Band 
Zweyter Theil [2].
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1231
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Reinert.

in Aquarell: Zwey Ansichten im Münsterthal undden Wafferfall im Schelmenloch bey Reigolsweilim Kant. Basel sah man von ihm auf dem Zürcher-Salon desselben Jahres. »Jach ihm dann kenntman z. B. dieKascatelle zuTivoli, von ihm nach derNatur gezeichnet und von Haldenwang (1799.) inAquatinta, ein Blatt, welches 6. Th. (a. b. 8.TH.)kostete; ferner von Ostermayer, in gleicher Ma-nier, zwey Landschaften (Aar-Fall im K- Bernünd Wislech im Badenschen), das Blatt für 2. Th.für den Verlag der ehemaligen chalkographischenGesellschaft za Dessau . Zu seinem Neuesten, wie-der von ihm, gehören: Zwölf malerische Ansich-ten der Lahngegenden in Aaberlischer Manier, und(heißt es im Tüb. Morgenbl. 1809. S. 002.)reizender noch bearbeitet- welche, mit einer kurzenBeschreibung, Heftweise erschienen waren. Endlichnennen wir noch seine Anleitung zum Land-schaftszeichnen und Tuschen, mit 6. Bl. iirAquatintamanier (9. kivr. 12. S>), welche in derBidl. f. red. u. bild. Rünsie (i. 2. 222.) allenLiebhabern empfohlen wird.

Reinerr, si unten Reinhard,

Reinervald (Joh. Friedrich), Maler vonLaußig , der, indem er sich an dem neuen Altareder Dorfkirche zu Cröbern unweit Leipzig beschäf-tigte, in i/ 5 Z. einen unglücklichen Fall that, wel-cher ihm das Leben kostete. Leipziger -Annalisie,Jahrgang - 755 . S. 584 .

Reinhard (Andreas), Zimmermeister ausHaselbach» der 1678. die Wasserkunst zu Alten­ burg in Sachsen anrichtete. Beuft's Jahrbuch,der Stadt Altenburg II- io 5 .

* ----- So hieß der Andr. desLex. der zu Gießen und zu Stockholm arbeitete.Wahrscheinlich weit langer zu Kopenhagen (s. dengleich folgenden Art. seines vermuthlichen Sohns).Don ihm ist ohne Zweifel das dort 1706. votteinem A. Reinhard gestochene Bildniß des Arz-tes G. Frank von Frankenau , nach N. Berlin -(s. Moehsen's Aerzrebildn. S. 4^); undeben so des Norwegischen Pastor'S I. Brink, nachWohmann; sicher das schlecht gearbeitete des 1719.verstorbenen Theologen I H. Majus.

* wahrscheinlich derselbe, derim Lex. unter dem Art. des Obigen als Stechereines Bildnisses von Joh. Taylor erscheint. NachHusgen (N. A. S. 2Z2 3 Z.), der seine Nach-richten aus dem Mund seiner Wittwe erhielt, warderselbe geb. 1716. zu Kopenhagen , Sohn desdortigen Könial. Hofkupferstcchers (also doch ohneZweifel des gleich vorhergehnden) zog mit demsel-ben in seinem Vierzehnten nach Augsburg und er-hielt dorr von ihm Unterricht in seiner Kunst. In1740. (s. b. 42.) dann wurde er von dem Buch-händler Hutter nach Frankfurt am Mayn beru-fen, wo er für ihn viele Bildnisse, Landkarten-Vignetten u. s. f. verfertigte. Dort starb er 1752.(». li. 55 ). Von ihm kennt man z. B. das schöne,überaus fleißige Titelkupfer zu Joh. Amos katho-lischer Mainzer-Kupferbibel mit der Ansicht derStadt Mainz (1740.). Dann in dem KrönungssDiarium Carls VII. (Frankfurt 1742. Fol.) dendortigen feyerlichen Einzug von Kur-Mainz unddie Ansicht der neuen Stiege am Römer, nachI. G. Funk (dies mit H. Ueinliarclt kil. bezeich-net); und eben so, was er 1746. zu dein Diariumder Krvnuna Franz I. geliefert hatte. Von Land-karten z. B- 'I'böatre -le la Zuerrs > on Larts

topo^raplnque trö8-exaate lies Pai8-6a8 (4 Bl.)

nach der Zeichnung von einem: 4 V. I). 8. An-sicht des Fleckens Bendorf bey Koblenz , mit dendortigen Bergstollen. Von Bildnissen viere in Mün-dcn's Dankprcdigt auf das Buchdrucker-Jubelfest<174».); mehrere von zu Frankfurt graduirten Per-sonen, wobey aber Hüsgen bemerkt, daß solchenicht mit denen eines andern Meisters gleichenNamens zu verwechseln seyen. Dieser letztere wärevielleicht

