Renner.
Renner (Joh. Gottfried), Matthias oderMichael Rüinmel, Johann Raufinann (viel»leicht ein Sohn Michael Raufmanns, der um1/28. als tzoftischler zu Dresden erscheint) undJos. Carl Triebe! waren nach der Mitte desXVIII. Jahrh, als Hof» und Kabinetstischler zuDresden angestellt,
— — ( ) So heißt im DcesdnerrAdreß»
kalender 1810. S. i 83 . und ^c. ein damalsnoch zu Dresden lebender Blumenmaler, geb. da-selbst 1790. Schüler des Pros. Schubarts.
*Rennoldson( ). Von ihm kennt man,nach I. Collet, die alte Miß, welche tanzen lehrt,und, ohne uns bewußten andern Namen, als denseinigen: Die weiblichen Redner.
Renold ( ). So heißt irgendwo ein
englischer Maler, nach welchem R. Housman» dasBildniß von Miß Nancy Person's, als Juno,gestochen habe.
* Renou ( ), der Geschichtsmaler. Der-
selbe hieß Anton, Maler und Dichter, geb. zuParis i/ 5 i. (nicht 02. wie das Lex. sagt), waranfänglich Hofmaler des Königs Stanislaus zuNancy , alsdann seit 1/81. O. b 1/99.) Mitgliedder ehemaligen Akademie der Malerei) zu PariS ,Sekrelairadjunkt, und späthcrhin beständiger Se-kretair derselben. Als Maler hatte er keinen Ein-fluß auf den Geschmack und die Fortschritte derKunst seiner Zeit; dafür bekleidete er seine Stelleauf eine ausgezeichnet-preißwürdige Art. Aufrich-tig, höflich und verbindlich gegen jedermann, unddabey gründlich in seiner Theorie, wußte er sichallgemeine Achtung zu erwerbe». Man kenntwenige Bilder von ihm, n„d eigentlich kein aus-gezeichnetes: Die genanntesten sind etliche Gegen-stände aus dem Leben der H. Jungfrau, für die Cha-ritö-Kirche zu St. Germain-en-Laye ; ein an-bei es aus der Geschichte Galomo, und ein Pla,fond in der Apolls-Gallerie, welche Castor vorstellt.Auch als Dichter ist von ihm nichts erschienen,was ihm gerade großen Ruf erwerben konnte. Sei-ner Uebersetzung von Dufresnoy'ö Gedicht überdie Malerey (welche aber Depiles seine nicht auf-wiegt, und auch nicht gelesen wird) hatte er An-merkungen beygefügt, welche beweisen, daß wenner in der Ausübung der Kunst nicht vortrcflichwar, er doch ihre Theorie kannte. Ein Trauer-spiel, das er aufführen ließ, fiel bey der erstenVorstellung, und seine Uebersetzung in Versen vondem befreyten Jerusalem wurde niemals gedruckt;wohl aber ein gegen den Schauspieler le Kain ge-richtetes Sendschreiben an die Comediens Fran<;ois,was allerley lesenswerkhes Detail über die Undank-barkeit jenes Helden der Bühne, und über dieRache'eines ausgcpfiffenen Autors enthalt.sie Ä. p. 2/Z—/ 4 - Dort wird Renou
auch Mitglied der Akademie der Wissenschaftenund Künste zu Rouen , und der patriotischen Ge-sellschaft zu Homburg genannt. Ueberhaupt warihm das Glück stets nur wenig günstig, und inseinen letzten Jahren erfuhr er die ganze Härte des-selben. Er starb zu Paris r806. wo er kurz vorher zumbeständigen Sckretair surveillant der Spezialschuleder Malerey und Bildhauerkunst erwählt wurde,für welche Stelle ihm ein Gehalt von 3 ooo. Livr.bestimmt war. Lancia » 8alon äs 1808. p. i 5 . -Urc.Den Auszug einer interessanten Notitz, welche er(1801.) der freyen Gesellschaft der Wissenschaftenund Künste über seinen Freund, den Architekt An-leine, vorgelesen, s. in: Xa«v. st. k l. 173-/5,Ebendas. II. 137—40. einen von ihm (1802.) ge-haltenen Discours bey Austheilung der Preise fürden Ausdruck u. s. f. in der Schule der SchönenKünste, als Sekretaire surveillant derselben. Eben-daselbst lll. iH/— 52 . einen ähnlichen (180Z.'. Beysolchen Gelegenheiten zeigte er sich als ein so ange-nehmer Kunstschwätzer wie Wenige. S- auch obenRenauld.
