Band 
Zweyter Theil [5].
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4083
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Walker.

der Stelle, wo einst Delphi stuhnd, so wie ersolche (180Z.) nach der Natur gezeichnet hatte.Es war zu bedauern, daß der Künstler sich aufden Ort einschränkte, und die noch jetzt erhalte-nen Umgebungen, den majestätischen Parnaß, dasfruchtbare Thal u. s. f. nicht hinzunahm. Nochwaren auf gleicher Ausstellung von ihm vorhan-den: Die Ansicht von Corfu, die Acropolis vonAthen , und die Ruinen von Argos, Alles sehrgut bearbeitet. Fiorillo V. 7Z6.

Walker (W.) So heißt irgendwo ein Malerzu London (wohl schwerlich einer der VorgenanntenWilhelme), welcher auf dem Salon der Königl.Akademie 1791. ein Bildniß, in Gestalt einesjungen Cherubs, ausgestellt hatte.

* Walkert (Warnart van), nach Gandel-lini, und

* (Wilhelm van), nach Basan(L<l. sec.)sind beyde wohl keine andern, als der Wernervan den vaikaerr des Lex. und der gegenwärti-gen Zusätze. Basän's diesfällige grobe Irrthü-mer s. zum Theilen letzterm Orte. Dieser Pfu-scher führt ihn früher als valkaert, und dannwieder als Waltere auf, macht ihn dort zu einem1690. gebornen Holländer, und hier zu einem Eng-länder, geb. zu Sommerset 1572.... Man möchtegrau werden:

walkhsf (Michael). So hieß ein Bürger,Scidensticker, zu Dresden , geb. 1599. in der Graf-schaft Barbi, und gest. zu Dresden 167z. Mi-chael. Frauenkirche. S. 4 tg.

wall (Joseph), ein Historienmaler, der sicheinige Zeit zu Dresden aufhielt, dann 1789. zuWarschau und 1792. zu Rom war. Alphabeti-sches verzeichn, d. Bruder Mitglieder b. d.Loge z. d. drey Granatapfeln in Dresden 5789. 5 / 92 .

*wallaert (D.) Von diesem Kupferstecherkennt man z. B. die Ansicht einer Wasserleitungnahe bey der Quelle von Vaukluie, nach de laCcoix, und zwey Ansichten von Rochefort, nachI. Vcrnet. S. auch den gleich ff. Art.

* ( ). Einen Französischen Mari-

ne»! Maler dieses Geschlechts, aus der zweytenHälfte des XVlII. Iahrhund. nennt der /zlma-nscti lies Deaux-^rts von 1800. unter den da-mals zu Paris lebenden, und eben so Fiorillo111 . 5 ö 7 > welcher ihn zu den vorzüglichen Künst-lern dieser Gattung zählt. Zuvcrläßig befand sichderselbe 1808. noch z» Paris 8alon 1808.)

Im -zimiinack llu Lummeroe 1811. hingegenerscheint er nicht mehr. Daß derselbe mit demvorstehenden D- Wallaert Eine Person sey,scheint uns wenigstens zweifelhaft zu seyn.

Wallbaum ( ). So heißt bey Meusel

III. ein 1809. noch lebender Medailleur und Ku-pferstecher zu Braunschweig . Don ihm kannteman z. B. eine Schaumünze auf den sei. Abt Je­ rusalem ; dann ein Blatt, welches Ludwig XVI. seine Gemahlin und ihren Sohn darstellt.

Walldmann, s. oben Waldmann.

Wallee, ein Graveur, f. oben valle.

Waller (Jgnatius). So wird irgendwo Jgn.Wallrer (unten erscheint er als walther) irriggeschrieben.

Wallers ( ). Ein Bildnißmaler dieses

Geschlechts wird von rJorhnagel N°. 679. an-geführt.

