Wagner.
ertheilen mußte. Sein Landesherr, der Herzogvon Cöthen, ertheilte ihm darauf eine Pension, umin Dresden seine Studien weiter vollführen zukönnen. Hier übergab er sich der Leitung von Ca-sanova, und blieb auch nach dessen Tode noch bisum 1808. in Dresden , wo er nach Berlin zurück-kehrte, dort aber i 8 i 3 . am Nervenfieber starb.Noch nach seinem Tode sah man auf der Dresd ner -Ausstellung 1814, eine Magdalena in Pastellvon ihm. Es sind mehrere Bildnisse nach ihmgestochen worden, auf denen er sich (ohne Vor-namen) bloß mit Wagner oder Wagener be-zeichnet hat. So von D. Derger (zur BerlinerMonatsschrift) die bevden der preußischen Mini-ster K. A. Freyherrn von Zedlitz, und Leop. Ottovon Gaudi (hier ist sein Name in Wagenr »ersto-chen); dann von I. C. Krüger (zu Stark's Ar-chiv für Geburtshülfe. Dd. V. Jena 1794. 8°.)der Arzt I. Ph. Hagen. Anderwerts citirt mannoch, als von D. Bcrger gestochen: Die Frauvon Hoffmann, und den Tribunalrath I. C. Uhden.S. auch unk. den Art. wagener (aus Meinungen)ohne Taufnamen, mit dem er wohl Eine Person ist.
Wagner (FriedrichWilhelm), zeichnete 1802.(damals Markscheider, Oberstollnfaktor und Vice-vbcrbergeinfahrer? zu Freyberg in Sachsen ) zu (desHerrn von Trebra ) Merkwürdigkeiten der tiefenHauptstülln des Bergamtsrcviers Freyberg. Dres den 1804. 8°, die Riffe gedachter Hauptstölln, dievon G. A. Garbe, auf einem sehr großen Blattegestochen sind. In 1811. lebte er noch als Ober-bergeinfahrer zu Freyberg.
— — — Professor zu Berlin . S. untenJohann Friedrich Wilhelm Wagner.
— — (F. G-) Schüler der Akademie zu Leip zig , zeigte auf der Dresdner -Ausstellung 1804.zwey Zeichnungen: Eine Base, und eine getuschteLandschaft; dann i 8 c> 5 . eine Figur nach Poussin in Kreide.
— — (Gabriel), geb. 1762. zu Krainburg imJsarkreise, wo sein Vater Bildhauer war. Erselbst, ebenfalls Bildhauer, befand sich in 1810.zu Weilheim . Lipowsky.
— — (Georg), von Salfeld, wurde 162/,.von den korresponoirendcn Fränkischen Fürsten zuBamberg , Würzburg , Brandenburg-Culmbach undBrandenburg-Onolzbach zu einem gemeinschaft-lichen Münzwaradein bey der (Onolzbachischen)Münze zu Fürth angenommen. Hirsch deutsch.Münzarchiv IV. 261. In der Sammlung der.Medailleurs S. 1Z9. heißt der ttnfiige Marg-graflich Brandenb. OnolzbachischerMünzwaradeinzu Fürth , und auch von Bayreukh, Bamberg undWürzburg in dergleichen Verrichtung eine Zeitlangbey dasig angerichteter Münzstätte gebrauchet. S.wills (Jürnbergische Münzbel. ?. lV. Z2.Nach Sp lesen« Brandenburg . Münzbel.k. I. p. Z69. 372. 374. 376. 379. 38 o. heißt erWegner, war von Saatfeld gebürtig, und gabes wegen seiner und eines andern Münzmeisters,Conrad Stutzens, große Streitigkeiten, indem siedie übrigen Stände des Fränkischen Kreises insolcher Würde nicht annehmen wollten, endlichaber 1624. doch darein willigen mußten.
— — — s. unten den Joh. Georg Wag-ner von Meisten.
— — (Gottlieb), Hofgärtuer des Herzogsvon Weimar zu Jena 1812.
