1782 aufgenommen wurde. Mit ausdauerndemFleiß verband er einen milden und anspruchlosenCharakter, viel Nachdenken, und Liede zur Lektur,welche ihn vorzüglich aufs historische Fach leitete;und er hatte, vieler der gewohnten Verführungenungeachtet, Festigkeit genug, dieser seiner erstenWahl getreu zu bleiben. Ehe er sich wagte, inOel zu malen, befestigte er sich immer mehr inder Zeichnung, und studirte fleißig Anatomie unddas Nackte - Seine akademischen Figuren mitKreide auf gefärbten Papier beweisen, wie weiter in kurzer Zeit, doch ohne Sprünge, in denwesentlichsten Theilen der Kunst vorrückte. Aka-demische Preise — wir wissen nicht warum —hatte er nie gewonnen. Nach einigen Jahren(1784 oder 35 .) ging er nach Italien , wofürseine beyden Gönner Hoare ihm ein Jahrgehaltaussetzten. Zu Rom , wo er nun ämsig nach dengrößten alten und neuen Kunstlichtern studirte,hielt er sich übrigens im Umgänge meist an seineLandleute, Howard, und die zu früh verstorbnenDeare den Bildhauer, und Robinson den Bild-nißmaler. Dann ging er späterhin nach Venedig ;aber da seine Neigung ihn mehr zur Römische»und Florentinischen,' als zu allen übrigen Italie-nischen Schulen hinzogen swie z.B. seine Ccpieennach Raphael's Parnaß und der Schule vonAthen beweisen *)) so mochte er die großen Vene-tianischen Coloristen zwar bewundern, aber ihnenin ihrem eigenthümlichen Verdienste Vieles abzu-gewinnen, war nun einmal seinem Genius nichtvergönnt; wie z.B. seine Copie des berühmtenGemäldes von Caliari (Familie des Darius vorAlexander) im Pallaste Pisani beweisen mag,welche in Zeichnung und Ausdruck eben so getreu,als im Faebenzauber dürftig ist. In >791 kehrteer mit Richard Coiy Hoare, der sich um dieseZeit ebenfalls in Welschland befand, und fürwelchen er jene Copieen nach Raphael gefertigthatte, nach England zurück. In Bildnissen, Land-schaften und Scenen aus dem häuslichen Lebenfanden damals Maler von Verdienst (auch vieleniit sehr geringem) wohlhabende und freygebigeBeschützer noch genug; aber selbst ein Reynolds,Romney und Opie mußten, trotz ihrem ernstenStreben in historischer Malerei, dennoch dies Feldverlassen, nnd dem unaufhaltbaren Strome folge»;und würde West nicht der König versorgt haben,so hatte auch er entweder sein Fach oder seinVaterland verlassen müssen. Der Unsrige hattedas Glück, zu Stourhead seine mehr benannten,stets fort treu gebliebenen Gönner zu finden.Unter den Auftragen, die er bald nach seinerRückkehr erhielt, war auch einer von Boydell(Waldscene aus Shakespeare's TitusAndronicus)durch den Stich von Anker Smith bekannt.Späterhin bewährten die jährlichen Ausstellungenin Sommersethouse seinen Genius sowohl als sei-nen ausharrenden Muth. Seine Compositionenbeschränkten sich gemeiniglich auf wenig Figuren.Dichtung, Allegorie, Balladen, (und allmäligebenfalls nur selten eigentliche Geschichte) liefertenden Stoff. Seine Zeichnung war correck, sein-Ausdruck oft geistreich belebt, immer richtig, seineFiguren mit einer leichte» und natürlichen Zier-lichkeit ausgestattet; seine Ideen offenbarten vielwarmes Gefühl und liebliche Phantasie. Nur sei-ner Farbengebung fehlte es noch immer (wo nichta» Wahrheit, doch) an schmelzendem Tone. Wie-wohl er aber gewöhnlich Käufer, und zuweilenauch Auftrage bekam, blieben doch viele seinerPhautasiebilder unverkauft, und er mußte sichendlich, gleich Andern, bequemen Bildnisse zu
") Nach letzterer verfertigte Egginton von Handswor
