Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1259
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Reverr.

heißt» Clelie schwimmt zu Pferde über die Tiber ;die ganz nackte Leda mir dem Schwan (gestochen);PerseuS mir dem Medusenhaupt, ein gutes Blatt(eben so); den Tanz von neun nackten Kindern (ausLafreri's Verlag, mit 1677. dakirt), und eine Ver-sammlung von zehn Alchymisten, lauter Carricaturren, mit starken Strichen geetzt. He,necke dann(II. Z8o.) der unsern Künstler irrig Gerard heißt:Moses , der den Felsen schlägt, nach Raphael,von Einigen irrig dem Marc Anton zugeschrieben;und (I. o. 411.), wo er ihn gleich irrig Giacomonennt, wieder nach Raphael: Petrus , vom Engelaus dem Gefängnisse befreyt. Gandellini end-lich : Den brennenden Busch. Christ will vonihm Blatter, noch von 1620. dakirt (?), gesehenhaben. Malpü bemerkt, daß das Kaiser!. Kabirnet zu Paris (>4. Bl. von ihm besitze, und giebtdann vier Monogramme von ihm an.

Revett (Niklaus), ein geschickter englischerMaler und Architekt, der 17h, 55 . mit JamesStuare alle Mühseligkeiten und Gefahren vonDessen Reisen nach Griechenland getheilt, und ge-meinschaftlich Mit demselben die ^ntictnties okErdens zHouston III. Vol. kol. 1762 1790.)aus Licht stellte, nachdem er schon früher Dr.Chandler nach Klein-Asien begleitet, und die Zeich-nungen zu den^onign ^Ntiquitie8 geliefert hatte.Ihm und Stuarr gebührt die Ehre, durch ihreArbeiten das meiste beygetragen zu haben, denUntersuchungsgeist ihrer Landsleuthe auf die grie-chischen Alterthümer zu leiten. Fiorillo V. 609.bis -40. ThfLc. Um 1808. wurde eine (französische)Ausgabe des Anfangs genannten Werks überAthen, zu Paris von Landon besorgt, welche,dem Anscheine nach, 120. Livr. zu stehen kommendürfte.

Reufflet-Duhameau ( ). So heißt

im ^lmuuscb «ie8 Ueaux--Xrt3 i8o3. ganz ohneWeiteres ein damals zu Paris lebender Bau-meister.

Reville ( ), ein französischer Kupferste-

cher neuester Zeit, arbeitete seit 1806. an dem be-kannten Prachrwerke von de la Borde sxittore89ue civ I'h)8ps§ne.

Revkllon ( ). So heißt im Almanach

<le8 K«sux-^rk8 von 180Z. ein damals zu Paris lebender GeschichtSmaler, von welchem dort einBild: Uoprocüen ä'Rector ä Uaris angeführtWird.

Reuling (Carl Ludwig), ein Schauspieler,malte zum Zeitvertrieb Feldschlachtcn, die mandenen von Rugendas wenigstens (?) gleich schätzte.Er lebte um 1757 . L. v. Winkelmann.

(N. oder I. N.), ein Maler der in derersten Hälfte des XVUl. Jahrhunderts vielleicht zuGießen blühete. M. Beringeroth hat nach ihm dieBildnisse des Joh. Max. von Günderode 17^2..des H. C. von Seekenberg, der Theologen I. G.Liebknechts und I.I. Rambachs in Kupfer gebracht.

( ). Unter diesem Namen findet

man auch Blumenstücke.

Revoil ( ), Professor der Specialschule

der Malerey zu Lyon , besitzt (1809.) eine fast ein-zige Sammlung von französischen Alterthümern,Waffenrüstungen, Meubles, Fayences, Emaillen,alten Gemälden, Sculptiirarbeitcn in Elfenbeinund Holz. geschnittenen Steinen, Glasmalereyen,Kleinodien, Münzen, Siegeln, seltenen Hand-schriften und Ausgaben Von ihm nennen

Iüorillo III. H80. und Landon ( Xouv. ci. T^rts.jl V. 1Z8.) ein in 1804. auf Befehl des Ministersvom Innern verfertigtes allegorisches Bild aufdie Durchreise des Kaisers Napoleon zu Lyon , vonwelchem letzlrer urtheilt: Man hätte die Haupt-figur majestätischer gewünscht; und die Mengeder dabey vorkommenden Kinder schade dem Ernstdes Gegenstands. Ohne Zweifel ist es der näm-liche Künstler, der sich in 1810. zu Paris befand,

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und auf dem borkigen Salon ein Bild gab, das:Der Ring von Carl V. rubrizirt ist, und nämlichdiesen Fürsten darstellt, wie er bey seiner Durch-reise zu Paris die Gräfin d'Etampes, weiche demKönige Franz riech, den Kaiser zurückzubehalten,mit einem Ring, den er vorschlich fallen, und dieGräfin aufheben ließ, zu bestechen weiß. S. un-ten auch Richard von Lyon.

