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Waldreich.
dunkelm, gar nicht angenehmem Colorit, mit flüch-tigem Pinsel, vortreffliche, meistens geistliche Hi-storienbilder. Seine Zeichnung ist sehr richtig,und viel Feuer in Ausdruck seiner Gegenstände.Er st. 1778. L. v. w.
waldreich, eigentlich Waldereich (Joh.Georg). Einen guten und ausführlichen Art. überihn giebt (wo man's nicht suchen sollte) Gan-dellini, bey welchem er übrigens Waldneichheißt. Er war zu Augsburg geboren. Von ihmgestochen befinden sich in Sandrart's deutscherAkademie »orderst mehrere Künstlerbildniffe. Dannebendaselbst die Statuen des geschundenen Mar-syas, des Gladiators im Pallaste Giustiniani u.s f. Endlich antike Vasen, namentlich auch dieberühmte im Hofe des Pallastes Medici zu Rom ,welche die in Ohnmacht sinkende Iphigenia am Al-tare der Diana, wo sie geopfert werden sollte,darstellt. Noch werden anderswo von ihm ge-nannt: Eine Statue des Merkur nach du Ques-noy; dann eine Anbetung der Hirten, nach M.Scheitz, und eine Schlagung des Felsen, nachWeidner (1670.), wo der Unsrige somit nochlebte. Ferner zwey ziemlich gute Bildnisse ingr. Fol., aus dem Verlage Johann Hofmann's:Die sächsische Prinzessin Erdmuthe Sophia , nachOelpke, und den Churfürst von Sachsen , Johann Georg II. (16V4). Er hat auch Kopien von A.Tloemart's Zeichenbuch geliefert u. a. m. 6a»r-äeür'M. ,
Walde (Ferdinand), ein (wie wir hoffen künst-licher) Glaser, geb. zu Wien 162). und gest. zuNürnberg 1675, ist uns bloß durch sein Bildnißbekannt; vielleicht ein Nachkömmling des oben an-geführten Glasmalers Wald .
waldereich, s. gleich oben waldreich.
Waldvogel (Elias), s. den Art. ChristophAbbe in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Wale (Samuel). Er soll auch selbst in Ku-pfer nach Th. Bowles gearbeitet haben. Zu ei-nigen englischen Büchern, die im Auslande über-setzt wurden, haben I. Punt, C. F. Fritzsch, A.L. Wirsing rc. die Kupfer englischer Künstler nachihm, kopirt.
*— — (). Ein geschickter engl. Landschafts-maler, hielt sich seit 179g. in den westlichen Pro-vinzen von Ostindien auf, und kopirte die dorti-gen merkwürdigsten Sculpturen und Ruinen. »SeinHauptwerk" (heißt es bey Fiorillo V. 727—28.)„sind die Abbildungen der Tempel zu Elephant«,und die Fac-similes der alten Inschriften da-selbst, weiche nach Benares geschickt wurden, inder Hoffnung, sie vielleicht mit Hülfe der Bra-mmen entziffern zu können. Es wäre zu wün-schen, daß Wale's Gemälde so wie die Daniel-lischen herausgegeben würden. Uns sind nur zweyBlätter nach ihm bekannt, nämlich eine perspekti-vische Ansicht des Innern des Haupttempels zuElephant«, uud ein Banianbaum, unter dessenSchatten eine Gesellschaft von Hindus und Eng-ländern ausruht. S. auch gleich unten den Art.Zacob Wales , mit dem er wohl sicher EinePerson ist. -
waleau ( ). Nach einem Maler dieses
Namens hat Lh. Chambers (blühte um 1720.) dasBildniß des General Monkcalme gestochen.
Wales (Jakob), ein englischer Künstler (wohlsicher mit dem oben angeführten Wale ohne Tauf-namen Eine Person), nach dessen Zeichnungen die
Walker. 4031
34 Blatter des in 1804. erschienenen Werkes von
Iones: Uinlloo's Lxcsvatrons ill tko moun-tsin ok Lllora etc., unter der Leitung von Th.Daniel, in Kupfer gestochen worden.
wales ( ), zu Hampsiead, zeigte auf derLondner-Ausstellung der privilegirten Gesellschaftder Künste 1791, das Bildniß einer Dame. IV-c.
