Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1127
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Pola.

Pola (H.). Nach ihm haben D. Stoopendaelund ein Ungenannter die Beleuchtung und dasFeuerwerk gestochen, womit in 171Z. der Friedeim Haag gefeyert wurde.

Polanco (Andreas Per«). So nennt Fio-rillo IV. ZiZ. einen mittelmäßigen spanischen Ma-ler gegen das End des XVII. Jahrhunderts. EinBild von ihm sahe man in St. Clara zu Madrid .

— — (die Gebrüdere), spanische Maler desXVI. Jahrhunderts, aus der Nachbarschaftvon Sevilla gebürtig, Zeitgenossen des Pacheco,Schüler des Zurbaron, und zwar so trefliche, daßihre Arbeiten öfters mit denen ihres Lehrers ver-wechselt werden (was noch in neuern Tagen vonPonz mit ihren Bildern bey St. Steffan zu Se-villa geschah). Von ihrem Vorzüglichsten dann be-wahrt die Sakristey von St. Paul ebendaselbst.Fiorillo IV. 229-Zo.

* polanico (Balthasar), ein Maler, der inden: 8erie 6s Ultrattr unter den vielen Schülerndes Hannibal Carracci angeführt wird, und abervielleicht kein Andrer als Balthasar Croce ist.

PollajUolo.

oder politnich ( ), hleg

I. F. Nach Fiorillo K. S. II. war er ein Russe,und wird dort von ihm ein, wahrscheinlich in Ruß-land selbst gearbeitetes Dildniß der Kaiserin Catha-rina II. nach der Slatüe von Schubin, und mit1776. datirt, angeführt. Von ihm kennt man fer-z.B. la Voluptueuse, la Keveuse rwohl dasselbe)und Is 1>3it rlsnßsreux nach Boucher; Lupl-6on vrttngneur 6e I'hllnvers , nach Vandyck,etwas nach la Grenee, Is Roi 6e la Lövs nachI. Jordaens , und ein Dildniß des Generallieu-tenants F, von Chevert nach H. Tischbein. S.auch unten polienick.

Polhelm auch polhem (Christoph oderChristian), schwedischer Commerzienrath, Direk-tor der Mechanick, und Mitglied der Akademieder Wissenschaften zu Stockholm . In den Schrif-ten dieser Akademie (Jahrgang 1789. Ho. u. s. f.)trifft man Abhandlungen über die Civilbaukunst vonihm an. Rarhlefs Fortsetzung von Goe-rens gelehrtem Europa IV. 60H 5 o 8 . 512.Ob er selbst ausübender Baumeister war, ist unsunbekannt.

* polanzani oder polansani (Felix oderFranz). Wir glauben, Franz polanzani sey derrichtige Name. Basan (L6. sec.) nennt seinenGeburtsort irrig Verona , Rost IV. i 3 Z. aber,richtiger als das Lcx. Andale, nahe bey Venedig .Don ihm kennt man, neben dem im Lex. genann-ten Leben der H. Jungfrau, iZ. Künstlerbildniffenach Vandyck, (Copien) für irgend eine uns un-bekannte Sammlung. Dann das Brustbild einesblinden Musikers, nach M. Benefiali; ein weibli-ches Brustbild nach C- Cignani; den ErzengelMichael nachJos . Dottani; eine: lVlater amabilisund mehrere Fantasieköpfe nach Jos. Nogari, dar,unter den alten Geizhals über seinen Schuldbü,chern, jetzt in der Galerie zu Dresden ; eine Frauens-person, die eine Vase halt, nach Titian , für ebendiese Galerie (Heinecke Lstachr. I. 210. wounser Künstler, eben so wie in der läse Generale,irrig polenzani heißt); dann ganz Anderes, wiez. B chorographische Carten von mehrern Städtendes venetianischcn Gebietes und des Luganersees,an der Spitze der 17^0—H 5 . zu Venedig gedruck-ten Werke des Palladio. polanzani befand sichnoch zu Rom um 1771. damals als Lehrer derStecherkunst im Hospital St. Michael. 6a»stei/mr.

