4o8r Walker.
mit dem Kupferstecher Atkinson verbunden, der denStich und die Färbung besorgte. Fiorillo V.727. Dann aber kennt man von ihm als Ste-cher mehrere, besonders Damenbildniffe, nach W.Lawranson, W. Miller, P. Rembrandt*), G.Nomney, Schebanoff (der Kaiserin Catharina II .),F. Webster und F. Weatly, wie wir glauben mei-stens geschabt**). Mistriß Gibson, und Clara,letzteres nach W- Pether (wovon ein Aufsatz beyMensel (Misc. I. »0.) von dem FantasienBerey« wohl ein übergroßes Wesen macht, sowie l. c. lV. 46 . noch von einem andern Blattedes Unsrigen, Sylvia rubricirt), alle drey rothpunktirt. Dann von Geschichtlichem und Andern»:kell Lidinx UsAd, und die junge Perserin, wel-che die Sonne anbetet, beyde nach M. Cosway;den Glauben, nach I. Gardner; den Tod desKindes der Wittwe von Sarepta, und Atteste,beyde nach P. Hoare; den Brand der spanischenschwimmenden Batterien, nach T. Luny; bieDorf-doctorin und den Magicus oder Bauer, nach T.
I. Northcote; aus Shakespeare's Cymbelline,Akt lll., Sc. 4 , nach E. Penny; Herkules alsKind zerreißt die Schlangen, nach I. Reynolds(dies ein Hauptblatt von w); den Tod der Ge-mahlin des Brutus, Porti», nach G. Schalken;Petrus verläugnet Jesus, nach M. Valentin,aus der Gallerte zu St. Petersburg (alle dieseBlatter in Gchwarzkunst, in 1782, 83 und 84gefertigt, mit Ausnahme des letzter», dessen Da-tum (1789.) anzuzeigen scheint, daß Walkererst in oder nach 1784. nach Petersburg gegan-gen und bis zu Anfang des XIX. Jahrhundertsdort verblieben sey). Rost IX. 32 t — 22. Ir-gendwo finden wir noch von ihm angezeigt: tkez-oung Nald and old 8ailor, nach H. Walton,dies gemeinschaftlich mit Bartolozzi ; dann dieBildnisse der Kaiserin Catharina II. in Reiseklei-dern (wohl das schon genannte); des Fürsten Po-trmkin, Generals LanSkoi, Admirals Greigh u. s. f.Anderes nach Abbolt und I. Rigaud. Georg»nennt ihn 1790. Hofkupferstecher zu St. Peters burg . S. den gleich ff. Art. und unten einenwalther, als Englischen Kupferstecher in Ruß land , mit welchem der Unftige sicher Einer undderselbe ist.
* Walker (I.) Sollte wohl von einem An-dern als dem obstehenden Jakob Walker «in,wenigstens dem Titel nach, sehr merkwürdigesWerk seyn, welches bey Mensel A. Misc.
II. 254. rubrizirt wird, wie folgt: sko nevv Loy-per-klate Llsxsrine; or montlilzr Ladinet okt'ieturesque Lngruvings. Intended to com-
rilss all tke enost interestlng, sublime and
eautlkul vievs in Lnßland, 8cotland, Ire-land and ^ales, from original ?aintings andOruwin^s» b)' tke sirst Illasters ; witb l^etter-press Oescription», bzr A. MrÄe»-,- wirk 90lüopper - plates. ^r. 4°. London 1794 and179b. dl". 1 — 45 .
— — (I. G.) Von einem solchen kennt manfür den Verlag von I. Ginger zu London (igvä.)ein Bilbniß des Schweizer - General - KapitainsAloysRedings, nach Oiogg, in Oktavformat fürJohn Bull gefertigt.
*— — (Robert). »Derselbe" (sagtFiorillsV. 406—7. »ist unstreitig der berühmteste Maler,der während des Protektorats blühte. Er verfer-tigte viele Bildnisse von Ol. Cromwell, unter an-
Walker.
