royk Pigot.
pigor, s. oben pigeor.
pigulsky (Joseph), ekn Dkldnißmaler zuBerlin um 1778. Um 1789- befand er sich nichtmehr dort, oder war bereits gestorben Meufel I.II.
* pikier, pichler oder piheler (Joh.Anton). Seit 17 . lebte er zu Rom unter demTitel eines Kaiserl. Königl. Edelsteinschneiders.«Derselbe" (heißt es in der Schrift: Winkel-mann u. s. Jahrh. S. 289—90. wo er irrigJoseph genannt ist) «wird mit vollem Recht zuden größten neuern Künstlern in seinem Fache ge-zählt. Mit eben so viel Geschicklichkeit im Tech-nischen, als Natter besaß, verband er einen weitreinern Geschmack. Treu den Antiken nachgeahmt,haben verschiedene seiner Arbeiten so lange fürwirklich alt gegolten, bis er selbst den Irrthummit unwidersprechlichen Belegen darthat. Einigegeben ihm zwar Schuld, er habe in Fällen, inwelchen er wünschte, daß seine Werke für antikangesehen werden dürften, wirklich nach antikenPasten gearbeitet, und solche hernach vernichtet.Wie dem auch sey, so ist wenigstens nicht zulaugnen, daß manche von ihm geschnittene Gem-'men, wenn auch nicht mit den beßten, doch mitguten Antiken leicht verwechselt werden können,da sie ihnen selbst in der Freyheit des Schnittesgleichen. Wo es ihm weniger um Täuschung zuthun war, ist seine Behandlung gewöhnlich aus-führlicher, sehr bestimmt, zuweilen gar sehr über-flüssig detaillirt. Die meisten von dieser Art sindnach den berühmtesten alten Marmorn gearbeitet;einigemal mußten ihm auch vorzügliche Gemälde,deren Darstellung für seinen Zweck passend war,zu Vorbildern dienen. Geschnittene Bildnisse vonpichler sind in Hinsicht auf Styl und Geschmackden Natterschen überlegen, und stehen denselbenauch an Natürlichkeit und Geist zum wenigstennicht nach." Dann soll er auch die Kunst, deut-schen Steinen durch Vitriolsäure verschiedene Far-ben zu geben, erfunden haben. Dieser geschickteMann starb um 1700. ungefähr 5 o. I. alt. InMurr's Journ. zur Rnnstgeschichte VI 11 .5 —11. befindet sich ein Verzeichnis von ho. ge-schnittenen Steinen, welche er von 1766-71- inRom verfertigte, nebst den Namen der damaligenEigenthümer. An die Zo. derselben gingen nachEngland; die mehrern übrigen nach Rußland ;einige nach Holland, Frankreich und Spanien ;drey einzige nach Deutschland : Eine Venus, nachder medizäischen, für den Grafen Hack; einenHomer nach der Büste im Pallast Farnese, fürden Baron von Forstemberg (Fürstenberg?), undden Centaur, von Amor beritten und gezügelt,nach dem Marmor in der Villa Borghese , fürden Grafen von Kaunitz . Von modernen Köpfendenjenigen Josephs II. nach ihm selbst, währendseines Aufenthalts zu Rom 1769- für den Rus-sischen General Schuvaloff; des Mailänder-Gra-fen Lecchi, der Engländer Blacut und Constable,der Miß Udne und des Marchese Orcasittas. Indem Sammler für Geschichten und Statistikvon Tyrol, Jnspr. 1808—9. liest man, uns bis-her nicht zu Gesicht gekommene biographische Nach-richten von ihm, von welchen es aber irgendwoheißt, daß solche noch nicht genugthuend seyen,da man wenigstens genaue Notiz von seinen Ar-beiten hätte geben sollen, »deren über 40. seyen",was aber eben selbst nicht von besonderer Kundezeugt, da Murr bereits ihrer an die 5 o. zählte.
* — — s. oben auch pichler.
* pilaja (Paul), geb. gewiß merklich vor1718. (wie es bey Rost IV. 164. heißt). Don ihmkennt dieser und ein Verzeichniß meines sei. Vaters:Die Bildnisse Benedikt XI II. nach I. B Brughi;dann Mehreres nach S. Conca: Die Marter desKapuziners St. Fidel de Simaringa; das Wunderdes H. Thoribio (1727.); St. Liberalis, und P.Clodius, im Hause Casars, als Frau verkleidet,entdeckt; die Stacüe des Elias im Vatikan von P.Cornacchini (1728.), und endlich eine Ansicht des
Pillement.
