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mer *); darunter warelers eignes Bildniß imEchlaftocke, am Fenster sitzend, eine Nachahmungdes Bürgermeisters Six; eine Flucht in Egypten,Nachtstück, wo St. Joseph eine Fackel halt, undein andres wo ein Engel eine Fackel tragt, beydenach Dietrich, voll Wärme (kleine, aber wahreKunstjuwele); endlich ein junges Mädchen nackendauf dem Bette, vor welchem «in sitzendes Frauen-zimmer zeichnet, eine unausgearbeitete Platte vonvtembrandt selber, welche Q). vollendet hat. —Ferner an die 20 Bl. in verschiedenen Manieren.Wie z. B.: Der Koch der Maler-Akademie zuRom , nach Saly (schon 17Z2.), jum Speyen kennt,lich; Venus fangt die Liebesgötter, nach Rubens ;eine Wachtstube von Affen, nach Teniers ; Land-schaften nach I. Both, K. du Jardin, Pannini undWareau; den kleinen Kuchenhandler nach Boucher;die Rückkehr der Amme mit ihrem Säugling nachGreuze ; verschiedenes nach I. M- Pierre, zumTheil in Schwarzkunst geschabt. Dann Mehreres,ohne andern Namen als den seinigen; wie z.B.ein Denkmal dem H. Salvalette de Duchelai zuRom errichtet (1764-)- Endlich drey Sammlungenvon Vasen nach Lorrain, Pierre und Dien ; Allerleyaus dem Cabinet seiner schönen Müllerin; ihrHauS mit der schönen Jnnschrist: Lur vulle per-inutem 5 sbina äivitiss operosioreg? Damalshatte freylich der Ehrenmann seine Reichthümer —noch nicht verloren! (selten). — Die mehrern dieserBlätter, freylich meist geistreiche, liebenswürdigeKleinigkeiten, datiren sich zwischen 1749—7Z.h?ach ihm gestochen kennen wir einzig das Bildnißseiner Einzigen von L. l'Empereur. Lonf.et L Vmkler nennt unter den Blättern inRembrandt's Manier ebenfalls ein Bildniß derMadame le Comw, die in der Hand eine Birnehält; und unter eben dieser Rubrick drey Landschaf-ten mit italienischen Ruinen, nach Weirotter.Unter den Variis führt eben dieser Katalog an:1a §tregna» svec <ies kstouument,
sntiguee. in. k* (schon 178Z). Dann«ine Allegorie auf die Hochzeit der Madame leComte (175g.**)); eine Landschaft mit vier chine,fischen Kinder», mit der Unterschrift: 6rave ennn jour 1768. Im Katalog von Brandes fin-den wir nichts Eigenthümliches, mit Ausnahmeeines Bildnisses von J.J. Rousseau, nach Taraval(selten). In einem Verzeichniß meines sel. Vatersendlich zwey Blätter (1760.) bey Gelegenheitmehrer Pamphlete eines gewissen la Font de S.Meines (Zeichners der Manufakturen von Tours undLyon ) worinn von den Gemählden des Salons übelgesprochen wird. Basan (L<l. soc.) giebt w.Werk zu oonBl. an***), und nennt, neben Andern,Venus,welche die Amorine säugt, nach Rubens ,das nämliche, was auch C- Galle und späterSurugue bereits gestochen hatten; und Gandellini»4 Vignetten zu einer Lyonerr Ausgabe der Geßner-schen Idyllen von 1762. — wareler's ganzes nichti» den Kupferhandel gekommenes, und somit höchstseltenes Werk von 18g Bl. verkaufte Hetnecke (1786.)um hundert Thaler.
U>areler( ). Einen jüngern, wenig be-kannten Künstler dieses Namen führt der Almanachdes Beauxs Artü von i8oi., dann ein VerzeichnißLandons von 1808. und eben so der Almanach duCommerce de Paris von 1811. noch unter den da-mals dort lebenden Landschaftsmalern, ohne wei-tere Bemerkung an.
Waterlov.
war er (Peter van der), ein Kupferstecher undKunsthändler (zu welcher Zeit?) in Amsterdam .Schad'» plnacorhek S. 214.
