Band 
Zweyter Theil [5].
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4086
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4^86 Wall her.

Dresdner , aber nicht ein Sohn des ältern Chri-stophs, wie man irgendwo fabelt, befand sichum 1648. zu Ulm , wo er bey dem BildhauerDavid Heschler arbeitete. Nach seiner Zurückkunftins Vaterland wurde er für den vornehmsten dor-tigen Bildhauer und Künstler seiner Zeit (!) ge-halten. Sächsisch. Rur. Rab. >748. S. 36 i.Auf dem alten <1782. rasirten) Neustadter-Kirch-hofe zu Dresden , fand sich im vierzehnten Schwib-bogen das Bildniß der 1677. verstorbenen Kauf-mannsfrau Dor. Stubing (in einer knieenden Stel-lung, mit aufgehobenen Handen) von dembe-rühmten^ Bildhauer .... walther (womit dochsonder Zweifel der Unsre gemeint ist) aus Alaba-ster gehauen. Nachr. v. Aeustadr bey Dres-den. Dresden 1722. 8°. S. 14»

wairher (Conrad), s. unten die Note zuHans w.

(Elisaus), von Bern. S. unten denArt. seines Vaters Friedrich.

(Franz), Handelsmann, Kunstdilet-

tante und trefflicher Zeichner (irgendwo auchKönigl. Französ. Historiograph im Elsaß genannt),geb. zu Straßburg 1762. Von ihm fanden sichArbeiten in den Kabinetten des Herzogs Albert von Sachsen-Teschen , des H. Ragneck zu Frey-burg im Breisgaudes Herzogs von Praslin zuParis und anderwärts. Den Vorzug verdienenPveye, welche er für seine Aufnahme in die Königl.Französ. Akademie gefertigt hatte, beyde nach derNatur: Eine Ansicht aus Lothringen , und einezerfallene Bauernhütte; dann eine Ansicht ausItalien, nach Harper. So heißt es bey Meusel1. (1778). Späterhin kannte man von ihm: Vuespirrorengues äs l'^lsacs «lesüinöss, ^ravöeset termmees en bistre par lU. etc. aa-

romps^aees 6'un texte historiyue purlU.l'^bbeOr^nUiöier blistorio^rapke äu Uoi en-^Isaee*).Bey Meusel II. (1789.) wird seiner nicht mehr ge-dacht; zwischen den I. 1778 und 89. scheint ersomit gestorben zu seyn.

So hieß auch ein Miniaturmaleraus der Schlesischen Grafschaft Glatz, geb. 1734.welcher zu Wien gearbeitet hatte, und dort 1789.noch lebte. In der K. K. Gallerie befinden sichvon ihm zwey 1^ 4 " br. und 11" hohe Bilderauf Pergament, deren eines die Königl. Neapo-litanische, das andre die Herzogl. ParmesanischeFamilie d779>) darstellt.

-.(Friedrich), ein Maler, gebürtig vonDünkelsbühl, ward Bürger zu Nördlingcn 146».und fertigte dort, nebst Hans Hürning, die ini47v. vollendete berühmte Liblia Uauperum.Fiorillo's Deutschland I. 3 Zi22. Nichtunwahrscheinlich ist er derselbe mit dem nachfol-genden

einem besonders in der rothenFarbe geschickten Glasmaler zu Bern , dort blü-hend um 1470. Seine Söhne Elisaeus undMatthias, waren in gleicher Kunst berühmt.Einer von ihnen malte das Leiden Christi und an-dere Historien in den Fenstern des Chors der da-figen Münsterkirche. Thüring, des MatthiasSohn, übte gleiche Kunst um 1H70. Ein andrerMatthias auch ein Glasmaler, lebte um 1620.Leu.

(Friedrich August), der Sohn einesMüllers, geb. zu Dresden 1780; studierte hierunter Hölzer seit 1794. die Architektur, ergriffaber spater die Handthierung seines Vaters.

S. auch den gleich ff. Art.

Walther.

Walther (F. A.) Ein solcher (ob der Vo»,stehnde, ist uns unbekannt) gab 1818. Die ^vistler-lier^estellte Nalerkunst cier ^Iten. ^r. 3 .keriin bey Naucke (6 Gr.)

