ausführlicher Auszug derselben findet sich ku deeBeyl. zur Allgem. Zeit. 1818. N°. 42. Ir-gendwo wird dieser geschickte Mann angeführt,wie folgt: „Ein vortrefflicher Architekt im Wasser-und Brückenbaue, der anfänglich in Diensten desGroßherzogs von Darmstadt stand, und dann indie des Königs von Baiern trat, wo er jetzt dieoberste Leitung aller Wassers und Brückenbaue be-sorgt. Vorzüglich erregte er die Aufmerksamkeitdes Publikums, durch seine Brücken, die er ohnePfeiler, mittelst eines Bogens über bedeutendeBreiten zu spannen versteht. Er hat einige brauch-bare Schriften *) über Dinge herausgegeben,die in seine Fächer schlagen. Sein Herr dekorirteihn mit dem Orden der Baierschen Krone." Dannwird Ebend. von ihm genannt: In 4 Blatt,eine topographische Karte vom Herzogthum Berg(Pr. 7 Thl. Gr.); und in 10 Blatt eine hydro-graphisch und militärische Karte vom Niedercheinr/gd (Pr. 6 Thl. 8 Gr.) Mrc.
wiebel (Centurio), geb. i6i6zu Joachims-thal, und gest. 1684 zu Dresden , wo er in derFrauenkirche begraben liegt, auf welchem Kirchhofeihm auch G. Bottschild ein schönes allegorischesMonument machte. Um i 658 wurde er Churfürst!.Sächsischer Hofmaler; nach seinen Bildnissen von1662 hat Höckner diejenigen von I. G. von Op-peln und Max Herrn von Hohenegg gestochen.
i ch a e l i s-frauenkirche S. 2i5; u. HNagd.sächsische Geschichte Th. IV. S. 108. Nochhaben Joh. Dürr und I. C. Höckner gemeinschaft-lich ein Bildniß des Herzogs Moritz von Sach-sen in Fol. nach ihm gestochen.
wiebelktz (Georg Heinrich), Königl . Preus-sischer Landbaumeister zu Belgard , in i 8 i 3 alt 46Jahr. flamenrliches verzeichniß der zu derr 4 att 0 nal-Murrer-Loge ?u den drey Weltku-geln gehörigen Bruder Freymäurer für iLiZ.Berlin gr. 8°. S. 60.
Wrebi'ck ( ), Bildhauer zu Berlin um
i8«5, erscheint unter den Pränumeranten zu G.Hillcr's Gedichten und Selbstbiographie.
* Wiebke (Berchthold). Das Bild in der Ga-lerie zu Dresden , welches die Jahrzahl 1679 tragt,ist auf Holz (tt 4 " hoch, 1' /s" br.) gemalt, undstellt Pfirsiche, eine Weintraube und Johannis-Beeren vor.
wiebold (JsakAugust), ein Maler zu Dres-den , der daselbst 1747, b 4 I- alt, als Königli-cher Kämmereymaler gestorben ist. S « ch s. Lur.Bal. 1747. S. 288.
wkeckmann s. oben wickmann.
wied (Anton). Eine von einem solchen ge-zeichnete Karte von Moscau erschien zu Antwer-pen ; wie wir in dem Dkenrrum orbis terrarum1579 des Ortelius angezeigt finden.
wiedebusch (Heinrich Ernst), Zeichenmei-ster an der Armen - und Waisenschule zu Alton»2805. Alton» er- Adreßbuch.
