4090 Wandeland.
gab er zu C. Linnäus Hortus Oliksortmnus,neben dem Titelkupfer verschiedene sehr schöne vonihm gezeichnete und gestochene Blätter. Von Ein-zelnem kennt man von ihm: Eine H. Familie nachI. C. Procaccini *); den Groß-Emir der Araberin der Wüste und dessen Gemahlin; »2 Quart-blatter vom Leben und Tod Christi u. s. f. Dannnach ihm eine Menge Bildnisse, besonders vonI. Houbraken, wie z. B- H. Boerhavens **);dieses auch von F. Kauke, und ein drittes (wahr-scheinlich das unten in der Note genannte Urbildder beyden andern) ohne weitern Namen als denseinjgen; ferner der Aerzre Arent Kant, seinesFreundes ***), und F. Ruysch u. s. f. Auf meh-rern dieser Bildnisse findet sich, als sein Zeichen,daS plnx. Rost VI. 207.
Wie eine unserer Handschriften besagt, st.unser Künstler 1729. Eben diese Nachricht nenntnoch von ihm: Die Blätter zu der Ausgabe zuden Werken des Vesalius, s Bd. gr. Fol. Ley-dcn 1726, und zumal das herrliche Titelkupfer.Nach ihm dann, von I. Houbraken, die Bildnisseder Kaiserin Anna Jwanowna; Lord Anson's vier-mal (einmal ohne desUnsrigen Namen); das (mitder Adresse von Ch. Weyers sehr seltene) des Got-tesgelehrken C. Honchorst u. s. f. Ferner ein Ti-tclkupfer nach N. Verkolje, mit der Inschrift:klncsst 'slancks van Dtreckt. ((streckt
1729.)
Wandeland (Adam), kln gelehrter und vor-trefflicher Maler von Angers in Frankreich , blühteum 1274 Ebenderselbe hat, nach Aussage Jö-cher's, einige Städte und Länder sehr artig be-schrieben.
wand er ( ), Kreisamts - Kanzellist zu
Jungbunzlau in Böhmen um 1790. Er zeichneteein (geringes) Blatt mit Alterthümern, was einUngenannter zu (von Riegger's) Archiv der Gesch.u. Statistik von Böhmen , Dresden 1792. II. Th.gr. 8°, geetzt hat.
Wander-Buck ( ), ein guter Land-
schaftsmaler und Zögling der 1781. zu Montpel lier gestifteten Kunstakademie. M//ru Vo^s^s«laus les Löpartemens Uu Ülisti. IV. ZiH.
*wanderverf. So ist auf mehrern Ku-pferstichen der Name van der Werf verstochen.
wandutius, s. oben vanducius.
*Wang (Jakob), Abkürzung des Namenswang»,er des Lex. und der gegenwärtigen Zu-sätze.
Mangel (Johann August), Hofsteinschneiderzu Schwerin 179s.
* Wangenheim (A. von). In (Hen-nerr's) Beschreibung des Lustschlosses undGarrens zu Remsberg. Berlin 1778. 8°. S. 7.heißt es, der Baumeister Remmerer habe sich1734, behuflich des Baues des fürstlichen Schlos-ses zu Reinsberg, den von Wangenbein , zumBeystand ausaebethen; er sey ihm auch als Con-ducteur zugefügt worden, aber (zufolge des Kir-chenbuches) schon am 26. Nov. 1734. zu Reins-berg gestorben. Das Lex. will dagegen, daß er(falls sich nicht zweye dieses Zunamens mit derBaukunst abgaben) zu Berlin 1740. diese Zeitlich,keit verlassen habe.
— — (Friedrich Adam Julius von), im Go-chaischen 1747. geb., stand zuerst in vaterländi-
Wannenmacher.
schen Diensten, gieng dann zu dem hessischen Zä-gerkorps, und wohnte mit diesem dem Kriege inAmerika bey. In ,787. wurde er Forstmeister inPreußisch Litthauen, und starb als Oberforstmei-ster dieser Provinz zu Gumbinnen ,8oo. SeinDildniß steht vor dem 3 g. Bande der Encyklopä-die von Krünitz . Strieder's Hessische Ge-lehrrengeschichre, XVI. 479. ff. Er zeichnete5 , Kupferrafeln (von einem Ungenannten radirt)zu seinem Buche: Beytrag zur Forstwissenschaft,die Anpflanzung Amerikanischer Holzarten betref-fend. Gbttingen 1787- Fol. Auch in den Schrif-ten der Berliner » Gesellschaft naturforschenderFreunde, B. VIII. Berlin 1788, trifft man zweykolorirre Pflanzenabdildungen nach ihm.
