Band 
Zweyter Theil [2].
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1232
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i2Z2 Reinhard.

kreise. Dreyhaupr's Saalkreis Theil II.

Beylage S. 5 o.

Reinhard (E-). So heißt in prestel'sKatalog irrig der unten folgende Geb. Carl Chri-stoph Reinhardt.

— — (Hans), Steinmetz und Baumeister juDresden , wo er zu Anfang des XV l. Jahrh, diedortige Kreuzkirche erbaute, wie aus dem Seelen-meßbuche derselben erhellet. Dann erbaute er auchdas Schloß und die Kapelle Sachsenburg im kur-sächsischen Erzgebirge , und vollendete es, nach derJnnschrift, im I. 1488. C A. Bahn's histor.Nachricht, von Lrankenberg und Sachsenburg(Schneeberg r/öü. 4 °) S. 9.

— — (Heinrich), ein Sohn von Christian,dem Leipziger -Goldschmied, und Enkel von EliasR. Er wurde in der Mitte des XVII. Jahrh,zu Paris geboren und ließ sich zu Leipzig nieder,wo er sich als Goldschmied und Dratharbeiter er-nährte. Heinrich hatte eine Tochter von demGoldschmied Johann Richter zur Frau. S.Leichenpred. der Maria Rauscher, ver-rvirrrvere A. Richter, von C- Luchr (Halle1678. 4°).

— — (Jacob), Maler, gebürtig aus Weis-sensee in Thüringen . Alles was wir von ihm wis-sen ist, daß er sich anfangs den Wissenschaftenwidmen wollte und sich dieserwegen im I. t 58 i.in der unfern gelegenett Schulpforte aufnehmenließ. A. Ve»'t«c/rri LÄrom'co»/'ortc-rLe (I-eips.1612. 4°) Band II. S. 070.

-- — (Johann), ein Bürger, Goldschmied u.Wappensteinschneider zu Leipzig , um das Ende desX VI. oder Anfang des folgendenJahrhunderts. In1624. wird er als schon verstorben genannt. Lei-chenpredigr seines Tochrermanns, w. Zei-deler's, Goldschmieds, von C. Lange (Leipz.

1642. 4°.).

— — — — wahrscheinlich des vorhergehn-den Sohn, Juwelier und Goldarbeiter zu Leip-zig in der ersten Hälfte, und bis in die Mitte desX VII. Jahrhunderts. ^teppncrluscr. I^ips. p. 294.

— — (Joh. August), ein Maler zu Leipzig ,wird, ganz ohne Wetters, als solcher , von 1766.an, und auch noch 1801. im Leipz. Adreßka-lender angeführt.

— — (Joh. Gottlieb), Königl. SächsischerJagdenmaler zu Leipzig . Von ihm heißt es inMeusel's A. R. L- „Derselbe hat sowohl inDresden als Leipzig bey verschiedenen Lehrernstudirt, und bekennt (?) sich schon langst als De-korations- und Thiermaler. Seit 1767. war erauch Universitäts-Zeichenmeister zu Leipzig ; da abernun Capieux schon lange diese Stelle bekleidet, sohat er sie entweder niedergelegt oder ist anders-wohin , oder gar ins Reich der Todten gewan-dert." Allein, wohl richtiger, lesen wir in denuns mitgetheilten handschriftlichen Nachrichteneines Freundes: „Bey Begehung der Friedens-feyerlichkeiten 176s. zu Dresden erfand und ver-fertigte er für die dastge Kreuzschule die ganzeDekoration an Malerey u. s. f.; das Orchester gabjedoch der Ober-Landbaumeister Schwarze an.Ein gleiches besorgte Reinhard damals für dieSchule zu Neustadt-Dresden. Dresdner ge-lehrter Anzeiger, Jahrg. 176z. S. 209. 3c>2.In 1767. wurde er Universitäts-Zeichenmeister zuLeipzig , verließ aber schon das Jahr darauf dieseStadt, wandte sich nach Zittau und restgnirte 1772.diese Stelle ganz. Hierauf gieng er nach Dres-den , erhielt den Titel als Kurfürst!. Jagdmaler,und starb hier 1796. oder 97". Wahrscheinlich ist esnach ihm (s. v. Reinharr), daß C. G. Geyser eineAnsicht der St. Peters-Vorstadt zu Dresden geetzthat. Und eben so denken wir, er sey derselbeReinharr, der irgendwo Mitglied der Akademiezu Dresden um 1780. genannt wird.

