence ge-hörig, sehr gesucht. Namentlich kennt man vonihm vörderst schöne Bildnisse; wie z. B- des Car-dinal Bentivoglio nach Vandyck, Sebastians delPiombo nach Titian, Leo X . mit den CardinälenRossi und Medicis , und ein unbekanntes weibli-ches, beyde nach Raphael. Dann von Geschicht-lichem: Die Rückkehr der Hagar , und St. Phi-lipp Ren, der Paul V. von der Gicht heilt, beydenach P. Berettini; Adam und Eva im Paradiese,nach Caliari; H. Familie nach Carracci ; eine an-dere mit den HH. Catharina und Magdalena, nachI. A. Regillo, für die Sammlung des Louisa(1720.), wird auch von Füßli 111. 72. angeführt;zwey andre, nach G- Reni; St. Franzisk, nachRubens ; die Madonna della Eedja, nach San-zio; eine Verkündigung, und eine H. Familie,beyde nach del Sarto; zwey H. Familien, undder Zinsgroschen, alle drey nach Titian . RostIV. 10s— 3 .
*plcchkatti od. picchiani (Bartholome),dessen im Lex. kurz, unter dem Art. feines nachfol-genden Sohns gedacht wird, ein Baumeister vonFerrara, arbeitete auch zu Neapel ; und sah'man dortnamentlich von ihm die Kirche delMonte dellaMiferi-cordia in runder Form, mit sieben Altären, welcheauf die sieben Werke der Barmherzigkeit anspielten.AMsr'a Lst. terr. II. 266.
* — — — — (Franz Anton), picchettigenannt, war, neben seiner Kunst, ein berühmterAlterthumskenner, der ganz Italien durchreiste,um für den Vicekönig von Neapel , Marchese delCarpio, Anticaglien aufzusuchen. Als Architekt.dann kennt man von ihm zu Neapel : Kirche und'Kloster St. Johann delle Monache, ausser der Al-baner-Pforte; die Kirche St. Augustin bey derMünze; die von der göttlichen Liebe; Kirche undKloster ve Miracoli, St. Girolamo delle Monache,den Monte der armen Dürftigen in der Toleder-straße. Hauptsächlich aber erwarb er sich großenRuhm, als er dem dortigen innern Seehafen,den der Carthäuser B. Presti ungeschickt genuganzulegen versucht hatte. gemeinschaftlich mit Ca-fero, eine ganz andre Lage zu geben wußte. SeinWerk war auch die prächtige Stiege, welche vonder Darsena auf den Pallastplatz führt, und dieer mit schönen Brunnen zierte. Eben so sehr alsdurch seine Kunst war er durch seine angenehmenSitten überall beliebt. (Mirsta Lä. ter2.ll.266— 67.
* piccini (Cajetan). Malpe setzt diesen Künst-ler, wohl durch Druckfehler, ins X VII. Jahrhun-hundert. Dafür giebt er uns die Chiffern (6. ?.— 6. ?. k. — 6s. l>. k.) an, womit er seineBlätter bezeichnete Das Schaumünzenwerk, vonwelchem im Lex. die Rede ist, hat zwey Theile,den ersten zu 62. den zweyten zu 58 . Blättern, undenthalt 028. Münzen von August bis Valens.
Piccola. rogg
Eben so hatte er die Platten zu einem andern Münz-werke geliefert, weiches ohne Ort und Jahrzahl,um 1729. erschien: Xumismat» Lrea msximimoöuli, primigue «luogecim Au^usti, ex 2U-ro; äustum komsr in CoenobioOartliusiL, nuneViennse Austriso in dass vsesares; die Gold-münzen haben den Titel: Hurei nummi XII. Ose-sarum gui inter eximiw raritstis numismstssliorum Impy. »ervsntur komre in lUuseo U.k. ?. ?. Lsrtkusisnorum. Diese Goldmünzensind von ihm auf ein Blatt in gr. Fol. gestochen.Dieses Münzbuch gehört zu den seltensten seiner Art,da die wenigen abgedruckten Exemplare auf Be-fehl des Kaisers aufgesucht und unterdrückt wur-den. L 74 0 e b se » Berl. VNedasll. 1.142. Nochkennt man von unserm Künstler ein Blatt, wel-ches ein ebenfalls in 1729. zu Ehren des franzö-sischen Dauphins in Rom abgebranntes Feuer-werk nach der Erfindung von S. Colonelli Sciaravorstellt. Dann zwey seltene: Calisto geschwän-gert von dem — Vater der Götter; und Venusmit Amorinen, von welchen etliche auf einem Sa-tyr reiten. banste; ssk-c. Malpe nennt von ihmeine Weibsperson mit dein Horn des Ueberflusses:I'. 2. inv. 6. ?. ?. bezeichnet.