* wiedemann, s. weidemarm und Wi-dern«,m im Lex. und oben, und wiedmamrnnten.
wiederhold (Adam). So hieß ein Hof-Gold- und Seidcnsticker zu Cassel 1802. M-c.
wiedevelt (Hans), ein Baumeister, gebo-ren zu Meißen (der Stadt oder dem Lande?) 16)6,kam 1670 nach Kopenhagen , und half, nachPel-li's Rissen, bey der Aufführung des Gebäudesder Landkarten-Akademie. Sodann erbaute er dortselbst das Lhottische Palais, die reformirte Kirche,und arbeitete auch an dem Friedrichsberger-Schloß-baue. Hans st. 1780 (zu Kopenhagen ?) Runst-Historie i Danmark afwernrvich S. 121.
tt — oder vielmehr Wiedewelt (Jo-hann), wie diese Familie sich eigentlich schreibt,Bildhauer und Zeichner, welcher im Lex. ohneLaufnamen erscheint, geboren zu Kopenhagen 175»und hier gestorben 1802 als Direktor der Kunst-akademie, Pröfessor der Modellschule, erster Kö-niglicher Bildhauer und Justitzrarh **). Den erstenGrund zur Kunst legte er bey seinem Vater Just,'dessen wir unten gedenken, studirke darauf die Ma-lerei) unter Miani, widmete sich aber, als dieserDänemark verließ, mit erneutem Eifer der Bild-hauerey unter Pezolt. In ,750 gieng er nach Pa-ris , arbeitete unter Coustoux, und modellirte aufder Akademie, wo er auch den großen Preiß imModelliren gewann. Dieß war Ursache, daß Kö-nig Friedrich V. ihm ein Jahrgehalt zu seinenReisen aussetzte. Von Paris , nach einem dorti-gen vierjährigen Aufenthalte, wandte er sich nachRom , wo er mit Winkclmann zufammenwohiite,und sich dessen Umgang wohl zu Nutze machte.In 1768 kam er wieder nach Kopenhagen , wurde176, Professor, unternahm 1768 eine neue Reisedurch Frankreich, Holland und England, und er-hielt 1772 die Bestallung als Direktor der Kopen-Hagener-Akademie ***), welcher Stelle er auch 16Jahre vorstand. Von seiner Hand sind die schönenStatuen im Garten des Friedensburger-Schlossesbey Kopenhagen, dann eben solche in dem großenSaale des Schlosses in der Hauptstadt, wiederan dem zu Jagerspreis, mehrere Erabmonu-inente Königlicher -f) und anderer Personenn. s. f. Sämling af forrieme DanskeHNaends Oorrrairer, med Biographier. Kio-benhaven -799 Tand II. Heft 4. Alle seineArbeiten zeugen von einem fleißigen Studiumder Antike. Lunsthistorie i Danmark afWeinwich S. 128. 214. In HirschfeldsTheorie der Gartenkunst III. 17^. ff. 194. heißtes, daß seine trefflichen Statuen zu Friedensburg.größkentheils abgebildet sind, in dem Werke: lllo-numenta Iresensbur^ica ju8su I'rieclorici V.e-roots. Ferner nennt man hier sein für die Kirchezu Rothschild bestimmtes Traucrmonument Fried-rich V. was er damals (um 1780) noch unterHänden hatte, als das herrlichste Produkt diesesKünstlers, und der nordischen Kunst überhaupt.Andern Orts sagt man, dieß letztere sey von I.F. Clemens gestochen, der auch noch 28 Kupferfür die Reise des Pet. Paar nach ihm gelieferthabe; sowie Teckel Klcve die neun Musen; Chri-
2) Mehrere vortreffliche; darunter besonders seine schon genannte: Auf Geschichte u. Erfahrung gegründete, theoret.„.praktische Wasser-baukunst, 5 Bde. mit ,->i Hupf. gr. 4W München 798—807. beym Vers. (Pr.-z<> Th.),und eine neue Auflage derselben seit -8io.
In einem Anfall von Hypochonder fand er seinen Tod in den Wellen.
RL») Anderwärts heißt es: „Er ward 1772 und -780 Direktor der Akademie, und erhielt den Raaz als wirk-licher Justizrath.''
f) Namentlich diejenigen der Könige Christian vi, Friedrich IV. und Friedrich v.