Band 
Zweyter Theil [5].
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4072 Wagner.

und das Zauberschloß. Endlich ein Ungenannter/die 4 Tageszeiten oval 4°. Anderwärts werdennoch als Stecher nach dem Unsrigen genannt:Boekius, E. C. Heiß (vielleicht der schon genannteHeß) / H. F. Laune. Von diesen Blättern führt derwinklersche Gantkatalog an die 90 an/ die mei-sien, wie wir gesehen/ landschaftlichen Inhalts/und in den manigfaltigsten Manieren gefertigt.Eine Ruine bey Alessano von Aliamet/ und diefünfte Ansicht der Gegenden um Meißen von Darmsiebt/ werden bey Brandes besonders schon ge-nannt. Noch finden wir irgendwo von I. C. Heißnach ihm: les nouvesux Naries. S. auch Vag-ner in den gegenwärtigen Zusätzen.

So eben finden wir noch über den Unsrigen: Wi-zani etzte und kolorirte nach ihm 3 Blatter in 4° mitsächsischen Gegenden. Die 17. Auktion der Kunst-handlung von Rost zu Leipzig (März 1798.) versteiger-te drey Studienbücher desselben; das eine von 46/jedes der andern von 93 Blättern. Sie enthieltenLandschaften / Figuren und allerhand Gruppen geist-reich mit Breystift entworfen/ zum Theil auch mitbrauner Farbe ausgetuscht.

Wagner (Johann Gottfried ). Ein solcherwird im Leipziger-Adreß-Ralender von 1788.an, und noch 1801. als Bildhauer zu Leipzig ,ohne Weiteres, angeführt. Spätern Nachrichtenzufolge lebte er noch daselbst ign.

oder wagener (Johann Heinrich).Irgendwo zeigt man folgende Schriften von ihmau: Unterricht von hoizsparenden, bequemenund zierlichen Srubenöftn zu putz- undWohnzimmern. Künstlern, Werkleuren, be-sonders Töpfern, zur Anweisung in 12 er-läuternden Lupferrafeln erfunden, gezeich-net und ausgearbeitet von Job. Heinr.Wage ner, Töpfermeistern in Magdeburg 2789. gr. 4 "-, mit 14 Kupf. Preis 20 Groschen.Man bemerkt dabey, daß der Verfasser die altenund neuen Schriftsteller über sein Fach wohl kenneund ein gutes Werk geliefert habe, für das erDank und Achtung verdiene.

(Johann Jacob), der Sohn eines Ma-lers, geb. zu Eisenach 17».., kam frühzeitig alsMiniaturmaler in Figuren zur Porzellainfabriknach Meißen , wo er später auch einer der Vor-steher an derselben wurde, und hier um 1780. starb.So wie der berühmte Dietrich (mit dem Wag-ner in Holland gewesen war), eine Schwestervon ihm (erster Ehe) zur Frau hatte, so heira-thete Wagner, Dietrichs Schwester MariaDorothea? Die letztere harke schon in ihrer ElternHause die Kunst mit Glück getrieben; sie malteschön und fleißig ausgeführte Landschaften (zuwei-len kleine Historien) in Del, in ihres BrudersManier, wiewohl nicht ganz mit seinem Geiste.Auch nach ihrer Verehlichung gab sie sich eifrigmir dem Pinsel ab; und da ihr Mann in derKunst die Gränzen des Mittelmäßigen nicht über-schritten hatte, dafür aber sich auf die Koch-kunst trefflich verstand , so mußte er an ihrer Stattsich mit weiblichen Arbeiten abgeben, und der-gestalt stand jeder an seinem rechten Posten indem Haushalt. Einige Jahre vor ihrem Todefieng sie an sich viel mit der Malerey in Gouachezu beschäftigen. Sie starb, einige 60 Jahr alt,um 1788. zu Meißen , und war bis auf ihre letzteStunde eine sehr heitre und liebenswürdige Frau.Nach ihr hat I. M. Frey einige Landschaften in kl.quer Fol. gut radirt. Von ihrem Sohne, JohannGeorg, findet sich im Lex. und oben ein besond-rer Artikel.

Wagner.

