Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
5082
JPEG-Download
 

5082

Widemann.

hat Henricus nach C. Screka gestochen; und denObersten I. H. Garnier, M. Lang nach unsermEllas, der auch Mehreres nach eigener Zeichnungdazu fertigte; andere Zeichner erscheinen hier nicht.Die zweyte jener Bildnissesammlungen von Eszeigt gleichzeitig lebende Ungarn , und ist von Ellasselbst (auch hier kommt er nur als Zeichner vor)gestochen. Der unsre, ein fleißiger Mann, hatsehr wenig nach andern Künstlern gearbeitet. Dochkennen wir von ihm 1647 in Fol. das Bildniß desBischofs Otto Friedr. Grafen von Puchaim, nachFranz Leyx; anderwärts nennt man noch Cimon undPera nach G. Bachmann in gr. quer Fol. In 1647hielt er sich zu Preßburg auf. Hkc.

widemann (Elias) aus Hohkirchen, baute1776 zu Kieslingswalde in der Lausitz einen neuenKirchthurm. Lausltzisches Magaz. Zahrg.1775 . S- 176.

— — eigentlich widmann (Georg), obder Sohn des obigen Daniel? Dieser Kuperste-cher stach zu des A. Oldoini: Vitae erreg Aestaepontilicurn romanorum. Romse ap. ?IriI. et^.nb. 6e Unbeis 1677 Fol. 4 Thl. Dann soll erdas Monument des Pabsten Jnnocen; IV. nachder Zeichnung des Abtes Elpid. von Beuediktis,und weiter die Schrift zu einer von Joh. Bapt.Falda (lob. )ae. Kossi exe. kam. 1678) gesto-chenen Karte des Schwäbischen Kreises nebst demElsaß (nach W. Samsons Entwurf) geliefert ha-ben. iVsc.

— — — — (Johann), der altere, Stadt-baumeister zu Annaberg in Sachsen , wo er (zu-folge einer handschriftlichen Chronik) i 5 Z 5 dasRathhaus erbaute. Mrc.

— — — — — — wird als »Gieß-lieutenant" bey dem Königlichen Gießhause zu Ber-lin 1770 genannt. In 178h erscheint er nichtmehr.

— — oder 8)ledemann (Joh. Caspar),f. oben pirsch. Wir fügen noch hinzu, daß ersodann Lieutenant, Capitain, und endlich 1770Major bey dem Ingenieur-Corps wurde, und zuDresden 1778 alt 6r I. starb. Dresdner pollr. Anzeiger Jahrg. 1770 R°. X 1.1 N. Jahrg.1778 N°. I.- Er war nicht ungeschickt in denzeichnenden Künsten.

— — — — Nach ihm soll Phil. Kiliansowohl das Bildniß dts Markgrafen Friedrich vonBaden in gr. Fol., als das der Herzogin von Wür-lemberg, Maria Dorothea Sophia, in Oval ge-stochen haben.

— — (Joh. Christian). Ein solcher wurde1735 Königlicher Hofsticker zu Dresden , wobeyer zugleich Jmposteinnehmer war, und 1749 da-selbst, 5 Z I. alt, starb.

— — oder vielmehr widmann (Joseph),erscheint in dem Europäischen Staats - undAdreßbuch, Geißlinge» 1778 8°. als Hoffaßma-maler (?) des Fürsten von Fürstenberg -Mößkirch.In dem Staars - und Adreßbuch d. Schwä-bischen Breises auf,79c, Lh. I. Ulm 8°. S.374 kommt ein Franz Anton Widmer ebenfallsals Hoffaßmaler des Fürsten von Fürstenberg vor.Ob vielleicht beyde zu Einer Familie gehörten,und das Geschlecht hier oder dort verdrucktWare?

— — — — widenmann und wid-«nann (I. Jacob Adam), Nagion einer Kunst-handlung zu Nürnberg , bey welcher sich die berühm-ten Dietjchjschen, Levermüllerschen u. a. ähnliche

Widemann.

