4063 Wagner.
Wagner (Christian Friedrich), wurde » 799 -,in Chursächsischen Diensten, als Wasserbauten»missair zu Lorgau (an der Elbe ) bedienstek, so wieer später auch die Aufsicht über die Ueberschwem-mungen des Spreestroms erhielt. Er lebte nochi8,i. zu Torgau . S. auch unten den Art. Po-l>'karp Samuel Wagner s, s. Vaters.
— — (C.). Don einem solchen sah man aufdem Dresdner -Salon von 1818. eine Sepia-Zeich-nung nach Everdingen.
— — (C. A-), ein Maler oder Zeichner zuHamburg . Er zeichnete Vignetten zu dem Werke:Sammlung neuer Oden und Lieder, dritte Aufl.Hamburg 1742. gr. 8 . Sie sind von M. Tyrofund G. D. Heumann gestochen; dann eben solchezu des Dem. Kantemir's Geschichte des Os-mannischen Reichs. Hamburg 1746. 4°- Diesewieder von gedachtem Heumann. Auch I. HaasHai Vignetten nach ihm radirt. Anderwärts heißtes noch, daß Christian Fritzsch 1738. ein Titel-kupfer, und i7-j<r. das Bildniß eines Jacob Lan,geron (»6. viv. stel. ttswb. 1736.) nach ihm inKupfer brachte. Ferner I. D. Heilmann, eineAllegorie (auf irgend eine Königin und derenSohn) in Querquarto. S- auch unten den Zeich-ner Wagner zn Hamburg , ohne Namen, mitdem der Uusrige wohl sicher Eine Person ist.
— — (Franz). Ein solcher erscheint als Bild-hauer zu Dresden 1796. Dresden zurKeune-niß s. Häuser -797.
— — (Franz Julian). Nach einem solchensoll, einem Gantkatalog zufolge, E. C. Heiß einEmblem mit der Jnnschrift: Huingne omula etc.gestochen haben.
— — (Franz Siegmund), aus einer angefe,henen Familie zu Bern in der Schweiz , geb. da-selbst 1759. und noch dort lebend 1819., von frü-her Jugend an ein Kunstdilettante, von auserlese-nem Geschmacke, wie es ihrer Wenige giebt Ihmhatte seine Vaterstadt so manche Beförderung al-les Schönen und Guten rm Leben und in derKunst, und namentlich auch die erste Eröffnung ei-nes dortigen Kunstsallons im I. 1804. (welchemseither mehrere folgten) so wie einheimische undauswärtige daselbst angesessene Künstler den sicher-sten und uneigennützigsten Rath und Leitung ihrerBildung und ihres Fortkommens zu verdanken.Nach dem alten Vorgänge mehrerer Gesellschafts-vereine zu Zürich , verfaßte auch H. Wagner nun-mehr seit etlichen Jahren geschichtliche Neujahrs-geschenke für die vaterländische Jugend, die mitangenehmen Kupferblattern nach seiner Angabe be-gleitet waren; und eben so glauben wir in nied-rer» anonymen Aufsätzen des Meusel'sehenArchives für die Kunst, seine einsichtige, undimmerhin eher zu nachsichtsvolle als zu strengeKritik der Arbeiten Schweizerischer Künstler zu er-kennen. Endlich sind uns, in frühern und späternTagen mehrere Zeichnungen und Etzarbeiten vollGeist und Laune von seiner eigenen geschickten Handzu Gesicht gekommen. So z. B- besitzt der Verf.gegenwärtiger Zusätze von ihm einen aufwarten,den — Pudel, der sich um eine bürgerliche Be-dienung bey seinem Stadtwesen zu bewerbenscheint.
— — (Friedrich), ein Bildhauer zu Amberg im Nabkreise, geb. 1760. zu Kronach , lernte dieBildhauerkunst daselbst bey Andreas Franz. Erfixirte sich in Amberg um 1780. und verfertigtedort das in der Martinspfarrkirche errichtete Grab-mal des Vizestakthalters Grafen Morawitzky, ausMarmor, was diesem Künstler alle Ehre macht.Auch arbeitet er sonst sehr artig in Elfenbein,Stein, Alabaster, Holz u. f. w. Seine Kupfer-stichsammlung ist besonders in alten Blättern nichtohne Verdienst, und zeugt von einem denkenden
Wagner.
