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riy2 Rabielka.
Reisen nach Berlin , Dresden , und endlich nachParis , wo er, von des Königs von Bayern Maj.unterstützt, sich in 1810. noch befand und nachden Werken der ersten Künstler studirte. Unterseine beßten Arbeiten zählt man das Bildniß desOberförsters W. Dillis» nach Kellerhoven. L>-porvsky.
* Rabiella oder Rabi'elle ( I hießD- Pablo. Von ihm heißt es bey Fiorillo IV.b??. „Seine Zeichnung ist nicht tadelfrey; alleiner besaß eine gewisse Leichtigkeit, und die gutenMagmen, welche sich durch die Zöglinge des Juan Rizi in Castilien und des D. Juan de Daldes inAndalusien fortgepflanzt hatten. Dabey paßteauch eine gewisse Flüchtigkeit für seine Gegenstände(Schlachten). Ein schönes Bild von ihm, dieSchlacht von Clavijo , befindet sich in der Cache-drale zu Saragoßa ."
* Rahirius. Wenn man (heißt es bey Mi-liZl'a Ld. ter2. p. 8i—82) an seinem Pallastedes Domitians einiges Fehlerhafte findet, so weißman nicht, ob man die Schuld davon dem Bau-meister oder dem Eigensinn des Kaisers beymessensoll. Wer sich einen Begriff von dieser großenBaute machen will, kann solche durch Bianchi's:kslsrixo de' Lessri erhalten. Neben derselbenkannte man noch von ihm Tempel, Triumphbo-gen u. a. Wahrscheinlich war er auch Baumeisterder berühmten Via vomiriana, die von Pozzulabis Sinvezza reichte, und der Dämme am Vul-turnus. Seiue Geburt setzt Mrlizia ins I. 80.
Radon oder Rebon (Niclaus). Rebonsoll der richtigere Name seyn, Sohn des nach-folgenden perers, malte, gleich diesem, Bild-nisse und Geschichte, starb aber bloß 42 I. alt,1686. zu Hermont, im Thal Montmorena. (ranitsie p. 1Ü1.
* — — (Peter), geb. 1616. Nach ihm ge-
stochenhaben, neben Anderm, L. Coffin das Bild-niß des Goldarbeiters L. Roupert, und I. Hum-blot dasjenige von G Gallard, Herrn von Poin-ville. 6er-»-«!» p. 181.
* Raccherri oder Racheeei (Bernard).Nach Lanzi II. 474 - starb er 1702. 63 . I. alt,was auch nach Guarienri das richtige Datumist. Ersterer nennt ihn einen löblichen Nachfolgerseines Oheims und Meisters Ghisolfi, dessen Ar,betten sich in Galerien häufig finden.
Rache! (Christian), s. Rache! (Moritz).
— — (Christian Friedrich) war um I/ 5 Z.als Königl. Kurfürst!. Hofjubelier zu Dresden angestellt. Irgendwo nennt man ihn auch Hof-Goldscheider-
— — (Joh. Friedrich), s. Rache! (Moritz).
— — (I. L.). Nach einem uns sonst ganzunbekannten Maler dieses Namens hat I. I.Thourneiser das schöne und seltene Bildniß Ro-berts Gravel, Herrn von Marly, um 1676. Fran zösischen Gesandten in der Schweiz , gestochen.
— — (Moritz), Vater, Sohn und Enkelgleiches Namens. Moritz, der Vater, lebte alsGoldschmied und Jubelier zu Kiel im Holsteini-schen, wo er auch i 65 g. (wie aus dem etwas dun-keln Periodenbauehervorzugehn scheint) starb. Mo-ritz, der Sohn, ward i 63 g. zu Kiel geboren,lernte bey seinem Vater und besuchte 1607. dieFremde. Von Hamburg kam er 1668. nach Dres den , wo er ein Jahr bey dem Goldschmied undKupferstecher Niclaus Weißhuhn in Arbeit stand,besuchte sodann mehrere andere bedeutende Städte,gieng über Holland i 65 g. nach Frankreich , bliebanderthalb Jahre zu Paris , besah London , undnahm hierauf seinen Weg nach Hause. Da es ihmaber hier wegen den Kriegsunruhen nicht gefiel,so reiste er 1664. wieder nach Dresden und nahmbey dem Hofgoldschmied und Jubelier, MatthiasArnold, bis zu dessen Tode, 1662., Arbeit. Er
R a ck n i h.
