Pillrment.
noch 1760. in England sich aufhielt, wo er einenweit großem Ruf, als in seinem Geburtslandebesaß. Dort wurden, nach Fiorillo V. 710. un-ter seine beßten Arbeiten gezählt: Eine Ansichtvon Oalsland in der Grafschaft Surrey ; dieEberjagd (von Woollet gest.); der glückliche undder unglückliche Fischzug (von Benazech gest.);die Kartenspieler, die Gauner; lustige Bauern i»Leisters Geschmack, u. s. f. In spätern Jahren(wir wissen aber durchaus nicht um welche Zeit)zog er sich wieder in sein Geburtsland, und soganz ins Dunkel zurück, daß sein Nekrolog infranzösischen Blättern ganz kurz lautete: »Jo-hann pillement, ein geschickter Gattungsmaler,starb zu Lyon 80. I. alt 1808." Einigen Nach-richten zufolge trug er auch den Namen einesersten Hofmalers des Königs von Polen . Gesto-chen nach ihm haben: Aveline, Benazech, P. C. Canot (dieser vorzüglich viel), I. Deny, Elliot,R- B. Godfrey, F. Landerer, C. Leviez, I. Ma-son, C- Norton, I. Peale, Racine, Ravenet,W. Shcrlock, W. Smith, Weinert und Woollet,an die 190. Blatter, wovon der Katalog vonBrandes an die Zo. anführt, und besonders etlichevon Canot, Elliot, Mason, Ravenet, Smithund Woollet schön nennt Er selbst soll eben-falls einige Blumensträuße in gutem Geschmackegeätzt haben. Was indessen an unserm Künstlerin England vorzüglich gefallen mochte, war wohlgerade seine, fast immer unnatürliche Mischungvon englisch - und französischem Geschmacke, oder,wenn man lieber will, von Natur und Kunst,so daß Wald und Feld bey ihm, wie auf derBühne nachgeäffte, von der Lampe beleuchteteLandschaftsstücke erscheinen, und besonders gernemit Standespersonen im Costume der Zeit staffirtsind.
pilleinent (Johann), Sohn des Obigen,glei-chen Namens (s. t>. v.), der im Almanach desLssux-^rts i8oZ. als damals zu Paris lebenderKupferstecher erscheint, und von dem es auch inerwähmtem Nekrolog seines Vaters noch besondersheißt, daß er durch seine schöne Manier im Etzenvon Landschaften rühmlich bekannt sey. In 1801.erhielt er bey dem allgemeinen Concurs den Auf-munterungspreiß von 2000. Fr. für sein Blatt:Da Demarche indiscrcte. In demselben Jahrsah' man von ihm für's XXlII. Heft der ^ab-leaux, 8taru.es etc. <js la Oaleric cle kllorencseine Landschaft nach van der Neer. In dem schö-nen Blatt: De ?icAe tenclu par 'l^mour, vonGodefroy, nach Collet, war die landschaftlicheStaffirung von ihm, und, wie wir glauben, ar-beitete er auch für Melling's Vo^ags plrto-resque äe Ccmstantinopls , und für F. Oeron'sEntdeckungsreise nach den Landern des Südpols.Für das Zinses fran<;ais gab er ins lV. Heft(1802.) die Cascade von Vernet, nach VallaersZeichnung; und nach Marchais: Herkules undBacchus, eine Landschaft von Zampieri für'S XXI.Heft 1804. S. oben auch Oauqner.
— — ( ) Noch ein dritter dieses Ge-
schlechts , unter dem Namen pilleineirr Sohn,erscheint ebenfalls in erwähntem Almanach von180Z. unter der Rubrik der damals zu Paris leben-den Zeichner mannigfaltiger Gattung, und wirddort ausdrücklich von dem vorherstehnden durchseine Wohnung unterschieden; und vermuthen wirübrigens, daß derselbe entweder Bruder oder Sohndieses letztem, und Sohnssohn des ältern in 1808.verstorbenen Johann Oillemenc's seyn dürfte.Zeichnungen von ihm in Tusch und Sepia sahman im Salon zu Paris 1801.
Pilleprar (G.), ein uns sonst ganz unbe-kannter alter französischer Kupferstecher, von wel-chem irgendwo ein mit 1698. datirtes BildnißCarls II. von Bourbon, Kardinals, im Königs-habit, angeführt wirb.
* pillon ( ). So heißt irgendwo, ohne
Pilon. »097
gearbeitet habe, der aber wohl kein Anderer, alsder schon im Lep. genannte pillon ist. Ob eraber auch derselbe sey, der in öffentlichen Blätternnoch 1809. Restaurator der Statuen des Parksheißt, ist uns unbekannt.
