"58
Revarding, s. Reverding.
Revarr, s. Reverr.
Reube (Vartholomaus). So heißt irgendwo,ohne Weiteres, ein Stempelschneider; ohne Zweifelderselbe Reub, der in der Sammlung berühm-ter LRedaill. N°. 226. dort nach Flad's Me-dailleur S. 26. angeführt ist, und in einer an-dern unserer Notitzen als in 162-4. bey der Münzezu Stollberg von dem dortigen Grafen angestell-ter Wardein genannt wird. S. unten auch denArt. des Medailleurs Reus.
'Revs (Thomas). Und so bey Fiorillo V.318. ohne Weiteres, ein englischer Glasmaler un-ter der Regierung Heinrich VIII.
* Revel (Gabriel). Derselbe trug den Titel
eines Malers des Königs le Brun bediente sichseiner bey seinen Arbeiten zu Versailles Er starb(nicht zu Paris , wie das Lex. sagt, sondern) zuDijon. eie ät. p. 18Z. Nach
ihm haben Bildnisse gestochen: Cars, Drevet,Ph. le Febure, E. Gantrel, C. Simoneau und G.Ballet; Cars des Bildhauers M. Anguyer, Dre-vet des Königl. Historiographen P. Paillot, dieübrigen dunklere Personen.
— — (Johann), Gabriels Sohn, Malerund Zeichner, geb. zu Paris 1684. und vermuth-lich dessen Schüler, kam um 1710. nach Lyon .Dort malte er anfangs Geschichte und Bildnisse,womit er sich aber wenig Gewinnst und Ehre er-warb, und nun seinem bessern Talente folgte, fürdie dortigen großen Fabriken zu zeichnen, in wel-cher Gattung er es auf einen hohen Grad derVollkommenheit brachte. Ihm hatte man die Kunstder sogenannten Points rentres zu verdanken, umdadurch alle Farbennuan<;en des Seidengcwebeshervorzubringen; und eben so das Geheimniß, dieSchatten auf Eine Seite zu setzen, und dergestaltauf den Stoffen wahre Gemälde darzustellen Re-dendem hak in seinem Kunstzwcige wohl Keinerso graziös gezeichnet, und so edel und kühn kom-ponirt, so daß er auch den geschicktesten seinerBerufsgenossen zum Muster diente, die ihn fürihren Raphael hielten. Dieser merkwürdige Mannstarb zu Lyon 1761. cie Fo-rteE.
Revelli (Philipp Anton und Vincenz Anton),von Turin , ersterer Bildhauer, letzterer Maler undLehrer der Zeichenkunst auf dortiger Akademie. Vonbeyden sah man Arbeit schon bey der in 180h. zuLurin, wahrend der dortigen Anwesenheit des Kai-sers gehaltenen Kunstausstellung; dann von vin-cenz Anron wieder auf dem Pariser-Salon 1810.ein Bild, das, nach Ariost's X. Gesänge, die vondem seeländischen Herzog Birene verlassene Olym-pia darstellt. Ebenderselbe schrieb 1808. wettere«j'ltsliL, worin er, neben Andern», unbesonnensich in einen Streit der beyden berühmten Buch-drucker Bodoni und P. Didot mischt. S. Ner-curs öe strance 180g. 4i9«
Revello (Joh. Baptist und Paul), Orna-mentmaler, aus dem Genovesat gebürtig, arbei-teten um die Mitte des XVIII. Jahrh, zu Genua .Joh. Baptist, Muftacchi genannt (st. 1702^t>o. I. alt), dann noch besonders an die 20. I.gemeinschaftlich mit Franz Costa, einem Schülervon Gregorius Ferrari. Er, Mustacchi selbst,war Schüler von Anton Haffner. Von beydenwird das Fröhliche, Graziöse und Harmonischeihrer Färbung gerühmt. Im Blumenwerk wurdeRevello noch vorgezogen. Zu ihrem Beßten ge-hören ihre Verzierungen im Pallaste Grillo zu Pegli .Von Paul s. noch oben den Art. Jacob Gamba.
Revellp ( ), ein wahrscheinlich englischer
Bildnißmaler in 1748. zu Marseille . Indessenkennt man nach ihm ein schon von 1748. datirtesvon R. Gaillard gestochenes Bildniß eines H. Pe-rms, Sekretairs des Marschalls von Beüeisle.
Reverdinus.
