Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
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Weißmann.

gallene zu Schwerin . Das. i/gs. 8°. S io 4u. S. iq. des Registers. Derselbe starb zu Dres-den 1760 set. 5 b I. Dresdner politisch.Anzeiger Jahrg. 1760. Vlll.

weiß mann (Nicolaus) In der Kaiser!. Ga-lerie zu St. Petersburg finden sich (N°. 1647 u.48.)zwey gemalte alte Weiberköpfe von der Hand einessolchen.

weißmanrel (Andreas), s. oben ChristianSchmidt.

— — (Johann), ein Münzmeister zu Erfurt .Eine Abbildung von zwey seiner Schaumünzen(die Bezug auf den König Gustav Adolph habenund nril iÜZs U.16Z4 datier sind) giebt ChristianJunckers güldenes und silbernes Ebren-gedächrnis Dr. Marr. Luthers. Franks, u. Leipz.-706. §0. S. 463 . 458 .

— — (N.), Ingenieur bey dem Hofbauspersonal zu Wien 178b. Hof- und StaarssSchemarismus von Wien .

Weißmeyer (Johann Gottfried), Röhrsmeister, Tischler und Bauvoigt an dem berühm-ten Waisenhaus« zu Halle im Magdeburgischen1804. Hallisches Adreß-verzeichniß aufi8o4> S. 43» r

Weißn er (I.). Der Gantkaralog derReber'schen Sammlung (Dusle 18,>9.kax. 7)) nennt von einem solchen Maleszwey Bildnisse auf Kupfer (hoch 8 Zoll, bt.5 5 3 .)

w eiste in e r (Adasti), ein Steinmetz in Prag auf dem Pohorzelecz, wo er 1680 an der Pest starb.Dlabacz.

* Weis; brsdk, s. im Lex. und. obenweißbrodr.

Werth (Johann), war 1711 mit dem Hof-staate deS Churfürsten von Mainz bey der Krö-nung Kaiser Karl VI. zu Frankfurt a. M. Indem davon gedruckten Diarium, S. ro. derangehängten Fourierlisten, wird er als churfürstslichcr Werkmeister zu Mainz benennt.

— — (Wenzel), ein Künstler irgend einerArt (vielleicht Goldschmied oder Maler) der r6Z6zu Zlabings in Mahren erscheint.

weirmil oder weirmübl (Benesius oderDenedikt von). So heißt ein geschickter alterBaukünstler, der in der Mitte des XV. Jahrh,neben dem eigentlichen Baumeister der St. Veits-Kirche zu Prag (perer von Arles ) über denBau derselben die Aufsicht trug. Fiorillo'sDeutsch !. I. S. 12b. Anm. b. Dlabacz nenntihn: Benedikr Weitmühl von Krabicze, Dom-herr von Prag , unter dessen Aufsicht der Bau derdortigen Metropolitankirche fortgesetzt wurde; mitdem Hinzuthun: »Zu seiner Verewigung hat manihm eine Büste an der Gallerie derselben Kirche,mit der Aufschrift errichtet: stiotus

/s-'aürcse, Lsnouicus prnAensis, tert'iu.s Lla-Lister ssabricse 1275" (also ein Jahrhundert

Weitsch. 5029

früher als Fisrillo meint), und führt dabeySchalter'« Beschreibung der Stadt PragB. l- S- ?4 u. 186. an.

weitsch (G-F.). So finden wir einmalden unten folgenden Joh. Friedrich weitsch,den jüngern (anderwerts auch, vielleicht rich-tiger, Friedrich Georg genannt), kurz denSohn des Joh. Friedrich weitsch, Pascha,verschrieben.

