Band 
Zweyter Theil [5].
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4070
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4070 Wagnek.

wird. Flader gedenkt in seinem Wiesenrhäli-schem Ehrengedachtniß, Waldendurg 17m. 8°.S. l8i. auch eines Johann Wagners als Kunst-malers und Rathsmitglieds zu Wiesenchal um1716. Vielleicht stellt beydes nur Eine Person vor.Rittersgrün und Wiesenchal liegen im König!»Sächsischen Erzgebirge .

Wagner (Johann), geb. zu Grünhänichen inSachsen > 634 ., lernte Anfangs den Beruf seinesVaters, der ein Handelsmann war, wandte sich dannaber zur Goldschmiedskunst und begab sich i 65 o beydem Goldschmied und Juwelier Christian Schubart zu Danzig in die kehre. Nachdem er in der Fremdesich wohl umgesehen hatte, ließ er sich i 663 . zuGrossenhayn , in Sachsen nieder und starb hier1679. S. seine Leichenpredl'gr. von I. S.Gerlach. Meißen (.»679.) 4 °-

ein Steinhauer und Mauvermeksterzu Zwickau in Sachsen , wandte sich 1716. zu denSteinmetzen und wurde von diesen 1716 zum Mei-ster gesprochen. Spater zog er nach dem unfern ge-legenen Orte Planitz, wo er noch 1722. lebte.

(Johann August). Maler an der Por-zellainfabrik zu Meißen , gegen der Mitte des XV 11 I.Jahrhunderts. Hkc.

(Johann Christoph). Architekt. S. obenHans Christoph Wagner.

geb. zu Creuzburg , befliß sich zuJena der Mathematik, und st. daselbst 1758.Spangenberg'« Handbuch der zu Jena da,hin Geschiedenen» Jena 819. S. 14»., radirte,nach der Zeichnung von Joh Heinr. Besser, eineMedaille zu C. Gottb. Müllers ErstesJubelfest der deutschen Gesellschaft zu Jena .Zena (»755) 4«^

* (Johann Erhard). Zeichner und Au,pferstecher zu Straßburg , geb. um die Mitte desXVll. Jahrhunderts. Von ihm, als Stecher,kennt man, neben Anderm, verschiedene Landschaf-ten mit Ruinen und Figuren; dann einige allego-rische Wappenschilde in chinesischem Geschmacke.Gandellini nennt ihn irrig Jacob. Ein an ein,ander hängendes nach Malpö, oder, wohl

richtiger, nach Brullior ein zusammengezogenesMLW. war sein Monogramm.

-- (Johann Friedrich ). Ein Johann Wil­ helm unsers Geschlechts erscheint schon 1724. alsProfessor der Civilbaukunst an der Kunstakademiezu Berlin ; dann der Unsrige, Johann Friedrich ,1745 ebenfalls zu Berlin als Mitglied der Kunst,akademie» und Professor der Mathematik an der-selben; weiter 1766, 7Z und 80. ein JohannFriedrich Wilhelm, als Mathematiker und Pro-fessor der Geometrie, Civil-und Kriegsbaukunst,Mechanik, Optik und Perspektive eben daselbst;und endlich ein Friedrich Wilhelm, ungefährauf gleiche Weise betitelt, 178b. und i 8 o 5 . Inwie fern hierunter mehrere Personen zu verstehensind, ist uns unbekannt.

(Johann Gabriel), aus Gotha , warbey dem dortigen Hoftheater Theatermeister oder,wie es anderwärts heißt, Dekorateur und Maschi-nist; nach Aufhebung desselben, ging er 1779. zurWäser'schen Truppe nach Breslau . Nachr. vondem eingegangenen Hofthearer zu Gorha.Das. 1780. S. 9.

* (Johann Georg), der Maler zu Nürn,berg , der sich auch in der Baukunst übte. Nachihm hat z. B- Martin Häiller (?) das allegori,sche Titelkupfer zu: kkilorkel (OroU kU. ksl.)S^mdolL ckristisnL. Kl. Fol. krsncok. »6K77. Dann, neben vielen dunkeln Männern, B.Kilian das Bildniß des Landgrafen Ludwigs VII.von Hessen im Sarge , und des Gottesgelehrten

») Auch hier heißt es, wie so täglich: Nichts ist so 1

Wagner.

