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Gönner von ihm war) machte seine Gouachen in Radirte sey), die andere mit einem WasserfalleParis bekannt, wo sie den größten Beyfall erhiel- und die dritte mit einigen Bauernhütten ***). —ren. Es wurde bald, man möchte sagen zur Mo- Nach ihm dagegen sollen folgende gearbeitet ha-dewuth, Bilder von ihm zu besitzen. Wenn letz- beu: Aliamet, (s. gleich unten Weisbrod) dietere auch mit der Zeit in etwas nachgelassen hat, malerische Quelle, und der malerische Felsen; Ju-so stehen seine Arbeiten doch immer noch in groß- liane Wilhelmine Baust, vermahlte Löhr; Nicl.ter Achtung; und zwar sind es vorzüglich Kunst- Colibert: ljaweau prvs «le Ooblence (Wagnerler selbst, die sich aufs eifrigste bemühen seine ge- hat jedoch Sachsen nie verlassen) eine artige Land-tuschten Zeichnungen, seine Gouachen und Oelge- schüft, quer Fol.; I. A. Darnstedt, 6 Bl- Än-malde an sich zu bringen. Gewöhnlich bezahlt sichten der Gegend von Meißen (zwey dieser schö-man in Sachsen eine Gouache von ihm mit ein neu Stiche sind in.gr. Fol. und vier in quer Fol.),oder zwey kouisd'or, aber auch nach Maßgabe ih- und zwey Bl. andre Landschaften; R. Daudet 2 Bl.res Werthes weit höher. Wir wissen ein Beyspiel sächsische Ansichten und 2 Bl. Ansichten von Pirna aus unsern Tagen, wo jemand eine bloße Zeich- (vergl. auch gleich unten weisbrod); Carl Gottfr.nung von ihm für nLouisd'ors an sich brachte*). T. Fader, einen Kirchhof und noch eine Land-Rlengel, der ihn noch persönlich kannte, ist ein schüft; beyde sind nicht in den Handel gekommen;wahrer Enthusiast für Wagner. Er pflegt ihn, I. Mich. Frey, eine radirte Suite die bey Gottl.den Raphael der Landschaftsmaler zu nennen und Heß in Augsburg erschien u. a. m. Mich. Freygestand dem Referenten dieser Zeilen, daß das (wohl derselbe) eine Suite Landschaften nach ihmKöstlichste für ihn, was er auf seiner Reise ins und Ferd. Kobel, für den Verlag von C. A. GroßAusland und nach Italien nur aufgefunden hqs- mann; I. C. I. Friedrich, eine radirte und kolo-re, die Gouachen und Zeichnungen gewesen wq- rirte Suite von 7 Bl. sächsischer Gegenden; Ga-ren, die der nun verstorbene Roos in Wien (wo- brieli: l'keureux Friedr. C. Geyser,
hin er von Dresden aus berufen wurde) immer 2 Landschaften in 4° jede mit einem Einsiedlernoch von unserm Georg aufbewahrte- /Diesel- und seiner Hülst; C. W. Griesmann, eine felsigeben etwa gegen 5 o. verkaufte Roos später dem Gegend mit einem Wasserfalle und einer Eremi-Kunsthändler F. T. Stöckle, von dem sie, mit, tage in quer Fol.; Carl Aug. Großmann, 2 Land-weniger Ausnahme a» den Kunsthändler Frauen-' schaften mit Vieh; Chr. Gotth. Großmann, einebolz in Nürnberg kamen, der solche, obwohl er Suite von 12 kleinen Landschaften; H. Gutten-selbst kein Künstler ist, doch so achtete, daß er sie berg (s. gleich unten weisbrod); C. G. Ham-— ehedem wenigstens — nicht veräußern mochte), mer, einige Blätter mit Ruinen; I. S. Helman:Nach Kiengels Meinung besaß Dietrich in der les cksumleres en8«xe, kl. querFol.; C. Heß:Landschaft zwar eine freyere und routinirtere Ma- 1 a mort sux stats, und Ldanteur lles cuoti-nier, dafür aber mangelte ihm das zarte und jung- quss, 2 Bl. in roth Kreidenmanier (ob aber wirk«fräuliche Gefühl, was Wagner aus seinem Bur lich nach dem unsern?); Carl F. Holzmann, ,6sen, wie fast kein andrer Künstler, dem Pinsel zu oder mehr Landschaften; Klengel, einige Blätter;übergeben wußte. In 176b wurde er Pensionate Lienard (s: gleich unten Weisbrod); Joh. Mü-der Akademie zu Dresden mit 200 Rlhlr. Besol« thieu^für Basan , 6 Landschaften, dann zwey Sui-dung, und noch in gleichem Jahre auch Unterlehr ren sächsischer Gegenden jede von 