— (JohannFriedrich), der Vater, mitdem Zunamen Pascha *), geb. 1728 (s. K. 24.)nach Meusel l. zu Helsendam ( besser tzeffendam),einem Wolfenbättelschen Dorfe, wo sein VaterDachdecker oder Maurer war, seit 1779 Herzogl.Braunschweigischer Galerie - Inspektor zu Salz-thalum. Die einzigen biographischen Nachrichtenüber ihn von einigem Belange finden sich beyHeinecke ll. S. 17. Not. i.) vom 3.1769 wo esheißt: »Seine Neigung zur Maleren zeigte sichvon der ersten Jugend an; da er nichts andersvor sich hatte, so zeichnete er wenigstens dieStempel ab, welche auf dem Brief-Tabak, soder Vater nach Hause brachte, standen. Obwohldie Eltern nach ihrem Vermögen ihn unterrichtenließen^ quch nach Oesterwyk in die Schule schickten,so komcken sie doch an einen Unterricht im Malendesto weniger denken, da der Name Maler indortiger Gegend in sehr schlechtem Rufe stand.Nachdem Weitsch verschiedene Fatalitäten ausge-standen, und endlich Sergeant worden war, jedochbey aller Gelegenheit, was ihm vorgekommen,gezeichnet hatte, fügte es sich, daß sein Ober-ster von Tunderfeld ihn so zu sagen zwang, zweyin Oel gemalte Landschaften zu copiren, wiewohler weder Pinsel noch Farben kannte. Da mannun diese Copien lobte, so ging er immer weiter,doch immer ohne Lehrmeister , studirte bloß dieNatur, zeichnete alle Vorwürfe, die ihm dienenkonnten, suchte, womöglich, mit Künstlern inBekanntschaft zu gerathen und mit ihnen sich zuunterreden. Da man nun in der neuangelegtenPvrcelainfabrique Maler brauchte, so ward auchweitsch ausgesucht und angestellt, also vomSoldarenstande frey gemacht. Hierüber aber wäreer fast von der Oelmalerey abgekommen; allein,er hat solche 1787, wieder zur Hand genommen,und übet sie jetzo mit allem Fleiß. Besonders ist,daß er 1768 noch keinen Porter jemals gesehenhatte, und doch vollkommen in dessen Maniermalte. Er ist aber noch in diesem Jahre nachCassel gereiset, damit er dort einen Potter copi-ren und darnach studiren könnte. Allein, neidi-fche Menschen haben ihm, wie er schreibt, auchdiese unschuldige Freyheit verwehrt. Sollte mandiefem Künstler unter die Arme greifen, wir wür-den gewiß den zweyten porrer bekommen"; undEbendas. S. 18 . „Er hat anbey eine feine Kennt-niß von Schildereyen; deswegen er auch mit Bil-dern und Kupferstichen handelt. Weil er »ebendem alles, was in Braunschweig und der Gegendherum Sehenswürdig, kennst, so hak er uns,als ein Cicerone, gute Dienste gethan, zumahl,da er ein höflicher und williger Mann ist". Undnoch an einer andern Stelle I. c. II. liest man,er habe ein Mittel erfunden, dem namentlich inBraunschwcig (?) sich sehr gerne von den Mauerntrennenden Mörtel mehrere Dauer zu geben, undseine Gedanken hierüber zu Papier gebracht **).

») Den Ursprung dieses seltsamen Beynamens haben wir bisher noch nirgends gefunden. Einzig wissen wir,daß er in seiner Jugend eine Unteroffizierssteste bekleidete, was freylich (auch in der Lürkev) von derPaschawürde noch ferne wäre- Eher müsscu wir auf sein selbstgewähltes Kostüm rathen (man s. sein treff-lich geetztes Bildniß von Chodowiecki ), das ihm vielleicht Gelegenheit gab, jenen Namen (so wie J.Sttph.Liotard sein Turban, denjenigen eines Türken) sich beyzulegen.

n») So eben finden wir noch über ihn im Freymüthigen -8<>z. S. >71- ff- lesenswerthe Notizzen: „Bis insein vierzigstes war weitsch ein gemeiner Soldat, und in s- sechs und drevßigstcn hat er zum erstenMal in seinem Leben ein Bild gemalt. Die Veranlassung war ff. In einem Lager harre er aus langer