- (F. X.) oder Walter. Mit L. L

yennL iscit H. 1764. giebt sich der Ver-fertiget einer vor uns liegenden Zeichnung in kl.Fol. an, welche die H. Elisabeth darstellt. Sieist brav mit der Feder auf Kupferstichart (undetwas unkertuscht) ausgefertigt; dir Figuren sindjedoch sehr verzeichnet.

(Georg Julius), s. bald unten den Art.seines Vaters Joh. Thomas.

* (Gerhard), s. Wälder im Lex.

(Hans), Bürgermeister, Bildhauer undArchitekt zu Dresden , verfertigte 1282. das Mo-dell zum Kreuzkirchthurm und leitete auch selbstdessen Bau; vermuthlich starb er nicht lange dar-:nach. Wecke in (einer Beschreibung von Dres­ den gedenkt seiner mit vielem Ruhme; und derberühmte Medailleur wost hat eine schöne Me-daille auf ihn geschnitten. Vielleicht war er einBruder von Christoph. Mag. d. Sächsisch.Gesch. ir TH. S.8i; und wecke'«, Dresden S 216 und 233 .

Zu diesem Art. giebt uns so eben einer unsererFreunde ff. bedeutenden Zusatz: «Vörderst ist znberichtigen, daß Hans das erwäbnie Modell zumKreuz-Kirchthurme früher als 1H82 gefertigt ha-ben muß, indem der Bau dieses Thurmes ib 7 g.dem Steinmetz Melchior Barthel übertragen undvon solchem i 58 s. beendet wurde.^ Aus I. L.Ruudmann's berühmte Achlesier in Mün-zen. Breslau und Leipzig 1728. 4° S. 186.190. entnehmen wir, daß er aus Breslau gebür-tig war. Hierselbst trifft man auch eine Stamm-tafel dieser Familie, die jedoch in Betreff derjeni,gen Glieder derselben, die sich nach Dresden wand-ten und die fast sämmtlich unter die beßten Bild-hauer ihrer Zeit gehörten, ganz mangelhaft geur-then ist; so wie auch Rundmann irrt, wenn ersagt, daß Hans schon 1372. gestorben sey **).Folgende (einseitige) Medaille von 1572, deren erauch gedenkt, hat ihn zu dieser Angabe verlebet;dieselbe (mit seinem Brustbild, in der Linken einenZirkel haltend) trägt nämlich, wie wir angezeigtfinden, die Umschrift: KIT'r-

V OL8 K/VD»8 2 V OKLäDkhl,dann unten 46. 1672. (also geb. 1626.)

Anderwärts datirt man solche fälschlich mit 1627;und wieder anderwärts, heißt es: Tob. Wosthabe auf den Bildhauer und Dresdner -Bürger,meister Johann Walther nebst Christian Wal,ther dem altern, eine Medaille geschnitten. Obletztre nun die obige und zwar hier mit dem etwadort mangelnden Revers oder eine ganz andreSchaumünze sey, können wir nicht sagen; wohlaber ist der Name Christian sicher ein Irrthum fürChristoph den ältern, dessen wir in einem be-sondern Artikel schon gedacht haben, und den wirgeneigt sind für einen Bruder des unsern zu halten.Hans (dem die lAi^cel. 8axon. Jahrg. 1780.S. 022. den Titel als churfürstlichen Hofbiidhauecgeben) muß zwischen 1^82 und 1691. gestorbenseyn. Schiegel's Lebensbeschreibung desSuperintendenten Dan. Greser, Dresden 1698. 12°. S. 101. besagt nämlich, - der1591. verstorbne Greser ihn überlebte.

(Hans Arnold), geb. zu Seifersdorf in Sachsen und Sohn des dortigen Pfarrers,erlernte die Goldschmiedskunst zu Dresden bey

") Zn Meusel', Miscellen XXIV. (1735.) S. 565. heißt es: ..Man erhält, gegen z Li'vres, viertel-jährig eine Lieferung von rwev Blättern, nebst dem dar» gehörigen Terre."

*i') Die erwähnte Stammtafel nennt, als Hansen', Vater, eine» Lonrad w. der um -4sL. gelebt habe,ohne jedoch dessen Stand oder Kunst näher anzugeben.