Ra m ü s.
mer mit seiner Arbeit vertiert habe. Dann er,scheint er wieder (M e u sei' s N. Misc. V. 565 .)in Kunstnachrichten aus der Schweiz von 1794.bis 96. wie folgt: „Herr Ramus von Neucha,tel, der sich zu Genf niedergelassen hak, ein Malervoll Feuer und Genie, hat ein besonderes Talent,das Innere zerfallener Schlösser, Werkstätte, Ma,gazine und Meyerhöfe treffend wahr darzustellen.Auch seine Landschaften sind angenehm; besonderswahr und natürlich malt er das Wasser. In derWahl seiner Gegenstände ist er sehr glücklich. Alleshat ungcmein viel Anmuth". Was läßt sich Meh,rercs sagen? S. unten auch Ramus.
Ramus (Christian), Magister; ein jungerDäne, Verfasser einer Schrift: von geschmeee,nen Sreinen, und der Aunst, selbige zugraviren (Koppenhagen 1800.) Man gedenkt des,selben gelegentlich in dem Dresner gel. Anzeüger (Iahrg. 1800. S» 214. der Note).
Ramus (Peter), der bekannte Gelehrte desXVI. Jahrhunderts. In den Beyträgen einerUnserer schätzbarsten Kunstgeschichtsfreunde findenwir, denselben betreffend, folgendes eingetragen:»In der deutschen Uebersetzung von: Sal. deLaus (ursprüngl. Französ) Werke von gewaltsam,mcn Bewegungen (I. Lh. Frankfurt i 6 i 5 . Fol)liest man in der Vorrede: Daß, nach der Zerstö,rung Roms durch die Gothen, die bildenden Künsteerst durch Kaiser Carl V., König Franz I. in Frank-reich, König Heinrich VlII. in England, und nach,gehends durch den Pabst Sipt V. wieder in dieHöbe und von Neuem in einen blühenden Zustandgebracht worden waren. Dann heißt es weiter:„Und haben sich derhalben auch etliche gelehrte„Leute finden lassen, die sich gemeldter Kunst an,«genommen; als zur Zeit Carl V. ist gewesen„Alb. Dürer in Deutschland , der noch bis auf„den heutigen Tag das Lob hat vor allen andern.„In Italien sind gewesen Michel Angelo und„Raphael Urbino, welche auch durch ihre Ar,„beit genugsam bekannt. In Frankreich sind bald„hernach gekommen Petrus Ramus , Gronrius„Lineus u. a. dgl. hohe Leute, so in Mathema,„ticis und Architcctura, beneben dem Malen, tref,„lich erfahren gewesen". Ramus und Fineushaben bisher allein nur eine Stelle unter den Ge,lehrten besessen; ob ihre Zusammenordnung mitDürer , M. Angela und Raphael passend sey,oder überhaupt nur irgend eine Begründung habe,mögen besser Unterrichtete entscheiden. Ramus,eigentlich de la Ramöe, ein berühmter Phil»,soph und Mathematiker seiner Zeit, wurde i 5 i 5 .zu Luth, einem Dorfe in der Picardie, von armenEltern geboren, lehrte mit großem Beyfall zu Pa,ris, hatte aber auch mit vielen Gtgnern zu kam,pfcn. Als er einst einen Versuch Machte, diefehlerhafte Aussprache zu verbessern, und wollte,daß man z. B. statt kiskis und kamkam, guis-guis und guanl^uam sagen sollte, so erregte dieseinen solche» Tumult, daß der Hof den (freylichweisen) Befehl erlassen mußte, «0 könne ein jederdas Lateinische nach Belieben aussprechen. Ra,mus beschloß sein unruhiges Leben am s 5 . Au,gust i 5 / 2 ., dem Tage der Blukhochzcit, wo ihneiner seiner Feinde in seinem Keller ermorden ließ.— Dranrius /ineus oder ^inäus dann, Königl.Professor der Mathematik zu Paris , geb. zu Brian,<;oi, 1494., war in der Mathematik besonders ge,schickt, erfand verschiedene Instrumente und wußtediese auch eigenhändig zu verfertigen. Danebenhak man nach seinen Zeichnungen mehrere Land,karten; des Ortelius: Dbcatrum orbi 8 terrsrumnennt dieselben; OsIIiso äe 8 criptionem — er or-d >8 terrarum t^pum, 8 ub korma cor 6 ls bumsn!,lclem: Dsbulsrn üe^ionum guarum in gscrlsI)iblii 8 6 t mentio. Omnia ?sri 8 Ü 8 spull 6 or-monrium. Er st. i 555 . in großer Dürftigkeit.
