Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1167
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Prevost.

angezeigt. Ernsteres von ihm dann sind: Eintodter Christ, und zwey Apostel von Ribera, eineH. Familie von Schidone, und der Plafond zuSt. Peter in Macello zu Neapel von M. Preti(Alles nach der Zeichnung von Fragonard );zwey große chinesische Schlachten; die Bildnisseberühmter Amerikaner, nach Simities u. s. f.Ohne Zweifel ist dieser Künstler der nämliche, dernoch im ^lmanack cles Leaux - ^rts i 8 u 3 .ohne Weiteres unter den damals zu Paris leben-den Kupferstechern genannt wird.

prevost (I. L.). Um i 8 o 5 . erschien zu Pa­ ris bey Vilquin: Lollecrion lies kleurs et lleskruits peints ci'spres nature et tires 6u Por-tefeuille cle (8 Hefte, jedes zu

24. Fr ), ein herrliches Prachtwerk, in punktirterManier gestochen, und zum Theil auf den Plat-ten illuminirt, zum Theil noch mit dem Pinselvollendet; alle Gegenstände in natürlicher Größe;eigentlich wahrhaft schöne Gemälde. Ob dieserprevost selbst ausübender Künstler sey, ist unsunbekannt.

(Peter), ein französischer Architec-tur - und Landschaftsmaler der neuesten Zeit.Derselbe wurde, nebst zweyen seiner Kunstgenos-sen, Bourgeois und Fontaine, zu Anfang deslaufenden Jahrhunderts von einem Amerikanerin Solo genommen, welcher die von Parker zuLondon erfundene Kunst des Panorama auch inFrankreich einführen wollte. Unter diesen warunser prevost besonders geschickt. In 1802.gab er zwey dergleichen von Paris und Am­ sterdam . Das erste zeigte er in gedachtem Jahrauch zu St. Petersburg . Das zweyte erhielt imJournal de Paris .von dem Maler le Brunein sehr vortheilhaftes Zeugniß. Andere hinge-gen fanden es seltsam, wenn daran besondersgerühmt wurde: Daß er, um den Zuschauern denAnblick der rothen Dächer in Amsterdam zu er-sparen was denkt man wohl? diese Stadtim Winter darstellte- Diesen folgten 1806., wosich der Künstler wieder in Paris befand, dassehr täuschende von Neapel ; hierauf diejenigenvon Rom , Lyon , Toulon und Boulogne , haupt-sächlich aber 1808. eins von der Zusammenkunftder beyden Kaiser zu Tilsitt (wohin er eigens ge-reist war), welches 3 oo^ im Umkreis, 3 o^ in derHöhe, 9000 ^ in der Oberfläche hielt, und anWahrheit und Wirkung nichts zu wünschen üb-rig ließ. Eine ausführliche Beschreibung dessel-ben s. im Franzos. publiciste von 18. Sept.1808. In 1809. endlich das neueste, welches dieSchlacht bey Wagram darstellte, und wozu erdas Schlachtfeld ebenfalls nach der Natur er-hoben hatte.

* ( ), Vater und Sohn. Nach

des jüngern Zeichnung hat, neben Andern,Desmarteaux gearbeitet. Keiner von beydenscheint obiger perer zu seyn.

preuser ( ), Ingenieur, und Königl.

Preuß. Bauschreiber auf der Citadelle zu Mag­ deburg , selbst Architekt, oder wenigstens Dilet-tant«. Seiner geschieht von 1701 20. Erwäh-nung, in welch letzterm Jahr die nach seinen Ris-sen aufgeführte St Ambrosius-Kirche in derStadt Sudenburg vor Magdeburg vollendetwurde. H. L- Göteerr Grundleg. u Ein-richr. ged. Airche (40. ü,. 7z/,. S. 03 .), und:A. ILIa^nlsiccntia partüenopolltana

( 4 °. Magdeb. 702.) im Anhange: Vota äevoraetc. d!°. 200.

