P r i n c e.
sche Schäferin voll Lebens und Ausdrucks; mehrrcre häusliche Scenen nach Russischer Sitte; einHorde von Tatarn, (S. Diderot: Lsssi sur1a ?eimnre p. 19) —219.), wo er diesem da-mals noch jungen Künstler einen der ausführlich-sten Artikel seiner Schrift wiedmet, und ihn frey-lich noch weit unter die Vcrnets und Jardinssetzt; doch aber gleich anfangs im Allgemeinenvon ihm sagt: „Er besitzt die erste Basis derKunst; denn er zeichnet sehr gut. Seine Figu-ren toccirt er mit vielem Geist; aber noch mußer lernen , seine Formen mehr weichem seine Lüf-te minder schwerfällig zu machen, und, beson-ders in größer» Bildern, seiner Tusche mehrKraft zu geben. Ob er Land und Leute inRußland wohl geschildert habe, möcht' ich we-der läugnen noch verbürgen, nur find' ich seineDarstellung von ihnen meist etwas schwächlich,wie seine Gesundheit; sanft und melancholisch,wie seinen Charakter". Basan (Lst. sec. ) hie-nächst nennt von russischen Costüme's.von ihmein ganzes Werk in Ätlasfol. über 100. Bl. stark,in Aquatinta geetzt. Denn namentlich machtesich le prince rühmlich auch in dieser letzter»Manier bekannt, welche zuerst von einem Nürn-berger, Adam Schweickard, zu Florenz geübt,dann aber von ihm, und noch mehr späterhinvon P. A. Barabe vervollkommnet worden. Um1779. und wahrscheinlich noch früher, trug er denTitel eines Raths der Academie. In 1780. dannsah man von ihm eine Ankündigung, worin ersich anerbot, um einen gewissen Preis die eigent-lichen Handgriffe jener Manier in einer aus-führlichen Abhandlung unter dem Titel: ss'rsiceste Is 6 rsvurs en »avis, mit so — 40- dazudienlichen Kupfern dnrch Subscription bekanntzu machen. Er starb zu Paris 1781. DieKunsthändler Basan und Chereau hatten seine in160. Stücken bestehende Kupferplatten erkauft.FioriUo III. 574 — 75. ^c. Als Maler nenntihn Männlich (vielleicht nicht allzustrenge '„einenKünstler, der dem Geschmacke seiner Zeit folgte,und mehr Gefallsucht, als edle Ruhmbegierde inseinen Werken zeigte. In Deutschland besitztvon ihm, unsers Wissens, die einzige Münchner -Galerie ein kleines Bild: Ein moderner Griecheschläft auf einer Gartenbank, wahrend seine Frau,zu seiner Seite, mit einem Manne liebkost, derim Gesträuch verborgen ist. Weit vortheilhafterdann heißt es von ihm bey Rost lll. 202.:„le prince gehört unter die Künstler, die ihreKunst über Alles liebten. Er malte mit Erfolgin allen Gattungen, zeichnete mit Geschmack, undetzte mit einem ganz eigenen Geiste, sowohl mitder Nadel, als in Distermanier, Alles nach sei-nen Compositionen, nnd besonders nach denenaus Rußland mitgebrachten Studien. SeineBlätter in erwähnter Gattung sind, wegen ihrerKraft und Bestimmtheit, die Freude jedes Ken-ners". Dort (S- 255 — 56 .) werden von ihm eineMenge derselben (so gut als Alle ) ange-führt. Darunter befindet sich indessen ein einzi-ges eigentlich Geschichtliches, und dieses nachfremder Zeichnung: Christus unter den Lehrern,»ach seinem Meister Vien. Hinwieder haben diebeßten Stecher der damaligen Zeit sich nach sei-nen Compositionen (Gattungsstücken und Stu-dien) geübt. St. Aubin, I. P. le Bas, Bon-net, Chevillet, Desmarteau, I. d'Embrun, Gail-lard, Godefroi, Helmann, Henriquez, de Lau-nay, Lionard, de kvngueil, Masquelicr, le Mire,Nee, Ek. Non, Parizeau, Pruneau, Tilliardundle Veau . Ein Verzeichnis; meines sel. Vatersführt von diesen letzter» ebenfalls an die 70. undder Katalog von Brandes gegen 5 o. an, vonwelchen er besonders: les IVIosteles von de Lon-gueil sehr schön nennt. In neuern Tagen (180s.)sah man eine Schenke nach ihm von Swebacgezeichnet, und von Dequevauviller gestochen, imXIV. Hefte des Musee Napoleon. Man hateinen Katalog von seinem Kunstkabinet, welchesgleich nach seinem Tod versteigert wurde.