Jacob Spener; Ph. Kilian dasjenige (gute) derdänischen Prinzessin Wilhelmine Ernestine, desMarchgrafen Friedrich des Großen von Baden,und des Arztes Georg Franken; I. Sandrart desNürnberger-Handelsmanns Paul kersch (p. > 664 );I. Falk des Daniel Dilgerus. Ohne Zweifel istdieser Wagner der nämliche, von dem es beyMarperger S- 43z. heißt:Wagner, ein Nürn­ berger und" (in der Baukunst)Discipul desberühmten Juvenelli" (wohl eines der Sohnssöhnevon Niclaus Juvenel)war zwar ein Maler vonProfession, aber dabey auch ein guter Baumei-ster, welches sonderlich der 80 Fuß hohe Triumph-bogen, oder vielmehr die Ehren-Pforte, die un-ter seiner Direktion nach des Churfürsten von Hei-delberg Jnvention, zu Heidelberg beym Einzugder Königl. Dänischen Prinzessin aufgeführet wor-den, bezeuget."

Wagner (Johann Georg), geb. zu Breslau ,studirte zu Halle die Rechte, und fing darauf an,hier Kollegia zu lesen. Nachdem ihm aber -720.seine Frau starb, und er einen Ruf als Professorder Mathematik an der Rttterakademie zu Liegnitz in Schlesien erhielt, so ging er dorthin. Er hatMehreres geschrieben. DreyhauptBeschrei-bung des Saalkreises II. 745. Von seinen inLiegnitz verfaßten Schriften kennen wir: probeder sechsten Säukenordnung. Breslau undLeipzig 1728. 4 °, mit Nissen die C. Winkler nachihm gestochen hat.

* der Landschaftsmaler. Von ihmertheilt uns einer unserer Freunde aus handschrift-lichen Quellen ff. Nachrichten.Derselbe war derSohn des unten ff. Job. Jacob Wagners vonEisenach , geb. zu Meisten (nicht zu Frankfurt ,wie es irgendwo heißt) >744 , und kam frühzei-tig zur Erlernung der Malerey, zu seiner MutterBruder, dem berühmten Christ. Wtlh. Ernst Dietrich in Dresden . Der letztere hatte die böseGewohnheit mancher Künstler (auch noch unsrerTage), seine Schüler gleich Dienstbothen zu be-handeln, und machte mit seinem Vetter hierinkeine Ausnahme *). Wagners Eltern, die sichdarüber gekränkt fühlten, nahmen ihren Sohn nachVerlaufe einiger Jahre wieder von ihm, zum wahr-haften Leidwesen Georgs, der seinen großenOheim nichtsdestominder stets über Alles schätzteund höchlich verehrte. Bey seinen Eltern in Mei­ ßen studirte er hierauf emsig nach den Samm-lungen seines Vaters, der schone Zeichnungen undandre Kunstsachen besaß, so wie man auch über-haupt annimmt, daß er sich mehr nach guten Mei-stern, als nach der Natur selbst gebildet habe. AlsJoseph Roos (auch Rosa genannt) nach Dresden berufen worden, begab sich auch Georg dorthin,um seine Studien unter ihm fortzusetzen: Roosbestellte ihn darauf an einem Nachmittage mitFarbenkasten und Reißbret in sein Aitelier, umdie Geschicklichkeit des Unsern zu prüfen. Er er-schien, und da er mit flinker Hand malte, sobeendete er noch an diesem Nachmittage eine Land-schaft in Gouache, die dann am andern Morgenvorgewiesen werden mußte. Während dem daßRoos über seine Arbeit erstaunte, stand der Un-sere, sich seines Werthes unbewußte Jüngling de-müthig, ja fast zitternd, vor seinem Richter, bisdieser ihm endlich sagte, er wisse einem solchenKünstler wie ihm, nichts mehr zu lehren; es seyunnöthig, daß er sich ferner nach fremder Leitungumsehe, und was noch mehr ist er batWagnern zugleich, von nun an blos für ihn zuarbeiten, indem er ihm den geringen Preis, den«r bisher für seine Sachen erhalten hatte, gedop-pelt zu bezahlen versprach. Wagner hat auchviele Landschaften für ihn gefertigt. Unterdessentrat nunmehr die Zeit ein, wo man aufmerksamauf ihn wurde, und Hutin (der ein besonderer

an gesponnen, u. s. f,