Wagner (Johann Jacob). Zeichner undKupferetzer mit der Nadel und in Punktir-manier zu Leipzig , geb. um 1770. und nochlebend und arbeitend zu Leipzig 1818. Schü-ler von Oestr und Dause. Im Ganzen kannman von ihm sagen, daß er eher zu den bes-sern. als zu den schlechtem Künstlern zu zäh-len sey; obwohl er vieles für Buchhändler gefer-tigt hat, was kaum des Ansehens würdig ist.Wir zeigen hier folgendes von ihm an: Der voll-kommene Landschaftszeichner, oder Darstel-lungen, auf die leichteste Art Landschaftenohne Beyhülfe eines Lehrers vollkommenzeichnen zu lernen, Fol. In 1806. waren beydem Jndustriekomptoir zu Weimar (auch ins Fran-zösische übersetzt) 2 Hefte (beyde ä 1 Rkhlr. 12 gr.)davon zu haben, wozu später noch ein drittes(Preis 1 Rkhlr.) kam. Dagegen kündigte auchdas Leipziger Jndustriekomptoir 1811. an, daßbey ihm das dritte Heft (Preis 1 Rthlr. 12 gr.)dieses Werks, von CH- Otto in Steindruck , querFol., fortgesetzt, zu haben sey; fast scheint esalso, als ob gedoppelte dritte Hefte eMirten.Dann bey Joachim zu Leipzig 1812: vorlegeblärrrer zum Blumen - und Landfchaftszeichnenfür junge Zeichner und Liebhaber. hJebftUebungen im Tuschen und Toloriren. 4 "-(Preis 1 Rthlr. 12 gr.) in braunen und schwar-zen Abdrücken*). Endlich erschienen, bey Baum-gärtner zu Leipzig , 8 von ihm aufgenommene undgestochene Blätter mit einer historischen Erläute-rung von L. Hussel: Die Siegesplatze der Völker-schlacht oder Ansicht der Dörfer bey Leipzig (Preis1 Rthlr. 16 gr.). Vermuthlich nach diefem Werkehat I. Lorenz Rugendas ein kolvrirtes Blatt inquer Fol. gegeben, was die Schlacht bey Leipzig(sehr mittelmäßig) darstellt, und auf dem manliest, die Gegend dieser Stadt sey von I. Wag-ner (er selbst bezeichnet sich übrigens gewöhnlichentweder mit seinen gedoppelten oder ganz ohneVornamen) gezeichnet. Andre Stiche von ihmsind: Der zerbrochene Krug nach Geßner's Idylle,von Mechau gezeichnet, und (1790.) von dem Unsri-gen gestochen, und seinem Lehrer Baust zugeeig-net; dann Richters Kaffeehaus 1794. (ohne sei-nen Taufnamen); die Ruine im Garten des Prin-zen Johann Georg von Dessau 1799. (Preis12 gr.); ein Jagdhaus in des Grafen von Scdön-feld Garten zu Störmthal (letzteres ohne weiternNamen als deS Stechers); den Abschied des Mül-lers i8o(,, nach Carl Reinhart in quer Fol., eineLandschaft mit Staffage, das Blätterurerk gutbehandelt; eine Mühle bey Dresden nach A. Zingg quer Fol., ebenfalls ein gutes Blatt; einiges zuder Gallerie häuslicher Denkmale, die 1811. beyVoß zu Leipzig erschienen waren. Auf der Dresdner -Ausstellung von 180H. fanden sich einige Kupfervon ihm: Die Festung Swedun Kolyw.sk in Si-birien , eine jakutische Kolonie im Lhale Omekon,und ein Wasserfall nach Zingg. Auf der von 1814.vier Landschaften und eine Sommernacht nach ei-nem Gedichte von Göthe (Zeichnungen, wenn wirnicht irren); sodann Napoleon im Museum zuParis , bunte Zeichnung in Aquarell. Endlich fin-den wir noch von ihm irgendwo angezeigt: lla-nz-an 'fräs ,ach W. Hodges.

-- (Johann Ludwig), erscheint alsMünzmedailleur, in dem würeeinberger-Hof- und Sraarshandbuch auf 1809 und 1810.Vermuthlich ist er derjenige .... Wagner, derandcrwerts schon 1799 als Münzmedailleur zuStuttgart benannt wird.

(Johann Martin), s. unten Mar-tin W.

K) Wahrscheinlich dasselbe, was anderswo unter dem süßen Titel: Rar!» und (Juliens Zeichenbuch,oder theoretische und praktische Anweisung im Dlumen- und tiandschaftszeichnen für jungeZeichner und Liebhaber, von I. I Wagner. 4". L^'pjig, in Joachims litter irisch m Archiv, mit8 Kupf in Kreidemanier (- Th. 8 Gr.) rubrizirt wird. Die Kupfer sollen nicht schlecht seyn; der T-rkaber möchte «»gelesen bleiben.