— — ( ) ein Künstler von und zu Neuf,
chatcl um 1788. Damals sagte man von ihm,daß er in der Zeichenknnst, besonders von Archi,
Randon. tro§
tekturen, und dann auch im Zimmerausmalenstark sey. Wohl mit obigem Ramüs derselbe.
Ranby ( ). So heißt irgendwo, ohne
Weiteres, ein Königlich-Englischer Hofmaler, des,sen Bildniß Hogart gestochen babe.
* Ränc (Johann), Sohn eines Ranc,welcher Bildnisse malte, die Vandycks seinen nahekamen. Nichts desto weniger war der unsrige,vielleicht wegen frühen Todes seines Vaters, Schü,ler von Rigaud , seinem Oheim. Auf BefehlKönig Philipp V. gieng er auch in Portugal , woer die ganze Königl. Familie malte, und wurdedort mit Geschenken überhäuft, die er aber eben so,wie Alles was er in Spanien zusammengerafft,wieder durchzubringen wußte. Nach ihm gestochenhaben von Bildnissen z. B- Dupuis Ludwig XV. (ach! auf dem Thron), N. Edelink den HerzogRegenten (schön), und Ant. Houdart de la Möcht.Von Geschichtlichem: G. Edelink die dem KönigLudwig Xl. geschenkte Rübe; eine Fabel von de laMotte, und wieder N. Edelink: Vertumnus undPomona» Die übrigen uns bekannten Stechernach ihm sind: I. Audran, S. Carmona, L. CarS,Fr. Chereau, E. Derochers, P. Dnpin und Cl.du Flos.
*— — (Johann de). Ein solcher soll, wieMöhsen in seinen Aerztebildnissen (nach den Ver,zeichnissen eines Gantkatalogs) S. i 57 - anführt,das Bildniß des Ephraim Bonus nach I. kyvensgestochen haben. Ob er etwa mit dem ObigenEine Person sey, ist uns ganz unbekannt»
Ran<;onerte, f. unten Ransonerre.
* Ran da (Anton). Man kennt ihn von 1614»
bis 44. Bey Malvassa heißt es r Es lasse sichwenig Gutes von ihm sagen, womit er wahr-scheinlich auf einen von Anron zu Bologna ver,übten Todschlag zielt. Dann übrigens zählt erihn zu den beßten Schülern zuerst von Guido,dann von Massari, an dessen Styl er sich vorzüg,lich hielt. Geschickt mußte er wohl seyn, da ihmder Herzog von Modena, eben nach jenem Un,glück, in seinen Staaten Zuflucht gab, und ihn(1614.) dann gar zu seinem Hofmaler erklärte.Dort, und nachwerts zu Ferrara (besonders beySt. Philipp) arbeitete er Mehreres; eben so imPolesinischen, wie z. B. bey den HH. Redetti zuRovigo , wo man eine Marter von St. Julia zuscinem Beßren zahlt. Sein Leben beschloß er in —einer Mönchszelle. II. 2. 44 ^
Ratidall (Jacob), ein englischer Landschafts,oder Architekturmaler neuester Zeit, von dem esbey LioriUo V. 864. heißt, daß seine SkizzenAufmerksamkeit verdienen. In 1806. gab er:Lollcction ok Hro !iiceccursl-<le8ign8, kor lzlsli-8lOl>8, Ls8ino8, Viils8 etc. in tke Areek, Ao-tkik snö ca8tle 8t)'le8» enArsvell in ugus tints»on Zj. plstes ^vitd Oescriptioo. §r. 4 °. I.on6.s. 1. 12. 8. 6. l).
Rand 0 lpb ( ) wird bey Fisrillo V. s 5 Z.
als Maler angeführt, der gegen End des XVt.Jahrh, in England für Th. Radcliffe, Grafenvon Sussex, gearbeitet habt.
* Randon (Claudius). Nach Basan (Lci.sec.) geb. zu Pontoisc 1674. Don diesem Gte,cher, der bey Rost fehlt, nennen wir noch, vonGeschichtlichem: Eine H. Familie nach Raphael,St- Cajetan nach Romanelli; Amors Triumph,aus der Königl. Französ. Sammlung, nach Zam,pieri; welches Füßl, ll. Zoi. unter den bessernBlättern nach diesem Meister nennt. Die Schlachrten bey Bicocca (l 522 .) und Pavia (,525.) u. a.Aehnliches für irgend ein historisches Werk; iZ.Schiffe nach Passebons?): anderswo heißt eswohl weit zuverläßiger: i 4 - Blätter in gr. qucerRegalfolio nach eigener Erfindung , mit dem Titel)plsnulle plu8ieur8 kätime»8 sie Dler svecleues?roportion8; dann mehrere Bildnisse, wie k- P.