Band 
Zweyter Theil [2].
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1252
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r252 Reni.

I. Suave, P. k. Surugue, N. Tardieu, B. Thi-boust, L. Torre, Tournier, I. Traballesi, W.Vaillant, G. Valk, G-Ballet, Vangelisti, I.Verkruys, C. Verinrulen, lc Villain, de Dillers,C. Viffcher, P. Vitali, G volparo, L. Vorster-mann, S. Vouillement, Cajet. Urbinas (?), Wag-ner, I. Walker, R. Widert, H. Winstanley, Wright,Wüst, A. Zaballi, Vinz.Zenzi. I. Zocchi, A.Zucchi.Der'Winklersche Katalog nennt von und nachihm 2Z2. Bl. ohne die Variationen und etlichenganzen Folgen? Marterte besaß 289. (darunter178. geetzt). Füßli ( II. 202253.) führt der-selben an, beschreibt die Urbilder nach seiner ge-wohnten belehrenden Weise, und nennt (neben denbereits oben, unter den in England befindlichenSchätzen angeführten), von Fr. poilly: JeneAnbetung der Hirten (jetzt in Rußland ) sehr gut,die Flucht in Egypten meisterhaft, eine Maria mitdem schlafenden Kinde geschmackvoll, eine andre inbetender Stellung vortreflich, und eine dritte ähn-liche wieder meisterhaft; dann von Rousseler ebenso: Die vier berühmten Gegenstände aus der Ge-schichte des Herkules; von bZanreuil eine Materdolorosa vortreflich; von Dorigny die Vorstellungder dreyfaltigen Gottheit in der Kirche der wan-dernden Trinitarier zu Rom schön; von Edelinkeine von den beyden Marien der Rächerin (wo dieWiege auf dem Tisch steht) mit malerschem Ge-schmack ausgeführt; von Bloemaerr einen St.Francisc in Betrachtung (nicht der in der Französ .Gallerie) und das schlafende Kind aus Darberini,jenes sehr schön, dieses sehr gut; von I. AudranSt. Andreas zur Richtstätte geführt, meisterhaft;von Thiboust die Marter von St. Peter voll Aus-druck (und besser als die von G. Audran); vonVermeulen Erigone und Bacchus, mit wahremDichtcrgefühl; von Frey den Streit Michaels mitdem Engel, bey den Kapuzinern zu Rom , mitwahrem Kunstgefühl; von Gandolfi St. Peterund Paul aus Zampieci (vortreflich); von Lorenzinieine Erhöhung Maria mit dem feinsten Geschmackund ungemeiyer Leichtigkeit geetzt; von D- CunegoMaria in entzückender Betrachtung, ehemals imBolognetischen Pallaste zu Rom , gut; von Heßdie Himmelfahrt Mariä aus der Gallerie Düssel­ dorf » zierlich punktirt; vonBause die Artemisia ausdem Kabinet Winkler, sehr schön, u. s. f. Diesenfügen wir, nach dem winklerschen Katalog ausdem Vorzüglichen noch bey. Von Geschichten desalten Testaments: Susanna mit den Alken, ausdem Kabinet Reynst, von visscher. Von Neu-restameiitischen: Die Cvnferenz der Kirchenväterüber die unbefleckte Empfängniß, aus dem KabinetAngelis zu Rom , von Frey; St. Johannes Pre-digt in der Wüste, ein prächtiges Blatt von R.Morgben; Christi Tod am Kreuz, unter demselbenSt. Johann und die beyden Magdalenen, vonChereau. Aus der Profangeschichte: Den He-lene»-Raub, ehemals im Hotel Toulouse, von L.Desplaces. Von Mythologischem und Fanta-sien: Eine fitzende Frauensperson, die Palette inder Hand, und Amor der sie mit korbeern krönt,aus dem Kabinet Reynst, von Marham. Haupt-sächlich noch die beyden eben so westlichen als großenBlätter von Frey: Das große Bacchanal auf derInsel Naxos , und die berühmte Aurora von Rospi-gliosi; letztre noch herrlicher von R Morghen,dessen Meisterstück. Wie diese letztem Füßli ent-fallen konnten, ist uns unbegreiflich. Für dieGallerie du Palais Royal hat Bioemaerr eineMadonna mit dem Kinde, bZicoler nach BorelsZeichnung eine St. Apollonia, und le Vilain dasKind Jesus gestochen.

