Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
4088
JPEG-Download
 

4038 Walther.

Nürnberg angenommen. H irsch deutsch.Münz-archiv. II. 5 .

Valrher oder Walter (Martin). Ade-ln ng's verzeichniß d. Landkarr. u. typogr.Blätter Sachsens , S. io 5 , nennt ihn Haupt-mann in Chursächsischen Diensten, und sagt daßI. Zucchi nach ihm einen Plan der Bataille vonKesselsdorf (1745.) gr. Fol. gestochen habe. EineKopie hiervon erschien zu Paris bey le Rouge1755. Vielleicht ist derselbe Eine Person mit demJohann Martin walther, der 1768. zu Dres­ den , als Oberstlieutenant bey dem Ingenieurs-korps, alt 56 I. starb. Endlich erscheint auch einConducteur Martin walrher um die Mitte desvorigen Jahrhunderts zu Dresden . Dieser nunmag derjenige Philipp Martin Ferdinand (W-)seyn, der als Kammer - oder Finanzconducteur indem ( 5 Hur sächsischen Staarskal. um 1766.und noch 1810. rubricirt wird.

ein Goldschmied, der 1690. dasMeisterrecht in Dresden erhielt und hier 1780oder 1781. starb.

(Matthias), zwey Glasmaler diesesNamens, s. oben den Art. des Glasmalers Fried-rich w.

(Philipp Martin Ferdinand), s. obenden Art. des Hauptmanns Martin W-

(Sebastian), war churfürstlich sächsi-fcher Baumeister und Bildhauers er starb 69 I.alt (vermuthlich um 1645.) zu Dresden , und liegtin der Frauenkirche begraben. Michael. Frauenk.S. 171. Sebastian schnitzte für die churfürstli-che Kunstkammer die Geburt Christi sehr schönin Alabaster. Mag. d. Sächs. Gesch. ir Lh.S. 81. Vermuthlich ist von ihm oder Michael*),das 1616. gemeinschaftlich mit Hegenrvald in derSophienkirche befindliche (auch im Lex. angegebene)Monument, was aus einem sehr schönen alaba-sternen Ecce Homo, mit rIosseni's knieender Sta-tue, Lebensgröße u. s. f. besteht, verfertigt wor-den. Das Magazin d. S achs. Geschichte theiltzwar diese Arbeit Christoph Walthern zu (ir Th.G. 82.), sagt aber gleich auf der Seite vorher,daß Christoph 1584 - gestorben sey, und daß dasMonument von 1616. datire. Eine alte Hand-schrift belehrt uns endlich ebenfalls, daß unserSebastian derjenige war, der nebst ZachariasHegenrvald (künftig einen Nachtrag zu dessenArt) das vortreffliche Monument des berühmtenBaumeisters Nosseni in der Sophienkirche zuDresden fertigte. Dasselbe (über Mannsgröße)zeigt den Nosseni knieend neben seinen drey Wei­ bern , dann ein Ecce Homo von Alabaster, dasjüngste Gericht rc. Gedachte Havdschrift besagtferner, daß Sebastian einen Taufstein beendigte,den Hegenrvald angefangen hatte, aber i6zg. dar-über verstorben war. Derselbe wurde mit 5 o Tha-lern bezahlt und kam in die Dorfkirche nach Köt-fchenbrode bey Dresden . Sebastian war einganz vortrefflicher Künstler. >

(Simon), ein Maurer- und Baumei-ster von Freyberg in Sachsen ; heirathete 1676. zuWittenberg .

(Thüring), s. oben den Art. des Glas-malers Friedrich W.

(Veit), ein Stetnmetzmeister zu Nürn­ berg , wo er 159g. starb. Dorischer ChristenFreydhöfe Gedächtniß. S. 66.

(Wolfgang). Irgendwo heißt es, einsolcher habe den Apoll als Gott der Musik in 4°zu der ersten Lieferung von walrhers Mylholo-

WaltvN.

gie gestochen. Ob der Autor und der Künstleretwa aber nur Eine Person abgeben, ließ sich au-unserer Quelle nicht ersehen.