* Pils (Carl Gustav). Derselbe war an Sail-ly's Stelle Direktor der Künstlerakademie zu Ko-penhagen. Der König in Schweden ernannte ihn1772. zum Ritter des Wasa-Ordens und beriefihn nach Stockholm zurück. Er war auchEhrenmitglied der Akademien zu Wien und zuAugspurg. Nach ihm gestochen, geschabt undgekratzt kennt man lediglich Bildnisse Friedrich V. der Königin, des Erbprinzen, des Grafen vonMoltke u. s. f. von den bereits im Lep. angeführ-ten Meistern; dann auch von G. Bodenehr u. a.
* Oilon (German ), wahrscheinlich geb. zuLouö, sechs Stunden von Mans, im jetzigen De-partement der Sarkhe (a. ü. Paris , a. Goleme).Hier lebte sein Vater, ebenfalls als ein geschätzterBildhauer, und seine Familie hat sich dort bisauf diesen Tag erhalten. In den Kirchen dieserGegend verwahrte man vor der Revolution einegroße Anzahl seiner Skulpturen, die meist jetztnoch vorhanden sind, aber durch den Verkauf derKirchen sich in Privathandel: befinden, seinebeßten Arbeiten indessen, Dank sey's der Sorg-falt H. Lenoirs, im Museum der französischen Mo-numente zu Paris , wo derselbe unserm Künstlerein schönes Denkmal errichtet hat, welches mirmehrern treflichen Basreliefs von pilons eigenerHand geirrt ist. Landon's Annalen. V.no—n. Dort findet man (S- il-g—10.) einesseiner Meisterstücke beschrieben und im Umrisse ab-gebildet; nämlich die Gruppe der drey bescheide-nen Grazien, welche einst in der Coelestiner-Kirchestand, und zur ursprünglichen Bestimmung hatte,die Urne zu tragen, in der das Herz König Hein-rich II. und seiner Gemahlin, Catharincn vonMedicis , verwahrt wurde. Einzig wird an die-sem Werke die zwar gut und leicht gearbeitete,aber in allzu kleine Falten gebrochene Drapperievon Kennern gerügt. Eben so I. c. (VIII. 119.und iZZ.) die auf ihrem Grabmal liegenden etwasüber lebensgroßen, den Mittelleib ausgenommen,ganz entblößten Stachen dieser Königl Gatten,welche ihrer korrekten Zeichnung, grandiosen For-men und schöner Ausführung wegen sich ganz vor-züglich ausnehmen Und endlich ebenfalls I. c.(X. u. Xl. tiZ.) vier bronzirte weibliche Sta-chen von Holz, welche einst den Reliquienkastenvon St. Genevieve in ihrem Tempel trugen. Auchdiese Figuren sind wunderschön; und wenn manbesonders an zweyen derselben ebenfalls einenallzu großen Faltenreichthum findet, so bemerktübrigens Landon gleich dem Lex. nicht ohneGrund, daß unser Künstler in Frankreich der erstewar, welcher in diesen Theil der Skulptur Ele,ganz zu bringen wußte. Nach Einigen von ihm(nach Andern dann freylich von s). Ponce) warauch das Grabmal Franz II. welches einst eben-falls bey den Coelestinern zu Paris stand, jetztaber, gleich den obgenannten, in der Sammlungder französischen Denkmäler sich befindet, und inMlUln's -Ilitiquitös nationales I. III.
p. 65 . abgebildet ist. Dann giebt d'ArgeiisvilleII. t5-20. (aus der llibliotl,. stran<;oizs äe /aOoich ä» g 7 ar»e. und dem Ao«,-«rui äekevr. 1796.) noch Kunde von mehrern Arbeite»unsers pilon's, welche im Lep. zum Theil eben-falls angedeutet sind. So z. B. eine Mutter derSchmerzen in der H. Kapelle; ein Ecce Homo zuSt. Gervais , ein anderes aux Picpuffes. Zu St.Stephan du Mont eine Grablegung, eine Aufer,stchung und drey kleine Basreliefs: Aaron, St.Paul, und das Gebet im Garten. Zu St. Ge-nevieve wieder eine Grablegung, und eine Aufer-stehung (diese in gcbackeuer Erde); ferner die Ver-zierung der Sonnenuhr am Sladtpalla I mit denAttributen der Justiz. Am Hauptaltar von St.Germainrl'-Auxerrois vier Engel in Erzt nach seinerAaaaaaa