Werke fanden. Diese Handlung wurde 1808durch Subhastation zum Verkauf ausgeboten.

widemann, auch witmann undwiedmann (Lorenz), ein Maler zu Nürnberg in der letzten Hälfte des XVII. Jahrhunderts.In panzer's lJürnbergischen Portraits,findet man zwey Bildnisse nach ihm rubrizirt. DaSeine: Der Kaufmann Georg Waldkmann bezeich-net p. 1679, /I. A. Ooener so. 1682

in Fol.; das andere der 1697 verstorbene Amisstes Andr. Unglenck, bezeichnet: ^r'rch

MKU» pinx. Xorimb., Xnstr. ^lattkaeus ^Volis-tzan§ sculps. Vinö. In kol.

— — oder wied emann (Ludwig), einKupferschmied, der zu Dresden 1700 die kostbareuod schöne Ritterstatue des Churfürsten v. Sach-sen und Königs von Polen August II. aus ge-triebenem Kupfer mit starker Feuervergoldung fer-tigte, welche sich dort auf dem Markte der Neu-stadt (nicht der Friedrichssiadt, wie Weinwichglaubt) findet. Sein dazu ausgearbeitetes Modellsieht man in dem Königl. Antiken - Kabiner zuDresden . Dasselbe ist jedoch etwas abweichend;so z. B. finden sich hier am Postamente verfallneTafeln, auf denen Schlachtenstncke eingegrabensind u. s. f. — weinrvich's Bunsthiftorie iDannmark S- 169. wo er als K. K. Oberst derArtillerie genannt wird, besagt, daß er zu Nördslingen (irrig heißt es anderwärts zu Augsburg )1694 geboren wurde, und zu Kopenhagen 17H4gestorben sey. Andre machen ursprünglich einenSchweden aus ihm: »In seinen frühern Jahren"heißt es dann anderwerts) »lebte er zu Nörolin-gen, wo er sich 1717 verheyrathcte. Da es ihmbort mit seinem eigentlichen Handwerk nicht ge-lingen wollte, kaufte er eine Wirthschaft, und fingnebenher an, einige Windbüchsen zu verfertigen.Mit diesen gieng er 1722, nebst seiner Familie,nach Sachsen, kam nach Dresden in die Stück-giesserey, un6 verfertigte dort einige Kanonen,hauptsächlich aber die schon erwähnte schöne Rit-terstatue August II. Er war deswegen zum Kapistain, und späterhin zum Oberstlieutenant ernannt.Als er mit dieser Statue fertig war, kam GrafBrühl in die Gießerey und besah sie. Er fandVergnügen daran, und sagte zu wiedemann:Dieser Statue fehlt nichts als ein — Zopfoder Haar-beutel." Der Künstler antwortete: »Was würdendie Leute sagen, wenn ich einer antiken Statueeinen Zopf oder Haarbeutet anhienge? Das hatgewiß ein dummer Schwabe gemacht"! We-gen dieser Antwort wurde ihm der Graf abge-neigt. Als er noch mit der Statue beschäftigt war,starb August, der ihn ehrte und hochschätzte. Nachdessen Tod wurde er durch den Neid einiger Großenverfolgt, und reiste 1748 wieder nach Nördlingen und von da nach London , wo er, von dem Her-zog von Cumberland unterstützt, in die Stückgieße-rey kam, und die Erfindung der Windbüchsen ver-besserte. In London gieng es ihm wieder fatal;er gieng deswegen im I. 1720 von dort weg nachWien , und ward daselbst zum K- K. Obristen derArtillerie ernannt. Don Wien kam er bereichertnach Nördlingen zurück, und verfolgte alsdannseine Reise weiter über Berlin nach Kopenhagen ,wo er die Statue des Königs von Dännemark ver-fertigen lvollte; aber über der Arbeit starb er 175464 I. alt. Meuse l's Mus. X. 2Z7 -28. Conf.Hasche u. s. f. Der Johann Melchior Wie-demann aus Nördlingen in Schwaben , derbemGoldschmied Schüller zu Dresden 172h auf fünfJahre in die Lehre gegeben wurde, war vielleichtein Sohn von ihm. /I^c.

— — —- (Paul), ein Steinhaner von Leip-zig , der bey der Erbanung des ChursächsischenLustschlosses Attgnstnsbnrg (von 1^67 bis 1272)