Band 
Zweyter Theil [5].
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5098
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Wille.

Wille.

Kunstlichter seines Faches (wir wollen gern glau- nicht an die Besitzer der Urbilder, sondern anben, ganz ohne ihre Schuld) von seinem vorzüg- seine — Freunde in Deutschland, Holland , Däne-liehen Rang (den er vorhin unter den Franzosen mark und der Schweiz zu richten pflegte ***).selbst behauptet hatte) in der öffentlichen Meinung Nach seinem eigenen Sohne gab er nicht minderverdrängt. „Er hinterließ" (heißt es in dem als vier Blätter, und darunter das vortrefliche:oben angeführten zweyten Nekrolog) „einen ein- lelAarecKal <keb.oZis (der mukhigeLudwig Gillet,zigen Sohn, ein Muster kindlicher Liebe. Derselbe der eine junge Tochter aus der Hand von zweyhat sich niemals von seinem Vater getrennt. Von. Räubern rettet). Noch nennen wir endlich eineihm und Grenze wurde er in der Malerey unter- Folge von 12 geetzten Blättern Reuter und Lands-richtet, und machte darin so schnelle Fortschritte, knechte sersonneir ^), heißt es auf dem Titel,Laß er in einem Alter, wo man sonst noch die von C-Parroccl). Bey Rost !. c. IZH. lesen wir:Kunstschulen besucht, bereits in die Akademie auf- „Bastm zu Paris besitzt das vollständige Werkgenommen wurde. Der Vater hat nach ihm ge- dieses Künstlers, den größten Theil in Abdrückensiochen, und ihre Talente waren immer vereinigt." vor der Schrift." Ferner: „Der Verfasser des„Zu sagen" (schließt dann jener nothgedrungene Verzeichnisses der Werke von G.F.Schmidt hatFranzösische Ehrenschuß kahl genug) „daß der" bereits ein eben so vollständiges über Wille's(bald eben so vergessene) „Sohn des ihm von Werk in Handschrift, welches er dem Künstlerseinem Vater hinterlassenen Namens würdig sey, selbst zur Durchsicht übersendet hat, und, nachheißt Beyde" (wohlfeil genug!) „ehren." Die dessen Genehmigung, in Druck geben wird."Meister, nach welchen Wille vörderst Bildnisse Dies (schon 2790 angekündigt) ist, unsers Wissens,gestochen hat, sind: Avcd, P. Battoni, A.Boizot, noch nicht erfolgt. Eine vollständige SammlungA. Graf von Chabannes, Ph. de Champagne , E- seiner Blätter, meist avant la lettre, besaßS. Cheron, I. Chevalier, A. D., G. Douw *), Basan, und rühmt sich dessen (Lst. sec.) mitGuillebaud,J.C.Heilmann, Klein, N.deLargillicrc, dem Deysatze: „Dieselbe war ein Tribut unsrerI. de Lyens, P. Lombard, J.B. le Moiue, N., vieljahrigen steten Freundschaft, die sich nur mitSt.Parroccl, Pesne , I. G.R., H.Rigaud, Rusca, dem Tod endigen wird." Loas. Mensel 1. II.P. le Sueur, Thomiers, I, C Tocquö, M. A. de la wo seine vornehmsten Arbeiten bis und mit demTour, C. Vanloo, L. Vigee, P. A- Wille sein Sohn, I. 1780 verzeichnet sind. Nach Heinecke (I-lösund I. G. Ziesenis. Mehrere finden sich auch, p. 42.) arbeitete er auch an der in 1702 erschierohne andere Namen als den (einigen, wie z. B. neuen Oalleris <ls Versailles, nach le Brun.Las (schöne) des Baumeisters C. E. Briseux. Sel- Sein eigenes Bildniß haben gestochen: G. F.ten sollen seyn diejenigen: Benedikt Heinrichs, Schmidt nach eigner Zeichnung, und nach dem-zwcyten Sohns des Prätendenten, und des Bi- selben J.H. Rode zu Paris (1790.)^) und J.F.schofs von Basel, beyde wieder bloß mit des Kauke zu Berlin (1709.); dann I. G-Müller nachStechers Namen, und eben so auch Friedrich II. Grenze, I. F. Dause nach Halm, des Künstlers(in seiner schönen Jugend) nach Pesne **). MnL/e»-. Sohn nach Jngouf(i77i.), und der Abbe St. Non,Rost II-186 — 37 Wir dann be- der ihn in der Peruke und in der Gesellschaft eines

merken noch, daß wille's zahlreiche Bildnisse jungen Schülers darstellt, dem er ein Bild zeigt,von Deutschen und andern, auch außer Frankreich