dern eins auf Befehl der Königin Christina , dasden Prorektor mit einer goldnen Kette um denHals darstellt, an welcher eine Medaille mit dreyKronen, dem schwedischen Wappen, und einePerle hängen, und das die Königin ihm als einGegengeschenk für sein von Cooper gemaltes undvon Milton besungenes Bildniß Übermächte. Esbefand sich vor Zeiten in dem Besitz des LordMountford zu Horseth in Cambridgeshire , undverdient mit einem andern, das der Graf vonEssex zu Cashiobury aufbewahrte, verglichen zuwerden. Das im Lex. bemerkte Bild, auf demman Cromwell und kambert erblickt, hieng in demCadinet des Lord Bradford. Uebrigens malteWalker auch einige minder berühmte Personen,z B. eine ganze Figur des Großstegelbewahrers,Keble, die man ehemals im Cabinet des Mr.Onslow bewunderte, und einige alte Philosophen,deren Gestchtszüge er von unbekannten armenMännern entlehnte. Sein eignes Bildniß sah manin Leicesterhoufe und in der Gemaldegallerie zuOxford ." Eines seiner Bildnisse von Cromwellhak er selbst, doch ohne seinen Namen, inSchwarz-kunst geschabt ***). Sein selbst gemaltes Bildnißsollen Lombard, dann auch Chambers gestochenhaben. Geschabt haben nach ihm das des Crom-well, Faber und Lombard (kelksm exc. 1723.),und Ebendasselbe gestochen, B. Picart; W. Fail-horne, das des Thomas Fairfax ; und I. Nut-ting das der Herzogin von Beaufort.
*Walter (Wilhelm). Kupferstecher, welcherim Lex. nur ganz kurz, unter dem Art. von Anror»erscheint, geb. in England um 1720. (Basar» Ld.sec. k. »726. zu Salisbury ), und blühend 1760.zu London , wo er sich mit feinem Bruder Antonniedergelassen hatte. Dieser Künstler hat für Boy-dell Blätter nach verschiedenen Meistern gestochen.Rost IX. 2Z0— 3 ». führt ein Zehend dergleichenan: Nach Amoroso, das kleine Fischmädcher» undden Jungen mit dem Vogelnest« (Cab. Devonshi-re); nach P. Bereitini, Christus erscheint der Ma-ria im Garten (Cab. Orford zu Houghton); denRitter B. Gerbier und seine Familie, schön, nachvan Dyk (Cab. der Erbprinzeffin von Wales);die Flammandische Unterhaltung, nach van Herp(Pendant zum Flammändischen Essen, von I.Taylor); die Gewalt der Schönheit über einenSatyr, nach P. Lauri (Cab. Montaigu); Dianaund Callisto (Jupiter verführt, unter Gestalt je-ner Göttin, diese Nymphe), nach F. le Moine(Cab. Webb); die kleinen Vogelfänger, nach Net-fcher (Cab. Delme); die Löwin mit ihren Jungenspielend, schön, nach Rubens (Cab. Orford);Jakob tränkt Rahel's Heerde, und Jsaak segnetden Jakob, nach Trevisani (Cab. Devonshire).Andre fügen noch hinzu: 8t. IVlartin dividingbis cloak, nach Rubens , und einen Engel nachLh. Woorlidge; dann das Bildniß des GeneralFleetwood, nach I. Houbracken. Ohne Zweifelist der Unfrige derjenige William Walker, vondem es bey/iorillo V. 800. heißt, daß er 179Z.gestorben, und seine Biographie in GentlemansMagazine D. I.XIII. k. I. p. 279. zu fin-den sey.
— — — -in neuerer Englischer Künstlerleichen Geschlechts und Namens, und einer dererühmtesten von denen, welche Ansichten griechi-scher Gegenden dargestellt haben. Auf dem Salonvon I 8 o 5 . sah man von ihm, neben andern, die-jenige der Stadt oder vielmehr Dorfes Castri, an
*) Ein betagtes sitzendes Frauenzimmer in Klostergewand, dir ein Mädchen lesen lehrt, nach diesem, von demUnsrigen, zählt Füßli IV. 1Z9. unter die vorzüglichen Blätter.
*») Namentlich auch mehrere von der Kaiser!. Russischen Familie (wie z. B. die Großfürsten Alerander undCvnstavtin) nach der Zeichnung der Großfürstin Maria Friederika. Fiorillo K. S. n. S. 100.
*'-2) Beyläufig! Ein anderes meisterhaftes Bildniß von Cromwell, im Kabinet Mortimer, hat Bartolozzi (igo-.)vortrefflich gestochen. In den Lvndner - Kupferladeu sah' man solches überall neben denen von Buvnapart-hängen, zu welchem Zwecke es auch ausdrücklich gefertigt worden z» seyn scheint.