4 Bl., ein Blattrer an derselben. In 1766. sollte er auf landes- darunter jedoch nach Ruisdael ; Pfenningcr, el-herrliche Unkosten eine Reise in die Fremde unter- was uns Unbekanntes;' I. G. Prestel, 2 Land«nebmen. Er gieng nach Meißen , um seinen Eli- schaften mit Vieh nach Bisterzeichnungcn (hiervonlern ein Lebewohl zu sagen, setzte dort sich der ist doch wohl ein anderwärts rubricirtes Blatt,Zugluft aus, wurde vom Schlage gerührt, und die Hirtinnen des Berges, Jda nämlich, zu un-starb daselbst 1768., kaum 22 Jahre alt **). Als terscheiden); die U. M. Prestel -794. eine Land-Mensch betrachtet war er sehr bescheiden und lies schüft nach der Natur; Primavesi, eine Landschaftbenswürdig; er fand viele Freunde die an seinem in getuschter Manier; Nagona oder Regona,Grabe häufige Thränen sinken ließen. Auch Ha- eine Landschaft: l'smour l'Lrucle; Carl Aug.geborn, der damals das Kunstwcsen in Sachsen Richter, 8 Landschaften; Elise Saugrin, 2 Bl.dirigirte, war untröstlich über seinen Verlust; die Ansichten von Dresden ; C. P- Schallhas, 4 Bl.schönen Sachen die er von ihm besaß, kamen mit schöner bergiger Landschaften mit Banernhütten;seiner Erbschaft nach Dänemark . Andre solcher C. G. Schule, Ansicht von Doblen (Döbeln );findet man noch bey mehrern Künstlern in Dres- I. Schumann, Landschaft mit einer alten Drückeden, die sie sorgfältig aufbewahren und sammeln; quer Fol.; C. B. Schwarz, 2 Bl. felsiger Land-vorzüglich gehören Klengel und Zingg hierher. In schaften mit Eremiten kl. Fol.; Wiihelmine Sey-Oel malte er wenig, vielleicht auch nicht mir dem fried. eine Landschaft; G. S. Stamm, SuiteGlücke wie in Wasser; dabey überschreiten seine von 6 Dl., Gegenden bey Meißen , nach Diet-Malereien selten die Größe eines Schreibebogens, rich (4 Bl ) und dem unsern (2 Bl.); Alexand.und sind öfters mit dem verkürzten Namen: Thiele zun., 4 Landschaften; M. Thoenert, 2
pinx. bezeichnet. Es ist Schade, daß sie sammt- Landschaften; C. I. Toerner (a. k. Thoenert), 2lich ins Blaue nachgedunkelt sind. Die Figuren Landschaften; Friedr. von Tschirschky, einige Bl.in seinen Staffirungen sind mittelmäßig; das Vieh die' er zu seinem Vergnügen artig radirte, welcheist ihm etwas besser gerathen. Wagner hat auch nicht in den Handel gekommen sind; C. Weisbrod,einige Blätter radirt, die aber ausnehmend selten 2 Ansichten bey Dresden und 2 Ansichten beyund uns nie zu Gesichte gekommen sind. Einer Drüben (Duden); er und H. Guttenberg, 4 An-seiner großen Verehrer, bet sich lange zu Meißen sichten bey Döbeln in kl. quer Fol.; dann vonaufhielt, sagte uns, daß er sich dunkel entsinne beyden nnd mit dem Grabstichel beendet von Dau-drey solcher Landschaften gesehen zu haben, deren bekund Lienard, 4 Ansichten der Gegend bey MeirWerth jedoch nicht vorzüglich gewesen sey, näm- ßen; Aliamet und Weisbrod, eine Suite vonlich die eine mir einem Schatzgräber (blos diese 6 Bl., Ansichten bey Dresden nach Wagner undhaben wir einmal in einem Gantkatalog ruhris Huet?); C/F. Wiegand, 2 Bl. der Eremit undcirt gefunden, und zwar wie es scheint mit der die Eremitage, in getuschter Manier; A. Zingg,irrigen Bemerkung als ob es das einzige von ihm 2 Bl. (vielleicht noch mehr): Die Einsiedlerhütte
*) Man gehe in die Schweiz , und man wird aufhören sich über selche Preise zu verwundern.
*») Don ihm heißt es bey Huber kurz: „Derselbe hat bey seinen Lebzeiten nicht alle des Ruhms genossen,der ihm gebührte. Nach seinem Tode wurden sewe Bilder sehr geschätzt, und sind es noch."
kK") Die beyden letzter« (kleinern) sind, ohne seinen Namen, mit 176z., die größer», der Schatzgräber, mitä. 6. vv. siguirt. Alle dreye werden auch anderswo „höchst seltene, aber schwache Versuche" genannt.