Reinhatb. tszt

Reinhard (Andreas), ein Dritter, der, nacheiner unserer Handschriften, zu Regenspurg arbeitete,und von welchem man z. B. ein kleines Bildnißdes dortigen Superintendenten G. Serpilius nachM. C. Hirt, und ein größeres (schlechtes, des dor-tigen Apothekers I. W, Weiemann, ohne andernNamen, als den seinigen, kennt. Oder bann

ein Vierter, gleichen Namens,der zu Kvburg gearbeitet haben soll, und von demman z. B. ein artiges Bildniß des MarkgrafenCarls von Baden (mitten in einem sonst schlechtenTitelkupfer) kenne.

Endlich (doch wahrscheinlich von einem der obi-gen Vieren) von einem A. Reinhard kennt mattdie Bildnisse des Theologen I. B. Renz, nachI. Fischer; des Rechtsgelehrten G. Gullmann unddes Grafen von Sinzendorf , beyde ohne Namendes Malers; und (eben so) etliche Landschaften.

(Christian), der älteste Sohn des un-ken folgenden Leipziger -Goldschmieds Ellas R.lernte seines Vaters Kunst bey seinem Stiefvater,August Ritter, während vier Jahren, worauf ereine große Reise antrat und über Hamburg undHolland nach Frankreich gieng. Zu Paris , woer sich verheyrathete, war Christian 12. I. hin-durch gewesen, als er i 65 o. von dem Kurfürstenvon Sachsen mit dem Titel als Kammer- und Hof-goldarbeiter nach Dresden berufen, und hier auchweiterhin i 665 . zum Kammerdiener und Oberkäm-merey-Juwelier ernannt wurde. Christian kam1620. zu Leipzig auf die Welt, und starb zu Dres­ den 1677. nachdem er seine letzten Lebensjahre aufeinem schmerzhaften Krankenlager zugebracht hatte.S. die Personalien seiner von B Schmidt ge-haltenen Leichcnpredigt (Dresden 4°.).

ein Goldschmied zu Mühlhaurfen in Thüringen , wo er 1670. starb. Der: Aa-talogus einiger gesammlerer Leichpredigrer»1716. (Gtolberg) Fol. führt S. 181. eine solche,auf ihn von Eilmar verfaßte, in 4 °. an.

(Christian Tobias Ephraim). Nebenmehrern andern nicht hierher gehörigen Schriftenverfaßte er: von der Ausmessung des mensch-lichen Rorpers und der Theile desselbenmit Rupferstichen, zum Gebrauch der Aerzte,Maler und Bildhauer. Glogau 1757. 8°. (einefrühere Auflage soll ebendas. 1759. in 8°. erschie-nen seyn). (Von Joh Sigmund Elsholtz hatman ein ähnliches Werk: Hntln-opomstria, mitKupf. Frankfurt a. d. Oder 166Z. 8°) Rein-hard wurde 1719. zu Kamentz in der Oberlausitz geboren, studirte Mediun, wandte sich 1752. vonseiner Vaterstadt nach Sagan in Schlesien, nahmdie katholische Religion an, und starb hier 1792.als Stadtphysikus und Fürstljch-Lobkowitzischer HoftGerichtsaffessor und Sladt-Gerichtsacruarius.Elsholtz, ein Arzt, kam ib2Z. zu Frankfurt an der Oder auf die Welt, unternahm Reisen nachItalien u. a. Ländern, wurde sodann Leibarzt undBotanikus des Kurfürsten von Brandenburg undstarb zu Berlin 1688. Sein Bildniß findet man inder oben von ihm angeführten Schrift, und in: ^rt.AFsst. Sero/. Öec. II. Vol. 6. (beydemal in 8°.)

(Conräd), ein Formschneider zu-strin, dessen sich (i 57 i.) Thurneiser bediente, wirdbey M ochsen Beyrr. zur Gesch. der Wis-senschaften angeführt.

(Elias), Bürger, Goldschmied undJuwelier zu Leipzig . Von ihm ist uns einzig be,kannt, daß er eine Tochter des Malers HansRauschers 1619. heyralhete und im I. ibäo. zuLeipzig starb. Leichenpredigr der MariaRauscherIn, verwittrveren Aug. Richte r,von C- Lucht (Halle 1878. 4 °).

Goldschmied von Freyburg in Sachsen , verheyrathete sich 162Z. vielleichtin genannter Stadt, vielleicht zu Halle im Saal-

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