Wall ich (Aaron W.), ein von Kopenhagen

Wallis. 4ogz

gebürtiger Theatermaler, studirte auf der dortige»Akademie, und «hielt 1801. die kleinere und 1802.die größere silberne Preismedaille im Zeichnen.Er gieng darauf ins Ausland, besuchte Rom ,und kehrte r8io. in seine Heimath zurück, waraber 1811. gesonnen von Neuem eine Wander-schaft anzutreten. Weinrvich LunstrHistoriei Danmark S. XXI. und 205. rc. Obwohler in diesem Werke bald Arnold oder AronWallich, und dann wieder Aron W. Wallichheißt, so halten wir, aus verschiedenen Gründen,doch die letztere Benennung für die richtigere.

* wall int (Franz), und sein Sohn Hein-rich, der erste zumal Monsu Studio genannt.So verhunzt heißen bey Lanzi (kll. ters ) li.268. offenbar Franz van der Rappen und Hein-rich van Linrh des Lex. S. dort ihre Art. Siewaren demnach bloß Landlcute, nicht Vater undSohn, der erste ein Geschichts-, der zweyte einLandschaftsmaler, welche aber wahrscheinlich denerwähnten Beynamen von dem ängstlichen Fleiß«trugen, womit ihre Werke ausgeführt waren. Vonseinem Franz Wallinr nun sagt Lanzi: « Ei-nraste kleine Landschaften und Marinen mit sehrgenau ausgeführten Figuren; allein, ihm mangeltejenes Gefühl, das ein Geschenk der Natur ist,und jene Mürbigkeit, die in den Welschen Schu-len so wohl gefällt"; und von seinem so genann-ten Sohn (hier ohne Taufnamen):Er habe diegleiche Manier, doch mit etwas geringerm Ruhmals der Barer, erreicht." So hätten wir aber-mals einen Augiasstall von Irrthümern geräumt!

wallis (Charlotte Auguste , Prinzessin von),geb. 1796. in Carstonhvuse, in 1816. dem PrinzLeopold von Coburg vermahlt, und 1817. verstor,ben. Diese in England allgemein geschätzte Prin-zessin, verstand nicht allein mehrere Sprachen undwußte mehrere Instrumente zu spielen, sondern siesoll auch geschmackvolle Landschaften nach derNatur gezeichnet haben-

(N.), ein von ihm verfaßtes Werk:Hie möllern )oiner 4°, wurde 179t). von deut­ schen Buchhandlungen für Z Thlr. feilgeboten.Anderwärts heißt der unsre ein Baumeister z»London , der, in englischer Sprache, einen Schatzder Zlmmermannskunst mit 16 Kupf. heraus-gegeben habe.

( ). Diesen Namen findet man

(doch, wegen der kleinen Schrift, sehr undeutlich)auf einer Siebenbürgischcn Huldigungs - Schau-münze der Königin Maria Theresia von 1741.Samml. ber. Medailleurs S. 85 .

( ), ein vorzüglicher Schottischer

Landschaftsmaler, befand sich bereits 1802. inRom (damals der einzige Brittische Künstler da-selbst), wo er sich seither vollends niedergelassenhat. »In seinen Compositionen" (heißt es vonihm inFernow's Sirren s u. Rulturgemaldevon Rom S. 264 »zeigt er sich so sehr alsNachahmer des Gasparo Poussin, daß er dasGroße meistens auf Kosten der Schönheit suchte,und, da es ihm an Studium des Details gebricht,jene Großheit gewöhnlich charakterlos und leerward. Sein Colorit ist weder wahr noch reitzend,und der Dortrag seines Pinsels roh, da er in demIrrthum steht, daß der hohe Styl, den er sucht,die charakteristische Wahrheit im Detail nicht ver-tragen möge. Mehrere seiner Themate hat er auSdem Ossian gewählt; da er selbst aber keine Fi-guren zeichnen kann, so läßt er sich die Staffagengewöhnlich von andern Künstlern verfertigen."Günstiger lautet über ihn das Urtheil bey FiorilloV. 8 Z 5 . »Einige ossianische Landschaften von ihmin der Sammlung des Lord Bristol sollen vortreff-

) Und von dort entlehnt in Wismayr's Ephemeriden d. ttal. Litteratur, Jahrg. iv., Heft>-, undim Meusek'schen Archiv ll. (>.) >57-

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