* Reus ( ). Derselbe hieß I. Seinen Na-

men findet man auch auf einem Doppelttzaler, des-sen Revers die Geschichte Davids und Goliathsvorstellt, und vielleicht zu dem im Lex. beschriebe-nem Hildesheimischen Medaillon gehört. Nach einerunsrer Handschriften dürfte der in der Sammlungberühmter Medailleurs Nr. 226. angeführteReub ohne Taufnamen kein Anderer als unserD- Reus seyn; was wir inzwischen nicht denken.Dafür s. unten den Art. Thomas Reust.

oder Reust ( ). So heißt irgendwo,

ohne Weiteres, ein Künstler, von welchem in derHagen'schen Kunstsammlung zu Nürnberg eineMenge Frauenköpfe (?) ersichtlich waren. Ober etwa mit dem gleich vorhergehenden, oder dannmit einem der nachfolgenden Medailleurs ReustEine Person seyn dürfte? Wir denken es kaum.

Reu schberger (Jacob), ein Gießer zu Hallein Sachsen, kam dort 1077. gewaltsamer Weiseums Leben. Philipp Breirhaupt, ebenfallsGießer, wurde i6§2. dort geboren, und starb auchdaselbst im Jahr 1672. Dleari HalygraphiaS. 299. und dessen: Ooemit. p. 1Z9.

Reusche (Johann), ward zu Eleve zum Chur-fürst!. Brandenburgischen Landschaftenmaler, mit35 c>. Rthlr. Gehalt angenommen. (Iicolai.

Reuschel (Valentin), ein Künstler von Wald-münchen im Nabkreise, malte für die Frauenkirchezu Amberg das Choraltarblatt, welches den Leich-nam Jesus auf dem Schooße der Mutter vorstellt;bann für die dortige Mariahilf-Kirche eine H.Familie, und Mariens Besuch bey Elisabeth (1711.)Ferner in der Vituskirche zu Straubing die H.Dreyeinigkeit, und in der dortigen Franciskaner -kirche die unbefleckte Empfängni'ß. Desrouche»stärkst. Beschr. d. Dberpfal; lll. i§Z. u. i 5 o.Lrporvskys

Reust (Andreas), s. den folgenden Art. Chri-stian (öorrlieb der altere.

(Carl Johann Georg , geb. zu Bay-reuth, ehedem Hof Sralh und Kunstmaler desMarkgrafen Friedrich von Brandenburg-Culmbach,wie auch Professor der Maler- und Zeichnungskunstbey der Malerakademie zu gemeldiem Bayreurhvon 1766. bis z» ihrem Ende 176z., worauf ernach Erlangen zog, und bort, besonders den Stu-denten, Unterricht ertheilte. Seither, und noch1809. lebte er zu Nürnberg . Von ihm nenntMeusel ll. und N. D R L. im Allgemeinen:Historische und mythologische Stücke, dann abervornehmlich Bildnisse in Oel und Paste!; so z. B.(es scheint, daß er auch Stecher sey) sein eigenesin Schwarzkunst, und: rIeu eröffneter Maler-saal, bestehend aus 12. Tafeln, nämlich dreyhistorischen, drey Geschichten aus dem Tbierreich, drey aus dem pflanzen- unddrey aus dem Steinreich. Erster Abschnitt,mit Rupf. /». Schwabach 752.

(Christian Gottlieb), der ältere, Chur-fürst! Sächsischer Maschinen- und Hofziminermei-ster.Dieser" (heißt es bey Reller)rühmlichstbekannte mechanische und mathematische Künstler,welchen das Publikum, durch sein schon zum drit-tenmal aufgelegtes Werk von der Zimmcrmanns-kunst, seit vielen Jahren schätzt, ward geb. 1716.(nicht 1726. wie Haymann wahrscheinlich durchDruckfehler hat) zu Lamperzwaldc. ohnweitOschatz,lernte zuerst das Müller - und Zimmerhandwerkbey seinem Vater Andreas, Churfürst!. Hofmüllerund Zimmermeister zu Dresden , so wie die dazu