*waeerloo (Anton). Maler, Zeichner, Kupfer-etzer und Kupferstecher. Lange Jahre wohnte er, nachBarrsch (ssmtre 6ruveur) tl. z. namentlich aneinem Ort zwischen Maarsen und Breukeien beyUtrecht , und st. nach von (kNannlich 1662.^). Diegedachte enge beschränkte Gegend war das haupt-sächliche Studium seiner Kunst; daher findet sich indem Locale seiner Bilder wenig Abwechslung; abersie sind darum nicht minder gesucht wegen der Leich-tigkeit seiner Lüfte, der guten Färbung und demgeistreichen Blatterwerk. Da er in Darstellung derFiguren und Thiere nicht glücklich war, so ließ ermit dergleichen seine Gemälde durch Andre staffiren.Alle Kunstgeschichtschreiber stimmen übrigens darinüberein, daß er seinen verdienten großen Rufweniger seinen (seltnen) gemalten Bildern, als dergroßen Menge seiner unvergleichlichen Etzarbeitenzu verdanken hatte. Immerhin aber scheint es uns,daß warelee von den erster» allzuwegwerfend alsospricht: „Wir haben nichts von ihnen zu sagen,als daß fie zu wenig abwechselnd sind; dennochwerden sie wegen den leichten Himmeln, der gutenFärbung und dem geistreichen Laubwerke gesucht."Von solchen finden sich übrigens in deutschen Galle-rten, unsers Wissens, einzig eine zu H?ünchen:(jetzt zu Schleisheim) Das Innere, eines Wal-des, wo Reisende von einer Bande Räubern ange-fallen werden (2^ 8 " hoch, 2*4" br.) aufHolz, undzu Dresden zwey gebirgigl« die ein« (6^ A"br.4, hoch) auf Leinwand, die andere ( 2^ 3" br.
7" hoch) aufHolz; jene mit einem Fluß und Zie-gen mit ihrem Hirten; diese mit einem stürzendenWaldwasser und ein Paar Figuren. Dagegen lautetdie Charakterik seiner Arbeiten dann, so wie solchefreylich hauptsächlich aus seinen Etzarbeiten erhellet,bey Rost VI. 99 —10». (wesentlich nach Barrsch)wie folgt: »Seine Landschaften find ganz ländlich,und haben den Charakter der größten Simplicität.Ein Gehölz, eineWaldspitze, ein krummerWeg, eineinsames Dörfchen, eine entlegene Eremitage, eineMühle über einem Wasserfalle sind gemeiniglich dieGegenstände, die er vorstellt. Da er die Figurennicht gut machte, gieng er deswegen in seinen Sti-chen sehr sparsam damit um. Die wenigen, die mandarinnen findet, beweisen seine Schwache in diesemTheile. Seine große Starke besteht in der Ausfüh-rung, darinnen er Meister ist. Vstarerioo, als Stecherbetrachtet, befolgte eine Derfahrungsart die ihm ei-gen ist. Er ätzt« seine Platten schwach, ohne sie jemalszum zweitenmal« zu übergehen, wie hingegen Her-man Saftleeven und einige andere Künstler verfuh-ren. An dessen statt bedeckte er manchmal seineHintern Gründe, um sie vor der großen Wirkung desAetzwassers zu schützen, und dadurch das Zurück,weichen vom zweyten und ersten Grunde zu erlan,gen. Am öftersten ätzte er seine Platten in einemganz gleichen Grade von Stärke; alsdann brachteer durch den bloßen Grabstichel die Uebereinstim-mung der Töne, und die Verstärkung der Schattenhervor, wie man davon unter seinen Stichen vieleBeyspiele findet. Ueberhaupt brauchte dieser Künst-ler den Grabstichel häufig, nicht allein zu seinerBlätterung, sondern auch vorzüglich zu seinenBaumstämmen. Die kleinen Aeste setzte er oft alleinmit diesem Lieblinasinstrumente hinzu. Da aber diePlatten unsers Künstlers leicht geatzt, und stark mit
»Er legte sich" (sagt sein Freund l'Lvesque, oder vielleicht er selbst von sich) »in den letzter» Jabren seines Le,bens darauf, Rembrandks Manier zu suchen und nachzuahmen; er fand den Handgriff derselben, un) ist vielleichtzu enrschuldigen, wenn er die Kunst selbst nicht fand, .die nur durch einen Künstler von der tiefsten Wissenschaftwieder hervorgebracht werden kann."
tttt) In 1762. (!) reiste w-rtelet mit ihr nach Italien .
Wohl zu hoch! Ein andere-Verzeichniß von Grills in Mensel, Museum XV. ,55—6,. führt ihreran die »20. namentlich an.
's) watelet sa^gt, wahrscheinlich am richtigsten: 42 I. alt -66o.