Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1261
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Rey.

Reynolds. rr6r

ihren Verlag mit Holzschnitten auSzuzkeren pfleg«ten und die er selbst auch für Formschneider zukalten geneigt ist) einen Erhard Reuwich inMainz 1484., wobey aber wohl ein Druckfehleruntergelaufen seyn mag, so daß ,484. statt 148V.steht. I. G Z. Breirk 0 pf Beyrr. zur Ge-schichte d. Schreibkunst, herausgeg. V. Roch(Leipz. 180». 4.) S. 6Z. u. 169.Von gedachtersehr seltsamen Reise'' (heißt es dann weiter in derHandschrift eines unsrer Freunde, des H. vonBeriepsch zu Wittemberg ) »habe ich folgende,mehr oder minder vollständige Auflagen vor Au,gen, die sich sämtlich auf der, der UniversitätWitremberg zugehörigen, sogenannten von Pont,kauischen Bibliothek finden. Als : von 1486. durchErharr Reroich von Utrecht in der Stadt Mainz gedruckt (deutsch ); sein Buchdrucker-Zeichen zuEnde des Werkes, ist ein Frauenzimmer die inihrem Schooße ein Schild mit einem gehendenmir unbekannten Vogel hält, der, den Sporennach zu urtheilen, zu dem Geschlechte der Hühnergehören mußte; 1488. Augsburg bey A. Sorg(deutsch ); 1491. Speier bey per. Drach (larein.);1496. Ulm bey Johann Reger (lateinisch); 1202.Speier bey Der. Drach (lateinisch): (Alle dieseAusgaben sind in Fol. und nach Rervich's Zeich-nung in Hol; geschnitten, mit den vornehmstenStädten, Gegenden und andern Dingen ausge-ziert); endlich i 536 . Wittemberg in 8. (lateinisch).Ueber Lreirenbachs (oder wie er sich schreibtBreydenbachs) Werk findet man auch eine Ab-handlung in den: Arbeiten einer vereinigtenGesellschaft in der Oberlausitz Band lll. Er. 2.(Leipzig und Lauban 1752. S. 15982.), wo einelateinische, von Erharr zugleich mit der deutschen 1486. (die deutsche hier angegebne bey Erharr er-schienene Ausgabe, trug aber nicht wie die oban-geführte das Jahr der Herausgabe) gedruckte Aus-gabe beschrieben ist, und noch eine andere, Speierbey per. Drach 1490. (diese erscheint auch in demKatalog der Bibliothek von I. G 3 - Breirkopf)angeführt wird. Noch sind hierüber folgende mirnicht zu Handen stehende Schriften zu vergleichen:Murr' s Journal zur Runftgesch. u. Litterat.I. 77. (hier soll eine Ausgabe in niederländischerSprache, > 488 . zu Mainz durch Erharr Rervichgedruckt, zu finden seyn); /Ä»>re»- Hnnsl. lir.Zerrn. p. 162. setz.; eine von I. M. Geßnerverfaßte Abhandlung über LreirenbachsReise ins gelobte Land. Gotkingen 1760. 4 -und Geßners kleine deutsche Schriften.Göttingen 1760. 8. S. 88.; Onarnast. Ut-terar. 1l. 490. /fti-recüs Illee Zenerale p. 164»bis i 65 . Tübittg. Morgenbl. S. 32 . Rechtgut wird bey dem erstem die Frage beygefügt.'Hat man wohl frühere Beyspiele von Reisenden,welche Künstler mit sich genommen?"

Rey (Anton del), ein spanischer Architekt, Schü-ler von Johann d'Herrera, wurde wegen seiner Gc-schicklichkeit, gegen Ende des XVI. Jahrhundertserkiest, die Kirche und das Collegium del Patriarcaoder Corporis Christi zu Valenz« aufzuführen , diewegen ihrem prachtvollen Geschmack und schönenEbenmaaße von MiliZia (. terr. l. 343.) ge-rühmt, und bort näher beschrieben werden.

(Elisabeth). So nennt der einzige Barsau (Lll. sec.) eine Künstlerin, Schülerin vonDaullö, welche, neben Andern», mehrere Amorinenach Boucher gestochen habe.

Reych (Erhard), ein Tyroler und Zeichner fei-ender Karte r palatinstus ftavsriae rractusblorimderZas i 5 /»o.) Beym Grtelius findetman eine Kopie davon.

