Band 
Zweyter Theil [5].
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6006
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K006

Wilmann.

wilmann oder willmann (Peter Mi-chael). So wird zuweilen auch der vorstehndeiMichel (w.) genannt,

— — — — () Lieutenant in Bre-men , wird i8os unter den Ehrenmitgliedern derCasseler Kunstakademie rudririrt.

— — — — ( ) aus Berlin , machte1789 in den Dresdner polirischen Anzei-ger bekannt, daß er sich einige Wochen zu Dres-den aufhalten, und Silhouetten auf Glas, ineiner ganz neuen Art, nach Englischer Manier,fertigen würde. Mittelst besondrer Kunstgriffewollte er auf solchen Stellung, Affekt und Klei-dung (diese mit und ohne Stickerey) auf dasfeinste und unterschiedendste darstellen." Das Gottsich deutscher Kunst erbarme!

* wil Manns, s, oben und im kex. wil-mann.

wilmar oder willmer (Franz). Ersteresist wohl sein richtiger Name. Mit sieben andern(wie z.B. Joh. Melch. Benkerr, Heinrich Funkund Simon Hauslin) malte er in der St. Catharrinen - Kirche zu Frankfurt am Mayn um 1680.Hüsgen N- A. 2Z4.

wklmot (Mistriß). Eine solche Englische Künstlerin beschäftigte sich zu Anfang des XIX.Jahrhunderts, nebst mehr andern Britinnen, mitder Bildhauerkunst, und führte den Meissel mitvielem Glücke. FiorrHo V. 85 i.

* wilmsen (I. H. G>). S- oben und imLex. Willemsen. Bey prange heißt er Baumei-ster, und zugleich Kupferetzer zu Dresden , um-776, und waren somit die beyden Willemsen amSchlüsse des Art. Ludwig willemsen im Lep.Eine Person.

* Wtls, s. oben und im Lex. Wills.

wilsdorf (Christian Friedrich). Derselbezeigte auf der Dresdner -Ausstellung 1787 einenschlafenden Knaben in Del. S- auch oben S. i ^84den Art. seines Lehrmeisters I. E. Schenau.

wilsdruf, eine irrige Benennung desObigen.

wilse (Jacob Niclaus), Mitglied mehrerergelehrter Gesellschaften, seit ungefähr 1771 Pfar-rer zu Spydlberg in Norwegen , dann, von 1786an, solcher in dem unfern gelegenen Orte Edssberg. Dieser thätige Mann verstand die Zeichen-kunst, fertigte Modelle rc. Zu verschiedenen vonihm herausgegebenen topographisch-geographischenWerken entwarf er auch eigenhändig die dazu ge-hörigen Prospekte (diese meist mit Beyhülfe derCamera obscura) und Landkarten, so wie man fer-ner in: Becnouklt's Samml. kurzer Reise-beschreibungen einiges nach ihm in Kupfer sieht.

wilson (Benjamin), Geschicht-und Bildniß-maler, auch Stecher mit der Nadel und demGrabstichel, geboren in England um 1730, undgestorben zu London um 1788. Wilson gehörtunter die Künstler, welche, im Geschmacke vonRembrandt geetzt, sich ihrem Muster am mei-sten genähert haben. Die beyden folgenden Stücke,davon er einige Abdrücke ohne alle Schrift in dasPublikum brachte, täuschten die Liebhaber, undwurden als Originale bezahlt. Es ist das Brust-bild eines Mannes, der einen Hut mit breitem

Wilson.

