Band 
Zweyter Theil [5].
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5004
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5004 Weber.

Mechanische dieses Geschäftes wurde dem geistrei-chen Weber bald zuwider; er gab seine Unter-nehmung auf, und warf sich von Neuem in dieArme der Tonkunst und der Composition. Lon-versarions-Lexikon.

Weber (Demoiselle Caroline), zeigte auf derAusstellung zu Dresden 1810, ein Blumenkörbchenin Stickerei,

(Caspar). So hieß ein Steinmetz-geselle von Zürich , der 1692. zu Dresden arbeitete.

(Franz oder Johann Thomas), geb. zuAugsburg 1763. »Zeichner, Maler und Kupfer-stecher, in charakteristisch- historisch- allegorisch- undbiblischem Fache, Hhiere, Landschaften u.s.w. wieauch in Blumen für Kotton- und Seidenmanu-fakturen, Hausgeräthe, Antiken und andern Ge-fäßen der in Silber und Gold arbeitenden Künst-ler in Augsburg "; so heißt es buchstäblich beyMensel III. (r8og.), wo er noch unter den Leben-den erscheint, und von ihm weiters bemerkt wird:Er arbeitete vorzüglich in Chodowieckyscher Ma-nier (?), und hat in derselben Mehreres, z.B.für den Rellwagischen Taschenkalender, dann ge-tuschte Blätter zur neuern Augsburgischen Geschichtegeliefert«. Bey Lipowski, wo er als JohannTbsmas und (i8ro.) ebenfalls noch als lebend er-scheint, heißt er ein Modellschneider zu Augsburg ,der aber das Kupferstechen bey Söckler in Mün­ chen erlernt habe, bann glückliche Versuche inEhodowiecky's Gattung machte, und hierin auchVieles für London arbeitete; mit dem weitcrn Bey-fügen:In »8oi. erhielt er eineStelle beim StadtAugsburgischen Rechnungswesen, die ihm wenigeTage in der Woche benimmt, und er also noch im-mer im Stande ist, seiner Kunst, worin er sich sogut auszeichnet, obzuliegen. Unter seinen kolorie-ren Kupferstichen sind das russische, französische,österreichische, baierische, spanischere. Militär inmehreren Blattern bekannt". Noch bemerkt einerunserer Freunde (vollends 181g.):Er führt zuAugsburg auch einen Kunsthandel. Mit seinemöelin. er sculP. haben wir eine Anzahl radirtcr undkolorirter Stick- und Strickmuster gesehen; dage-gen nur mit seinem excuö. radirte und kolorirteLandschäftchen". Nach ihm haben Ang. Dalbon,P.J Laminit, v. Polt rc. schlechte Titclkupfer fürBuchhändler geätzt.

(Friedrich), erscheint in dem Berliner-Adreßkalender anf iSno, als ein dortiger Wachs-xoussircr,derBildnisse fertigte, sowohl en Büsteals en Miniatur«, für deren genaueste Aehnlichkcitseine vieljährigcn bekannten Arbeiten sprechen;dann alle Arten von Früchten und was mansonst verlangte. Er verkaufte auch die feinstenNah» und Gtrickkirbchen, und ließ sein neuar-rangirtrS Wachsfiguren - Kabinet gegen Einlaß-geld besichtigen". In 1809. war er nicht mehr amLeben, wohl aber seine Wittwe die auch die Kunstihres Mannes zu Berlin betrieb.

Zeichner und Kupferstecher,

geb. im Wirtembergischen, lebte noch zu Augsburg um 1809. Als Sohn eines Webers lernte er infrühern Zeiten das Gewerbe seines Vaters; doch,ein natürlicher Trieb zu der Kunst bewog ihn,dasselbe zu verlassen. Zuerst zeichnete er Dessinsfür Zitzmanufakturen; bald aber gieng er zugrößer» Gegenständen über. Vorzüglich widmeteer sich der Landschaftzeichnerey. Seine von ihmselbst in Kupfer gestochene Arbeiten druckt er mitFarben ab. Im Nachstiche gab er in mchrern Liefe-rungen die vorzüglichsten Blätter vonW.Hamilkon'sPrachtwerke über den Vesuv . Merisel III. Einenähere Nachricht über diese Blätter (12 an derZahl)von ih-'z" Länge u. 10" Höhe, welche zusammen fürso fl. Pränumerations-, oder 24 st. Subscripkions-preiß verkauft wurden, s. inEbendeß. Arch. I.