— — (Joh. Heinrich), der zweyte Sohn des

Reinhardt.

Elias R. zu Leipzig , wo er um 1623. geboren wurde,und als Juwelier und Goldschmied noch 1878. lebte.Seine erste Frau war eine Tochter des GoldschmiedsChristian Rramer's, und seine zweyte eine Tochterdes Goldschmieds Andreas Rauxdorff's. Lei«chenpredigt der Maria Rauscher, verrvoirrweren A. Richrer, von C- Luche (Halle1678. 4).

Reinhard od.Reinerr (Joseph), Maler zuLuzern in der Schweiz , machte sich sehr berühmtdurch 5 o. Gemälde, jedes n' hoch und in lebens-großen Bildern, die alle meisterhaft gezeichnet sind.Sie stellen die Geschichte Jesu vor, und zieren denSäulengang des Klosters Wertenstein ; ein Werk,welches 1779. vollendet wurde. Ob dieserKünstler derselbe sey, der sich spätherhin durchdie Sammlung von Schweizer-Costume's-Fi'gurenso berühmt gemacht, welche er für H. RudolfMeyer zu Aarau in Oel mit großer Wahrheit(jede Figur stellt ein wirkliches Bildniß dar), nuretwas zu flach und trocken gemalt, und die nach-her bald allen andern ähnlichen Sammlungen denUrsprung gaben, ist uns unbekannt. Auch andereBildnisse, von ähnlichem Werth und gleichen Ge-brechen, von dem Maler der Cosiume's, sah' manauf den Kunstsalons zu Zürch i 8 o 3 . u. 4 -, wiez. B. dasjenige des verdienten AltbürgcrmeistrrSWyßen. Derselbe hatte auch eine Tochter, diemit bloßer Feder meisterhafte Zeichnungen nacheigener Erfindung hinwarf, welche uns an la Fa-ge's, besser'als so manche andere von hochbe-rühmten Namen, erinnerten.

— — (Sebastian), Fürstbischöflich-Bamrbergischer Hofmaler, malte für die Jesuiter-kirche zu Bamberg die HH. Lorenz und Ottili»(1717.); für die Dominikaner das Dierzehnheiligen-Altarblatt; für die Stiftskirche St. Stephan u. St.Kunigunde, und für die Kirche St. Martin dasChoraltarblatt und Mariahilf. Auch in der dor-tigen ehmaligen Karmeliterkirche sind fast alle Al-tarblätter von ihm gemalt. von Murr Merkw.von Bamberg S. 122.128.129.137.169.

— — (Sophia), eine um 1809. noch zu Carls-ruhe lebende Malerin, geb daselbst um 1776. Donihr heißt es in Meuset' s zsi. R L. „Dieselbegenoß den Unterricht des GaUeriedirektors Beckerzu Carlsruhe , in dessen Manier sie sehr schön kopirt.Im Portraitiren und in Erfindung naiver Fami-lienscenen ist sie besonders glücklich. Sie ertheiltauch geschickten Unterricht an Frauenzimmer. Obdiese Künstlerin noch dieselbe, oder die Mutterderjenigen gleichen Namens sey, die in i8ro. durchSchweiz nach Rom gieng, ist uns unbekannt. Vondieser letzter» sah' man auf dem Zürcher -Salon desgemeldten Jahrs eine Maria mit dem Christuskindin einer Landschaft, in Oel , recht gut; und nochbesser das Bildniß des Landschafters Huber desjüngern, von Zürch .

* — — ( ) die Künstlerin in Augsburg .

In 1765. verfertigte sie, zu Einfassung silberner Po-kale, die zum Gebrauch der Griechischen Commu-nion in Rußland bestellt waren, sehr schöne Drath-arbeit, die ihr zu großer Ehre gereichten, vonSterken S. 489.

— — s. auch, gleich folgend, Reinhardt undReinhart.

Reinhardt (Cleophea), vermählte Meiß vonZürch, eine dortige Kunstdilettantin. Von ihr sahman auf dem Zürcher-Galon i 8 « 3 . eine Zeichnungnach Reynolds in schwarzer Kreide, und i 8 «) 5 . eineH. Familie in Aquarell.

— — (Helena) von Winterthur , eine Dilet-tantin in der Kunststickerei). Von ihr sah man eineLandschaft in Seide brodirt auf dem Zürcher -Sarlon i 8 o 3 . '

— — (Sebastian Carl Christoph), Maler,geb. zu Ortendurg in Bayern . Erzogen auf demCarolinum zu Braunschweig , bildete er sich für