Probst. 1171
Prinz (Johann), Maler aus Dresden , hattein i 65 o. den Altar der Kirche zu Putzkau beyBischofswerda nicht uneben gemalt. Magaz. d.Gächs. Gesch- IV. iio.
prisco (Peter Anton). So heißt bey Gan-dellinl, ganz ohne Weiteres, ein Kupferstecher,welcher Verzierungen, Grotesken u. d. gl. geätzthabe.
* prrscus (Actius), der im Lex. unter demNamen Acrius erscheint; malte zu Rom , unterDespasian, im Tempel der Ehre und Tugend,und kam den Alten näher als z. B- sein Nebenbuh,ler, Cornelius Pinus. 1 "/rnr«r ». L.XXX V.C. 10.
prrsinayer (Johann Michael), ein Malerin der letzten Hälfte des XVIl. Jahrhunderts.Joh. Tscherning hat neben Andern das Dildnißdes Mediziners G. LHUesius nach ihm gestochen;prismayers Namen ist hier beygefügt: dlovjsor(rsseuinark) pinx. Möhsen Samml. v. Aerzsrebildnissen S. 154.
prrrvrtzer (Johann), Maler, ein Ungarvon Geburt, arbeitete in der ersten Hälfte desXVII. Jahrhunderts in England. Zu Woburinsieht man von ihm, nebst einigen Familienbildrnisten, das mit seinem Namen und 1627. unter-zeichnete des Sir W. Rußel als Jüngling in demGewände des Bathordens, mit einem Zwerge.U)alpole (S. s 5 i.) rühmt das brillante Koloritund die saubere Ausführung desselben. LioriUoV. 55 g - 60.
prrxner ( ) So heißt irgendwo in den
varerlandsschen Blättern f den Oesterreichi-schen Raiserstaar ein in 1808. noch lebenderKupferstecher zu O'en.
* probener (Michel). He 1 necke (Lssach-richren l. 74) nennt ihn (irrig) gebürtig ausTrabant, und zählt ihn unter die vielen Schüler,welche A. Pesne in Berlin hakte. Dann abergiebt Ebenders. I. c. 111. 6 . ihm seine richtigeHerkunft.
* probst (Joh. Balihasar). Rost nenntihn nicht. Der läppische Basan (Lci. nee ) setztseine Geburt in 1709 (nur 56 . I. zu späth) undnach Wien an. Ein Verzeichniß meines sel. Va-ters führt von ihm gegen 40. Bl. an, die er nachI. Auerbach, B- Barbatelli, I. G Bergmülsler, P. Decker, G. Sichler, L- Giordano, G.Kilian, I. Kupeyky, T. Laub, G- des Marees,B. Poccetti, I. O. Preißler, I. E. Ridinger , M.Rosselli, D. Salimbene, G- Spitzel u. a. geätzthabe. Die schönen Bildnisse des KardinalsPh. L. von Sinzendorf , und des Bischofs C.Frayz von Bamberg und Wirzburg, von welchenschon das Lex. spricht, sind, jenes nach Aucr-bach, dieses nach Kupetzky Von Geschichtlichembemerken wir: Eine Darstellung der H. Jung-frau nach Bergmüller; die Schlacht von Luzzara(1702) nach Decker; Et. Amadis erweckt einentodten Jüngling, nach Poccetti ; den Tod deshundert und zehnjährigen Alex. Falconieri nachEbendemselben (in einem der Zuschauer bil-dete der Maler sich selbst ab); die Tagszeitcn,nach Preißler; eine Reitschule, nach Ridinger ;die Erlaubniß Servilen-Klöster zu bauen, nachRosselli, die Schlacht Alexanders, nach Rügen -das; Falconieri läßt eine Kirche bauen, nach Sa-limbene. Endlich, nach eigner Erfindung, eineRuhe in Egypten, eine Verklärung, und St.Franjisc, der die Stigmate erhält. (< 7 ouk, 6ü,»-ste/lr»i). Nach Heinecte (lstee Aenersle p. 64.)arbeitete er auch für das Werk: kecueil ste^IVIsrbres srttigues ste 1 s dsllerie äs »rosste 1753.
— — ( ), Maler und Dauinspeftor zu
Ochringen im Hohenlohischen noch 1808., vor-her zu Wien , und dort geboren. AIs Malerkennt man von ihm Blumen, Thiere, Landschaf-ten, vornehmlich aber Architckturstücke. Meu-Kkkkkkk 2