I2ä4 Remshart.
Remshart (Eleonora Catharina) von Augs-burg , geb. 170/,. und gest. 1767. malte Bildnisse inMiniatur. L v. Winkelinann. Nach ihr hat I. I.Hayd dasjenige von I. A. von Liebert, und I. I.Kleinschmidt eines von Jacob Drucker gestochen.
— — (Sabina), der Obigen Schwester (beydevielleicht Schwestern von Carl), malte einzelneKöpfe von Moden, Masken u. dgl. gut gezeichnetuud mit feinem Pinsel. Dieselbe starb zu Augs-burg 1772. L- v. Wmkelmann.
Rsmy ( ), ein französischer Maler der
neuesten Zeit, Schüler von David. Von ihm sah'man auf dem Pariser-Salon 1810. ein historischesBild: AciS und Ealathea.
— — (de St.), ein Ingenieur zu Toul um1726. Ein Blatt nach der Zeichnung eines solchensiehet man im zweyten Theile von A. Calmer's:Histoire de I>orrsine (dlaricz? pol. 1728.).
Ren (C-), ein uns sonst ganz unbekannterKünstler (vielleicht abgekürzten Namens), malteauf der Wartburg bey Eisenach die Thaten Lud-wig des Eisernen n. A. sehr schön an einem Ge-wölbe. Aü C. O/rarr Herum l'üurinAicnr. 5 ^n-ts^MÄ. b'rancok. er Pips. 70 s. p. 7Z.
— — ( ) ein (ob noch lebender?) Maler
zu Innsbruck . Von ihm ist in der Klosterkirchezu Wildau das Altarblatt: Augustin und Norbert.Llporvsky, nach Meidinger S. 383 .
Renand ( ). So heißt im /Umanach
des sissux-^rtz 180Z. ganz ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Baumeister.
* Renard (Johann). Unter diesem Spitz-namen hat Johann vopalro (1761.) das Bildnißdes Arztes I. B. Morgagni, dann einige Capriccinach Piazetta, und die vier Welkcheile nach Ami-coni gestochen. Auch macht sein eigener Lands-mann Gandellini noch 17?-. aus ihm und vol-paro zwcyerley Wesen.
— — (M. I.). Nach der Zeichnung einessolchen haben Bertaud, Dupin, Sellier und G.da Scve verschiedene Blatter für die Vo^uZesxittores^ues so Xaples gestochen.
* — (Simon de St. Andre), geb. zuParis itiiH. Maler und Kupferetzer. In letztererEigenschaft kennt man von ihm: Christus amKreuze, mit den Marien und St. Johannes, nachle Brun (dasselbe, was auch F. Poilly gestochen);dann nach Ebendemselben die Malereyeyen undSculpturen in der sogenannten Apollo's-Galleriedes Louvre ( 3 (j. Bl.), wozu vermuthlich gehören:Ludwig XIV- im Siegswagen; Minerva , eineAllegorie auf Frankreich , und das Bild des Frie-dens. Dann das Jesuskind, welches bey Mond-schein das Kreuz betrachtet; im Hintergrund dieLeidenswerkzeuge; dies, ohne einen andern Namenals den seinigen, zu Rom verfertigt. Hinwiederhat I. M. Ardell nach ihm das Bildniß des Ton-künstlers I. F. Lampe , Noten neben einer Orgelschreibend, in Schwarzkunst geschabt. Rost VII.- 65 . (Vsc. Uebrigens bemerken wir noch, baß dasLex. aus diesem Künstler (vielleichtnicht mit Unrecht)zwey macht, und nämlich den Kupferstecher S- deSr. Andrö, ohne den Vornamen, Renard nennt.
— — ( ) So heißt schon im Almanach
des Lesux-^rts 180Z. ein noch damals zu Paris lebender Baumeister, der den Titel eines Architektsdes Ministeriums vom Auswärtigen, und eines derdrey Baukenaufseher der Gemeinde Paris , so wiespätherhin (i 8 c> 4 -) eines Mitglieds des konsultiren-den Komitke's der Krongebaude trug. In frühernTagen hakte er mit St. Non die berühmte Reisenach Italien, Sizilien und Malta gemacht. Erwar bereits Mitglied der ältern Akademie. Dannschien er sich, wie so Mancher, in der Revolutionverloren zu haben, und trat erst in neuern Zeitenwieder auf. So finden sich z. B. in Rraffr's
Nenaud.