Revelt (Niclaus), s. Revett.
Revely (Willey) (nicht mit dem bald unten fol-genden Reverr zu verwechseln), ein geschickter engli-scher Maler und Baumeister, Schüler von W. Cham-bers, unternahm eine große Reise durch Italien ,Griechenland und Egypten. Seine Zeichnungenund Bemerkungen über die egyptischen Alterthü-mer, und besonders das genaue Maaß derselben,kamen, entweder schon bey seinem Leben, odernach seinem 1799. frühzeitig erfolgten Tode in dieHände von Mr. Bowyer, und wurden von die-sem ans Licht gestellt. Er selbst war (179h-) Her-ausgeber des dritten Bands von Sruarr's grie-chischen Alterthümern, wozu seine ehemaligen Rei-sen ihn besonders geschickt machten. Von ihm,als praktischen Baumeister, kennt man einzig dieneue Kirche zu Southampton , von der viele Ab-bildungen erschienen sind, ob sie gleich wegen dergriechischen Architektur, welche er der gothischenvorzog, dem englischen Publikum nicht sehr gefiel.Sein Entwurf für eine prächtige Schiffswerft«auf der sogenannten Hunds -Jnsel (Isle of Oo^s)in der Themse , an welchem er noch wenige Lagevor seinem Tode arbeitete, wurde zwar dem Par-lament vorgelegt, blieb aber unausgeführt. Fiorrillo V. 862. /l^c. Von seiner Kirche zu Sout-hampton heißt es in dieser Handschrift: „Daßsie noch musterhafter ausgefallen wäre, wenn nichtübel verstandene Sparsamkeit seine schönsten Ent-würfe vereitelt hätte". Dann lesen wir ebenda-selbst : „ Reveiy hatte von seinem Lehrmeister Cham-bers auch etwas von dessen Unbiegsamkeit ange-nommen , und brachte aus Griechenland einenglühenden Eifer für Republikanismus mit; Ursa-chen genug um es mit den Vornehmen, derenmanchmal lächerlichen Anforderungen er geradezuSpott und Verachtung, wohl mit zu wenig Lebens-klugheit, entgegensetzte, ju verderben, und von ihnennicht so gebraucht zu werden, wie er es verdiente.Ehre sey immer seiner Ascher
Reven (Joas von). So heißt bey DourvS. 127. ein niederländischer Maler, ganz ohneWeiteres.
Reventlow (Graf von). Ein Gantkatalognennt ihn Christ. Detlev Friedrich (Lomtecle st.)und führt, von ihm radirt, ein Thierstück nachLondonio an, aber mit ber Bezeichnung L. I). 6.c. (st.) kec. 1768. (um welche Zeit er vielleichtzu Leipzig studirte); dann ein Blatt mit Ziegen,Schafen und einem Pferde, nach H. Roos; undeindlich ein Bildniß von C. F. Gellert, nach Zinck,alle drey in 4°. Letzteres Bildniß habe ich alsAbdruck vor der Schrift vor mir; mit Dinte hates eine fremde Hand signirt: Joh. Ludwig Grafvon Revenrlau ieo. Uebrigens ist dasselbe miteiner feinen Nadel bearbeitet; wäre die Behand-lung routinirter und überhaupt freyer, so würde manes ein artiges im Geschmacke der Maler geetztesBlatt nennen können. ^/Lc.
Reverchon ( ). So heißt im Almanach
6es Keaux-Arts 180Z. ein damals zu Paris leben-der Geschichtsmaler, von welchem dort ein Bild:Astaire (^uiboron, angeführt wird.
Reverdin ( ), ein Schüler von David,
zeichnete 1804. den berühmten Faun mit dem Ha-sen und Jagdhunde aus der Villa Albani, denA. H. le Fevre in punktirter Manier in Kupfergestochen (4. Fr.); ein Blatt, welches in: Nou^.lies Hrts IV. 192. gerühmt wurde. Ju neuernTagen (Tüb. Morgenbl. 1808. S. ij/,.) gabEbenderselbe in Bleystiftmanier die neun Musenund Apollo» Musagetes, nach antiken Kunstero-berungen im Museum Napoleon, ^welche beson-ders als vortrefliche Muster für das Studium berDrapperien empfohlen wurden.
* Reverdinus od. Reverdus (Caspar).Von ihm kennt der Katalog von Winkler, woer Stecher mit der Nadel und dem Grabstichel