Band 
Zweyter Theil [5].
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Wannenwetsch.

genannt wird, der um 1780. die Dorfkirche zuScharenstetten (was, so wie Lommertingen, un-weit Ulm liegt) mit schönen Bildern ausmalte.Nach ihm hat I. G. Lbelott das Wunderbild U.L. F. von Elchingen gestochen.

wannenrveesch (Hans Georg), ein Glas-maler zu Basel , wo er 1631. oer. d6 starb. Jod.Tonjola: hasileu ssplllt?. kas. 1661. 4°.p. 4-8.

wanner (A.), ein Kupferstecher, und, demStyle seiner' Arbeit nach zu urtheilen, vielleichtein Schüler von Match. Küssel . Er fertigte dieKupfer zu einem Büchlein in 16°, was ohne Ortund Jahr (vielleicht in Böhmen ) erschien, undbetitelt ist: Andacht zu vier glorwürdigen PatronenS. Joanne von Nepoinuk, S. Antonio, S. JudaLhadäo und S. Disma.

* wans ( ). Derselbe hieß I. B., wie

der Raralog derZZirkenst 0 ckischen Samm-lung besagt. Dieser rubricirt von ihm zwey Land-schaften, auf denen man Wasser mit Schiffen,Gehölz, weidendes Vieh, Caravanen rc. sah.Die darauf befindlichen Figuren waren im Ge-schmacke des van der Meer gemalt.

Wanr (Osman), soll dasBildniß eines Carl'svon Bourbo», Kardinals und Erzbischofs vonRouen , oval L°, gestochen haben.

*Wanrol. So ist der Name des Dom.van Toll bisweilen verschrieben.

Wappler (Franz), Bildnißnialer zu Mün­ chen . Laut einer Rechnung von 1696. wurden ihmfür ein Bild 48 fl. bezahlt. Gestochen nach ihmhat C. G. ab Amling das Bildniß des Churfür-sten Max. Emanuel, und Ph. Kilian dasjenigedes Kaiser Joseph I. in Ungarschem Costüm. Li-powsky II. 274. Mrc.

( ). Ein Franziskaner Layenbru-

der zu München (bey Liporvsky ausdrücklich vondem Obigen verschieden), malte 1707. das Bild-niß des Bayerschen Franziskaner-Provinzials V-Zeidlmairs, welches sich gegenwärtig im Königl.Landesarchive zu München befindet.

ward (Francis Swain), in Diensten derOstindischeu Compagnie, hat im Fache der Land-schaftsmalerey viel Lobenswürdiges geleistet. In1787. legte er der antiquarischen Gesellschaft zuLondon 23 seiner Zeichnungen vor. Die Darstel-lung von Ruinen und alten indischen Pagoden ge-lang ihm vorzüglich wohl. Fiorillo V. 721. Onf.6 enl 1 emsn '8 Nagsrine I^IX. ?. II. p. 706.

(Jakob), eingeschickterEnglischerThier-maler. Nach seinen Bildern sind die Kupfer ineinem großen Prachtwerk verfertigt, welches seiti8»6. bey Boydell über die brittischen Viehartenherausgekommen ist. Lord Sommcrville, einerdex ersten Agrikulturisten in England, hat die Auf,ficht übernommen, und der bekannte SchriftstellerJohn Lawrence den Text dazu geliefert. Im I.i 8 o 5 . schickte er zur Schaustellung der Akademieein großes Bild, das eine Schaafschur in Wales vorstellt. Es ist zu sehr überladen, und im Ko-lorit schmutzig, um Lob zuverdienen*); indeß istdas Ganze mit außerordentlichem Fleiße ausgear-beitet, und gefallt, je genauer und spezieller maues untersucht Das Auge verliert sich in ein wei-tes Thal von Felsen eingeschlossen, welches diegrößte Mannigfaltigkeit der Gegenstände darbie-tet. Aber ganz vortrefflich in seiner Art ist einandres kleines Bild von ihm, das ebenfalls i8ub.erschien. Es stellt einen Jäger bar, der, vonseinen Hunden begleitet, einen Berg hinanklimmt,um das Auffliege» des Berghuhns zum Schusse

