Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
1282
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eincr unserer Freunde hinzu) ,der ich Ger legenheit hatte die weitläuftigsten zur sächsischenHistorie gehörigen Kupferstichsammlungcn durch-zugehen, ist es eben so wenig als je eine andereAnzeige davon zu Handen gekommen. Daß esübrigens wirklich existirt, beweist nicht allein Her-zog Wilhelms Schreiben, sondern auch die großeWeiniarische Bibel , wo es bey Herzog Ernst'sBildnisse ausdrücklich heißt, daß ein Kupferstichvon seinem Leichenbegängnisse vorhanden sey, un-ter dem Titel: Vers repräsentativ, guorituluAu-bri, guibusque principum sastixiv, üigrns exe-quüs ete. ^Wahrhaftige 2sbbildung, mit wasTrauer, und Fürstl. geziemenden Leichengerpränge der Durchlauchtige rc.

* Richter (Christoph), der Dildniß - undLandschafkmaler zu Weimar , ist ein irriger Namevon obigem Christian Richter von bort.

(Christoph Heinrich). So wird imBayreurhischen Adreßkalender, Jahrg. 1757.und 58 . der auch unten folgende Rudolph Hein-rich Richter fälschlich genannt. Spies Bran-denburgische Münzbelustigungen, Tb. III.S. 92.

(Cornel), Maler und Lakirer zu Herrn-hurh, dem Hauptorte der evangelischen Brüder-gemeinde in der Lausitz , um 1794. Gberlausitzi-fcher Adreß- Post- und Reisekalender aufi? 94 . (Zittau S. 79.).

(Cr.). Von einem solchen zeigt dasIntel!. Bl. N° 2. S. 2. der Allg. Runstz. von180Z. aus dem Comvagnie-Verlag zu Nürnberg an: Anleitung zur Landschaftszeichnung, 4 °28. Bl. ä 1. fl. 3 n. Kr. und: Vorschriften zurplanzeichnung, 4".. Dl ä r. fi.

(CO. Einem Bücherverzeichnisse zufolgegab derselbe: Anleitung zu Fertigung mathe-matischer Risse und Plane rc. nebst zwölf dazugehörigen neuen Cartouchen (Wüstenstein 1791. 4 °.).Ob er nicht mit dem Obigen Eine Person sey, istuns unbekannt.

(Daniel), Goldschmied zu Görlitz , derdort gelegentlich in 1688. erscheint. C G- FunckLebensgesch. aller geistlichen Personen vonGörlitz (Görlitz u. Leipzig S. 182.).

* (David), den das Lex. einen schwedi-schen Landschaften- und Bildnißmaler nennt. DieGallerie zu LDien besitzt von ihm kleine bergigte Land-schaften mit Figuren und Bauten staffirt. Die aufdem Lustschlosse Leopoldskron bey Salzburg noch1782. befindliche Sammlung von Malerbildnissendes Grafen F. Lactanlius von Firmian wies auchdas eigenhändig gemalte dieses Künstlers auf. Ober etwa mit obigem, von Fiorillo angeführtenChristoph Eine Person seyn könnte? Gestochennach David haben, lauter Bildnisse, neben denschon im Lex. genannten Meistern (Heckenauer,Schenk und I. Smith) I. Dürr, E. Hainzelmannund I. Tschecning: Schenk des Malers E. Keck,Smith des Prinzen Eugens , Tscherning desGoldschmieds D. Männlich. Auf diesen Davidhat Nicl. Keder eine Schaumünze siechen lassen,welche mit zu den seltenen gehört. Das Bildnißdes Medailleurs Falz von Heckenauer, welchesEinige, als nach unserm David gestochen, angeben,gebührt dem Nachfolgenden. Heinecke I. 44.

ein anderer dieses Namens,malte um 1704. zu Berlin gute Bildnisse. F. Ble-sendorf und I. Tscherning haben nach ihm gesto-chen. Heckenauer, wie wir gleich oben vernom-men, dasjenige des Stempelschneiders Falz. <Ji-colai.

(Dominik oder Dominik Jgnaz), Jo-hann Christoph Rern und Johann Gottlob HaaseHofgoldschmiede; dann: Joh. Andreas Erhard,(lebte noch 1784.), Peter Düstos, Joh. AugustJordan (der 1706. von derDresdner-Goldschmieds-

Richter.