Wangensteen (O. A.), Kapitalst bey demNorwegischen Artilleriekorps; eine von ihm 1761.gezeichnete Karte von Norwegen u. a. m. hatman in Kupferstich. Msc.
"Wangner (Jacob). Dieser mittelmäßigeKupferstecher arbeitete zu Scheuchzer's Kupferbirbel. Augsb. u. Ulm 1701. Fol.; zu Sal. Klei-ner's Gebäuden des Herzogs Eugen Franz vonSavoyen. Augsb. 1721. ff. gr. quer Fol., nachKleiner; einige große Blätter mit Festivitäten zuW. F. Schönhaar's ausführlicher Beschreibungdes zu Bayreuth 1748. statt gefundenen Beyla-gers des Herzogs Carl von Würtemberg rc. Stutt gart 17H0; dann (er und Wachsmuth) viele Hi-storien und Allegorien nach der Zeichnung Gottfr.Eichler's des jüngern, zu einem Kupferwerke wasbey Joh. Georg Hertel in Augsburg , 4 °, erschienrc. Ferner nach I. A. Stockmann verschnörkelteEinfassungen; nach Abr. Moz, die Flucht nachEgypten, ein sehr großes mittelmäßig radirteS Blatt (was demungeachtet zu seinen beßten Arbei-ten gehören mag); nach Joh. C. Weyermann, 6Blätter mit Vorstellungen von Reisenden, qu. Fol.Auch kapirte er mehrere französische Stiche; soz. B-nach Tenier: h-elrlctac, les Amüsementsües matelcrts; vue lle I'lanäres , und les Nisö-res äe la Ltlerre. Auf den beyden letztem Blät-tern bezeichnet er sich sculpslt;
wogegen er auf alle dem sonst hier Verzeichnetenstets seinen Namen Wangner schreibt. Es istdiese unterschiedene Schreibart auch Ursache, daßer im Lex. in gedoppelter Person als Iac Wag-ner und Wangner rubricirk ist. Er soll aucheine Komposition mit dem Leichnam Jesu, Fol-,gestochen haben; dann eine Ansicht der Stephans-kirche zu Wien , Landschaften nach T. Major, andresnach I. G. Bcrgmüller rc. Vergl. auch obenJac. Wagner den jüngern. Noch nennt Basar,( L6. sec. ) von ihm ein in 1742. zu Turin auf-geführtes Feuerwerk, und Gandellinl zwey chi-nesische Schilde; über dem Einen eine krieger'schePallas, über dem andern ein Frauensbild, dasein Tuch über den Kopf gezogen hat.
wanket, ein Bildhauer oder Bildschnitzler imXIV. Jahrhundert, der in den Verzeichnissen deralten böhmischen Malerbrüdcrschaft erscheint.(Riegger's) Materialien zur Statistik vonBöhmen . Heft VI. S. , 55 .
Wanken müller (H.) Nach einem solchenkennt man das Bildniß des Kaufmanns I. I.Jenisch , von I. I. Haid geschabt,
*Wannen macher (Joseph). Wohl der-selbe, der in I. H. Haid's Buche: Ulm nebst Ge-biet , S. L81, als ein Maler von Tommcrlingen
*) Heiner?« I. -n. zählt es zu denen» welche als Zugaben zu dem bekannten Dresdner,Galleriewerke zu be-trachten seyen.
«>') Welches er anfangs selbst gestochen, das dann aber durch I. Houbrake's spätere Uebrrarbeitung viel sanfterund schöner geworden —,nur daß jetzt bey den letzten Abdrücken die vier Finger der, linken, unter dem Ge-wand hervorkommenden Hand mangelten.
E) Dieses soll w- auch selbst gestochen haben.