Band 
Zweyter Theil [2].
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1183
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Putschiiii n.

nominell hatte; der aber in dem Abschiede desMüuzprodationstages zn Cölln 1672. nicht aner-kannt wird, weil er früher durch unrichtiges Prä-ge» sich gegen die Rcichsgesetze verstoßen hatte. In, 574 - ließ es zwar das Reich zu, baß er vomBischöfe von Lüttich bey der Loenschen Münzeangestellt wurde; allein , 5 / 5 . wurde schon wiederKlage beym Reiche wegen seiner nicht gehaltmäs-sigen Goldmünzen geführt. Hirsch deutschesMünzarch. H- 220. VII. 92. u. ,41.

pur sch in 1 n (Matwei), Professor der Male-rey zu St. Petersburg . Zwey von ihm, wah-rend seines Aufenthalts in Rom verfertigte Ge-mälde (die Auferstehung Christi und Alexander beyDiogenes) berechtigten zu großen Erwartungen,die aber bey seiner Zurückkauft nicht ganz erfülltwurden, da er sehr wenig arbeitete und vorzüglichnur als Lehrer der Malerei) bey der Tapctenma-nufaktur beschäftigt war. Er st. 1797. i» hohemAlter. Hall. A. L. Z. ,802. I"rell. Ll. N°. 42.

Putzer (Johann), Bürger zu Nürnberg , der,6,2. zu des fränkischen Kreises Münzwardeinernannt wurde; im I. 1617. gab er diese Stellewieder auf. — Noch kömmt ein Anderer diesesNamens ,L 5 o. als Markgräflich-Brandenburgi-scher Münzmeisicr vor. Hirsch deutschesMünzarch. IV. 12. 8-s. 290.

* puytlink (Christoph), genannt Trechrer.Ein Bild von ihm sieht man in der Galerie zuSchleißheim. von Männlich.

puyster ( ). So heißt irgendwo, ganz

ohne Weiteres, ein niederländischer Maler vonGesellschaftsstücken.

* Pye (I.), hieß Inigo oder Johann,Stecher mit der Nadel, dein Grabstichel und inPunktirmanier, geb. in England um 1746. Basan(Lci. sec.) macht, was ihn so wenig kostet,aus diesem Künstler zweye. Seine Landschaftenbesonders sind mit viel Nettigkeit und Anmuthgearbeitet. Von ihm kennt Rost IX. In—12.und ein Verzeichniß meines sel. Vaters : EineLandschaft mit Vieh, nach Cuyp ; den Star»,und das ruhige Wetter, nach Dietsch; tke ^Va-Üer8, nach Cl. Gelee, aus dem Cabinet Rey-nolds; Landschaft mit Tobias und dem Enget,nach du Jardin; Landschaft nach Cuyp ; Eappho,schreibend, Halbftgur nach A. Kaufmann (1784.);Landschaften, wie z. B. eine mit einer H. Familienach Poclemburg; die Spitze von Europa (Gibral-tar), 177z. nach A. Pynacker; Hagar in der Wüste.,nach H. Ewaneveldr, (ein schönes Blatt); aHblpxoreLk und cke Angier8, nach Verlier; an-deres nach Moucheron, Watteau und (zwey artigeenglische) nach Wooton.

* pynaker (Adam). Dieser Künstler (heißtes bey Männlich) wählte seine Gegenstände mitGeschmack und großer Einsicht. Er fühlte, sahund wußte die Feinheiten der Natur zu haschen,welche dem mittelmäßigen Künstler unsichtbar, undfolglich unnachahmlich sind. Seine Färbung isthelle, natürlich und angenehm; die Behandlungleicht, geistreich und fleißig. Die Figuren undThiere, womit er seine Landschaften zierte, sindwohl angebracht, richtig gezeichnet und schön ge-färbt. Die Galerie zu München besitzt von ihmeine Marine und eine gebirgigte Landschaft; die-jenige zu Salzthalum eine Landschaft; das Mu-seum zu Paris zwey Bilder: Landschaft, mit einemWirthshaus staffirt, vor welchem die Wirthineinem Gast Erfrischung reicht; unten an der Stiegezwey beladene Maulthiere u. s. f- Dann eine kleineMarine (nicht seine eigenthümliche Gattung) imSonnenuntergang. Beyde finden sich in Lan-don's ?sv8aA88 et Nabloaux «lo Oenre I. 80.und II. 6. beschrieben und abgebildet; letzteresauch für's XXll. Heft des Museum Napoleon ,nach Swebac's Zeichnung, von Nicquet gestochen;und wieder beyde im VI. Heft von Lacler'sd'Alhe: Mölial^plttoresgnes etbistonguesäes