St. Markuspallastes zu Rom , ohne andern Na-men, als den seinigen.
pile ( R.). Nach einem uns sonst unbekannt-ten Künstler dieses Namens findet sich in Brandes Katalog ein dort selten genanntes Schwarz,kunstblatt:"A l'ale krom Lksucer. Oxkorä8ctiolar etc. von Moore.
* piles (Roger de). Nach de Fonrenaihatte er besonders große Kenntniß vom Coloritund Helldunkel, was um so viel mehr zu bewun-dern ist, da sein Meister, Luc. Recollet, einschlechter Coloriste war. Mehr als diesem hatteer indessen (für die Theorie der Kunst denken wir)seiner Freundschaft mit Alphons du Fresnoy zuverdanken. Als Gesandtschaftssekretair war er mitH. Amelot auch zu Lissabon und in der Schweiz .Seine Schriften über die Kunst sind, nebst derschon im Ley. genannten: Abrege ä'^natomie,sccomoäöe aux srts cle !g peinture et öe la8culpture; Lonversstion sur la connoisssnce«je ls keinture; Dissertation sur les ouvra^e»äes plus ksnieux ?eintres; Premiers Llemen»6e la steinture pra igue; Dislo^ue sur ls Lo-loris, und die Uebersetzung von Dufresnoy'sbekanntem Gedichte mit seinen Anmerkungen.»Wenn auch" (heißt es bey H)areler) »nicht alleseine Meinungen und Urtheile als strenge Prin-zipien anzunehmen sind" (wie z. B sein verglei-chender Künstler-Maaßstab) »so würde man ihndoch mit Unrecht über eine Schwachheit tadeln,welche er mit so vielen seiner berühmtesten Kunst-genossen gemein hatte, von denen bald alle ihrerLieblingspartie eine zu ausschließende Achtung schenk-ten. Die seinige war die Farbe. Eine Lobrede desAbbe Fraguier auf ihn s. an der Spitze seines
äes Vies 6ss ?eintres. Nach ihm ge-stochen kennt man z. B. die Bildnisse: Boileau's ,von Drevet dem Vater; des Malers Tortebat,von Edelink; sein eigenes, von B- Picart; E.Menage's, von van Schuppen; des AdvokatenÄ. de Fresnel, ohne Namen des Malers, undirgendwo (als von ihm gestochen?) Carls du Fres-noy (170Z.), nach le Brun.
pilgram (Anton) baute von 1407. bis i 43 Z.an dem berühmten St. Stephansthurm zu Wien .Man zeigt in dieser Kirche sein in Stein gehaue-nes Bildniß mit Zirkel und Winkelmaaß. Mrc.
— — (Fried. Aug. von), s. unten Christ.Jac. Senge.
* pilgrim (Joh. Ulrich). Der Abbt vonMarolles nennt diesen alten Formschneider nichtohne Grund den Meister mir den drey Pil-gerstäben, da solche wirklich sein Monogrammbilden. Auch Barrsch (peintre Oraveur VlI.449.) bemerkt: Daß er für den Erfinder der Schnittein Helldunkel gehalten werde, und führt dann 10.dergleichen Blätter an: Christus am Kreuz, einPaar Madonnen, St Hieronymus , St Seba-stian, einen Todtenkopf, Pyramus und Thisbe,mit der beygeschriebenen großen — Wahrheit:plliä Venus in venis possit etc. Prpheus,Alcon aus Creta , der seinen Sohn von einerungeheuern Schlange befreyt, und endlich einen starkgeharnischter Reuter. Ganz anders übrigens,als das Ley. urtheilt der Winklersche Katalogvon unserm Künstler, wo es heißt: „Seine Blät-ter en Camayeu sind Wunder der Kunst; nichtbloß für die Zeit, worin sie verfertigt worden,sondern auch noch jetzt werden sie für solche von denLiebhabern gehalten " Dann führt er, als Be-weise, seinen Alcon und eine sitzende Madonna,auf schwarzen Grund, mit Weiß erhöhet, an.Das erstere nennt der Katalog von Brandes,wohl mit Grund, von äußerster Seltenheit.
* pillement (Johann), ein französischerLandschafts- und Gattungsmaler, vornehmlich inPastel, geb. wahrscheinlich zu Lyon 1701. Donseinen Lcbensumständen ist uns nichts bekannt,als daß er in jünger» Jahren lange, wenigstens