Reyger (Peter de). So hieß ein, vermuth-lich uicderländischer Kunsthändler, bey welchem,neben Andern», ein Dildniß der berühmten Anna

Maria Schurmann , ohne uns bekannten andernNamen des Malers oder Stechers, erschienen war.

Rey her (Samuel), Mathematiker und Rechts-gelehrter, der » 635 . zu Schleusingen im Henneber-gischen geb. wurde, bey der Universität zu Kiel inBestallung kam und 1714. starb. Iächer liefertein langes Verzeichniß seiner Schriften, unterwelchen auch deren über die Civil und Kriegsbau-kunst anzutreffen sind.

Reymann (D. G.), Ingenieur, Geographund Inspektor der Königl. Plankammer zu Berlin um 1809. Er hat sich als Landkartenzeichner (fürden Verlag von S. Schropp zu Berlin ) seit 1804.bekannt gemacht So z. B. von Europa 20. Bl.(Pr. 12. Rthl.); Preußen und Oestreich 9. B>.;Schwedisch-Pommern und Rügen; Pohlen; dieLürkey pc.

(Georg), wurde im Jahr 1671. vonReichswegen, als Münzn,eister des Bischofs vonWürzburg verpflichtet. Hirsch deutsch. Münz -archiv II. 88.

* Reyn (Johann de). Bekanntlich hatte ihn derMarschall von Grammont mit sich aus Englandnach Paris genommen, wo er in dessen Hotelwohnte. Als ihm eines Tags (wird erzählt) einBedienter ein Hemd wegmauste, gieng er zumMarschall und verlangte ganz erschrocken seinenAbschied, mit der naiven Aeusserung: Daß, wenner in einem so großen Hause seines Eigenthumsnicht sicher sey, würde er's in einer Stadt, wieParis , eben so wenig seines Lebens seyn. cke/<o»te»ar.

Reyna (Franz de), spanischer Maler, einerder bedeutendsten Schüler des ältern Herrera. Vonihm siebt man in der Kirche Allerheiligen zu Sevilla ein Bild, welches die seligen Geister darstellt,und durch pastosen Farbenauftrag und kräftigesHelldunkel sich auszeichnet. Er starb schon in sei-ner Jugend i 65 k. Fiorillo V. 269.

Reynalre (Franz und Rodrigo). So heißenbey Fiorillo I V. 167 ohne Weiteres, zwey spa-nische Gold- und Silber-Arbeiter unter der Regie-rung Philipp 1 l.

Rey niere (de la), Fernster-General, wirdvon Gaulr de Sr. Germain S. 020. unter diefranzösischen Kunstliebhaber des XVIll. Jahrh,gezählt. Bald nachher (S. 332 .) wird ebenfallsein solcher, jetzt mit dem Epithel eines General-Post-verwalters unter denjenigen Dilettanten genannt,die der ehemaligen Malerakademie einverleibt, undbey Auflösung derselben noch am Leben waren

* Reynolds (Josuah), geb. 1723. zuPlimp-ton S Mary in Devonshire, der Sohn eineswenig begüterten, dafür aber wegen seiner Gelehr,samkeit und mannigfaltigen Kenntnisse sehr geach-teten Geistlichen. Nach Brittischer, auch im Pri-valstande geübter löblicher Weise, erhielt er dahereine guce Erziehung Sein Hang für die Kunsterwachte frühzeitig, da sein Vater selbst das Zeich-nen liebte und ein kleines Kabinet besaß. Indessenentschied er sich doch nicht eher für seine künftigeLaufbahn, als, nachdem er Richardson's Theorieder Malerey gelesen hatte, welche lkm zufällig indie Hände gefallen war, und die noch in seinerzarten Eeele schlummernden inannichfalkigen Kräfteauf einmal z» Leben und Thätigkeit rief von daan sah' er nämlich Raphael für den grüß-ten Menschen an *). Jetzt that ihn sei» Vater,noch sehr jung, bey Hudson, einem mittelmäßigen,doch damals dem bcßken Englischen Maler, nachLondon , in die Lehre, der ihn denn doch fleißigZeichnungen nach Guercino kopiren ließ "), und beydeiner einige Jahre blieb, alsdann »ach Devons-hire zurückgieng, und dort wieder ungefähr dreyJahre in einer Gesellschaft (?) zubrachten ***), welche

v) S. bald unten den namhaften Widerspruch mit diesem schinen jugendlichen Worte.**) Die man noch jcht In Kabinetten findet, und oft mit Originalen verwechselt.

»«») E»n>ti unter den dortige» Fuchsja'gern.