Band 
Zweyter Theil [2].
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R uzzulo n e.

schöne Ruhr derDiana richtiger: Ohne Namen des-Malers/ und bloß mit dem seinige» und: (I. Valclc(der ja wirklich kein Maler war) exe. bezeichnet.

Ruzzulone ( ). So heißt irgendwo,

ganz ohne Weiteres, ein geschickter Geschichtsmalet(wohl aus altern Tage») von Palermo .

Ry (Simon Ludwig du), Hessen -CasselischerRath, Professor der bürgerlichen Baukunst, beydem Collegio illustri CaroUno Direktor, und bestän-diger Sekretair der Künstler-Akademie zü Cassel .Derselbe war in Rom gebildet worden. Nachseiner Rückkehr baute er unter Friedrich II. 176g.bis 1779. das Museum Friedericianum zu er-wähntem Cassel . Schon sein Großvater und seinVater arbeiteten an Verschönerung dieser Stadt.Mensel MisceU. XXIV. Z 58 -.§7- wo sich eureausführliche Beschreibung des gedachten Museumsvon H. Rath Casparson befindet, du Ry lebtenoch zu Cassel 1789. Mensel II, Neueres hattenwir lange nichts von ihm vernommen. Wohl aberwurde noch in neuesten Tagen in öffentlichen Blätternseiner ausgezeichneten Verdienste bey der Gelegen-heit gedacht, als die mehr erwähnte Baute zumEtändepallast umgewandelt worden.

— — (du), s. Dury in den künftigen Zusätzen.

Ryall (I.). Name eines ältern Englischen Kunstverlegers, mit welchem ein Blatt: tkecoblersok l'aris. F. 0. p. ohne uns bekannteBenennung bezeichnet ist.

* Ryche (Paul), f. Riche.

Ryck (Peter Cornelius van). Nach ihm hatI. Matham eine Anbetung der Hirten (St. Peterund Paul zur Seite), ein großes Blatt, und denverlorenen Sohn gestochen; I. Smith aber einenLarquin und Lucrezia schön geschabt. et

* — — (Will. de). Von diesem Geschichts-

maler, der aber kein Andrer als der Wilhelm Deryckdes Lex. ist, kennt man ein von ihm selbst geetzlesgroßes (Basan Lä. sec. sagt: prächtiges) allego-risches Blatt, das eine Königin vor einem Greisendarstellt, der ihr ein großes Buch öffnet. Dasselbeist mit: cie inv. pinx. et so. 16^8.

bezeichnet. Nach ihm dann hak B. Lens eine Su-sann« mit den beyden Alten in Schwarzkunst ge-schabt.

* Ryckaert (David). Er reiste niemals;aber um sich durch gute Muster zu belehren, wandt'er einen Theil seines Vermögens auf eine tresiicheGemäldesammlung, mit welcher er sich fast beständigauf sein Kabinet einschloß. Sein übrigens ange-nehmer und aufgeweckter Charakter machte, daß eranfänglich bald lauter lachende, bisweilen aberauch höhere Gegenstände wählte; nur mußten sieimmer auffallend seyn. Dann aber, gegen seinFünfzigstes — kein Mensch weißt warum, änderteer seine Wahl. Von da an malte er bloß Teufeleyenu. a. derley eckelhaftes Zeug (mehrmals die Ver-suchung von St. Anton), was, man möchte sagenvon einer beynahe fieberhaften Einbildungskraftzeugte, übrigens aber, so gut als seine frühernWerke, sehr gesucht wurde. Meist ging er nurmit großen Herren um, gewann viel Geld, undstarb (man weiß nicht in welchem Jahr) von Allen,die ihn kannten, hochgeschätzt. Seine Kunstcha-rakteristik giebt schon das Lex. nach Descamps,(II. 20b.), welcher überdies fund Wareler nochbesser) bemerkt: „Seine Arbeiten vollendete er mitPinselhicben von der größten Leichtigkeit, und cha-rakterisirte so mit »«gemeinem Verstaub Deywerke,wie z. B. aller Gattung Geräthschaften, die erkaum anzuzeigen schien. Seine bcßten Bilder habensich selbst in Holland selten gemacht *). EbenfallsDescamps (l. 0.) beschreibt etliche derselben ausPrivatkabinctten, und rühmt besonders eines, dar

Ryff.