— — (Gottlieb Heinrich), geb. 1794. zuPackisch in Sachsen , woselbst sein Vater Amts-verwalter des chursächsischen Kammergules war,siudirte seit 1810. die Architektur unter Hölzernzu Dresden . Auf der Dresdner -Ausstellung,schon des folgenden Jahres, fand sich von ihmder Entwurf zu einem herrschaftlichen Gebäude,
Wagner. 406g
mit Unterstock und zwey Stockwerken nebst Fron-ton. In 1812. lernte er praktisch als Mäurer,wollte dann aber später von neuem den akademi-schen Lehpsaal besuchen. Man hegte damals guteHoffnnngen von diesem Jünglinge.
Wagner (Hans), wird in der CurieusenRunst- und Werkschule von I. R. Nürnberg 170h. 40. I- 49 ^. 620. (wo man seine Metho-den beschreibt in Metall und G»Ps zu gießen,auch den letztern zu brennen) ohne Weiteres ein al-ter erfahrener und berühmter Künstler genannt.
— — — ein Tischler, s. Joh. patsch inunsern Supplementen.
— — oder wagenee (Hans Christoph),Jngenieurkapitain und Lehrer der Cioilarchitekturbey dem adelicheu Kadettenkorps zu Dresden ,gab eine Gründliche Anweisung zu der Civil-baukunst, Dresden 1754. Fo>. in 2 Theilenmit Kupfern. Er starb sät. 60 zu Dresden -760.Dresdner politischer Anzeiger, Jahrg. 1760.N°. XXIII. Der flüchtige Hapmann gedenkt desUnsern nicht.
— — (HansJacob), wurde 1680. zumMünz-meister des Herzogs von Würtemberg ernannt.Hirsch deutsches Münzarchiv. V. 160.
— — — ein berühmter Bildhauer, der dasschöne Epitaphium von Marmor und Alabastereines schlesischen Edelmannes, Hans von Schwel,nichen, um 1677. verfertigte. Es befindet sich sol-ches neben demAltare derKirche zuMertsch im Lieg -nitzischen. I. P. wahrendorff's Liegnirtzische Merkwürdigkeiten. Budissin 1724. 8".E. iä9>
* — — od.Wang n er (Jakob oder JohannJacob). Im Lex. erscheint er unter beyden Na-men. Er st. um 1771. Lipowsky. Von ihmführt ein Verzeichniß meines sel. Vaters über 60Dl. meist geistlichen Inhalts (wahrscheinlich fürein Bidelwerk) an, nach A. Baumgärtner, Bem-me!, W. Carlois, S. Conca, A. Coypel, Grassi,I. G. Herz, I. Jouvenet, A. Löscher, A. Motz,I. E. Ridiuger, P. P. Rubens , A. Sacchi, R.Gavery, S. Sburlino, Schessler, Werschig;wahrscheinlich, wie schon das Lex. bemerkt, meistKopien nach französischen u. a. Blättern; dannüber ein Dutzend Heilige und Heiliggesprochene,nach schon erwähntem Baumgärlner, für die be-kannte Schartecke: Llncomia t)<LUlunm. Ferner— zur Abänderung, auch Anderes; wie z. B- I»kslx du Menage nach Grenze; und le Oome-dien content und I'Amsnt sppetissant nachWareau; und endlich Verschiedenes, wieder geist-lichen Inhalts, ohne weiter» Namen als den sei-nigen. Von Bildnissen ein einziges: M. GustavAdolph Jung.
— — — — ein Sohn des Vorhergehendengleichen Namens, ebenfalls Kupferstecher, vondem uns indessen nichts weiter bekannt ist, alsdaß er seinem Vater an dem erwähnten Werkenach W. Baumgärtner mitgeholfen habe Einerunserer Freunde glaubt wohl ohne genügsamenGrund, er dürfte mit dem unten folgenden Wie-ner-Künstler I. Wagner Eine Person seyn.
— — (Jakob), Hofgoldschmied zu Eisenach im Anfang des vorigen Jahrhunderts,
— — — ein Drechslergeselle von Ulm , der1670. zu Dresden arbeitete.
— „ — S. unten auch den Art. Joh. Er-hard Wagner.
— — (Johann), Kunstmaler und Handels-
mann zu Nittcrsgrü», in der letzten Hälfte desXVII. Jahrb inderks; der beyläufig in w.
Biedermann'« Alten und (Jeuen pJach«richten von Geyer (St. Annaberg. 4^.) erwähnt
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