Innung aufgenommen wurde) und Joh. GeorgBöhmer, Hofjuwcliere; und endlich Carl Gott-lieb Jordan, tzofdiamanten - Brillantem , sindsämtlich in dem Rursachstschen Hof- «. Sraats-kalender von 1757. aufgezählt. Richter starb5 n. I. alt 1759. zu Dresden. Dresdner Polik.Anzeiger, Jahrg. 1760. N°. I.

Richter (Emanuel). So heißt in den Deut-schen Runstbl. I. ( 3 .) 27. ein, mit obigem Carl .August nicht zu verwechselnder zweyter Schülervon Zingg, »der seinem Lehrer, gleich jenem,wahre Ehre mache". Von ihm sah man auf demDresdner -Salon 1800. zwey getuschte Prospekteder Schlösser Morizburg und Tetschen . Neueresindessen haben wir von ihm nichts vernommen.

* (Friederike), s. Johanna Julian»Friederika.

* (F. R. H-). Ein solcher soll, wieein Gantkatalog berichtet, eine Landschaft mit einemWasserfalle in 4 °. gestochen oder ravirt haben.Sollte vielleicht Rudolph Heinrich Richter dar-unter zu verstehen seyn?

(G.). Von einem uns sonst ganz un-bekannten Künstler dieses Namens, der, wie esscheint, in England lebte, führt das: Journal kürdilcl. biunst 8. 200. ein schönes historisches, vonihm selbst gezeichnetes Blatt in punktirter Manieran, das zu London bey Contencin 1796. erschie-nen war 04 " hoch, 14js" breit), 7/». englischeSchill. kostete, und, unter der Aufschrift: rbe8orrows ok /z.lic6, in einem Oval ein gra-ziöses schlankes Mädchen darstellt, das, vor einemGrabmale knieend, die Harfe spielt. Das Ganze(an welchem der einsichtige Kunstrichter jener Zeit-schrift bloß einige geringere Fehler rüget) soll einenungemein angenehmen Eindruck machen.

(Haus), ein Mäurermeister, der ini 5 o 8 . einen Thurm der St. Annakirche zu Annaberg aufgeführt hatte. Annaberg . Chron. l. 193.

Maler, und Hans Zahn, Tischsler, mußten 1678. das Altargemalde und den ge-schnitzten Altar der Schloßkirche zu Freyburg taxisren; da der Rath der Stadt Altenberg sich beyereignrter Gelegenheit beydes ausbat. Meiß-ner« umständliche (Jachrichr von der StadtAlrenberg, S. 209. Richter malte auch i 586 .die Emporkirche, den Predigtstuhl u. m. A. fürdie St. Pecrikirche im Städtcben Schellenberg(wie Freyberg und Altenberg im sächsischen Erz-gebirge gelegen); er erhielt dafür zwey (alte) Schock(ein altes Schock sind 30 Gulden sächsisch) und12. Groschen. J.A. Bergner's Beschreibungd. Sradrch. Schellenberg (Chemnitz 1778. 4°.)

S. 45 .

(Hans Georg), ein Bildhauer (ver-muthlich von Dresden ), welcher, nebst andern,wie uns eine alte darüber aufgesetzte Handschriftbelehrt, bey der von 166974. ausgeführten Wi-derherstellung der schönen Kurfürst!. Kapelle zuMeißen gebraucht wurde. ^c.

(Heinrich), Herzogl. Hoflakirer zu Al-tenburg (sonder Zweifel dabey auch Maler) wirdin 1740. angeführt; er starb ein 20. I. späther.

(Heinrich Carl) erscheint im Dresd-ner-Adreßkalender auf 1810. S. 177. als da-siger Kupferdrucker. Glcichergestalt wird auch hierein Frauenzimmer (vermuthlich eine solche die nurdie Geschäfte ihres etwa verstorbenen Mannesfortsetzen ließ) »die Frau ... Richter ' benannt.

(Jerenuas), Maler, der zu der aus-gebreiteten Weimarischen Künstlcrfamilie diesesNamens gehören mag. Nach ihm hat JohannDürr ein Dildniß von Johann Zeisold (i 65 i.),Professors der Physik zu Jena , in 4°. gestochen.

(Johann), Goldschmied zu Leipzig umund nach der Mitte des XVII. Jahrhunderts. Er