In den neuesten Tagen endlich finden sich nachihm im XI. XXV. XXVIIi. XXXII. XXXV.XI.VIII. I.Vl. u. HX VII. Hefte des Musee Na-poleon: Der Bethlehemitische Kindermord, nachGrangers Zeichnung (1808.) von dem 82. 1 . altenBarrolozzi; David mit Goliaths Haupte vonBeisson; die Ruhe in Egypten, vonM Gandolfy(vortreflich); Christus und St Johann Baptist,nach Galliers Zeichnung, vonparrasundBaquoi;

Renner.

die beyden Magdalenen, von I. Schmuyer undSroelzel; (die erstre keck und glänzend gestochen,aber nicht Guideschisch edel, von le Fort, die zweytevon Chery gezeichnet); die Fortuna von Morace(zart, doch der Kopf nicht ganz befriedigend); dieZeichnung und die Farbe, nach Jngre's Zeichnungvon C. G. Schulze. Die Ruhe in Egr)pten,auch im vierten Bande des Werks von Filbol.Dann von Cipriani, unter R. Morghen's Aufsichtgestochen: Ein Ecce Homo, schon von Andern ge-liefert, aber von diesem Blakt durch Kraft undVollendung weit übertreffen, und, so wie auch dasUrbild, im Zürcher-Journal für Litteratur undRunst S. Zbä. nicht ohne Grund eine der schönstenund geistreichsten Vorstellungen von Reni genannt.Ferner von Berrelini »ach B. Nocchi's Zeichnung«ine Himmelfahrt Maria (7 fl. r§ Kr.); der Erz­ engel Michael , nach Ebendesselben Zeichnung, vonFolo (/fl. i^Kr.), und St. Andreas zur Richtstättegeführt, nach Tofanelli's Zeichnung von volparo(i^fl. 24 Kr.), alle diese drey unter des letztemAufsicht, und in dessen Verlage; von Bocquereine Aurora auf den Wolken, welche schwarz 6.und gefärbt 12. Liv. kostete. Von T. Prestel end-lich: St. Joseph mit dem Kinde, welches 56 . Liv.kostete, und eine Madonna, das Kind im Arme,nach einer Handzeichnung (6. Liv.)

Seine Aurora wurde sogar in Edelstein geschnitten.

Noch bemerken wir zum Schluße aus Mälvasra,welcher Guido noch persönlich kannte, daß der-selbe nicht bloß auch in Relief gearbeitet, sondernselbst einige Statüen verfertigt habe, unter welchenein St. Petrus in der Kirche St. Christoph zu Bo­ logna alle Aufmerksamkeit verdiene.

Renizfch, s. Renrfch.

Rennel (I.), ein geborner Engländer undLandkartenzeichner; so: Nordafrika 1798. (Pr. 4 Gr.6. Pf.); Mungo Parks Marschroute seiner afrika-nischen Reise, aus Parks Papieren ( 5 .Gr. 6 Pf.);die Halbinsel Indiens mit den Theilungen von TippoSaheb's Ländern nach den Traktaten von 1792.und 99. Weimar beym Jndustriekomptoir 1801.(8. Gr.). Vorzüglich aber hat er sich durch einegroße Karte von Hindostan berühmt gemacht.

*Rennequin( ),ein treflichcr Mecha-niker von Lüttich , starb zu Bougival unweit Nan-terre zu Paris 1708. 64. I. alt, wie solches aufseinem Grabmal zu lesen ist. Nicht unwahrschein-lich, daß er mit dem im Lex. s. v. A. de villegenannten Wasserbaumeister Rannequin Einerund derselbe ist.

( ) So heißt auch im Almanach

öes llesux-^rts i8oZ. ganz ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Kupferstecher.

Renner (Caspar Friedrich ) und Joh. Chri-stian Georg R- werden in dem HannoverischenStaatskalender von 176Z. ersterer als Sradtvoigtund Baumeister, letzterer, vielleicht der Sohn, alsadjungirter Baumeister zu Bremen genannt.

(Christian Friedrich), Festungs-Mäu-rermeister zu Dresden ; Christoph Ambrof Encke,Hofkondukteur und Maurermeister (starb zu Dres­ den 53 . I. alt 178s.); Christoph GotrhardSchwarze (starb ebendas. 1781 55 . I. alt). Allsdrey hatten um die Mitte des XVlli. Jahrh, nichtallein verschiedene Gebäude zu Dresden aufgeführt,sondern wurden auch von Friedr. Aug. Rrubsa-cius bey seinen mannigfaltigen großen Bauten ge-braucht. Nach Encke's Zeichnung hat der altereM. Kayl das von I. C. Knoeffele zu Dresden erbaute Belvedere gestochen. Magazin Gächs.Geseh. Th. I Hofkalender. Dresdner -Merkwürdigk. 1782. S. 20». - Dresdner -polit. Anzeiger Jahrg. 1781. N°. XXVII.

(Joh. Christian Georg), s. oben Casp.Friedrich Renner.