(welches der Künstler nie mehr verließ) lebenden, Wille, eigentlich Will (Johann Martin),und im Ausland gemalten Großen beweist, wie Ein schlechter Kupferstecher und Kunstverleger zuallgemein und ausgebreitet sein Ruf gewesen scn. — Augsburg . Theils mit seinem sculp. theils-mitGeschichtliches kennen wir von ihm einzig: Den dem bloßen exc. kennen wir von ihm eine ziem-Tod von Marc Anton, nach Battoni, wovon liche Anzahl Blatter (meist Kopien). So denLas Urbild dem Künstler selbst zugehörte; Agar, General Elliot, den König Friedrich Wilhelm dem Abraham durch Sara vorgestellt, nach Dietrich; von Preußen, Friedrich den Großen zu PferdeLen Tod der Cleopatra, aus dem Cabiner Vence, nach D. Chodowiecki ; eine Anzahl Carrikaturcnnach Netscher, welches lctzkre wir überhaupt zu in qu. Fol ; eine Folge Architektonischer ZierrathenLein Gelungensten aller seiner Arbeiten zählen, »ach J. F-Forty (Kopie); eine schlecht radirteund dessen Urbild wir, ohne das Atlasgewand Landschaft in qu.Fol. diese mit Inv. et sanlp. Lo.der Königin, kaum für einen Niederländer erken- Andcrwerts heißt es auch: Die Funeralieu (mitneu würden. Desto mehr liegen vor uns von sei- dem 1769 errichteten Catafalk) des Bischofs Josephnen sogenannten Gattungsblätlern »ach den schon von Augsburg. Eine von F.T. Huttor nach Joh.vorhin angeführten Meistern, und nach seinem Walch gestochene Generalkarte von Europa aufeigenen Sohne. An jenen fleißigen und reinlichen 6 Blatt, erschien noch 18,>6 in seinem Verlage.Niederländischen Kunstlichtern konnte er die Sorg- Ob er aber damals noch am Leben war? .fält so wie den Glanz seines wunderschönen Grab-stichels ganz besonders zeigen, tteberflüssig Ware — — (I. H.). Ein Gantkatalog sagt, daß«s, der Reihe nach, alle diese überall bekannten ein solcher das Bildniß des Markgrafen CarlKunstjuweelen zu nennen, welche, nicht bloß aus Friedrich von Baden gestochen habe. Vielleicht istFranzösischen, sondern auch aus Holländischen es ein Druckfehler für Johann Georg !,w.).und Deutsche » Kabinetten ihm anvertraut, oder

vielmehr der Stich derselben ihm aufgetragen — — oder will (M ). kso.

wurde , und die er fast immer mit Zueignungen — 1670. So bezeichnet sich der Kupferstecher des

n) Neben Anderm Demos Tante, »ach einem Bilde, des Wille selbst besaß.

An den schönsten zählen jene voranqssübrten Nekrologe eines seiner ersten, des Marschalls von Sachsen ,und ebenfalls des Grafen vo» St-Florcutin, letzteres besonders des schönen — Gewands wegen.

««) Au den vorzüglichsten zählen obige Nekrologe: Die Garnwinderin nach Douw (schon oben als Donw's Tantegenannt), den jungen Pbi'iiler (Stifenblaser) nach Netscher, das Familienconzert nach Schalken, und denväterlichen Unterricht »ach Lerburg.

-j-) invenräs? Auch der gute Wille hatte in der sogenannten Hauptstadt der Welt sein ehrliches Deutschvergessen.

?f) Selten; doch noch seltener das geistige Urbildchen von Schmidt.