6000 Willemain.
violette. Ungeachtet das bild nicht fehlerfrei ist,so hat es doch viel anziehendes." — Auch die Gale-rie d'Orleans besaß einst von ihm einen Tod desAdonis, in natürlicher Größe, wo sich zweyNymphen die Haare ausraufen. Nach ihm ge-stochen kennen wir, von Bildnissen: Sein eige-nes von G.Waumann, P.Iode's von diesem, unddes Grafen Ernests von Jsenburg von Ebendem-selben; obgenannte Venus und Mars in Söder,von Gebhardt in punktirter Manier (Pr. 2/z Thlr.);dann eine H. Familie mit Johannes und seinemLamme , von V. Green geschabt, u. St. Gregor, derin einem Buche liest, von Tb- van Kessel; endlichfür Lauch'« seltenes Galleriewerk von Wien , inSchwarzkunst geschabt vonJ-Maennl, die oben-genannte Dianen's Ruhe nach Willeborts und Fyt.
willemain oder Willem»n (N. K. oderN.X.). Derselbe erscheint, unseres Wissens zuerst,im ^lmanacti 603 ösaux-^rts von i 8 o 3 , wovon ihm angeführt werden: Lkoix ste 8 Oo 8 tu-M 68 militaire 8 et civÜ 8 6 e 8 psuples 6 e 1 'an-ti^u'lte (kl.Fol. loHefte zu 6Bl.), P»ri 8 1798,wovon das Heft 9 Fr. kostete. In den ^nnsle86e ls Lslco^raphie Generale, ^nnee 1806. 8°.karl 8 . nennt man unter den Neuigkeiten: Monu-inen 8 kran^ai 8 ineäit 8 , pour 8 ervir a l'hi 8 toirs<ie 8 ^>rt 8 , et oü 8 vrit representes le 8 co 8 tu-me 3 civilg et militair 68 , les 1 n 8 trumen 8 äsrnus'^ne, le 3 meublo 8 ste taute 8 e 8 peces»et les 6 ecoratlon 8 interleure 8 6 e 8 mai80N8;6 e 8 sine 8 , eolorie 3 , grave 8 et reäi^es psr kss.X. S^ri/emin. Von diesem Werke, was zu Paris in 2 Banden kl.Fol. erscheinen und dem eine Ab-handlung über die zeichnenden Künste in Frankreich als Einleitung dienen sollte, wollte man alle6 Wochen ein Heft mit 6 Kupfern und angefüg-ten erläuternden historischen Bemerkungen, heraus-geben. Der Preis jeden Heftes war zu 12 Fr.(von den i 5 Exemplaren auf Velin aber jedesHeft zu 72 Fr.) angesetzt. In 1808 befand sichder Unsrige noch unter den damals zu Paris le-benden Kupferstechern. Im «Zu Eom-
merce lls? 3 N 8 1811 treffen wir ihn nicht mehr.Irgendwo wird noch von ihm eine ebenfallsheflweise herausgegebene Sammlung der schönstenGruppen, Statuen, Büsten u. s. f. der Etrus-ker, Griechen und Römer angeführt, was mitobigem Lüoix <i68 Lo 8 turue 3 ärc. nicht dasselbeseyn kann. Mec.
willemart oder Willmart (A.P. 3.H.R ). Von einem uns sonst ganz unbekanntenKünstler dieses Namens nennt der einzige Minkler-sche Gantkatalog eine, nach eigener Erfindung,geetztc Landschaft mit einer Hirschenjagd.
willemin, s. gleich oben Willemain.
* Willems (Marc.). Walpole meint, wahr-scheinlich irrig, er sey zu Antwerpen geboren.Bey dem dortigen Einzüge König Philipps (ru',9.)zu Mccheln erhielt er den Auftrag, einen Triumph-bogen zu malen, auf welchem er die Geschichteder Dido vorstellte, eine Arbeit die ihm viel Ehremachte. Er war ungemein gefällig, und compo-nirte bald für alle Künstler seiner Zeit, auch imAuslande (wie z.B. in England), daher auch
Willemsen.
sein früher Tod sehr bedauert wurde. 1.