Preuß (Johann Joseph), erscheint 178h. alsHofstukator zu Hannover ; zu gleicher Zeit warConrad Just Hunnemann Dekorateur, und Jo-hann August Barrels Vergolder genannten Ho-fes. Braunschrv. Lüneburg . Sraarskal.

s. auch preist.

preußler( ), ein Maler in der ersten

Pribusch. 1167

Hälfte des XVIII. Jahrhunderts. Einen gan-zen Schrank voll Porcellan, von seiner HandGrau in Grau gemalt, und in einem Zeitraumvon sieben Jahren verfertigt, erstand der GrafHatzfeld zu Breslau . Rundmanns hoheund niedre Schulen Deutsch !. in Münzen17.41. S. 4 io-

prevo (Georg). Dieser uns sonst unbekann-te Maler, von welchem die Schlacht bey Zamazwischen Hannibal und Scipio in der Galerie zuMünchen hoch, 3 ^ 9" breit) aufbewahrtwird, und mit: jorx l>revv bezeichnet ist, hatsowohl in der Färbung als Behandlung vielAehnlichkeit mit dem alten Hans Burgmayerund könnte vielleicht gar von diesem letzter» seyn,da, nicht weit von jenem Namen, sich noch ein8. befindet. (Wer wäre denn aber der prerv HDie Figuren sind im Kostüm des XIII. oderXIV. Jahrhunderts; die Karthagincnser tragenTurbane, von Männlich.

* preziado (Don Franz della Vega), geb.zu Sevilla 1713 kam 1732. nach Rom , wo erdie Schule des Sebastian Conca besuchte, und1739. den erste» Preis auf dem Capitolio erhielt.Er bekam auch von seinem König eine Pension,und trug hernach Vieles zu Errichtung einerKünstler-Akademie zu Madrid bey. preziadomalte viele Altarcafeln für die Kirchen in Spa­ nien , Rom , Capua u. s. f. Zu Rom heyralheteer seine Schülerin Catharina Cherubim (ob etwadie Tochter der Geliebten des Kardinals Alessan-dro Albani?), eine Spanierin, welche in Minia-tur und in Oel malte, und als Mitglied derAcademie zu Rom und zu Madrid aufgenom,wen wurde. II. 2. 2b. Um 1777. war

er erster Vorsteher der Akademie von St. Lukaszu Rom , und st. daselbst 1789. Ln»z:r I. 078.In den wettere pittoriclie (VI. 3 o 8 .) findetman von ihm einen an I. B. Ponfrcdi gerich-teten lesenöwerthen Brief über die Künstler derspanischen Schule Nach Fiorillo I V. 400 wä-re der Geburtsort dieses Künstlers ungewiß, dochwahrscheinlich Ecya. Zu Sevilla hätte er unterAnleitung des D. Martine; studirr, und wäre,nachdem er dort die Tonsur erhalten (1733 ), nachRom gegangen. Als Philipp V. vernommen,daß er dort sieben Jahre auf eigene Kosten zu-gebracht, habe er ihm (17,6 ) einen Gehalt von5 oo. Dukaten bewilligt. Zum Aufseher der spa­ nischen Pensionärs sey er 1708. erkiest worden,und habe diese Stelle bis an seinen Tod mitder größten Gewissenhaftigkeit verwaltet, und sichdie Liebe und Achtung seiner Zöglinge zu erwer-ben gewußt. Als Schriftsteller dann kenne manvon ihm ein meisterhaftes theoretisches Werk:^rcaciia piclorica. Nsclrill 789. Er selbst warMitglied der Arcadier zu Rom , mit dem Namenparrafio Lebano, In Spanien sehe man nurwenige Arbeiten von ihm. Seine Gattin habeebenfalls eine Pension vom Spanischen Hofegenossen.

preziado (Catharina), geborene Cherubimoder, wie sie bey Fiorillo l. c. heißt, tpueru«bim, Gattin des obigen Künstlers, s. den vor-hergehenden Artikel.

pribus (Carl Christoph), war seit 1752.als Münzeisenschneider zu Dresden angestellt, woer auch 1787. in einem Alter von 28. Jahrenstarb. Neben Andern kennt man von ihm eineHuldigungsmedaille auf den Antritt der Regie-rung des jetzigen Churfürsten (1709.). Danebenwar er ein guter Naturforscher, und besaß eineschone Käfersammlung, so wie eine andre vonTag- und Nachtvogeln. Mag. d. sächs (Hes.IV. 192. und Hofkal.

pribusch (Joh. Georg), Dildniß- und Staftfirmaler, arbeitete um 11,87. in den churfürstl.Brandenburgischen Schlosser». Mcolai.