Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1193
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R a c l e.

sten Tochter des damaligen Königl. DänischenMinisters am Chursäch fischen Hofe.

Racle (keonhard), französischer Baumeister,Mitglied der Verwaltung des Aix-Departement,korrespondierendes Mitglied der Nacheiferungsge-sellschaft zu Bourg cn Bresse, geb. zu Dijon undgest. zu Pont a Veaux 1792. schrieb (8°. 6our§1790.): Uefiexions sur ls cours äe ls riviere«je l'^In et los moz-en« lle le fixer. Ersch.Früher, in 178 . . errichtete er eine Fabrik zuPont a Veaux, worin er einen künstlichen Mar-mor verfertigen ließ, der nicht durch Witterungverdarb, wohlfeil und schön war, und von ihm:Hi^iUe ölsrbre genannt wurde. Busch Handb.der Erfindungen IV. / 5 .

* Rac 0 nigi (Valentin da), s. oben Lomellino.

Racrb (Ignatz), ein Jesuite aus Flandern ,der im XVII. Jahrh, mit dem Beichtvater derKönigin Donna Maciana von Oesterreich nachSpanien kam, und, nachdem er in 36 . Bilderndie merkwürdigsten Thaten des St. Jgnalius vonLvyala für das Noviziat der Jesuiten zu Madrid und verschiedenes Anderes gemalt hatte, in seinVaterland zurückgieng. FioriUo IV. 222.

Radda (Adalbert). So heißt in Meu sel's19 R E. ein um 1809. noch lebender Gcschichtsrmaler zu Znaim in Mahren , von dem man mehrrcrc Attarblatkcr in dieser Markgrafschaft kenne.

Rade (Dietrich von) wurde im I. i 6 i 5 . vondem Deutschen Reiche als Mnnzmeister der StadtAachen verpflichtet. Hirsch deutsches Münz -archiv Vll. 921.

* Radebold ( ),der Bildhauer, hießpecer. Vier marmorne Staküen von ihm stehenim Chinesischen Palais zu Sanssoucy, welcheM. Oesterreich » moderne Arbeit vom dritten Range"nennt, aber denn doch hinzusetzt, daß man ausderen Styl schließen sollte, daß der Künstler inItalien nach A. Algardi studirt habe. Es sind:Eine fitzende Venus, die aus dem Bade kömmt;ein Römischer Soldat, der mit wüthender Mineein Kind auf seinen Schultern tragt und in derRechten einen Degen hält; ein mit verbundenenAugen laufendes Frauenzimmer, und ein Kind,auf einer Vase ruhend.

Radeck (Martin), Markgraflich-AnspachischerMünzwaradein und Eiscnschneider zu Schwabach .Er muß 1602. oder 3 . gestorben seyn; denn derBestallungübrief seines Nachfolgers Schmutten-maiers vom Jahre i 5 o 3 . nennt ihn »nächst ver-schieden." Hirsch deutsch. Münzarchiv VIII.32 . u. ff.

Radl oder Rade! (Anton), Maler und Ku-pferstecher neuester Zeit zu Frankfurt am Mayn,Schüler von Prcstel, oder der wenigstens unterseiner Leitung mit vielem Glück arbeitete. Auchsagt letzterer von ihm in seinem Katalog (1806.):»Dieser junge Mann vereint mit einer großenManier eine geistreiche Touche, und seine Talentewerden ihn noch zum Ruhm eines vorzüglichenKünstlers erheben." Dort werden von ihm ange-führt: Eine Bärenjagd nach Schneyers und derweiße Ochs nach Potter, beyde aus der GalerieBrabeck, große Blätter (jenes von 21" Höhe und29" Breite, dieses von 3 »" Höhe und 25 " Breite),welche braun 1. und kolorirt 2. Caroline kosteten.Dann, nach seiner eigenen Zeichnung: Drey An-sichten alter Schlösser: Hardenberg, Freudenberg,Hain; die durch die Schlacht von 1758. berühm-ten Ruinen einer Kirche bey Berghen (diese 26"hoch, 20" breit), jedes ä 7. fl. 3 o. Kr.); und sechseebenfalls nach seiner Zeichnung, von Prestel selbstgeetzt: Der berühmte Scharmützel von «797. beymPockenheimer-Thor zu Frankfurt in dem Augen-blick wo die Nachricht vom Frieden zu Campo-Formio anlangte; ei» wegen der Charakteristik derKampfendcn zu bcnden Seiten vorzügliches Blatt(20" hoch, 28" breit), ä 6. fl. braun und »2. fl.

