Band 
Zweyter Theil [5].
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?orenz Müller und Jacob Schneewels von i 6 s 5i6Zl. Um i 636 . scheint er sich als Meister gesetztzu haben, ohne daß wir angeben können woselbst;in Dresden jedoch nicht.

Walther (Hans Georg), ein Steinmetzgeselle,der um i7Zo. zu Dresden arbeitete; ein andrersolcher älterer

(Heinrich), arbeitete r6gZ. dort eben-falls als Geselle.

(Hieronimus), Bildhauer zu Dresden ;von ihm befand sich um ibs/. Emsers Statue zu sei-nem prächtigen Epitaphium in einem Schwibbogender Frauenkirche (wovon man ein Kupfer in Einsersneuem Testamente, Leipzig 1529, sieht) was aberschon ,714. sich nicht mehr in gedachter Kirchebefand. Michael. Frauenk. S. 217.

(Jacob), ein berühmter Maler zu Bres-lau, der zu dem Geschlechte gehörte, aus dem dieDresdner ; Bildhauerfamilie dieses Namens her-stammte. Von ihm können wir nichts mehr sa-gen, als daß ihm seine Frau i 6 Z 5 . abstarb. Bund-manns berühmte Schießer in Münzen.S. 186. Stammtafel.

eigentlich wallter (Ignatz). Wirkennen nach seiner Zeichnung ein Blatt auf dieVermählung des Erzherzogs Ferdinand von Oest-reich 1771. Dasselbe ist unter der Leitung vonSchmuzer gestochen, und erschien bey Artaria zuWien . Irgendwo rubricirt man noch ein Blattnach ihm, was die Bildnisse der kaiserlichen undköniglichen Familie Franz l. und der Maria The­ resia in einem Medaillon darstellt. Dasselbe sollbezeichnet seyn: )ot>. josepk ab lauern

ker jriv. /§»at. 77 ^a/iter llel. et ssr. ine. sub«Zir. §c/r»rtttLer.

*- (Johann). Wenn, dem Lex. zufolge,zwey walther s dort ohne Taufnamen ), Varernnd Sohn, Maler zu Straßburg waren, so mö-gen beyde Johann geheißen haben. In einer Bi-bel mit vielen Holzschnitten, die von Straßburg her in unsre Hände kam, hat sich deren ehmaligerBesitzer hineingeschrieben: 77 ^r/ter pictor

1607. Das von Peter Aubri gestochne Titelku-pfer zu Ludw. Caron's Uulustverkreiber, Straßb.1669. 8°, ist bezeichnet Ao/r. 775 r/te»- 8. (enior?)«lel.; es ist dasjenige uns vorgekommene Blatt,was auf einen Vater und Sohn solchen Namenshindeutet. Aubri stach auch, nach der Erfindungdes Arztes Flor . Schilling und der Zeichnung ei-nes der beyden Johann's, eine (mit Engeln, Hei-ligen und allerhand altbiblischeu Geschichten ver-zierte) Genealogie Christi in kl. Fol. ohne Jahrs-zahl. Nach einem solchen von I. Boulanger1671. (anderwärts heißt es 1672.) gestochen,nennt das Lex. ein Dildniß Kaiser Leopolds. Dashandschriftliche verzeichniß der Bracken-hofferschen Runstkanriner in Straßburg ,nennt um 1672. einen Johann Walter , Malerund des Raths daselbst, und citirt von ihm einOelgemälde auf Holz (hoch sZ Z. br. 17 Z.) waseinen Blumenstrauß darstellt. Endlich stach Match.Küsel nach Johann Walter das schlechte alle-gorische Titelknpfcr zu den von D. Scheid her-ausgegebenen : slerollinni Historiarnm librl Vlli.^rgentoratl 1694» 8°.

s. oben Hans walther, und un-ten den Art. Joh. Thomas W-

(Johann August), der Sohn eines Pe-ruckemnachers, geb. zu Dresden , studierte die Ge-schichtümalerey unter Casanova, gieng 1776. vonDresden nach Meißen , und verpflichtete sich alsPorzellainmaler an der dasigen Fabrik. Er hattejedoch kaum einige Monate dort gearbeitet, alser in eine langwierige Krankheit fiel, und etlicheJahre später, einige sc» Jahr alt, starb. Sein