Walescare (Johann), ein fruchtbarer Ma-ler von Lüttich , Schüler des Guido Reni , arbei-tete mit vieler Leichtigkeit und Zierlichkeit; seine Bil-der sind sehr gesucht. Meusel Misc.XV. 146.
walgenstein (Thomas), fertigte eine sehrkünstliche Laterna magica, mittelst welcher er vordem Könige von Dänemark Friedrich III. (regiertevon 1648 bis 1670.) allerhand Bilder darstellte,wie weinrvlch S. 107. sagt, hierbey aber wohlirrig vermuthet, er sey eine Person mit dem (obenunter A. Larlsteen erwähnten) Herrn von .fal-kenstein.
walgestern, ein Künstler des XIV. Jahr-hunderts, der in den Verzeichnissen der böhmischenMalerbrüderschaft erscheint. (Rieggers) Ma-terialien zur Statistik von Böhmen . HeftVI. » 35 .
* Walker (Anton). Englischer Zeichner undStecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb.um 1730. und blühend zu London 1760, wo ersich nebst seinem Bruder Wilhelm niedergelassenhatte. Basan (Lö. sec.) nennt ihn, wohl ir-rig, einen Enkel von Wilhelm. Die Anfangs-gründe der Stecherkunst lernte er bey dem Schwarz-kunststecher I. Tinnay. Er arbeitete lange Zeit fürdie Buchhändler, und man kennt von ihm eineMenge Titelblätter und Vignetten nach eigenerErfindung, deren einige ihr Verdienst haben. Soz. B. 5 Bl. welche Scenen aus Shakespeare'sRomeo und Julie darstellen (1724.) Dann aberhat er auch mehrere große Platten für die Samm-lung von Boydell gestochen. Rost IX. 228—39.Dort werden von ihm genannt: Ansichten derStadt Worcester und des Parks von Lord Har-rington, nach I. B. Chatelain; Curius Denta-tus weisst die Geschenke der Samniter zurück (Cab.Devonshire), nach P. von Cortoua; zwey Hol-ländische Malzeiten (Cab. Bute) nach van derHerp, dies gemeinschaftlich mit Taylor gefertigt;der Dorfrichter und seine Clienten (Cab. Bragg)nach H. Holbein; der Rechrsgelehrte und der Arzt(Dieselben, welche englisch sssrv und kü^sic ge-nannt werden). Zwey anonyme Bildnisse (Cab.Beckford) nach A. van Ostade; der Engel verläßtden Tobias und seine Familie (Cab. Hone) nachRembrandt *). Andere noch nennt ein Verzeichsniß meines sel. Vaters. So z. B. eine Sceneaus Lasso's befreytem Jerusalem : » lurciZHmosgue linktest sster thc mabomstan mannervbers »Isciine tks emperor in seate« on sthrone sarrounkleil Hz- bis Oivan, nach I. Cvi-lins; vier Ansichten von Lissabon , nach Lempriereund Paton; einen Gegenstand aus Telemaque,nach Monnet.
*— — (Jacob). Englischer Zeichner und Ste-cher in Schwarzkunst und in Pnnklirmanier, geb.um 1748. und blühend um »777. Derselbe gieugals Kaiserlicher Hofkupferstecher nach St. Peters burg , wo er sich sechszchn Jahre aufhielt. Sein?wichtigste Arbeit ist eine bey Boydell -804. erschie-nene Sammlung von 104 sauber colorirten Kn-pfertafeln, welche malerische Darstellungen derSilken, Gebräuche, Volksbelustigungen ». s. f.der.Russen enthalten **). Die Zeichnungen hater an Ort und Stelle entworfen, und sich dann
*) Von Füßll IV. 2Z0 — ZL. zu den vorzüglichsten Blättern gezählt, und (das Urbild) vortrefflich beschrieben.
2K) pilu,er^„<: represenlslioa ok lbe msuiiei-» eie. ok riie kussisn». ^ vol. kol., dem Rustüche» Kaiser
geeignet, dessen Bildniß, nach Kügelchen, vo» Scriver gestochen, vorangrsetzt ist.