Plans <le plus deaux lardins Grundrisse undDurchschnitte einiger Lusthäuser, welche zum Theilin den I. , 8 o 5 . und 6. in einem Garten des Prinzenvon Denevent zn^Valence von ihm ausgeführt wor-den sind. )Vorwe//. des I I I. 209. I V. , 23 . Der-selbe st. 1807. 58 . I. alt. Tnb. Morgenbl. 1807.S. 280. Dort heißt er auch Direktor der Gobelins!?).
Renard ( ) So heißt auch ein Kupferste-
cher neuester Zeit, der die bessern Blätter zu dem1807. in Pesth bey Lratkner erschienenen: Lata-Io§us Xumorum HunZsrise ac l'rans^lvaniNInstitut! Xationalis 8secben^anl geliefert hat.Ob er derselbe sey, der frÄherhin (i8nZ ) für ven-renanr's .jsrdin de la lilalmaison gearbeitet hatte,ist uns unbekannt. tVonr,. sies III.
— — ( ) Ei" solcher wird auch im Al-manach des Pcsux-/^rt8 , 8 o 3 . unter den damalszu Paris lebenden Gemälderestauraroren genannt.
— — ( ) Ein solcher verstand, auf Glas
zu etzen. S. unten Heinrich Gchrvanharr.
* Renarus von Anjou, König zu Neapel ,geb. 1^08. trug den Beynamen des Euren, starb1480. und liegt in der Kirche St. Moritz zu An-giers begraben, wo er auch, nebst seiner Gemah-lin, in Marmor gehauen ist. Das Todtenbilddabey soll er selbst gemalt haben. Dieser Fürsthatte sich nämlich theils überhaupt mit den schö-nen Künsten, theils mit der Malcrey insbesonvcrsbeschäftigt, wovon, nebst Obigem, noch mehrereDenkmäler zeugen. In den: Vemoires de I'In-stltut Xational de Paris p. V. findet sich eineAbhandlung von le Clerc über ihn, als Malerbetrachtet. Dann zeigt die Königl. Bibliothek zuDresden handschriftliche Abhandlungen mit schö-nen Gemälden von seiner Hand Goeye gedenktderselben in seinen Merkwürdigkeiten dieser Bib-liothek. S. auch Begebnisse des Wunderli-chen (Herzogen F.Avon Braunschweig -Bevern-, 4°. Bevern 678. S. 07. (Urc.
— — s. auch den gleich folgenden Art.
Renan oder Renarus, d'Elisagaray(Bernhard), französischer Ingenieur, geb. in Be-ar « 1652. und gest. 1719. Derselbe erwarb sichsowohl als Kriegsbaumeister, als auch beym See,Wesen (hierüber hat er geschrieben) in französischen Diensten, einen so guten Namen, daß ihn Philipp V. auf einige Zeit nach Spanien verlangte. Jöcher.
Renaud (Joh. von Baptista). So heißt einGeschichtsmaler zu Paris um 1780. Einverleibterder Königl. Akademie, nach welchem Beljambe:Amor in Psyche's Schooß gestochen hat. Auf die-sem Blatte heißt er: de stome, was wohl
einen Aufenthalt von ihm in Italien andeuten soll.Lramses. S auch unten Renauld. L erselbe dürftewohl mit dem obige» VN. /. Regnaulr, oder auchmit dem unten folgenden A- Renoud Eine Per-son seyn. S. besonders oben den Art. des erster,,.
— — ( ) von Sarguemines. Arbeiten von
einem solchen erscheinen im Katalog des Pariser-Salons 1810. unter den Werken der Bildhauer,kunst, welche dort, uns unverständlich: plerressculptees. verschiedene Köpfe und Anderes dar-stellend, rubrizirt sind.
— — od. Renauld ( ) von Marseille ,
Bildhauer, ward, zufolge des Dekrets der Frän-kischen Regierung vom 23 . Jan. ,8oZ. zum korre-spondirenden Mitgliede der vierten Klasse der Schö-nen Künste (für die Bildhauerkunst) des National-JnstitutS zu Paris , auch nachwerts zum Mit-gliede der Ehrenlegion ernannt, /em//. jvrch/. Kaumwird hier von demjenigen Renaud die Rede seyn,der sich im Almanach des Peaux-Arts von , 8 c> 3 .unter den damals zu Paris lebenden Hculpteurs,sitz practicicns befindet; wohl aber von dem,der in den ^ou volles des Ares I V. io 5 . 8. V.
erscheint, und i8o§. den Auftrag erhielt,die Büste des auf dem Bucentaur bey Toulon