Reinagle.
habe. Ob er mit dem Nachfolgenden derselbe oderdessen Vater seyn durfte?
Reinagle (P.), einer der vorzüglichstenenglischen Landschaftsmaler neuester Zeit. VielenBeyfall erwarb sich derselbe zuerst durch seine An-sichten italienischer Gegenden In dem Salonvon 1806. hatte er das Thal bey Lerni nach Auf,gang der Sonne aufgestellt. Sein Standpunktwar auf der Straße nach dem dortigen berühm-ten Wasscrfall. London u. Paris , ix. Jahrg.ibü. „Keinem englischen Maler" (heißt es beyf'iorillo V. 8 Z 7 ,.) „sieht man seinen Aufenthaltin Italien so sehr an, wie diesem. Seine Arbei-ten leuchten allezeit unter den andern hervor" u. s. f.Hiernächst sotten einige kleine Bilder von ihm, wel-che Wachtel- und Bolvgneser-Hünde'darstellen,Alles übertreffen, was man in dieser Art Schö-nes sehen kann. Auch hatte er die Zeichnungenfür einen Iagdkalender, und die verschiedenenHunderayen zu einem kostbaren illuminirten Werkevon Lewis geliefert. Uebcrhaupt wurden einigeViehstücke von ihm auf dem schon genannten Sa-lon von 1806. allgemein bewundert (I. c. 841.).Ferners gab er die Zeichnungen zu Dr. Tborn-hills, unter dem Titel: Tempel der Flora oderder Naturgarten, in i8oh. erschienenen Prachtwerksohne Gleichen, das von Carlow , Landheer u. a.großen Künstlern gestochen wurde (l. c. 847.). Umdieselbe Zeit gehörte er zu denen, welche sich vonder Königl. Societät getrennt hatten und ihreWerke in einem Privathause für einen Schillingzur Schau ausstellten. Endlich wird er (I. c. 814.)hauptsächlich auch als ein Panoramakünstler ge-nannt, dessen dicsfällige Arbeiten, neben R.Bar-ker's (des Erfinders) seinen, Alles übertrafen, wasbisher in dieser Gattung geliefert wurde. Gemein-schaftlich mit gedachtem Barker und dessen Sohnelieferte er dergleichen bewundernswürdig schöneAnsichten von Neapel , Nom, Florenz , Paris ,Gibraltar und Algesiras, wovon die Zeichnungenfast alle von ihm an Ort und Stelle aufgenom-men waren und alsdann von Barker's ausgeführtworden. (Schon 1804. gaben sie zwey dergleichenvon Rom , die eine vom Thurm des KapitoliumSgenommen). Um 1807. sah' inan nach seinen Ge-mälden und unter seiner Aufsicht von F. C. Levisund andern geschickten Künstlern geetzt, 20. Bl.Jagden, sowohl in Einer Farbe abgedruckt alskolorirk. S. auch den gleich folgenden Art,
Reinborh, s. oben Reinrborb.
Reindel oder Reimdel (A. C.), Kupfer-stecher, geb. zu Nürnberg , befand sich 1804. zuPaus, und gab dort, neben Andern:, das ebenso schöne als kenntliche Pildniß des Nürnbergi-Kanfmanns I. C. Riesling, der, als Deputirterseiner Vaterstadt, bey der Krönung des KaisersNapoleon erschienen war. Meusel's (F . R . L.Spätherhin sah man von ihm im I.. und ftlX.Hefte des Mus. Napoleon die Statüen einer Muse(die kleine Ceres oder komme lslague genannt),und der Ariadne (Cleopatra genannt), jene nachGuiche's und Artaud's, diese nach Boillon's Zeich-nung , deren Werth uns zwar unbekannt ist ; docherhellet schon aus diesem Gebrauch seiner Talente,daß solche für nichts weniger als unbedeutend ge-schätzt wurden. *
Reinecke (Carl Wilhelm) wurde 1770 zumHofmäurermeister des Herzogs von Weimar er-nannt und lebte noch 1785. Seine Bauten sinduns unbekannt.
__ — (Ioh. Christoph Matthias), Landkar-tenzeichner, geb. zu Halberstadt 1769- lebte zuerstals beständiger Sekretair der Herzog!. GvthaischcnSocietät der Forst- und Jagdwissenschaften zuWaltershausen im Mothaischen, privakisirte dannvon 1798. an zu Weimar und wurde : 8 c> 4 . Pro-fessor am Gymnasium zu Koburg. Von seinenKarten, die im Verlage des Jndustciekomptoirs;n Weimar das Stück ä 8. Er. erschienen, bemerken '
Reinermann.