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älterer Bruder (der anfangs den Beruf des Va-ters trieb, dann bey Camerata die Miniatur er-lernte) war mit Johann August 1776. in gleicheDienste getreten, und starb etliche Jahre nachdiesem zu Meißen . Er, dem eine Flugschrift dieVornamen Christian Gotthold giebt, kam anGcschicklichkeit dem erstern lange nicht bey. Dochbewahrt der Dresdner -Kupferstichsallon (in demVolumen, was die Früchte der Dresdner -Aka-demie enthält) ein kleines gut radirtes Blatt vonihm auf^es zeigt einen antiken Kopf der eine ArtMütze tragt, und ist bezeichnet: 0 . 6. Mr/tÜLrso. 1784.

walther (Johann Christian), zeichnete 1755.einen Prospekt des Chursächsischen StädtchensFrankenberg, den ein Ungenannter in kl. q». Fol.in Kupfer brachte, zu Bahn's historischen Nach-richten über dasselbe, Schneeberg 1755. 4 °-

- (Johann Georg), ein Silhouetteur,dessen zuerst in: Dresden zur Lenntniß s.Häuser 1798. Erwähnung geschieht. Derselbebefliß sich später des Bildnißmalens in Miniatur,und lebte noch 1812. zu Dresden . Einige seinerBildnisse sah man auf der dortigen Ausstellung1810.

Kupferstecher nnd Formschnei-der, von Geburt ein Nürnberger , der aber i 665 .die Wittwe des Formschneider Wilhelm Trau-gorrs zu Frankfurt a. M. heurathete, und in er-meldtem Jahr das dortige Bürgerrecht erhielt. Ingleichem Jahr stellte er den ersten Rathskalenderaus Licht, an dessen Spitze ein noch von Trau- 'gorr geschnittener Prospekt der Stadt, und, stattder gewöhnlichen 14 Schöppenwappen i 5 der-selbenals was Außerordentliches" (!) sich beizfinden. HLsgen A. 194-90. S. auch dengleich ff. Art.

Ueber einen solchen, gleichenNamens (ob denselben im Vorhergchnven Art. istuns unbekannte entnehmen wir aus Gantkatalo-gen die unsicher» Nachrichten, daß er in Gesell-schaft mit dem (jämmerlichen) Kupferstecher I.Link 1670. eine Folge verschiedener Costüme's, -2Bl. 8°, gestochen habe; nach ihm aber hättenG. Bvhmer den Gottesgelehrten Tob. Ehrenfr.Gebäuer, und I. Houbraken den General Fleet-wood und den General Lambert in Kupfer ge-bracht.

ein Buchhändler zu Frank­ furt am Main , der sich im Landkartensteche»versuchte, aber schlechte Arbeit lieferte. Hau-ber's Historie der Landkarten, Ulm 1724.8°. S. 25 . Anderwärts nennt man ihn nur alseinen Verleger von solchen, und führt eine Kartevon Franken mit seinem Lxcull. an.

(Johann Georg und Johann Ludwig).S. unten den Art ihres Vaters Joh. Thomas.

(Johann Martin), ein Ingenieur. S.unten den Art. Martin w-

(Joh. Thomas), ein sehr guter Stein-schneider zu Koburg um 1780, Vater von fünfSöhnen. Der älteste, Johann, arbeitete in dieserKunst zuPetersburg. Der zweyte, Joh. Ludwig,übertraf seinen Vater und suchte sich in Nachah-mung der Antiken immer mehr zu bilden; dieserarbeitete auch in Stahl. Er und sein Vater ver-fertigten viele Arbeiten nach Berlin . Sie bedien-ten sich hierzu des versteinerten Holzes. Joh.Georg und Georg Julius, der dritte und vierteSohn, waren Goldarbeiter. Mcolai l. Anmer-kungen S. HZ. Vergl. oben den Art. seines fünf-ten Sohns, des Juweliers Christian w.

(Lucas), wurde 1062. zum sonderba-ren Münzprobirer oder Münzwardein der Stadt