heyrathete sodann 1667. Arnolds Wittwe, erhieltvon dem Kurfürsten von Sachsen den Titel alsHofgoldschmied und Jubelier, und st. 1697. zuDresden , wo er in der Frauenkirche begraben liegt.— Folgende seiner Söhne trieben die Kunst desVaters und Großvaters weiter, als: Moritz,Hofgoldschmied des Königs von Pohlen und Kur-fürsten von Sachsen . — Christian, der sich 1697.in Holland aufhielt — und Johann Friedrich.Der letztere war, wie uns die: Jnscriptiones derFrauenkirche zu Dresden von I. G. MichaelisS. 5 / 4 - belehren, zu Dresden 1679. geboren, undstarb daselbst 1705. I. Geebisch in den Persona-lien der Leichenpredigt Mor. Rachels (Dres den 1697. Fol.) Noch bemerken wir, daß Bo-venehr das Bildniß von Mor. Rache! dem II. oderdem Sohne, in Schwarzkunst Fol. geschabt hat.
Rachelli (Johann). Von einem uns sonstganz unbekannten Kupferstecher dieses Namensfindet sich ein Bildniß von: krsnciscus bleumair?red. ohne den Namen des Malers.
Rächer ( ). Nach einem uns ganz unbe-
kannten Maler dieses Namens hat A. Scacciatkein Blatt: Die Badsiube, gestochen.
Racherre (Dominicus), ein um 1794. undnoch 1800. in St. Petersburg lebender Bildhauer,Akademiker, Professor Honorarius seiner Kunst,und Director der Ruffisch-Kaiserl. Porcellanfabrikzu gedachtem St. Petersburg , auch auswärtigesordentliches Mitglied der Berliner-Kunstakademie.Von ihm kennt man, neben Anderm, das Grab-monumeitt des Fürsten Besborodkoi von Marmorund Bronze, welches 16000. Rubel kostete, in deralten Klosterkirche Newsky. Fiorillo R-S. II.71. Oeffenrl. Lstachr.
* Racherei, s. oben Raccherri.
Racine (Joh. Baptist), Stecher mit der Na-del und dem Grabstichel, geb. zu Paris um 176».(Basan Ld. seo. nennt ihn 1789. noch einen jun-gen Künstler), Schüler von Aliamet, hat, gleichdiesem, Vignetten nach Cochin, dann für Sr.Aon's Neapel und die st'sbleaux pittoregguesde la 8ui8se, Mehreres, Einiges gemeinschaft-lich mit Demoulins, überhaupt vorzüglich Land-schaften gestochen, von welchen Rost Vlll. Z28.drei) Blätter für die: (islerie du ?alai8 liozrgianführt; nämlich die Hirtinnen nach Breemberg,Hagar und Jsmael nach P F. Mola, und zweyAnsichten von Gaillon nach Pillemcnt. Noch nenntder winklersche Gantkatalog von ihm eine (inFarben abgedruckte) Ansicht der Gegenden vonNeapel nach Joh. Both (1799)- und ein anderesunserer Verzeichnisse einen Wasserfall von Mouscheron nach Manches!'s (?) Zeichnung (dies eben-falls für's Werk des Palais Royal ).
Racknitz (Joseph Friedrich Freyherr von),auf Ringenthal, um 180g. noch lebender Ober-küchenmeister, Ritter des Johanniter-Maltheser-Ordens, und seit 1808. Ehrenmitglied der War,schauer-Gescllschaft der Freunde der Wissenschaf-ten, geb. - 74 j. Schriftsteller über Mancherley,namentlich auch als eifriger Kunstdilettante überbildende Kunst. In dieser Gattung kennt manvon ihm: Briefe über die Runst 4 °. Dresden792. mit Kupfern, und Geschichte und Darstel-lung des Geschmacks der vorzüglichsten Völ-ker in Beziehung auf die innere Auszie-rung der Wohnungen und auf die Baukunst( 4 . Hefte), gr. 4°. Leipzig 796—99. Hayman»S. n 6 . u. 241. In seinem schönen, nach eigenerAngabe eingerichteten Hause zu Dresden bewahrter selbst, für jedermann zugängliche, zur Kunstund Naturgeschichte gehörige Sammlungen auf.Sein Bildniß nach Schmidt in Dresden (welches?)hat Grögori (Gregori), und ebenfalls ein Schmidtzu Dresden (welcher?) 1799.ein anderes gestochen;letzteres nach einer Zeichnung seiner 1796. erhei-rathelen Gattin, Anna Charlotte von Bülow, jung-