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wir: 1800. Amerika ; Schweden und Norwegen ;Afrika , die Türkey; :8oi. Ostindien aufs. Dl.;die Kafferküste mit Madagascar; 1802. den Kau kasus , die Südspitze von Afrika u. s. f. Nachseiner Zeichnung hat auch Roßmaßler eine Anfichtvon Georgenthal im Herzogthum Gotha, zuBech -stein's lsiarurgeschichre Deutschlands nachallen drey Reichen (Lh. IV. Leipzig 796. 8<>.)gestochen. Sonder Zweifel ist er endlich wohl auchderjenige, den man irgendwo, und dann irrig,Reinicke nennt, und ihm eine Karte von Schwe den und Norwegen , nach dem Friedensschlüsse zuFriedrichsham 1809. (Preiß 8. Gr.) beylegt.
Reinecke (Ioh. Ernst) wurde um i/ 73 . Hof-schreiner bey dem Herzog von Weimar , und lebtenoch 178b. Mrc.
— — (Pankratius). So heißt in .friede«born's Alr-Stertin (B. lll. Anh.) ganz ohneWeiteres, ein Maler, der dort in 1610. verstor,den war.
Reinel ( ). Und so in Moehsen's
Berl. Medaillensamml. II. H76. ein Künstlerdes XVIll. Jahrh, nach welchem (nach dessenZeichnung?) eine Schaumünze auf den Arzt I. C.Pelloutier verfertigt wurde.
* Reiner (Wenzel Loren;). Sein Oheim,der ihn, als er größer ward, zu sich nahm, warein Distillirer von Handwerk, der aber Gemäldekannte und damit handelte. Nach HalwachS undBrande! empfieng er denn doch förmlichen Unter-richt von Johann Schweiger. //a§ecia»». J„Deutschland besitzt von ihm, unsers Wissens, dieeinzige Gallerie zu Dresden eine große und zweykleine Landschaften. Nach ihm gestochen hat Balszer etwas uns Unbekanntes.
— — ( ) So heißt in: Dresden zur
Renntnist seiner Häuser, ein Maler von Bre men , der in 1796 zu Dresden nach den dortigenKunstschatzcn studirt hatte. In 1798. erscheint erdaselbst nicht mehr, und haben wir seither vonihm nichts Weiteres vernommen.
Rein ermann (Friedrich Christian ), Zeich-ner, Landschaftsmaler und Kupferätzer zu Frank furt am Mayn (seit 180Z. und noch 18:1.), geb.zu Wetzlar 1764. Schon in den Schuljahren er-wachte sein Trieb zum Zeichnen und Malen. Beyeinem Bildnißmaler, Cramer, rieb er Farben,strich an, und in Freystunden zeichnete er und ko-piere in Oel. Dabey mußte er es einige Jahrebewenden lassen, bis sich Gelegenheit fand, nachFrankfurt zu dem Maler Nothnagel zu kommen,wo ihm bald ein helleres Licht aufgieng. Abersein Hang, die Welt mehr zu sehen, trieb ihn wei-ter, und Holland war sein Augenmerk. Doch,die damaligen Unruhen in diesem Lande hindertendie Ausführung dieses Vorhabens. Daher kehrteer mit dem Erlernten in seine Vaterstadt zurückund fand dort als Maler Beschäftigung, beson-ders an dem Hofe zu Weilburg . Durch Hörenund Lesen über Kunst wurde Streben zum Höhernbey ihm geweckt. Schon im Nothnagelischen Hauseentschied sich sein Hang für die Landschaftsmale-rey , und, um ihm Genüge zu leisten, begab ersich im J. 1789. nach Caffcl, um die dortige Gal-lerie zu benutzen. Die Meisterstücke, die er da sah,ließen ihn ganz fühlen, wie viel ihm noch zumKünstler fehlte. Der Anblick der Landschaftenvon Claude Lorraine machte besonders einen sotiefen Eindruck auf ihn, daß er, ohne es sich er-klären zu können, fühlte, dieser ihm kaum demNamen nach bekannte Mann müsse der größteLandschaftsmaler gewesen seyn; und den ausneh,menden Schmelz der Malerei) von Potter konnt'er auch nicht fassen. Indessen wurde auch damit Köpften einiger dieser Landschaften der Anfanggemacht; und dann wagte er sich an einen großenDergkem, was ihm besonders damals Ehre machte.Um dieselbe Zeit wurde er mit Ludwig Strack , demLandschaftsmaler, bekannt, der eben die Pension