Künstler, dem nur Unterstützung und Verdienstfehlen mochte.
Wagner (Friedrich). So heißt auch bey Men-sel ll. (1789.) ein Bildnißmaler in Pastell zu Dres den , geb. 175g. Auch bey Meusel l! 1 . (1809.)erscheint er noch unter den Lebenden, aber nichtmehr zu Dresden , sondern (Wo?), und heißt esdort, man kenne von ihm sehr gute Bildnisse nachdem Leben. Nach einem unserer Freunde ist der-selbe mit dem bald nachfolgenden Friedrich Er-hard Eine Perjon.
— — — s. auch die gleich nachfolgendenFriedrich Christian und Friedrich EbrhardWagner.
— — (Friedrich Christian ), ein schon 1788.zu Dresden lebender Maler, gebürtig von Heil bronn am Neckar , lernte die Aufangsgründe beySchilling zu Oehriugen, und bildete sich dannweiter unter Guibal zu Stuttgart aus. Zwey Jahrehielt er sich in Italien auf. Zu Dresden kvpirteer viele Gemälde der Gallerie, besonders Land-schaften. Keller. Meusel II. und III. wo er(180g ) noch unter die Lebenden gezählt wird. Da-gegen glaubt einer unserer Freunde, daß er schon1788 Dresden verlassen, in 1789. zu Breslau und179 ». iu Jngelfingen sich aufgebalten habe (Alphab.Derzeichniß der Bruder Mitglieder bey der Logeder drey Granatapfel in Dresden von d. I. 5785.5789.5791.) und wahrscheinlich schon längst gestor-ben sey, sicher aber um >809. zu Dresden wenig-stens nicht mehr gelebt habe.
— — oder Wagener (Friedrich Ehrhard).Bildnißmaler in Pastell und Oel, zu Dresden ,geb. zu Cöthen, studirte die Zeichnungskunst undMalerey in der Kunstakademie zu Berlin , und kam1788. nach Dresden , um vorzüglich die dortigeAkademie zu benutzen. In gedachten beyden Städ-ten kopirte er Werke der größten Meister. Pa-stellmalerey war sein Lieblingsfach; in Oel fer-tigte er nur wenige Bildnisse, wovon dasjenigedes Fürsten Radzivil eines seiner beßten ist. SeineZeichnungen in Crayon empfehlen ihn besonders.So lautet es bey Meusel lll. (1809.) wo er nochunter den Lebenden erscheint, wohl im Allgemei-nen; dann aber im Besondern ganz anders imMeusel'scheu N. Museum. S. 271 — 73.wo es von seinen auf dem Dresdner-Sallon 1794.ausgestellten Arbeiten heißt: „Bildniß einer jungenDame in Pastell, nach der Natur, nach einemsehr interessanten Original, war angenehm undreinlich behandelt. Die Haare gefallen nicht, in-dem sie zu steif und bandförmig waren. Die Dra-perie schien nicht nach der Natur gemalt zu seyn,und hätte besser seyn können. Ein männliches Por-trait in Oel nach der Natur. Der große Abstand»der zwischen diesem und dem Pastettgemälde ist,laßt muthmaßen, daß es bloß Versuch im Oel-malen ist; als solcher war es aber auch nicht fürdie Ausstellung." Dann war es einer unsererFreunde, der uns zuerst bemerkte, daß Meusellll. s., unsern Künstler, bald nach einander unterdem gedoppelten Namen: Friedrich Ehrhardwagener, und Friedrich Wagner aufführe,und späterhin lll 3 . S. 568 , den neuen Irr-thum begehe, daß er ihn mit dem VorstehendenFriedrich Christian Wagner für Eine Personhalte. Dann fährt unser Freund also fort: »DerZufall hat uns zwey Briefe von ihm in die Händegeführt; einen von 1786. worin er sich F. E.Wagner, und einen weit spätern von 1809. wo ersich Friedrich Wagener unterzeichnet. Derselbewar der Sohn eines Schuhmachers, und hatteschon seines Vaters Beruf erlernt, als er nachBerlin in ein Gymnasium kam. Dort besuchteer zugleich die Akademie und legte sich endlich ganzauf das Bildnißmalen in Pastell und zwar mit sol-chem Glück, daß er zu Berlin in Ruf kam, undbey der Königl. Familie Unterricht im Zeichnen