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mals im Besitze H.Carl Brouwers zu Gent , welchesdie Grausamkeiten eines ungezügelten Kriegsvolksmit schauerlicher Wahrheit darstellt. In Deutsch ,land besitzen von ihm die Gallerten: Zu Wien eineZauberin in einer Höhle beym Feuer, eine Dorf«kirchweih, und die Plünderung eines Dorfs —München eine Bauerngesellschaft, die das DreyrKönigsfest feyert. (von Männlich sagt von ihm:» Seine letzten Gemälde find von guter Färbung,leichter und breiter Behandlung, und den erster»vorzuziehn)". — Dresden zwey Tabagien und eineTrinkgesellschaft. Gestochen nach ihm hat Fr.Bouttats sein Bildniß; H. Bary eine — ganz nackteCeres, welche ihre Tochter sucht; in ihrem Gefolgeine Alte die ihr leuchtet, und ein Bube, der sieverspott«; P. Chenu einen alten Mann, der mitseinen Kindern spielt, aus dem ehemaligen KabinetVence; I. Prenner die beyden zuletzt genanntenBilder aus der Wieuergallerie; I. de Weerdl fünfBlätter mitVersen, welche der Katalog von Wink,ler beschreibt.

* Ryckmann (Niclaus), geb. 1620. wahr-scheinlich ein Schüler von Pontius; wenigstenssuchte er dessen Styl nachzuahmen. Sein eigenerhat viel Nettigkeit; nur wäre mehr Correktheit indem Nackten zu wünschen. Von ihm kennt man,vornehmlich nach Rubens : Die Anbetung derKönige (vor der Adresse von Hubert!, oder auchvon van Merlen); der Leichnam im Grabe, schönund selten; eine tz.. Familie: Osculerur me os-culo, sehr selten; Achill am Hofe des Lycomcdes,vonUlyßerkannt; Jesusund die iZ Apostel, Halb-figuren, vor der Adresse von E. Coninck (dieselben,welche auch Jsselburg^nd noch ein Anonymus ge-stochen haben). Dann eine Maria Magdalcna,nach G. Seghers. Endlich ist er auch der Stechervon den: ?slar:?:i 6I6enova, raccoltl e äiseß-nati äa ?. ?. Rubens 2. Vol. (der eine von 72.der andre von 57. Bl.) gedr. zu Antwerpen 1622.und neu aufgelegt 1622. Rost VI. 1H2— 5 Z.

Ryckwaeres (Cornel), oder Rückwärts;ein Baumeister in Königl. Preussischen Diensten.Er fieng im Jahr 1681. den Bau des neuen Fürst-lichen Schloßgebäudes zu Zerbst zwar an, starbaber vor der Vollendung desselben (welche 1692.durch Joh. Simonetti geschah). Auf sein Angebenwar auch 1682. eine sogenannte Gierbrücke über dieEibe erbauet worden. S. I. C. Beckmanu Histor.der Fürstenth. Anhalt (Zerbst 1710. 7. Th. Fol.)3 . Th. p. 92. 199- Vielleicht wäre sein Namerichtiger in Ryckaerts zu schreiben. Mit demnachfolgenden Ryquarr ist er derselbe.

Ryder (Thomas), Zeichner und Stecher, geb.in England um und blühend zu London um1780. lebte noch i 8 « 5 . Die meisten Blätter diesesKünstlers sind gewöhnlich braun, oft aber mit Färber;punktirt. Sein,Geschmack ist sehr angenehm, unddas Helldunkel von schöner Wirkung. Rost IX,218—19. wo 12. Bl. von ihm angezeigt sind. All»nach neuern Meistern: Cypriau! (der Genius derBescheidenheit), G. Huck (das häusliche Glück),W. Humphry (die Jugend), A. Kaufmann (nebenAndcrm die Poesie, Gegenstück zur Musik von T.Watts), I. Opic (Mord Jakob l. von Schottland ),S. Shelley (Lavinia und ihre Mutter, nach Thom-son), I. Wright; ein Paar (l'olitician und Kon-templation) ohne weiter« Namen als den seinigen.Alle diese von 1782-91. In neuern Tagen dannarbeitete er für die bekannte Prachtausgabe vonBoydell's Shakcspear, nach James Oumo: Falstaffin Frauenkleidung, wird von Fard aus dem Hausegejagt; nach Ramberg die vierte Szene des drittenAufzugs vom Dreykönigs-Abend, und erst noch1802. in der Ergäuzungs-Nummer zu diesem Werke,nach H. Füßli die erste Szene des vierten Akts ausdem Sommernachts-Traum. Oeffenei. Nachr.

L

Ryff, s. oben Rw,'us.

*') Sonderbar, doch leicht erklärlich ist's, daß Descamps, der um 175;. schrieb, 1» Kyckarrts Leben,auch in Ruysdale's bemerkt: »Ihre Arbeiten — sangen an, in Frankreich bekannt »n werden."

so wie