Weber.

(4.) 146-49-, wo ein Reichsfreyherr von G -adavon bezeuget:Die vor mir liegenden drey erstenBlätter rechtfertigen den großen Beyfall, den sichder Künstler durch ihre fleißige, nette Ausarbeitungund schöne Illumination hier" (Augsburg i 8 o 5 .)überall erworben hat."

Weber (Friedrich Hermann), Candidat decGottesgelahrtheit aus Curland. Das Verzeichnisder Hendelschen Gemähldesammlung zuHalle im Magdeburgischen (i 8 v 5 .) G. 7b. nenntvon ihm das Brustbild eines jungen Capuziners inPastell auf Pergament. Dieses Glück, das er 1780,während seiner Studentenjahre zu Halle unterPrangen's Aufsicht fertigte, soll seiner Zeichnungund seines Colorites wegen unserm jungen Künstler(Dilettanten?) Ehre machen.

(Fr.), ein Kondukteur zu Berlin , umdas Ende des vorigen Jahrhunderts.

(F. G.), ein Kupferstecher von dem wirein schlechtes Blatt (vermuthlich Kopie) nach derAngel. Kaufmann kennen, das in der Englischenpunktieren Manier gefertigt ist.

(F. H. ) s. unten Job. HeinrichWeber.

(Georg), ein Zimmermeister und ge-

schickter Mechaniker von Dünkelsbühl gebürtig.Da er den aufrührerischen Bauern hölzerne Ka-nonen gefertigt hatte, so würde er 1826. in großeStrafe verfallen seyn, hatte man ihn nichtsei-ner Künstlichkeit wegen" losgebeten. Vorzüglichschätzte man ihn der großen Kenntnisse wegen,die er in allen Dingen besaß, die sich auf dasBauwesen beziehen. Um » 53 o. ließ er sich inNürnberg nieder und st. 1567. Doppelmayr.Panzer führt sein Bildnis 8°. in Kupferstich an,mit dec Jnnschrift: Lmerman,

starb in Nurnb. I567. (ohne KünstlerbesZeichnung).

(Gottfried), s. oben Joh. Eleaz.Schoenau.

(Gottfried Amandus), ein Maler in decersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zu Eisleben im Mannsfeldischen. I. T. Erd m a n n' sLlschr.von der/eyer des andern Evangelisch-Lutherischen Jubelfestes zu Eisleben . Das. 4 ".S. 63 .

(Hans) von Schwabach , suchte i 58 o.Münzwardein der Stadt Regensburg zu werden.Hirsch teutsches Münzarch. II. 27g. EinJohann Weber, Bürger und Goldarbeiter zuSchwabach , wurde von dem Markgrafen vonBrandenburg Onolzbach 1623. als Münzmeister zuRoth angestellt; I. e. IV-, 192. In 1628. hobman diese Münzstätte jedoch auf. Ein HansWeber endlich war Münzwardein zu Erfurt underscheint 1097. und 1602. l. c. III. no. 209. Obdieser Artikel sich auf drey, oder zwey, oder nurEine Person bezieht, vermögen wir nicht zu be-stimmen; und eben so wenig ob derjenige HansWeber, der 1604. als ein Goldschmied zu Nürn-berg (Trecbsefts Lstürnberger Johannis-Rirchhof. 17Z5. 4°. S. 232 .) erscheint, mit ihnenin Bezug zu setzen wäre? Der letztre mag derje-nige seyn, dessen Bildnis (ohne Kunsibezeichnung

gestochen) Panzer angiebt, mit der Jnnschrift:A'oüa»» äoläsokmid in blürnb. starb

» 634 .

vergleiche auch unten JohannWeber.

oder Wäber (H.). Ein Gantkatalogrubricirt von einem solchen eine Folge, welche diezJarionen der vier welcrheile darstellt; ohnejedoch zu bemerken ob als Zeichner, oder alsStecher.