Rademacker. 119z

kolorirt; das alte Schloß Roedelheim , bon glei-cher Größe (ä 7. fl. 3 o. Kr.); das St. GallertThor zu Frankfurt und der Thurm zu Sachsen-hausen (beyde r?8"hoch, 20" breit), jedes ä 7. fl.5 u. Kr. braun und i 5 . fl. gefärbt; die Trümmerdes Schlosses Henneberg und das Schloß Stein-heim am Main (22" hoch, 29" breit) ü 7.fl. Zv.Kr.Noch späterhin (1807.) erschien von ihm bey Wil -mans der Anfang einer Folge von 12—16. derschönsten Schweizerlandschaften (18" hoch, 24"breit) nach Schütz. Ungefähr um dieselbe Zeltsah' man nach ihm, von dem Kunsthändler I. G.Reinerheim zu Frankfurt geetzt: Ansichten derStädte Frankfurt und Regenspurg (diese von Radinach der Natur gemalt) in kleinerm und grös-serer Format: Dann den von den Neufranken ge-fangenen, und den mit Beute beladenen Soldat,französische Husaren u. s. f. Beurtheilungen vonAlle dem s. in der B>bl. red. rr. bild. R. III.(1.) S. 17. 18. 21—24. 53 . 5 -,.

Rade! (Ludwig Franz Petit), s. oben auchPerir-Radel. Eine ausführliche, und, wie esuns scheint, gründliche Beurtheilung seiner Fort-setzung des Schweighäuserschen Textes zu dem vonden Gebrüdern Piranesi herausgegebenen, in i 8 n 5 .vollendeten Musee Napoleon , s. in der Bibl. fürredende u. bildende Rünste II (2.) S. 2 ,8—61.Noch mehr über sein berufenes System von derCyclopischen Bauart findet sich in Guigene'sRapport im Französ. Institute (7. July 1809.) undaus demselben im Tüb. Morgenbl. 1809. S. 698.

Rademacker (Abraham). Basan (L«j. gsc.)sagt von ihm, ganz gegen das Lex. und wohl auchganz irrig, daß er 1702. geb. und (1789.) vor we-nig Jahre» gestorben sey. Der Katalog von wink-ler nennt ihn: Zeichner und Stecher mit der Na-del und in Tuschmanier. Meist arbeitete er nurim Kleinen, mit reizender Färbung; wenn er sichan Größeres wagte, fiel er ein wenig ins Trockene.Seine verschiedenen Sammlungen holländische»Prospecte führen zum Titel:

t.'/zrcsäls ltollsnilsixs, ou ls ksrneuxe riviere ä'/Zin-xtsl, 100. Bl.

6,ex plux bellex Vuex «je k/nlsnä, 100. Bl.

IVlireir «lex Oelicex «jsnx ls belle xslxon «j'^m-terüsknverx lex villsxex «j'/Vmxtelveen, 8lvten ek «je lsclisuxx^e, remonxtrsitt lsurx Sxllxex, lleux äeplsixsnce, slleexstc. Ilnixt. gto. 5<r.Bl. (s. Ii.ro.).

l.s ltollsiiäe en rout xon seist, «jemvntri-e psr zo v««ex»commen^snt cl'/Zmxter«jsm juxgti's blsrlem elLpssrueäsm.

Seiner: -Znclens IVIonumenS «jes provincesunie8 40. 721. gedenkt schon das Lex. So lesen wirin einer unsrer Notitzen. Eine andere (sorgfältig undgenauer) spricht zum Theil offenbar von den näm-lichen Sammlungen mit ihren Titeln in der Ur-sprache, und sagt uns nämlich: „Was es mit ff.Werken, die irgend ein Ganlkatalog bemerkt, füreine Bewandtniß habe, und ob dieselben etwa mitseinen im Lex. angeführten 1721. zu Amsterdam in 4° mit 5 oo. von ihm geätzten interessantenAnsichten alter Denkmäler der vereinigten Provin-zen erschienenen Sammlung auf irgend eine oderdie andere Art in Zusammenhang zu bringen seynmöchte», weiß ich nicht. Es sind: Ka-

bple^el vun ^mstorflam 2omer-„vreuz;«). op Oorpcn Hnistelveeu, 8Iooteu„en 6en Overloonr etc. in't Kopier tzcbraßt.,,/Zmxt. 1727.; dann dessen: Hollansts Demps„ verlierelz'lct. Ib. 1728.; ferner: Hollancis /ör-„callia. 16 . 1780.; weiter: Ukz-nlanils frssiste„Se-ückten. 16 .1782. Sämmtlich mitvielen schö-„nen Kupfern und poetischen Beschreibungen."Nach ihm dann kennt man z. B. zwey Prospektean der Maas von N du Four; dann ein Torf-schiff das nach Amsterdam geht, und den Kanalbey Utrecht , von einem Ungenannten, in Che-rcau'ü Verlage.

* — — (Gerard). Nach ihm hat de Laterdas Dildniß W. Scwcl's gestochen.

— — ( ) So heißtauch irgendwo, ganz

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