* piccini (Jacob, Jsabella, seine Tochter,und Wilhelm, sein Bruder), der erstere geb. ;nVenedig um 1617. Es ist unbekannt, bey wemer die Kunst gelernt. Gandellini rühmt seineEmsigkeit. Dafür aber war dann freylich seinStyl ohne Anmuth und Wirkung. Auf einigenseiner Blätter nennt er sich Kupferstecher des Kö,niges von Frankreich . Das Werk von Carl Ri-dolst erschien >648., Rost IV. 35 . Dorr werdennoch von ihm angeführt: Zwey H. Familien, undDiogenes mit seiner Laterne (1662.), alle drey nachP. Liberi; Judith mit dem Haupt des HoiofernSzu ihren Füßen, nach Titian , und ein BildnißAlex. Farnese's. — Weit mehrere hat ein Verzeichsniß meines sel. Vaters. So z. B. nach I. A.Regillo: Adamund Eva, aus dem Paradiese ge-jagt; den Tod Abels; den todten Goliath; Grab-tragung Christi; Christus erscheint der Magdalena(wovon das zweyte, dritte und fünfte auch vonFüßli III. 73 — 74 . Mit dem irrigen Datum voni 556 . statt i 656 . angeführt sind); nach Guido Da-vid mit Goliaths Haupte; nach Primaticcio Saty-ren; nach Caliari und I. da Ponle uns Unbekann-tes. Die Lcmckilis celeste» wozu seine TochterJsabella (lvionscks 8t. Oucis Venec.) die Bild-nisse gestochen, datirt sich von 1691. — Von Wil-helm kennt man auch ein Mausolaum der FamilieBarberini; dann arbeitete er ebenfalls etliche Bild-nisse in die Olorie üeZli Ivvo^niti. Bey Eandel-IlNk erscheint letztrer s. v. /'ecrE.
pl'ccinino (Niclaus), und Lbiocca (Hie-ronymus), zwey alte Maler von Mailand um > 5 oo.werden, ohne Weiteres, von Morlgia in seinerRobilts Mlsnese angeführt.
* piccic> ne (Matthäus). Maler und Kupfer-etzer, geb. um 1627. (wohl früher). Lanzi I.5 o 5 . nennt ihn, als Maler, Zeitgenoß von I.A. Spadarino , und die Manier von Beyden son-derbar. Als Stecher kennt man von ihm: DieBasreliefs an dem Triumphbogen des KaisersConstantin, nebst denjenigen im Cainpidoglio, aufLi. Bl. Dann, nach Raphael in der Kirche St.Martin der Akademie St. Lucas zu Rom , diesenEvangelisten, der die Madonna malt; nach A.Camassei Moses , von seiner Mutter in die Wiege(?) gelegt, um nach dem Nil gebracht zu werden,und eine tz. Familie in einer Landschaft; »ach A.Campi etwas uns Unbekanntes; nach P Veronesedie Anbetung der Hirten, und ebenfalls eure H.Familie. Hinwieder hat I I. Rossi nach ihmeine Folge von 20. Bl> gestochen, deren Gegen-stand uns unbekannt ist. Lons. (?a„st,'///»'. Nachdiesem blühete er um >665 Die meiste Zeit arbei-tete er zu Rom . Rost lV. 66-67. ^c.
ptccoia (Niclaus la oder de). auch üapiccc>lagenannt, geb. zu Palermo 1720. und gest. 1790.
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