— — (Louise), Kupferstecher»', geb. zuParis i/ 54 . Von ihr kennt man, neben Andern,:
Renß. 125z
Alexanders Krankheit, nach Collet be Dermond,gr. qu. Fol. Rost V lII. 34 v. nach dem apokryphi-schen Basan (Lä. sec.). Ob diese Künstlerin nichtmit der oben angeführten Madame Regnault(komme t genannt, oder vielmehr mit der
Genevieve Regnault) Eine Person seyn dürste?
Ren 0 uard ( ). Von einem uns sonst un-
bekannten Künstler dieses Namens sollen sich Ar-beiten(?) auf dem Pariser-Salon von 1806. befun-den haben. Französ. Mi«c. XVII. B. 3 . Elck.S 111.
Rens» (Andreas und Johann). So sollenzwey Maler heißen, deren eigenhändig gemalteBildnisse (heißt es 1782.) auf dem Lustschlvsse Leo,poldskron bey Salzburg, in der dasigen vortref,liehen Sammlung von Malerbildnissen des GrafenFr. Lack. v. Firmian, zu sehen waren.
Rente (Joh. Friedrich Wilhelm), s. obenLJeubourg.
* Renti'n (A. G.). Derselbe steht im Lex.außer dem Alphabeth, nach Renghieri.
* Renr ineck, Renr int, auch Renting(Arnold), wir glauben der mittlere sey sein rich-tiger Name, starb zu Berlin 1//4. Nach ihm hatein T. T. sein, R. Bildniß gestochen. Nach Mei-se! II. malte er Landschaften, Conversationen undGeschichte, und gicngen seine meisten Arbeitennach Holland.
Rentsch oder Rentzsch (Agnes und Ma,riane), zwey Künstlerinnen, vielleicht Schwestern,zu Dresden . Auf dem dortigen Salon 1808. sahman von der erster» ein Dlumenbouquet in Was-serfarbe; von der letzter» eine Vase mit Blumenen Gouache, und einen Kopf mit fliegenden Haa,ren in Kreide.
— — (Joh. Ernst'. So heißt im Wei,»"arischen Hofkalender, ganz ohne Weiteres,ein um 1/H8. verstorbener dortiger HerzoglicherHofmaler.
— — (Tobias) erscheint 160/. als Herzoglich-Sächsischer Münzwardein zu Saalfeld , so wienachwerts (1618—23.) als General-Münzwardeindes Sachs. Kreises. Hirsch deutsches Mün;,Archiv III. 3 i 5 . IV. 106. 200.
— — ( ) So heißt in Werten'«
Nachrichten vo» Weimar (l. 260.) ein ältererdortiger Kunstmaler, vielleicht Vater des Obigen,der in 1690. die Orgel der Stadtkirche zu Weimar malen und — stark vergolden mußte. Vermuth,lich ist es dieser, mit dessen Namen: pin x.
bezeichnet, Christian Romstadt ein Bildniß des Theo-logen Rom . Teller gestochen hat; und Ebenderselbe,von welchem Rk'her (Specifikation der Schilde,reykammer zu Weimar (Das. 4^. 1/29.) Küchen,und Thicrstücke, auch ein Kruzifix in Streuarbeitrubrizirt, die aber spätherhin in Feuer aufgegan-gen find, anführt, Mrc.
— — ( ) Künstler zu Dresden , dort (wo
sein Vater, nicht Künstler, bey der Rüstkammerangestellt ist) geb. um 1790. vermuthlich Brudervon Ag»es und Mariane, und ebenfalls Schü,ler von Prof. Schubart. Auf dem dortigen Sa-lon von 1808. sah man von ihm Kopien in Kreidenach Casanova, Guercino , Nogari u. s. f. undwird er irgendwo „ein Mensch von Anlagen" ge-nannt.
Reny (Ferdinand), ein Juwelier und Gold-schmied zu Augsburg , daselbst 1660. geb. und gest.1/19. 60. I. alt. I. Geifert'« Srannnraf.gelehrt. Leute Th. Il- Seine Familie (Litt.lien. 9. 6.).
— — (Georg Sigmund), Goldschmied undStadtgerichtsaffessor zu Regensburg , wo er 1689.starb. Geifert'« Stammtafel gelehrt. LeuteTh. I. Srammrafel der Dallesieiner.