Pythagoras. ngz

pg^saßisteg. Ersteres soll ein ganz vortreflichesBild seyn. Eine genaue Beschreibung zweyer sei-ner Arbeiten (1794.) »n Besitze des H. KaufmannFischers in Potsdam s. in Meusel's Ll. Mus.S. 73 - 74 - In frühern Tagen nach ihm gesto-chen kennt man z. B- Sonnenaufgang und Mond-schein, aus dem Cabinct Hagedorn, schön geatzteBlatter von Geyser; eine andere schöne Landschaftmit Hornvieh, aus dem Cabinct Prasliu, vonCh. Weißbrodt geatzt und von le Das vollendet;ein schöner Abend, aus dem Cabinet Rutland,von Lespiniere; die oben unter I. Pye angeführteAnsicht von Gibraltar , aus dem Cabinet Baillie(schön), und endlich eine gebirgigte Landschaft mitFischern, Hirte» und Vieh, wieder aus dem Ca-binet Hagedorn, von G. W. Weise.

* — — (Thomas). Die, dem Lex. zufolge,nach diesem Künstler gestochenen Arbeiten werdendort, etwa die von Perelle ausgenommen, mit dcnBlättern »ach obigem Adam pynaker verwechselt,wenn nämlich Thomas — jemals existirt hat.

pyne (W. H.). So heißt ein uns sonst un-bekannter englischer Künstler neuester Zeit, wel-cher, öffentlichen Blattern zufolge, um , 8 o 5 . einWerk: Nko Eostume ok 6reat llrlttain mit illu-minirten Kupfern ans Licht stellte.

* pyrgoreles. Von den beyde» Köpfen,Alexander und Phocion, deren das Lex. Erwäh-nung thut, besaß den erster» die Familie der Gra-fen von Schönborn (seiner Zeit der Kurfürst Lo-thar Franz von Mainz), den andern ein uns un-bekannter Britte. Die Gründe, warum Winkel-mann beyde für »nacht hält, finden sich in seinenMonument! antlodi, Nrsttsto preliminare L.IV.p. 77. et 78.

*pyromachus. Es waren zwey Bildhauerdieses Namens.^ Der eine, ein Zeitgenosse derSchüler des Lysipp , machte eine Quadriga, aufwelcher Alcibiades stand; der zweyte, spatere,arbeitete an einer Darstellung der Treffen des Al-ralus und Eumenes mit den Galliern.

* pyrrhus, der Baumeister (welcher im Lex.unter dem Art. des Bildhauers gleichen Namenserscheint!, nebst seinen Söhnen Leocrares (nichtLacrares, wie es dort heißt) und Hermon, leb-ten, nach Miuzia (b)ä. terr. I. 46.) 270. I. vorChr. In dem Schatzhause, das sie zu Epidam-nus bauten, sah man zwey Stalüen des Lhcoclesvon Cedernholz: Die eine Hercules beym Baumeder Hesperiden; die andere, Atlas, derben Him-mel trägt.

* pythagoras, der Bildhauer von Rhegio,wird zwar von, Piinius in die 87 Olympiade(4Z3. I. vor Chr. Geb.) gesetzt, muß aber, wiewinkelmani, aus der griechischen Geschichteüberhaupt und aus dem pausanias beweist, frü-her gelebt haben; denn er soll ein Schüler desClearchus, so wie dieser des Euchir, gewesenseyn. Neben Andern, bildete er die Starüe desEuthymus, der in der 76. Olympiade siegte.Grohmann's biograph. Handwörterbuch.Eben so sah' man von ihm zu Olympia diejenigedes Pankratiasten Leontiskus, der sich nicht dieMühe nahm, seine Gegner niederzuwerfen, son-dern sich begnügte, ihre Finger in seinen Händenzu zerbrechen und sie auf diese Art durch denSchmerz zwang, sich selbst für überwunden zuerklären, plinius sagt: pythagoras von Rbe-gium, und ein zweyter dieses' Namens, vonLeonrium (dessen das Lex. ebenfalls gedenkt),hätten den Myron überrroffen. Diesemnach müßteman annehmen, daß sie ein wenig spater, alsman es sonst von dem lvon Rbegiun, glaubt, ge-lebt hätten. Noch spricht er von einen, drittenvon Gamos (der anfänglich Maler war, und dendas Lex. nicht minder kennt», kann aber wohl dasZeitalter des ersten mit dem von einem der bey-den letzter,, verwechselt haben. Ohne Zweifel war