W<rlther( ). So hieß ein Maler des XII.Jahrhund. im Kloster St. Emmeran, dessen beypez (^necll. I. ?. III. p. 14546.) Erwähnunggeschieht. Fiorillo's Deutsch !. I. 202.

* ( ). So heißt bey Fiortllo K.

S. II. 5 g. ein Englischer Kupferstecher in Ruß­ land , unter der Regierung Catharinae II., der dieBildnisse dieser Monarchin in Reisekleidern, danndes Fürsten Potemkin, des Generals Lanskoi , desAdmirals Greigh u. a. geliefert habe, und wahr-scheinlich mit dem, eben auch von Fiorillo(l. 0. 9g.) angeführten Jakob Walker des Lex.und der gegenwärtigen Zusätze Eine Person ist,und aber, hier irrig, walrher heißt.

( ). Hofgärtner zu Ludwigsburg

im Würtembergischen 1768, und auch noch um1780, wo er den Titel als Garteninspektor trug.Er machte sich damals, als Schiller sein Schau-spiel, die Räuber, geschrieben hatte, auf eine un-edle Weise durch hämische Verfolgung dieses ebenerst auftretenden jungen Genies bekannt. Hkc.

( ). Anschicker (d. h. Aufseher) bey

dem Bauwesen der Stadt Nürnberg , starb in176 .. Mc.

oder Walter ( ), Schulkollege

in Berlin , gab 1787. einen Grundriß mit Pro-spekt dieser Stadt, in außerordentlicher Größe,aus Licht. Homann brachte nachgehends solchenins Kleine. Lurze islachricht von dem Hörmannischen großen Landkarten - Atlas.Nürnberg 1741. 8°. S. 61.

( ), zwey treffliche Steinschneider

zu Coburg und in Rußland. S- oben Chri-stian w.

oder Walter ( ), ein junger

deutscher Kupferstecher, lieferte für das SachsenCoburg. Meining. gemeinnützige Taschenbuch.vornI. igoZ. nach Thierry's Zeichnungen drey An-sichten, welche den Henneberg, die Ruinen deSdortigen Schlosses und das Schloß Maßfeld dar-stellen.

( ). Werkmeister bey dem herzog,

lichen Bauamte zu Stuttgart 1732.

oder Walters ). Zimmermeister;Spangenberg, Amtsmauermeister; Adam Mo-ritz Hausrvald, Landbauschreiber und Festungsrmäuermeister cst. zu Dresden 1782. set. 71.);Schob, Mauermeister; Christian Schumann,Mauermeister, und Georg Greyßer, Jagdzim-mermeister, beyde 1720-. zu Dresden ; JohannTobias Lehmann, Mauermeister, arbeitete von17Z9 bis 46. mit an der katholischen Kirche und st.1764, 3 i J.alt(wohl älter), zu Dresden ; Daniel Eb-hardt und Holzmann, Steinmetzmeister; Chri-stoph Schumann, Hofmauer-, und Christian Ber-thold, Hofzimmermeister daueren bürgerliche Häu-ser, wurden aber**)

walro. Dechant des Klosters St. Gallen ,zu der Zeit, wo dieses Gotteshaus durch die Ein-fälle der Saracenen bedrohet wurde. Rarpere(bey Goldast) rühmt von ihm: Doctor kuit sum-me pianus, pictor it» äeeorus, ut in la^uearisexterioris 8. dalli eaclesiss ciroulo viäere est(sie!) Fiorillo's Deutschland I. 57-

* Walton ( ), hieß H. Nach ihm hat

I. R. Smith (1778.) sehr schön in Schwarzkunstgeschabt: Das silberne Zeitalter (Pendant zu de«

v) Wer dieser Michael sey, ist uns unbekannt.

*2) Hier sind uns, durch Unfall, ein Paar Zeilen nnserec diesfälligeu Quelle verloren gegangeu.