* polazzo (Franz). Lanzi II. 210. nenntihn einen guten Maler und noch bessern Restau-ratoren alter Gemälde, der den damaligen Mo-denstyl von Piazzekka mit dem von Ricci gemäßi-get habe.

poleni(Joh.),Marchese,geb. zu Padua 168Z.ein berühmterKunstdilcttante. Derselbe ward vorzüg-lich in allen Theilen der bürgerlichen Baukunst sobewundert und stand in einem solchen Rufe, daßer von Benedict XIV. nach Rom verschriebenwurde, um den Zustand der St. Peterskirche zuuntersuchen. Er verfertigte auch eine vortreflicheAbhandlung über den Schaden den dies Gebäudegelitten hatte, und über die vorzunehmenden Re-paraturen an demselben. Besonders aber war erein geschickter Wasserbaumeister; mehrere Fürsten bedienten sich bey schwierigen Fallen hierin seinesRathes, und die Republick Venedig gab ihmdie Inspektion über ihre Gewässer. In seiner Va-terstadt bekleidete er die Stelle eines Professorsder Mathematik und Astronomie, stand mit dengelehrtesten Mathematikern in Bekanntschaft, undbeschäftigte sich auch mit den Alterthümern, warder berühmtesten Akademien Mitglied, erhielt in-sonderheit dreymal den Preiß der Akademie derWissenschaften zu Paris und starb endlich 1761.in seiner Gcbnrtsstadt. Groß mann biogra-phisches Handwörterbuch. In einer andernunsrer Quellen finden wir, daß er ^xercitatio-nes Vltrnvmnss geschrieben, und daß der be-rühmte Thomas Temanza ihn für seinen Lehrmei-ster erkannt habe.

poli (Bartholomeus), ein uns sonst unbekann-ter Maler, nach welchem G. Massi das Bildnißvon St. Johann von Nepomuck gestochen hat.

— — ( ), Gebrüder. So nennt Lanzi

I. 2H1. (nach Lsslorrona Illustres nslle artl6e1 üissxno) zwey lustige und fertige Landschafts-maler von Pisa im XVII. Jahrhundert, derenArbeit man in dortigen Galerien und denen zuFlorenz finde.

* polidorino, s. auch Franz Roviale.

*polidoro, der venekraner genannt, f.Polydor Lanzani.

* p 0 lienick ( ). Von einem Kupferste-

cher dieses Namens wird irgendwo eine St. Liie-rest nach I B. Santerre angeführt. Wahrschein-lich ist er mit obigem polermch Einer undderselbe.

politi (M. O.), von Udine , ein Zögling derZeichnungs - Sculptur - und Architektur - Schulezu Venedig , erhielt in 1808. von derselben denzweyten Preiß für seine Proben im Studium desNackten. Oeffenrt. jJachr.

politnich, s. polermch.

* polixenus, s. philoxenus.

pol! (Absolon>, ein Maler und Formschneiderzu Prag , bey welchem der bekannte Thourneiser2071. Arbeit bestellte. Moehsen Beznr. zurGeschichte d. Wissenschaften.

— — ( ), Kupferstecher zu Augsburg , gab1810. Bildnisse des Kaisers Napoleon und der Kai-serin Marie Louise , in vunktirter Manier, welche zu06. Kr. schwarz, zu 1 fl gefärbt, zum Kauf ausge-boten wurden, und bey dem Ausgebet, wie es sichgeziemte, ihrer Aehnlichkeit wegen lehr gerühmtwurden.

* pollafuoko (Anton del). Von ihm undseinem Bruder perer, heißt es bey Lanzi 1 . 67.:»Von ihrer Arbeit findet man besonders in St. Mi-niato bey Florenz , und entdeckt darin den Castagno,dessen Schüler perer war: Ernste Gesichter, undeine starke und saftige Oclfarbe. Von Anron, Pe-ters Schüler, für sein Zeitalter ein Künstler vonvorzüglicher Geschicklichkeic, steht in der Kapelle desMarchcstn Pucci a Servi zu Florenz eine MarterSt. Sebastians, eins der beßlen Bilder, das mirvon Quinquecentisten je zu Gesicht gekommen ist;nicht eben im Colorit, da man, zumal j„ der Fär-bung des Fleisches, wenig Kunde des Helldunkelsbemerkt, aber dafür in der Cvmpositiou , die, wennsie gleich keinen Anspruch auf gefällige Zierlichkeitmachen kann, doch eine große Wahrheit hat; dannin lebhaftem Ausdruck, und besonders in der Zeich