1Z8—I9. Nach Walpole'e Angabe (S.roZ.) be-fand sich unter den alte» Gemälden zu Somersetshouse in England ein Bildniß von Eduard VI. mit der Inschrift: x. das vielleicht
seine Arbeit seyn könnte, und das Sonderbarehat, daß es bloß Wirkung thut, wenn manes durch ein cylinderförmiges Glas betrachtet.Fiorillo V. 227. 288. vertue sagt ebenfalls,daß dieser Künstler auch in England gearbeitethabe. Wir selbst vermuthen vollends, daß er auSEngland gebürtig war. Irgendwo will man vonihm auch eine von ihm selbst zu London geetzwVersuchung des H. Antonius (Basan L8. sec. K.nach Teniers ) kennen, ^c. S- auch den gleichff. Art.
*willemsen, Willemsene, auch Wil-liam so n ( ), der Kupferstecher, welcher im
Lex. unter dem Art. von Ludwig willemsen er-scheint, hieß perer. Derselbe war ein Schülervon David Loggan , und blühete um 168a inEngland. VerschiedeneKupserstichvcrzeichnisse nen-nen von ihm: König Carl II. oval mit 6 engli-schen Versen, bezeichnet: I.; die Kö-
nigin Calharina von England, Tochter Johann IV.von Portugal, bezeichnet: M 7 /ra»»Ly» sec.; denGeneral Monk zu Pferde rc. Da man von ihmauch eine Versuchung des H. Antons nach D.Teniers anführt'-), so könnte es seyn, daß hier-unter das oben unter Marc Willems gedachteBlatt zu verstehen, und hier oder dort ein Irrthumsey **)- Irgendwo nennt man noch von ihmdas Bildniß eines (dunkeln) Daronet's, I. F.Friesendorfs, ohne andere Name», als denseinigen.
*— — ( ), der Baumeister, welcher im
Lex. unter dem Art. von Ludwig willemsen er-scheint, hieß I. H. (8. und sollte es dort rich-tiger heißen, daß derselbe in 1770 zu Dresden die Baukunst erst studirt habe. Damals radirtser dort nach eigner Erfindung ein schmales brei-tes Blatt, was die Gartenseite eines prächtigenSchlosses darstellt. Weiuwich, in seiner Däni-schen Kunsthistorie, führt ihn blos unter dem ir-rigen ***) Namen Willemsen im Register an,ohne im Werke selbst von ihm etwas beibringenzu können. Auch wir wissen nicht, wohin er,von Dresden aus, seinen Stab weiter setzte.Mrc.
willenberger (Johann), ein sehr geschick«ter Formschneider und Holzschnitzer zu Prag , ausSchlesien gebürtig. In i6c»> hat er die StadtPrag u. a. Städte Böhmens für Paproczy's Werkin Holz geschnitten. In 1670 hat er eben so fürHarant's Reise »ach Jerusalem die Karten-Abbil-dungen Türkischer Städte und Anderes, beydesmit seinem Monogramm I- VV. gefertigt. Aufgleiche Art find alle Städte in dem Spiegel desMarkgrafchum Mährens von ihm geschnit-ten. Wann und wo er gestorben, ist unbekannt.Dlabacz.
Willenbruch (Georg), Stadtzimmermeisterzu Breslau 1701. Itzt lebendes Br es la u 1701.12°. S. 44 .
-') So Z.B. Rasan kl-l. ssc. und zwar eben unmittelbar, nachdem er dasselbe Blatt dem oben angeführtenwillem» zugeeignet hat.
«») Wir, unsers Orts, glauben, daß solches unserm willemsen zngehöre, und willems überall nicht unterdie Kupferstecher zn setze» ftp.
«-"'*) Warum irrigen?