Rande und mit Federn tragt, nebst Collet un»Kragen. vinx. i 638 8 °. Dann eine

Landschaft mit zwey Bauernhäusern, vor denenein Weg vorbeygeht, der aufs Feld führt; in derFerne sieht man eine Kirche, von der man nurden Thurm unterscheidet. Kembr aucit äel. Mr/-ro« kec. sijua (orti. in qu. 8 ». Rost IX. 23g—Hc>.Seine historischen Bilder und Bildnisse hinwiederhatten geschickte Künstler sowohl in Schwarzkunstals mit dem Grabstichel geliefert, wie I. M. Ar-dell , Baflre, V. Green, R. Houston, W. Hum-phrey, Ravenet, u. a. So z. von BildnissenArdell diejenigen von Franklin, von Garrik alsHamlet (Act. I. Sc. 4.) und als König Lear(Act. IH. Sc. i.) aus dem Kabinet vonH. Hoare,auch in der Begräbnißscene von Romeo und Ju-liet; Basire dasjenige der Lady Stanhope , alsschöne Reuige (wirklich sehr schön); Ravenet wie-der Garriks und der Miß Bellamy, als Romeound Juliet. — Von Geschichtlichem Green, sehrschön: Die Erweckung der Tochter des Jairus;Houston : Romeo und Juliet (Act. V. Sc. H. a.b. 6 ); Humphrey: Die Vestalische Jungfrau.

Rost s. V. der Stecher.

»wilsons Geburt" (sagt einer unserer Freunde)»ist bey Rost um lyZo, Wohl etwas zu spar angesetzt,da er schon 1760 in gutem Ansehn durch ein Blatt nachRembrandt stand, wovon die ersten Drücke, als vonRembrandt selbst geetzt, von einem Kenner (?) um 3Guineen erstanden wurden *). Nach eigener Zeich-nung soll er geetzt haben: Den Arzt Bryam Ro-binson 1780 in gr. Fol.; einen in einem Lehnstuhlsitzenden Mann 1781 (mit der kalten Nadel); dieBüste von William Tempest k. ii. 8. ser. 70.Zu den Stechern nach ihm soll auch ein Andreasvan der Myn und Lyroff gehören."

wilson oder willison (G ). So soll einMaler und Kupferstecher der letzten Hälfte desvorigen Jahrhunderts in England heißen. Vonihm wäre geschabt eine Lady Newboury; dannLandschaften nach C. Lorrain, Georg Lambertund I Pillemenk; dann Figurenstücke nach Thom.Murre» (eine H. Calharina) und Schalken (eineMagdalena). Nach ihm selbst aber hätten Bild-nisse geliefert C Corbutt, Val. Green, und Thom.Watson (eine Demoiselle Fordyce.)

— — (Jacob), Zeichner und Schwarzkunst-stecher, blühete zu London um 1770 — 7Z. Vonseiner Arbeit nennt der Catalog von Winkler:Leonora und Leander, auf einem schönen land-schaftlichen Grund, ohne andern Namen als denseinigen; dann: tbe 7Zn§el Labrisl llirectsbias to snoint bis tstkers ^vitk tbe Asllok a 6sb, nach einem alten (i 65 o gemalten)Bilde von Jffendu (s. K. wohl richtiger I. Hendu);Andere ein Bildniß von Abingdon , nach Reynolds.Mrc.

* — — (Richard). Derselbe war der SohnJoh. wilsons, Predigers zu Pianges in Mont-gomeryshire in Nord-Wales , geboren 1714. SeinVater gab ihm eine vortreffliche und gelehrte Er-ziehung, wobey er unaufhörlich Proben seinerVorliebe zu den zeichnenden Künsten äußerte.Diese Neigung zu befriedigen, ward er »729 un-ter dem Schutze des Sir George Wynne, Baro-net, nach London geschickt, und von diesem zuT. Wright gethan; einem Manne, der wederviel Geschicklichkeit noch großen Ruf für sich hatte,bey dem er inzwischen sechs Jahre lang blieb,und sich hierauf nicht ohne Beyfall auf die Bild-nißmalerey legte. Voller Begierde, in seiner Kunstweitere Fortschritte zu nachen, beschloß er Italien

») Weil oben darauf: k-mi>r,oäk k. 1633. -and.