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zu benutzen. So viel Erwartung und gespannterJagdeifer im Blicke, der Gang auf dem unebnenklippenreichen Boden, das zum Anschlag bereitliegende Gewehr ^hie wahre Figur eines abgehär-teten Försters, die trefflich gezeichnete Berggegend,Alles dieß ist so richtig und für den Jagdlieb-haber so interessant, daß man das Auge nichtabziehen und immer den Aufflug des Berghuhnsund den Schuß zu erwarten geneigt ist. Es istein Portrait des Baronets Wonne, wie er inschottischen Gebirgen mit seinen Hunden das Berg-huhn verfolgt. Fiorillo V. 842-43. Gestochennach einem I. ward (wahrscheinlich nach demUnsrigen) sind auch von w- Ward zwey schönefarbigte Blätter, welche Sommer und Winter,unter Gestalt junger Mädchen im landschaftlichenGrund darstellen. (Lc. ^n^I.) 234.

Ward (I.), ein Englischer Kupferstecher, gabin i8oh. eine Abnehmung vom Kreutze, in Schwarz-kunst, nach Dietrich, welches gerühmt wurde.

s. auch den gleich ff. Art. von

Wilhelm w. - -

(Wilhelm), Englischer Maler, Zeich-ner und Stecher in Schwarzkunst und in Punktirsmanier, geb. um 1760. und blühend zu London 1780. Die Schabkunst lernte er bey I. R. Smith ,von welchem er einer der vorzüglichste« Schülerwar. Geliefert hat er, theils nach eigner Erfin-dung, theils nach G. Morland, I. Opie, W.Peters, nach seinem Meister Smith, R, M.Paye, I. Ward und Weatly, meist häusliche Co-stüme-Blätter in dem bekannten Englischen Ge-schmacke; wovon besonders: tlie karmers 8tadlsaus dem Kabinet Dudley, tlie kruits ok Lsrl^Inäastrv et Oeconom^» und tke essect» ok^outk foul Lxtrsva^ance» alle drey nach Mor-land in Schwarzkunst geschabt, vorzüglich daSdritte, dann s Visit ok tke Sranökstkor nachSmith, bey Winkler gerühmt werden. Dann einPaar Bildnisse nach I. Hoppner. Von Geschicht-lichem kennen wir einzig: Den Tod des OedipuS,nach H. Füßli, und: Pilatus wascht sich die Hän-de, nach G. Honthorst. Seine Blätter datirensich meist von 178492. Doch wird noch irgend-wo von ihm ein Schwarzkunstblatt von i8vh. (derSlrohdecker) wieder nach einem der schönsten Bil-der von Morland angeführt. Rost >X. 26264.Gestochen hinwieder nach ihm, finden wir ein-zig: Lvening ov tde kelspse (junge Dame,in einem Stuhle sitzend) von I. Gcozner, inbrauner Punktirmanier. M'-rli/er. Mn. S. auchden gleich ff. Art.

* ( ), der Bildnißnialer des Lex.

ohne Taufnamen. Nach ihm hat Dixon einBlatt: tlie Xabob ok -lrcot sehr schön geschabt.Ob er etwa mit obigem Wilhelm Eine Personseyn dürfte, ist uns unbekannt.

Wardigb (D. G.), geb. zu Hamburg 170«,lernte dort die Malerkunst bey dem altern Nor-vic; hielt sich verschiedene Jahre als Hofmalerzu Eutin auf; studirte nachgehendS sieben Jahrein Amsterdam nach den Werken des van Huysum,v. d. Heyden und H. Zaftleeven; lebte daraufbis 1766. zu Hamburg , und kaufte sich endlich inPloen an, wo er 1789. starb. Man hat von ihmgute Blumenstücke und Landschaften; letztre stellenGegenden von Amsterdam und vom Rheinstromevor. Lunst-Hlstorie i Danmark af wein-rvich, S- 2i5, woselbst, als Quelle, das Ge-mäldeverzeichniß des Advokaren Schmidtin Liel. S. » 45 , citirt ist. Grorh's ver-zeichniß der herzoglichen GaUerie zu Schwe­ rin . Das. 1792. 8°. S- 7" und G. 19. desRegisters, rubricirt eine von ihm 17/,g. gemalte

Gruppiruug, vortreffliches Wasser und schönen

2) Andre rühmten gerade daran, die treue Darstellung, guteBaumschlag.

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