Richard Col» Hoare'S zu Stourhead -
r-K) Ei„e Abbildung dieses Denkmals findet man bey:
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malen; ein Feld, für welches er eben weniggeeignet war. In i8»o ward er in die Akademieaufgenommen, doch erst 1807 zum eigentlichen Aka-demiker gewählt. Sein Aufnahmsbild (Dorinde,von Sylvia verwundet, nach Guarini) war einunmuthiges Cabinetsstück, die Hauptfigur in etwasvon Tresham's Styl. Höchlich bewundert dannsind unter seinen übrigen Arbeiten: Calypso nachder Abreise des Ulyßes, und Diana unter ihrenNymphen; die liebliche Anordnung und das Dich-tersche Feuer derselben bewährten seinen klassischenGeschmack. Ein nach Walter Scott's Mistralbearbeiteter Gegenstand (jetzt Eigenthum des Her-zog Acland von Kellerten in der Grafschaft Devon )fand ebenfalls verdienten Beyfall. Eins seinerletzten Gemälde (Carls k. Abschied von seiner Fa-milie) wnrde von, Kupferstecher Scharg (Scharp? )gekauft. Unser seine gelungensten Bildnisse rechnetman das des Eari vonWinchelsee. Durch treffendeWahrheit zeichnete sich der Spanische Hirt undsein gefeyerter Hund aus. Ueberhaupt aber findetsich in allen Gattungen sein Beßres auf dem Land-sitze seiner ersten großmüthigen Gönner zu Stou-thead. In 1816, nachdem er sich durch Fleiß undSparsamkeit eine gemächliche, unabhängige Lagezubereitet hatte, verheiratheke er sich, und gingnach Italien , wahrscheinlich um seine noch übri-gen Tage auf diesem klassischen Boden zu verleben.Dort gedachte er, neben Anderm, eine Reihevon Sommerausflügen zu machen, wo er diemancherlei Trachten, Bräuche und Eigenheitender welschen Provinzen schildern, und dann :mWinker in kleinen Bildern ausmalen wollte. Aberdie Vorsehung beschloß es anders. Am 22. Jul.(,8,6 oder 17?) ward er zuFerrara, auf seinerRückreise von Ferrara auf Bologna , von einemEntzündungsfieber ergriffen, und konnte kaumnoch nach letzterer Stadt gebracht werden, woer am 27. starb. Seinen Personalcharakter be-treffend, bemerken wir bloß, daß derselbe etwasin sich gekehrt, aber dabey sehr anmuthig war.Sein unwandelbar sittliches Betragen und seinAnstand gewannen ihm überall achtungswertheFreunde und Gönner, unter welche namentlichauch der Earl von Ayslesbury gehörte, der ihnals Künstler und Freund oft und gerne in seinHaus aufnahm, W. C. im Leipziger - Lunst-blart 18,7. S- 1,7. 122. 127. Ob dergleich nachsichnde Woodfort ohne Laufnamen,oder auch der bey Liorilko V. 872. nur ganz kurz(unter dem Künstlern, welche in 1787 zu Liver-pool eine Akademie nach dem Muster der König-lichen stifteten) aufgeführte Woodrvorrh mit un-serm woodforde etwa Eine Person seyn dürften?Wir zweifeln daran.
Woodfort ( ). Nach einem solchen Ma-
ler, soll J.R-Smith zwey Blatter (ein Schäfer-stück, und die Waldnymphe) in Kupfer gebrachthaben. Ob er etwa mit dem gleich vorstchndenEine Person sey?
woodges (ZD, wird als ein Kupferstecherder letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts inEngland angeführt, der sowohl nach P. Sandbyals zu dem Virtuos-Museum gearbeitet hätte,^r.
w 0 0 dftreet (B. und Godfrey). Zwey Eng-lische Goldschmiede unter der Regierung Richard ! I.welche die Statuen des Königs und der KöniginAnne ausführten, und dafür Huo Pf. Stcrl. er-hielten Fiorillo V. , 55 .
h sein prächtiges Glasgenullde für das Biblwtheckfenfier
Co»§/r D. I. j). »6z. I.XI. n. I.XII. und im I-on-
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